
Regionale Wertschöpfung
Wirtschaftliches Prinzip, bei dem Produktion, Verarbeitung und Konsum in der gleichen Region stattfinden.
Regionale Wertschöpfung hält Geld in der Region: Der Landwirt verdient fair, die lokale Mühle verarbeitet, die Dorfbäckerei backt. Jeder Euro, der regional ausgegeben wird, erzeugt einen Multiplikatoreffekt für die lokale Wirtschaft. Farmerino stärkt die regionale Wertschöpfung, indem es Verbraucher direkt mit Erzeugern vor Ort verbindet.
Regionale Wertschöpfung ist ein wirtschaftspolitisches Konzept, das die lokale und regionale Ebene in den Mittelpunkt stellt – als Gegenentwurf zu einer globalisierten Wirtschaft, in der Rohstoffe, Arbeitskräfte und Gewinne um die Welt wandern und von der lokalen Gemeinschaft wenig übrig bleibt. In der Landwirtschaft bedeutet regionale Wertschöpfung konkret: Der Bauer verkauft seine Milch nicht an eine Molkerei, die 300 Kilometer entfernt ist und sie zu standardisiertem Industrieprodukt verarbeitet, sondern verkäst sie in der eigenen Hofkäserei und vermarktet den Käse selbst im Hofladen oder über den Farmerino Online-Hofladen. Die Mühle in der Nachbargemeinde mahlt das Getreide zu Mehl, die Dorfbäckerei backt daraus Brot, das Brot wird im Hofladen oder per Milchmann-Lieferung an Familien in der Umgebung verkauft. Jeder dieser Schritte findet in der Region statt, jeder schafft lokale Arbeitsplätze, und jeder generiert Steuereinnahmen für die Kommune statt für ein internationales Konzerngeflecht.
Der Multiplikatoreffekt regionalen Wirtschaftens
Das Argument der regionalen Wertschöpfung wird durch den ökonomischen Multiplikatoreffekt gestützt: Ein Euro, der in der Region ausgegeben wird, zirkuliert mehrfach in der lokalen Wirtschaft, bevor er die Region verlässt. Der Landwirt gibt den Euro beim regionalen Handwerker aus, der Handwerker kauft im Hofladen ein, der Hofladenbetreiber bezahlt den lokalen Steuerberater. Studien beziffern den regionalen Multiplikator auf den Faktor 2 bis 4 – das bedeutet, dass aus einem Euro, der regional ausgegeben wird, durch wiederholte Transaktionen in der Region ein Gesamtwert von zwei bis vier Euro entsteht.
Zum Vergleich: Ein Euro, der im Supermarkt für importierte Ware ausgegeben wird, fließt zu einem großen Teil sofort aus der Region ab – an den internationalen Großhandel, den Lebensmittelkonzern mit Sitz in einem anderen Bundesland oder einem anderen Land, und an Aktionäre, die nichts mit der Region zu tun haben. Der regionale Multiplikator liegt hier nahe null. Die Direktvermarktung über Plattformen wie Farmerino maximiert den regionalen Multiplikator, indem sie die gesamte Wertschöpfungskette in der Region hält und dafür sorgt, dass möglichst viele der beteiligten Akteure – Landwirt, Verarbeiter, Fahrer – in der Region leben und arbeiten.
Farmerino als Motor regionaler Wertschöpfung
Farmerino ist nicht nur ein Online-Marktplatz, sondern ein Instrument der regionalen Wirtschaftsförderung. Indem die Plattform Verbraucher mit Erzeugern in ihrer unmittelbaren Umgebung verbindet, lenkt sie Kaufkraft gezielt in die Region. Der Landwirt erhält faire Preise, die nicht durch die Marge von Großhandel und Einzelhandel gedrückt werden. Er kann in seinen Betrieb investieren, neue Produkte entwickeln, Arbeitsplätze schaffen. Die Vorbestellung+Abholung bringt Kunden auf den Hof, wo sie weitere Produkte entdecken, die sie online vielleicht übersehen hätten. Die Milchmann-Lieferung schafft Arbeitsplätze für Fahrer und Tourenplaner. Das Pfandsystem für Mehrwegbehälter fördert eine lokale Kreislaufwirtschaft, in der Verpackungsmaterial im Umlauf bleibt, statt entsorgt zu werden. All diese Effekte zusammen machen Farmerino zu weit mehr als einem Einkaufstool – die Plattform ist ein digitales Ökosystem für regionale Wirtschaftskreisläufe.