
Ab-Hof-Verkauf
Verkauf landwirtschaftlicher Produkte direkt am Hof – ohne feste Ladenöffnungszeiten, oft nach Vereinbarung.
Abokiste
Regelmäßig gelieferte Zusammenstellung regionaler und saisonaler Lebensmittel im Abonnement.
Agrotourismus
Tourismusform, bei der Besucher landwirtschaftliche Betriebe erleben – von Hofführungen über Ernteerlebnisse bis zu Übernachtungen.
Alte Sorten
Traditionelle Obst-, Gemüse- und Getreidesorten, die aus dem kommerziellen Anbau verschwunden sind, aber von Liebhabern erhalten werden.
Aquakultur
Kontrollierte Aufzucht von Fischen, Krebstieren, Muscheln oder Algen in Teichen, Becken oder Netzgehegen.
Artgerechte Tierhaltung
Haltungsbedingungen, die den natürlichen Bedürfnissen der Tiere Rechnung tragen – mit ausreichend Platz, Auslauf und Beschäftigung.
Bestäubung
Übertragung von Pollen auf die Narbe einer Blüte – ein unverzichtbarer Prozess für die Fruchtbildung bei vielen Nutzpflanzen.
Bienenweide
Fläche mit besonders nektar- und pollenreichen Pflanzen, die als Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber dient.
Bio-Siegel
Zertifizierung für ökologisch erzeugte Lebensmittel nach EU-Öko-Verordnung oder strengeren Verbandsrichtlinien.
Biodiversität
Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten, ihrer Lebensräume und der genetischen Variationen innerhalb einer Art.
Bioland
Größter Bio-Verband in Deutschland mit strengeren Richtlinien als die EU-Bio-Verordnung.
Bodenfruchtbarkeit
Fähigkeit eines Bodens, Pflanzen dauerhaft mit Nährstoffen, Wasser und Luft zu versorgen.
Demeter
Ältester und strengster Bio-Verband weltweit – basiert auf der biologisch-dynamischen Landwirtschaft nach Rudolf Steiner.
Direktsaft
Fruchtsaft, der direkt aus der Frucht gepresst und ohne Konzentrat-Rückverdünnung abgefüllt wird.
Direktvermarktung
Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse ohne Zwischenhändler direkt an den Endverbraucher.
Ernteanteil
Regelmäßiger Anteil an der Ernte eines landwirtschaftlichen Betriebs, den Mitglieder einer Solidarischen Landwirtschaft erhalten.
Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft
Zusammenschluss von Erzeugern und Verbrauchern, die gemeinsam regionale Lebensmittel vermarkten und beziehen (EVG).
Essbare Stadt
Stadtplanerisches Konzept, bei dem öffentliche Flächen für den Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern genutzt werden.
Fermentierung
Kontrollierte Umwandlung von Lebensmitteln durch Mikroorganismen wie Bakterien, Hefen oder Schimmelpilze.
Flächenbindung
Prinzip der ökologischen Tierhaltung, das die Anzahl der Tiere an die verfügbare landwirtschaftliche Fläche koppelt.
Food Miles
Strecke, die ein Lebensmittel vom Ort der Erzeugung bis zum Verbraucher zurücklegt.
Food-Coop
Selbstverwaltete Einkaufsgemeinschaft, in der Mitglieder gemeinsam Lebensmittel direkt von Erzeugern beziehen.
Foodsharing
Initiative gegen Lebensmittelverschwendung, bei der überschüssige Lebensmittel geteilt statt weggeworfen werden.
Freilandhaltung
Haltungsform, bei der Tiere dauerhaften Zugang zu Auslaufflächen im Freien haben.
Fruchtfolge
Geplanter Wechsel verschiedener Anbaukulturen auf einem Feld über mehrere Jahre.
Haltbarkeit
Zeitspanne, in der ein Lebensmittel bei sachgerechter Lagerung seine Qualität und Unbedenklichkeit behält.
Haltungskennzeichnung
Verpflichtende Kennzeichnung von Tierprodukten nach der Haltungsform – von Stallhaltung bis Premium/Bio.
Herkunftskennzeichnung
Angabe des Ursprungslandes oder der Herkunftsregion auf Lebensmitteln – bei bestimmten Produkten gesetzlich vorgeschrieben.
Hofcafé
Gastronomisches Angebot auf einem Bauernhof – mit Kuchen, Kaffee und regionalen Spezialitäten.
Hofkäserei
Betrieb auf einem Bauernhof, der aus eigener Milch handwerklich Käse herstellt.
Hofladen
Verkaufsstelle direkt auf einem landwirtschaftlichen Betrieb, in der eigene Erzeugnisse angeboten werden.
Hofladen-Software
Digitale Lösung zur Verwaltung von Online-Bestellungen, Produkten, Lieferungen und Finanzen für landwirtschaftliche Direktvermarkter.
Hofnachfolge
Übergabe eines landwirtschaftlichen Betriebs an die nächste Generation oder einen neuen Betreiber.
Hofschlachtung
Schlachtung von Nutztieren direkt auf dem landwirtschaftlichen Betrieb – stressärmer für die Tiere.
Humuswirtschaft
Bewirtschaftungsstrategie, die auf den Aufbau und Erhalt von Humus im Boden abzielt.
Kaltpressung
Verfahren zur Ölgewinnung, bei dem Ölsaaten ohne Wärmezufuhr mechanisch gepresst werden.
Kompostierung
Natürlicher Prozess, bei dem organisches Material durch Mikroorganismen in nährstoffreichen Humus umgewandelt wird.
Kreislaufwirtschaft
Wirtschaftssystem, in dem Ressourcen möglichst lange im Kreislauf gehalten und Abfälle minimiert werden.
Kühlkette
Lückenlose Temperaturkontrolle eines Produkts vom Erzeuger bis zum Verbraucher.
Langzeitführung
Teigführung über viele Stunden, die den Geschmack und die Bekömmlichkeit von Brot deutlich verbessert.
Lebensmittelhandwerk
Handwerkliche Herstellung von Lebensmitteln in kleinen Betrieben – im Gegensatz zur industriellen Massenproduktion.
Lebensmittelhygiene
Alle Maßnahmen zur Sicherstellung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Lebensmitteln – von der Erzeugung bis zum Verzehr.
Lebensmittelkennzeichnung
Gesetzlich vorgeschriebene Angaben auf Verpackungen zu Inhaltsstoffen, Herkunft, Haltbarkeit und Allergenen.
Lieferkette
Gesamter Weg eines Lebensmittels vom Erzeuger über Verarbeitung und Handel bis zum Verbraucher.
LMIV
Lebensmittel-Informationsverordnung der EU – regelt die Pflichtangaben auf Lebensmittelverpackungen.
Marktschwärmerei
Konzept, bei dem Verbraucher online bei regionalen Erzeugern bestellen und die Produkte an einem festen Abholort erhalten.
Milchmann-Prinzip
Lieferkonzept, bei dem ein Fahrer auf einer optimierten Route viele Kunden nacheinander beliefert – benannt nach dem historischen Milchmann.
Milchtankstelle
Automat auf einem Milchviehbetrieb, an dem Verbraucher frische Rohmilch selbst zapfen können.
Mischkultur
Anbauverfahren, bei dem verschiedene Pflanzenarten gleichzeitig auf derselben Fläche kultiviert werden.
Mosterei
Betrieb zur Herstellung von Saft und Most aus Obst – häufig als Lohnmosterei für regionale Erzeuger.
Mutterkuhhaltung
Haltungsform, bei der Kälber bei der Mutterkuh aufwachsen und von ihr gesäugt werden.
Nachhaltigkeit
Wirtschafts- und Lebensweise, die natürliche Ressourcen schont und für kommende Generationen bewahrt.
Naturland
International tätiger Bio-Verband mit umfassenden Standards für Erzeugung, Verarbeitung und soziale Verantwortung.
Natursauerteig
Triebmittel für Brot aus Mehl und Wasser, das durch natürlich vorkommende Milchsäurebakterien und Hefen fermentiert wird.
Naturtrüb
Bezeichnung für Getränke, die nicht gefiltert oder geklärt wurden und daher natürliche Trübstoffe enthalten.
Pasteurisierung
Kurzzeitiges Erhitzen von Lebensmitteln zur Abtötung von Krankheitserregern bei weitgehender Erhaltung von Geschmack und Nährstoffen.
Permakultur
Ganzheitliches Gestaltungsprinzip für nachhaltige Landwirtschaft, das natürliche Ökosysteme nachahmt.
Pfandsystem
Kreislaufsystem für Mehrwegbehälter, bei dem Kunden einen Pfandbetrag zahlen und bei Rückgabe erstattet bekommen.
Postversand frischer Lebensmittel
Deutschlandweiter Versand von frischen und gekühlten Lebensmitteln per Paketdienst mit temperaturgerechter Verpackung.
Räuchern
Traditionelles Konservierungsverfahren, bei dem Lebensmittel dem Rauch von Holzspänen ausgesetzt werden.
Regenerative Landwirtschaft
Anbaumethode, die nicht nur nachhaltig wirtschaftet, sondern aktiv Bodengesundheit, Biodiversität und Wasserkreisläufe wiederherstellt.
Regional
Lebensmittel, die in geographischer Nähe zum Verbraucher erzeugt, verarbeitet und verkauft werden.
Regionale Wertschöpfung
Wirtschaftliches Prinzip, bei dem Produktion, Verarbeitung und Konsum in der gleichen Region stattfinden.
Reifung
Kontrollierter Alterungsprozess, der den Geschmack, die Textur und das Aroma von Lebensmitteln wie Käse, Fleisch oder Wein entwickelt.
Rückverfolgbarkeit
Fähigkeit, den Weg eines Lebensmittels vom Erzeuger bis zum Verbraucher lückenlos nachzuvollziehen.
Saatgut
Samen und Pflanzgut zur Aussaat – Grundlage jeder landwirtschaftlichen Produktion.
Saisonalität
Prinzip, Lebensmittel dann zu konsumieren, wenn sie in der Region natürlich wachsen und geerntet werden.
Saisonkalender
Übersicht über die natürlichen Ernte- und Verfügbarkeitszeiten regionaler Obst- und Gemüsesorten.
Saisonverlängerung
Maßnahmen, um die natürliche Verfügbarkeit von Obst und Gemüse über die eigentliche Saison hinaus auszudehnen.
Selbstpflücke
Angebot von Landwirten, bei dem Verbraucher Obst und Gemüse direkt auf dem Feld selbst ernten.
Slow Food
Internationale Bewegung, die sich für bewussten Genuss, regionale Lebensmittelkultur und nachhaltige Landwirtschaft einsetzt.
Solidarische Landwirtschaft
Modell, bei dem Verbraucher einen landwirtschaftlichen Betrieb vorfinanzieren und dafür einen Ernteanteil erhalten (SoLaWi).
Staffelpreise
Mengenrabatt-System, bei dem der Stückpreis mit steigender Bestellmenge sinkt.
Stallhaltung
Haltung von Nutztieren überwiegend oder ausschließlich in geschlossenen Gebäuden.
Streuobstwiese
Traditionelle Obstwiese mit hochstämmigen Bäumen verschiedener Sorten – wichtiger Lebensraum für die Biodiversität.
Verarbeitungsgrad
Maß dafür, wie stark ein Lebensmittel gegenüber seinem natürlichen Zustand verändert wurde.
Verfügbarkeitstage
Von Landwirten festgelegte Wochentage und Intervalle, an denen ein bestimmtes Produkt bestellt werden kann.
Vertragslandwirtschaft
Vereinbarung zwischen Erzeuger und Abnehmer über Anbau, Menge, Qualität und Preis vor der Ernte.
Weidehaltung
Haltungsform, bei der Nutztiere den Großteil des Jahres auf Weideflächen gehalten werden.
Wildkräuter
Essbare Pflanzen, die wild in der Natur wachsen – reich an Vitalstoffen und Aromen.
Wochenmarkt
Regelmäßiger Markt in Städten und Gemeinden, auf dem Erzeuger und Händler frische Lebensmittel anbieten.
Weiterführende Informationen
Häufige Fragen
Über 150 Antworten zu Bestellung, Lieferung, Qualität und Nachhaltigkeit bei Farmerino.
Produktkategorien
Entdecke 36 Kategorien regionaler Lebensmittel – von Obst & Gemüse über Fleisch bis zu Backwaren.
Ratgeber
Tipps, Rezepte und Wissen rund um saisonale Ernährung und den Einkauf direkt vom Erzeuger.