Zum Inhalt springen
Handbuch für Höfe

Verkäufer-Handbuch

Vom ersten Konto bis zur ausgelieferten Bestellung. Jedes Kapitel sagt zuerst, wo du die Fläche findest, und dann, was sie tut.

Neu bei Farmerino? Lies Kapitel 1, dann arbeite die Kapitel 2 bis 6 der Reihe nach ab. Danach brauchst du nur noch die Kapitel zu den Wegen, die du anbietest.

Dekoratives Headerbild für das Verkäufer-Handbuch

1 Farmerino in zehn Minuten

Was die Software für deinen Betrieb tut, was sie kostet, wo du was findest und womit du anfängst.

1.1 Was Farmerino ist

Farmerino ist eine Direktvermarktungs-Software. Dein Hof bekommt einen Online-Hofladen unter seinem eigenen Namen. Kunden bestellen dort, auch wenn der Laden zu ist, und holen ab, lassen sich beliefern oder bekommen ein Paket. Dazu gehören eine Kasse für den Tresen und die gebündelte Lieferung: Ein Fahrdienst fährt ein Gebiet für mehrere Höfe zugleich.

Zwei Arten von Betrieben arbeiten mit Farmerino. Der Hof oder Hofladen verkauft Ware. Der Fahrdienst fährt sie aus, im Auftrag der Höfe. Beides kann in einem Konto liegen, etwa wenn ein Hof nebenbei für seine Nachbarn fährt.

Dieses Handbuch ist für den Hof geschrieben. Für den Fahrdienst gibt es das Dienstleister-Handbuch, das du über die Fusszeile jeder Seite erreichst. In der Oberfläche steht an manchen Stellen noch „Fahrbetrieb“. Gemeint ist derselbe Betrieb.

1.2 Die drei Vertriebswege

Du entscheidest je Weg, ob du ihn anbietest. Einer genügt, alle drei gehen nebeneinander.

  • Abholung. Der Kunde bestellt und holt zu deinen Öffnungszeiten ab. Kapitel 8.
  • Lieferung. Entweder fährst du selbst, dann legt Farmerino aus den Bestellungen des Tages deine Tour an (Kapitel 9 und 10). Oder ein Fahrdienst übernimmt dein Gebiet, holt bei jedem Hof im Gebiet ab und fährt alle Bestellungen in einer Route aus (Kapitel 11). Mehrere Höfe teilen sich so eine Tour. Jede Bestellung bleibt dabei ein eigener Stopp.
  • Paketversand. Deutschlandweit über DPD, mit Frische- und Expressversand. Kapitel 12.

Mit dem Kassenpaket kommt der Verkauf am Tresen dazu (Kapitel 13). Kasse und Online-Hofladen führen denselben Bestand.

1.3 Was es kostet

Es gibt keine Grundgebühr, keine Einrichtungsgebühr und keine Mindestlaufzeit. Kosten entstehen, wenn du verkaufst.

  • 3,9 % zzgl. USt. vom Netto-Warenwert jeder abgeschlossenen Bestellung, gedeckelt auf 149 € im Monat. Der Satz ist für alle Höfe gleich.
  • Der Käufer zahlt im Bezahlvorgang eine Bearbeitungsgebühr von 0,25 € je Bestellung und ein Entgelt für die Zahlungsabwicklung von 2,5 % zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Beides wird ihm getrennt ausgewiesen und mindert deinen Erlös nicht.
  • Bargeld, das du mit dem Kassenpaket am Tresen oder bei der Abholung annimmst, trägt weder Marge noch Entgelt.
  • Das Kassenpaket kostet 99 € im Monat zzgl. USt., Werbung buchst du ab 50 € je Woche zzgl. USt. Beides ist freiwillig (Kapitel 16).
  • Beauftragst du einen Fahrdienst, zahlt dein Kunde die Liefergebühr. Vom Fahrtentgelt behält Farmerino 3,9 % zuzüglich Umsatzsteuer ein. Diesen Anteil trägt der Fahrdienst, nicht du.

Die Aufschlüsselung mit Beispielen steht in Kapitel 5.

1.4 Wo du was findest

Angemeldet siehst du oben eine Reiterleiste mit sieben Reitern: Shop, Bestellungen, Touren, Versand, Kasse, Dashboard, Finanzen. Auf Bildschirmen unter 1400 Pixel Breite, also auf dem Telefon und auf vielen Laptops, liegt dieselbe Liste in der Schublade hinter dem Menü-Knopf links oben. Dort stehen zusätzlich Einstellungen, Handbuch, Community und, solange du keins hast, der Einstieg „Dienstleister werden“.

  • Shop ist dein Hofladen aus deiner Sicht: Bilder, Sortiment, Pfandartikel, der Schalter für die Sichtbarkeit.
  • Bestellungen ist das Tagesgeschäft: annehmen, packen, übergeben.
  • Touren plant die Routen, die du selbst fährst. Versand führt die Pakete. Kasse öffnet den Tresenverkauf, sobald das Kassenpaket gebucht ist.
  • Dashboard beginnt mit dem Handlungsbedarf des Tages, darunter Schnellaktionen zu jeder Arbeitsfläche, der Tagesplan mit Packliste, die Geschäftslage, die Betriebs-Kontrolle und deine meistverkauften Artikel. Ein zweiter Reiter führt die Bewertungen deiner Kunden. Unter der Überschrift steht „Kollegen einladen“ (Abschnitt 2.11).
  • Finanzen zeigt Auszahlungen, Einnahmen, Transaktionen und dein Konto beim Zahlungsdienstleister.
  • Einstellungen haben elf Reiter: Betrieb, Darstellung, Versand & Abholung, Touren, Bestellungen, Zusatzpakete, Artikel, Dienstleistung, Benachrichtigungen, Sicherheit, Kontotyp. Der Reiter Dienstleistung zeigt dein Dienstleister-Profil oder den Weg dorthin.

Neben vielen Überschriften steht ein kleines Fragezeichen. Es öffnet das passende Kapitel dieses Handbuchs in einem neuen Tab, damit deine Eingaben stehen bleiben.

1.5 Deine ersten Tage, in dieser Reihenfolge
  1. Konto anlegen (Kapitel 2). Hat ein Farmerino-Mitarbeiter deinen Hof bereits eingerichtet, übernimmst du ihn stattdessen mit dem Link, den du bekommen hast.
  2. Einrichtungs-Assistent (Kapitel 3): Betrieb, Steuer, Vertriebswege, Öffnungszeiten oder Liefergebiete, Versandtage. Jeder Schritt wird beim Weiterklicken gespeichert, du kannst jederzeit aufhören und später weitermachen.
  3. Sortiment anlegen (Kapitel 4). Ein Artikel reicht, um sichtbar zu werden.
  4. Auszahlung einrichten (Kapitel 5). Der letzte Schritt des Assistenten führt zu unserem Zahlungsdienstleister Stripe. Ohne dieses Konto kann niemand bei dir bezahlen.
  5. Hofladen sichtbar schalten (Kapitel 6).
  6. Erste Bestellung annehmen (Kapitel 7).

Der Assistent braucht etwa fünf Minuten. Bei Stripe hängt die Dauer an den Nachweisen, die dein Betrieb vorlegen muss. Alles, was du im Assistenten einträgst, änderst du später in den Einstellungen.

1.6 Sechs Begriffe, die überall vorkommen
  • Tourstart ist die Uhrzeit, zu der du an einem Liefertag losfährst. Bei einem Fahrdienst heisst sie Startzeit und gehört ihm.
  • Vorbereitungszeit sind die Stunden, die du zum Packen brauchst. Mindestens 12, höchstens 48.
  • Bestellschluss ist Tourstart minus Vorbereitungszeit. Bis dahin nimmt dein Hofladen Bestellungen für den Liefertag an, und bis dahin kann storniert werden.
  • Liefergebiet ist die Fläche, in die du selbst lieferst. Ein Fahrergebiet ist das Gebiet eines Fahrdienstes, das du übernimmst. In deinem Shop steht es mit dem Zusatz „(Fahrer)“.
  • Packungseinheit ist die Menge, die ein Kunde in den Warenkorb legt, etwa das 500-g-Glas. Preise, Bestand, Pfand und Versandmasse hängen daran.
  • Reservierung heisst: Der Kunde hat bezahlt, das Geld ist bei ihm gesperrt, aber noch nicht eingezogen. Eingezogen wird es, wenn du die Bestellung annimmst.

2 Konto anlegen und anmelden

Das Partnerkonto, die Zwei-Faktor-Anmeldung, die Übernahme eines vorbereiteten Hofes und die tägliche Anmeldung.

2.1 Partnerkonto anlegen

Auf der Startseite führt „Partner werden“ zum Formular. Es fragt wenig ab, die Betriebsdaten kommen im Einrichtungs-Assistenten dazu (Kapitel 3).

  • E-Mail-Adresse. Zugleich deine Anmeldung. Sie lässt sich später nicht ändern.
  • Passwort. Mindestens acht Zeichen, ein zweites Mal zur Bestätigung. Lass es dir am besten vom Browser erzeugen.
  • Beraterkennung. Freiwillig, Abschnitt 2.11.
  • Kontotyp. Hof oder Hofladen, oder Dienstleister. Abschnitt 2.2.
  • Zustimmung zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und zur Datenschutzerklärung. Beide stehen in der Fusszeile jeder Seite.

Dazu kommt eine Bestätigung, dass du ein Mensch bist. Der Knopf „Partner-Account erstellen“ wird aktiv, wenn E-Mail, beide Passwortfelder, die Zustimmung und diese Bestätigung stehen. Danach folgen im selben Durchgang die Bestätigung der E-Mail-Adresse (2.4) und die Zwei-Faktor-Anmeldung (2.5).

Ein Konto trägt einen Betrieb. Steuernummer, Anschrift und Auszahlungskonto hängen genau einmal daran. Hofladen und Fahrdienst laufen darin nebeneinander, dafür brauchst du kein zweites Konto.

2.2 Kontotyp: Hof, Fahrdienst oder beides

Beim Anlegen wählst du unter „Was möchtest du mit diesem Konto machen?“ zwischen „Hof / Hofladen führen“ und „Als Dienstleister arbeiten“. Die Wahl entscheidet, welche Oberfläche du bekommst:

  • Hof / Hofladen. Shop, Sortiment, Bestellungen, Touren, Versand und Kasse. Dieses Handbuch.
  • Dienstleister. Aufträge, Fahranfragen, Gebiete, Fuhrpark und Touren. Der Hofladen-Bereich bleibt zu. Dafür gibt es das Dienstleister-Handbuch.
  • Beides. Wer den Hofladen führt und zusätzlich ein Gewerk-Profil hat, behält den Shop und erreicht den Dienstleister-Bereich über den Umschalter „Oberfläche“ in der Kopfzeile.

Als Dienstleister steht das Gewerk Fahrer zur Wahl. Wir nennen diesen Betrieb im Handbuch Fahrdienst. Weitere Gewerke sind vorbereitet und noch nicht freigeschaltet (Kapitel 18).

Die Wahl ist keine Einbahnstrasse. In den Einstellungen nimmst du im Reiter Dienstleistung die Dienstleistung dazu und schaltest im Reiter Kontotyp den Hofladen ab. Der Wechsel ist nicht endgültig – du kannst jederzeit zurück, und deine Daten bleiben erhalten. Vor dem Wechsel prüft Farmerino, was daran hängt: Offene Bestellungen, geplante Touren und offene Sendungen werden dir mit Anzahl genannt und brauchen eine Bestätigung. Sie bleiben erhalten und liegen danach hinter dem Hofladen-Bereich, bis du zurückwechselst (Kapitel 17). Ein gebuchtes Kassenpaket bleibt vom Wechsel unberührt und läuft weiter, bis du es kündigst. Das tust du bei Bedarf im Reiter Zusatzpakete, den du auch ohne Hofladen erreichst.

2.3 Anmeldung über Google oder Facebook

Über den Formularfeldern stehen „Mit Google registrieren“ und „Mit Facebook registrieren“. Beide Wege legen dasselbe Partnerkonto an. Du sparst dir das Passwort.

Wähle den Kontotyp, bevor du einen der beiden Knöpfe drückst. Er reist mit der Weiterleitung mit. Zum Anmelden nutzt du später denselben Weg über die Partner-Anmeldung.

Ein so angelegtes Konto trägt ein zufälliges Passwort, das du nicht kennst. Brauchst du ein eigenes, etwa um dich unabhängig vom Anbieter anzumelden, forderst du über „Passwort vergessen“ einen Link an (2.8). Danach meldest du dich auf beiden Wegen an.

2.4 E-Mail-Adresse bestätigen

Direkt nach dem Anlegen geht ein sechsstelliger Bestätigungscode an deine E-Mail-Adresse.

  1. Prüfe den Posteingang und den Spam-Ordner.
  2. Trage den Code ein. Er gilt 15 Minuten und lässt sich einmal verwenden. Nach fünf falschen Eingaben ist er gesperrt, dann hilft nur ein neuer.
  3. Ist er abgelaufen, gesperrt oder nicht angekommen, fordere über „Neuen Code senden“ einen neuen an. Der alte verfällt damit. Das geht dreimal in 15 Minuten, danach nennt die Seite die Minuten bis zum nächsten Code.

Das Konto ist zu diesem Zeitpunkt bereits angelegt. Scheitert der Versand, geht nichts verloren, der neue Code kommt an dieselbe Adresse.

2.5 Zwei-Faktor-Anmeldung

Partnerkonten führen Umsätze, Kundendaten und ein Auszahlungskonto. Die Zwei-Faktor-Anmeldung gehört deshalb zur Registrierung und ist kein späterer Zusatz.

  1. Installiere eine Authenticator-App auf dem Telefon, etwa Google Authenticator oder Microsoft Authenticator.
  2. Scanne den angezeigten QR-Code. Streikt die Kamera, trage den Schlüssel daneben von Hand ein.
  3. Gib den sechsstelligen Code aus der App ein. Erst damit ist die Einrichtung abgeschlossen.

Verwalten kannst du das in den Einstellungen im Reiter Sicherheit. Dort findest du „Authenticator neu verbinden“ für den Telefonwechsel. Abschalten lässt sich die Zwei-Faktor-Anmeldung für ein Betriebskonto nicht.

2.6 Wiederherstellungscode

Der Wiederherstellungscode ist dein Weg ins Konto, wenn das Telefon verloren, kaputt oder neu ist: Bei der Anmeldung tritt er an die Stelle des Codes aus der App. Die Registrierung gibt noch keinen aus. Du erzeugst ihn selbst, am besten gleich nach der ersten Anmeldung: in den Einstellungen im Reiter Sicherheit über „Neue Codes generieren“.

  • Der Code gilt genau einmal. Hast du ihn benutzt, erzeugst du dir auf demselben Weg einen neuen.
  • Er wird ein einziges Mal angezeigt. Farmerino speichert nur seine Prüfsumme und kann ihn dir später nicht noch einmal zeigen.
  • Über „Alle kopieren“ oder „Als .txt herunterladen“ sicherst du ihn. Der Passwortmanager ist ein guter Ort, ein Ausdruck im Büroschrank ebenfalls.

Bist du unsicher, wer den Code gesehen hat, erzeugst du auf demselben Weg einen neuen. Der alte verfällt im selben Moment. Auch „Authenticator neu verbinden“ bringt einen neuen mit.

Ohne Telefon und ohne Wiederherstellungscode kommst du nicht mehr in dein Konto. Erzeuge ihn, solange das Telefon noch bei dir ist, und sichere ihn, bevor du das Fenster schliesst.

2.7 Anmelden
  1. Öffne die Partner-Anmeldung. Der Kundenbereich hat eine eigene Anmeldung, über die Partner-Anmeldung kommst du immer beim Partnerkonto heraus.
  2. Melde dich mit E-Mail und Passwort an oder nutze Google beziehungsweise Facebook.
  3. Gib den sechsstelligen Code aus deiner Authenticator-App ein. Er wechselt alle 30 Sekunden. Hast du die App nicht zur Hand, tritt ein Wiederherstellungscode an ihre Stelle.

Wohin es danach geht, hängt am Kontotyp: Ein Hof landet im Dashboard, ein reiner Dienstleister in seinem Bereich. Ist die Einrichtung nicht abgeschlossen, führt der Weg zuerst dorthin.

Die Sitzung verlängert sich mit jeder Aktion. Sie endet, wenn du den Browser-Tab schliesst. Beim nächsten Besuch meldest du dich neu an.

2.8 Passwort vergessen oder ändern

Passwort vergessen. Neben dem Passwortfeld steht der Weg zum Zurücksetzen.

  1. Gib deine registrierte E-Mail-Adresse ein.
  2. Setze den Haken „Ich bin Partner“. Ohne ihn sucht Farmerino nach einem Kundenkonto und findet deines nicht.
  3. Fordere den Link an. Die Antwort lautet immer gleich, ob es das Konto gibt oder nicht. So verrät die Seite niemandem, wer bei Farmerino ein Konto führt.
  4. Der Link in der Mail gilt 75 Minuten. Das neue Passwort braucht mindestens zwölf Zeichen.
  5. Der Link gilt einmal. Sobald das neue Passwort gespeichert ist, enden deine Anmeldungen auf anderen Geräten, spätestens nach drei Stunden.

Passwort ändern. Angemeldet geht das in den Einstellungen im Reiter Sicherheit: aktuelles Passwort, neues Passwort, Bestätigung. Das neue Passwort braucht auch hier mindestens zwölf Zeichen.

Von einer Verbindung aus lassen sich in 15 Minuten drei Anforderungen stellen, und für dein Partnerkonto gehen in dieser Zeit höchstens vier Links hinaus. Danach nennt die Seite die Minuten bis zum nächsten, und der zuletzt geschickte Link gilt weiter. Die Grenze schützt dein Postfach vor fremden Anforderungen.

2.9 Einen vorbereiteten Hof übernehmen

Hat ein Farmerino-Mitarbeiter deinen Hof im Gespräch mit dir angelegt und eingerichtet, legst du kein neues Konto an. Du übernimmst den vorbereiteten Hof mit dem Link, den du per E-Mail bekommen hast.

  1. Der Link öffnet die Übernahmeseite. Sie zeigt den Namen deines Hofes und was bereits angelegt ist, etwa Anschrift, Öffnungszeiten und Artikel.
  2. Vergib dein Passwort, mindestens acht Zeichen.
  3. Trage deine Steuernummer ein, sie ist Pflicht. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und Kleinunternehmerregelung sind freiwillig.
  4. Stimme den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu und klicke „Hof übernehmen“.

Danach meldest du dich mit deiner E-Mail-Adresse und dem neuen Passwort an und richtest die Zwei-Faktor-Anmeldung ein (2.5). Der Mitarbeiter hat ab der Übernahme keinen Zugang mehr zu deinem Hof. Seine Beraterkennung trägt dein Hof von Anfang an, du musst sie nicht eintragen (2.11). Die Auszahlung bei Stripe richtest du selbst ein (Kapitel 5), erst danach lässt sich der Hofladen sichtbar schalten.

Der Link gilt nicht unbegrenzt, und ein eingelöster Link führt nicht mehr hierher. Ist er abgelaufen, gibt dir dein Ansprechpartner einen neuen. Ohne Link kommst du auch über Google oder Facebook hinein, wenn du dort dieselbe Adresse verwendest, die der Mitarbeiter für deinen Hof genannt hat.

2.10 Einladung durch einen Fahrdienst

Ein Fahrdienst, der für dich fahren möchte, kann dich zu Farmerino einladen. Der Link gilt 14 Tage und zeigt dir vorab, was der Betrieb anbietet.

Mit „Anmelden oder Konto anlegen“ legst du dein Partnerkonto wie in Abschnitt 2.1 an. Die Einladung bleibt dabei gemerkt und wird nach der Anmeldung von selbst verknüpft, du musst den Link nicht ein zweites Mal öffnen.

Verknüpft heisst: Dein Hof ist mit dem Liefergebiet des Fahrdienstes verbunden, so als hättet ihr Anfrage und Zusage schon hinter euch. Das Gebiet steht danach unter Touren als dein Liefergebiet, mit den Liefertagen und der Abfahrt des Fahrdienstes, und Lieferung ist bei dir eingeschaltet. Hat der Fahrdienst mehrere Gebiete, bekommst du jedes davon. Ein Gebiet, das du nicht willst, beendest du unter „Meine Fahrer“ wie jede Abmachung. Kosten entstehen dir aus der Einladung keine, und der Fahrdienst bekommt dafür keine Vergütung.

Was bleibt, ist der Auftragsverarbeitungsvertrag (Kapitel 11): Erst wenn ihr beide ihn bestätigt habt, bekommt der Fahrdienst die Adressen deiner Kunden, und erst dann nimmt dein Shop Bestellungen in dieses Gebiet an.

2.11 Beraterkennung und Kollegen einladen

Hat dich ein Berater von Farmerino angesprochen oder betreut, trägst du seine Kennung im Feld „Beraterkennung (optional)“ ein. Kommst du über seinen Link, steht sie bereits drin. Hat der Berater deinen Hof für dich vorbereitet (2.9), trägt der Hof seine Kennung von Anfang an. Dasselbe Feld nimmt die Kennung eines Kollegen, der dich eingeladen hat, und einen Regionscode.

Die Kennung wird beim Tippen und beim Absenden geprüft. Ist sie ungültig oder abgelaufen, sagt Farmerino das, bevor das Konto entsteht. Regionscodes haben ein Kontingent von zehn Anmeldungen. Ist es erschöpft, weist die Seite darauf hin.

Nach der Registrierung änderst du die Kennung nicht mehr selbst. Hast du sie vergessen oder falsch eingetragen, schreib uns über das Kontaktformular (Kapitel 19). Farmerino prüft die Kennung und trägt sie für dich nach.

Kollegen einladen. Dein Hof hat eine eigene Kennung. Im Dashboard steht unter der Überschrift der Knopf „Kollegen einladen“. Er zeigt deinen persönlichen Link zur Registrierung, und wer sich darüber anmeldet, findet deine Kennung im Feld „Beraterkennung (optional)“ vor. Hat dein Hof noch keine Kennung, legt Farmerino sie beim ersten Öffnen an, auch wenn deine Auszahlung noch nicht eingerichtet ist.

  • „Link kopieren“ legt den Link in die Zwischenablage, etwa für eine E-Mail.
  • „E-Mail schreiben“ öffnet dein Mailprogramm mit Betreff und einem Textvorschlag samt Link.
  • „Über WhatsApp teilen“ öffnet WhatsApp mit demselben Text, und den Empfänger wählst du dort.

Die Nachricht schickst du selbst, aus deinem Postfach oder aus WhatsApp, und den Text änderst du vorher, wie du willst. Eine Vergütung ist mit der Einladung nicht verbunden.

Am Preis ändert die Beraterkennung nichts. Für alle Höfe gilt derselbe Satz: 3,9 % vom Netto-Warenwert zzgl. USt., gedeckelt auf 149 € im Monat, ohne Grundgebühr und ohne Mindestlaufzeit.

3 Betrieb einrichten

Betriebsdaten, Steuer, Vertriebswege, Bilder und Texte. Der Assistent führt dich in etwa fünf Minuten hindurch.

3.1 Der Einrichtungs-Assistent

Nach der Anmeldung führt dich Farmerino zum Assistenten, solange die Einrichtung nicht abgeschlossen ist. Später erreichst du ihn über die Karte „Assistent starten“ auf deiner Shop-Seite. Sie steht dort, bis alle Pflichtangaben vorliegen.

Die Schritte richten sich nach deinen Vertriebswegen:

  1. Betrieb. Name, verantwortliche Person, Rechtsform, Telefon, Anschrift.
  2. Steuer. Steuernummer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Kleinunternehmerregelung.
  3. Vertriebswege. Abholung, Lieferung, Paketversand.
  4. Öffnungszeiten. Nur bei Abholung.
  5. Liefergebiete. Nur bei Lieferung.
  6. Versand. Nur bei Paketversand.
  7. Erstes Produkt. Ein Hinweis, was als Nächstes ansteht.
  8. Auszahlung. Der Weg zu Stripe.

Oben steht, im wievielten von wie vielen Schritten du bist. Wählst du einen Vertriebsweg dazu oder ab, passt sich die Zahl an.

Du kannst jederzeit aufhören. Jeder Klick auf „Weiter“ speichert den Schritt, und beim nächsten Aufruf stehst du wieder am ersten offenen. Wenn dir lieber jemand zur Seite steht: „Mitarbeiter zur Hilfe rufen“ auf derselben Karte nimmt deine WhatsApp-Nummer entgegen, und wir melden uns.

3.2 Betriebsdaten

Unter diesem Namen finden Kunden dich. Alle vier Felder sind Pflicht:

  • Betriebsname. Die Überschrift deiner Shop-Seite und dein Name in der Umkreissuche.
  • Verantwortliche Person. Wer für den Betrieb einsteht.
  • Rechtsform. Einzelunternehmen, GbR, GmbH und weitere.
  • Telefon. Mit Vorwahl, wahlweise mit Ländervorwahl. Die Nummer erscheint nicht auf deiner Shop-Seite. Wofür Farmerino sie verwendet, steht in Abschnitt 3.12.

Die Rechtsform stimmt besser gleich. Sie wird an dein Auszahlungskonto weitergereicht. Steht dort Einzelunternehmen, während du eine GmbH führst, meldet der Zahlungsdienstleister die falsche Gesellschaftsform an, und das fällt erst bei der Prüfung auf.

Später änderst du dieselben Felder in den Einstellungen im Reiter Betrieb. Die E-Mail-Adresse steht dort gesperrt, sie ist deine Anmeldung.

3.3 Anschrift und Standort

Beginne im Adressfeld zu tippen und wähle einen Vorschlag aus der Liste. Die Hausnummer hat ein eigenes Feld.

Der Grund ist wichtiger, als er aussieht: Nur mit der Auswahl aus der Liste bekommt dein Betrieb Koordinaten. Ohne Koordinaten taucht er in keiner Umkreissuche und in keiner Postleitzahlensuche auf, ohne Fehlermeldung und ohne Hinweis.

Deshalb bleibt der Schritt zu, solange der Standort fehlt. Steht deine Anschrift schon im Konto und es fehlen nur die Koordinaten, holt der Assistent sie selbst nach. Gelingt das nicht, bittet er dich, die Anschrift noch einmal aus der Vorschlagsliste zu wählen.

Die Anschrift steht auf deiner Shop-Seite und bestimmt deinen Punkt auf der Karte.

3.4 Steuernummer und Kleinunternehmerregelung
  • Steuernummer. Pflicht. Sie gehört nach § 14 UStG auf jede Rechnung, und die Bestellbestätigung deines Kunden ist seine Rechnung. Ohne Steuernummer geht sie ohne vollständigen Aussteller hinaus.
  • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Falls vorhanden.
  • Kleinunternehmer nach § 19 UStG. Eingeschaltet weisen deine Rechnungen keine Umsatzsteuer aus.

Für die steuerliche Einordnung deines Betriebs ist deine Steuerberatung zuständig. Farmerino bildet ab, was du dort festlegst.

3.5 Vertriebswege

Drei Schalter, mindestens einer davon an:

  • Abholung im Hofladen. Kunden holen ihre Bestellung bei dir ab (Kapitel 8).
  • Lieferung per Tour. Du fährst dein Gebiet selbst oder beauftragst einen Fahrdienst (Kapitel 9 bis 11).
  • Paketversand. Deutschlandweit über DPD (Kapitel 12).

Die Auswahl entscheidet, welche Schritte folgen. Ändern kannst du sie jederzeit, im Assistenten oder später in den Einstellungen in den Reitern Versand & Abholung und Touren.

3.6 Öffnungszeiten für die Abholung

Zur Abholung gehören Öffnungszeiten. Ohne sie kann der Warenkorb keinen Abholtermin vorschlagen, und der Kunde stünde vor einem geschlossenen Tor.

Verlangt wird ein vollständiger Wochenplan: alle sieben Tage, davon mindestens einer mit Öffnungs- und Schliesszeit. Geschlossene Tage bleiben leer und zählen trotzdem als gepflegt. Ein halb ausgefüllter Plan lässt sich nicht speichern, solange die Abholung eingeschaltet ist.

Im Assistenten merkst du davon wenig, er schaltet die Abholung erst scharf, nachdem deine Zeiten gespeichert sind. Wer die Abholung später in den Einstellungen einschaltet, bekommt bis dahin den Hinweis, mindestens einen Tag mit Öffnungszeiten anzugeben.

Diese Regel gilt für jedes Speichern des Betriebs. Solange die Abholung an ist und die Zeiten unvollständig sind, scheitert auch das Umschalten der Sichtbarkeit. Trage die Zeiten nach, dann geht beides.

3.7 Liefergebiete und Tourstart

Zur Lieferung gehören zwei Angaben: wohin du fährst und wann du losfährst.

  • Liefergebiete. Die Fläche, die du in die Karte zeichnest. Liefertage, Preis je Paket und Mindestbestellwert wählst du am Gebiet, jedes Gebiet trägt seine eigenen Werte.
  • Tourstart. Eine Abfahrtszeit für alle deine Liefertage. Daraus fällt der Bestellschluss: Tourstart minus Vorbereitungszeit. Was danach eingeht, geht beim nächsten Mal mit.

Ein Gebiet ohne Liefertag nimmt keine Bestellung an. Der Assistent lässt diese Kombination nicht durch und sagt dir, welche Angabe fehlt.

Du musst nicht selbst fahren. Im selben Schritt zeigt dir Farmerino Fahrdienste in deiner Nähe, die dein Gebiet übernehmen können. Ein übernommenes Gebiet gehört danach dem Fahrdienst: Zuschnitt, Liefertage und Paketpreise legt er fest. Die Einzelheiten stehen in Kapitel 9 und 11.

3.8 Paketversand

Für den deutschlandweiten Paketversand brauchst du zwei Angaben:

  • Mindestbestellwert für Versand. Mindestens 1 €. Er gilt für den ganzen Shop und ist von den Werten deiner Liefergebiete unabhängig.
  • Versandtage. Mindestens einer. Ohne Versandtag findet der Warenkorb keinen Termin, und über den Versand kommt keine Bestellung zustande.

Welche Packungseinheiten als Paket reisen dürfen, entscheidest du am Artikel (Kapitel 4). Sie erscheinen zusätzlich im deutschlandweiten Verzeichnis „Versandartikel“ (Kapitel 12).

3.9 Erstes Produkt und Auszahlung

Die letzten beiden Schritte legen nichts mehr an. Erstes Produkt sagt dir, dass dein Sortiment auf der Shop-Seite entsteht (Kapitel 4). Auszahlung führt mit „Fertig“ zu unserem Zahlungsdienstleister Stripe, bei dem du Bankverbindung und Nachweise hinterlegst (Kapitel 5).

Ohne das Konto bei Stripe kann niemand bei dir bezahlen, und dein Hofladen lässt sich nicht sichtbar schalten. Sortiment, Bilder und Texte kannst du trotzdem schon anlegen, sobald Anschrift und Steuernummer stehen.

3.10 Bannerbild und Profilbild

Beide Bilder lädst du auf deiner Shop-Seite hoch. Nach dem Auswählen schneidest du den passenden Ausschnitt zu.

  • Bannerbild. Der breite Kopf deiner Shop-Seite, Ausschnitt 16:9. Zeig deinen Hof, deine Tiere, deine Landschaft.
  • Profilbild. Es erscheint in zwei Zuschnitten, 385 × 500 Pixel für grosse Bildschirme und 700 × 225 Pixel für das Telefon. Beide schneidest du nacheinander aus demselben Foto.

Zulässig ist jedes gängige Bildformat bis 10 MB je Datei. Grössere Aufnahmen bringt Farmerino auf 4096 Pixel an der längsten Seite und speichert sie als WebP. Nimm also ruhig das Bild aus der Kamera.

Beide Bilder haben einen eigenen Speicherweg. Ein Bildwechsel geht auch dann durch, wenn an anderer Stelle noch Angaben fehlen, etwa die Öffnungszeiten aus Abschnitt 3.6.

3.11 Shop-Texte, Schlagwörter und Galerie

In den Einstellungen im Reiter Darstellung beschreibst du deinen Betrieb.

  • Überschrift und Inhalt der Detailkarte. Der Text, den Kunden zuerst lesen. Erzähle, was deinen Hof ausmacht und was sie bei dir bekommen.
  • Zweiter und dritter Abschnitt. Platz für Haltung, Geschichte, Auszeichnungen oder die Menschen hinter dem Betrieb.
  • Schlagwörter. Sie steuern Suche und Filter. Gute Beispiele: „Bio-Gemüse“, „Freilandeier“, „Weidehaltung“, „Hofladen Münsterland“.

Auf derselben Seite steht deine Shop-Adresse zum Kopieren, dazu ein QR-Code zum Anzeigen und Herunterladen (Kapitel 6).

In der Karte Sortiment im Shop legst du fest, ob Kunden sehen, was gerade nicht bestellbar ist. Nicht bestellbar heisst: weder verfügbar noch vorbestellbar, oder kein Bestand mehr. Ist die nächste Charge vorbestellbar, gilt ein Artikel als bestellbar und bleibt stehen.

  • Ausverkaufte und nicht vorbestellbare Artikel ausblenden. Der Artikel verschwindet aus deinem Shop und aus der Liste der Versandartikel, bis wieder etwas davon bestellbar ist.
  • Ausverkaufte und nicht vorbestellbare Varianten ausblenden. Kunden sehen nur die Varianten, die sie bestellen können. Ist keine Variante bestellbar, bleibt der Artikel mit allen Varianten stehen, bis du ihn mit dem ersten Schalter ausblendest.

Beide Schalter gelten, sobald du sie umlegst. In deiner eigenen Ansicht stehen immer alle Artikel und Varianten. Was Kunden gerade nicht sehen, steht grau: eine ganze Karte mit dem Streifen „Für Kunden ausgeblendet“, eine einzelne Variante mit durchgestrichenem Auge. Bearbeiten kannst du beides wie sonst auch.

Wie Kunden deinen Hofladen sehen, zeigt dir die Kundenansicht. Den Umschalter findest du am unteren Rand deiner Shop-Seite. Dort stehen nur die Artikel, die Kunden bestellen können, mit Aktionspreisen, Mengenwahl, Bestellknopf und deinen Bewertungen. Bestellen und bearbeiten lässt sich in der Kundenansicht nichts. Mit „Deine Ansicht“ kommst du zurück.

Die Galerie pflegst du auf deiner Shop-Seite. Sie ist ein Raster aus drei mal drei Plätzen, auf jedem Gerät dasselbe, mit bis zu neun Bildern. Jedes Bild kann ein bis drei Plätze breit und hoch sein, und du legst fest, wo es liegt. Ein leerer Platz bleibt leer, auch für Kunden. Verschieben kannst du ein Bild am Griff oder über „Verschieben“ und dann den Platz. Die Galerie steht unter deiner Beschreibung. Fotos von Ernte, Tieren, Landschaft und Produktion zeigen Kunden, wo ihre Ware herkommt.

3.12 Kontaktwege
  • E-Mail. Deine Anmeldeadresse. Über sie erreichen dich Bestellbenachrichtigungen und Nachrichten von Farmerino, und sie wird beim Auszahlungskonto als Kontaktadresse hinterlegt. Auf deiner Shop-Seite erscheint sie nicht, auch nicht in den Daten, die Suchmaschinen auslesen. Ändern lässt sie sich nicht.
  • Telefon. Pflichtangabe. Farmerino nutzt die Nummer für Rückfragen zu deinem Betrieb und meldet sie beim Auszahlungskonto an. Auf deiner Shop-Seite erscheint sie nicht.
  • Anschrift. Steht auf der Shop-Seite und bestimmt deinen Standort auf der Karte.

Wie Kunden dich erreichen und welche Nachrichten du bekommst, steht in Kapitel 14 und 17.

3.13 Später ändern: die Einstellungen

Nach dem Assistenten führt der Weg über die Einstellungen in der Schublade. Jeder Reiter speichert nur seine eigenen Felder. Du kannst also die Darstellung ändern, ohne die Touren zu berühren.

  • Betrieb. Stammdaten, Steuerangaben, Kontakt und Anschrift.
  • Darstellung. Shop-Texte, Schlagwörter, Shop-Adresse und was Kunden von deinem Sortiment sehen.
  • Versand & Abholung. Die beiden Schalter samt Öffnungszeiten, Mindestbestellwert und Versandtagen.
  • Touren. Liefergebiete, Tourstart und die Fahrdienste in deiner Nähe.
  • Bestellungen. Die automatische Annahme (Kapitel 7).
  • Zusatzpakete. Kasse und Werbung (Kapitel 16).
  • Artikel. Die Schwellen der Bestands-Ampel (Kapitel 4).
  • Benachrichtigungen, Sicherheit, Kontotyp. Kapitel 17.

Der Reiter Dienstleistung kommt dazu, sobald ein Gewerk-Profil besteht. Versand & Abholung und Touren stehen dir jederzeit offen, auch bevor die Auszahlung eingerichtet ist. Der Assistent führt dich beim ersten Mal hindurch, danach änderst du beides hier.

4 Sortiment anlegen und pflegen

Artikel, Varianten und Packungseinheiten, Preise und Staffeln, Wiegeware, Pfand, Verfügbarkeit, Bestand, Bilder und Kennzeichnung. Und welche Einstellung auf welchem Vertriebsweg wirkt.

4.1 Die drei Ebenen: Artikel, Variante, Packungseinheit

Dein Sortiment pflegst du auf deiner Shop-Seite, dem Reiter „Shop“ in der Leiste. Jedes Produkt dort besteht aus drei Ebenen. Welche Ebene eine Einstellung trägt, entscheidet, wie fein du sie steuern kannst und was der Kunde am Ende auswählt.

1. Artikel

Die Klammer um alles, was zusammengehört. Der Artikel trägt den Produktnamen (3 bis 50 Zeichen), seine Position im Shop, die Schwellen der Bestands-Ampel und die Verfügbarkeit des Produkts, die jede Variante übernehmen kann (Abschnitt 4.8).

2. Variante

Was der Kunde in der Auswahlliste wählt: Sorte, Machart, Reifegrad. Jeder Artikel führt mindestens eine Variante. Sie trägt Name, Beschreibung, Artikelnummer, Kategorie, Steuersatz, Merkmale, Schlagwörter, Bild, Verfügbarkeit und die Lebensmittelkennzeichnung.

3. Packungseinheit

Was über den Tresen geht. Jede Variante führt mindestens eine Packungseinheit: Einheit, Gewicht, Bestand, Preisstaffeln, Pfand, Reservierungspuffer, Versandfreigabe und Versandmasse. Das 500-g-Glas kann so anders bepreist, anders bepfandet und anders versandt werden als der 1-kg-Beutel derselben Sorte.

Beispiel: „Bio-Honig“ (Artikel), darunter „Blütenhonig“ und „Waldhonig“ (Varianten), darunter „250-g-Glas“ und „500-g-Glas“ (Packungseinheiten).

Welche Ebene gilt

Preis, Reservierungspuffer und Pfand liest Farmerino von unten nach oben: Packungseinheit vor Variante vor Artikel. Die erste Ebene, die einen Wert führt, gilt vollständig. Der Steuersatz kommt von der Variante. Was du an der Packungseinheit einträgst, überschreibt also jede Angabe darüber.

4.2 Ein neues Produkt anlegen

Auf deiner Shop-Seite führt „Produkt hinzufügen“ in einen Assistenten. Links steht die Produktkarte so, wie der Kunde sie später sieht, und ändert sich mit jeder Eingabe. Rechts läuft der Weg Schritt für Schritt:

  1. Produktname. 3 bis 50 Zeichen, die Klammer über allen Varianten.
  2. Variante. Name, Beschreibung, Kategorie, Steuersatz, Merkmale, Schlagwörter.
  3. Bild. Das Bild dieser Variante.
  4. Packung. Einheit, Gewicht je Einheit, verfügbare Menge. „Einheit hinzufügen“ legt eine weitere Packungseinheit derselben Variante an, etwa das 1-kg-Glas neben dem 500-g-Glas. Preis, Pfand und Versand legst du danach je Einheit fest, die Reiter über dem Schritt wechseln zwischen ihnen.
  5. Preis. Die erste Preisstufe und weitere Staffeln.
  6. Verfügbarkeit. Verfügbar, Termin, Vorbestellung, Verfügbarkeitstage.
  7. Pfand. Pfandartikel je Packungseinheit zuweisen. Hast du noch keine angelegt, sagt der Schritt, wo du sie anlegst.
  8. Versand. Je Packungseinheit versandbar, Express- oder Frischeversand und die Versandmasse. Ist der Paketversand für deinen Betrieb nicht eingeschaltet, sagt der Schritt, wo du ihn einrichtest.
  9. Kennzeichnung. Die Pflichtangaben für verpackte Lebensmittel.
  10. Weitere Variante. Anlegen oder abschliessen. Eine Variante zu viel entfernst du über „Variante entfernen“ neben den Varianten-Reitern.

Brichst du zwischendurch ab, bleibt der Entwurf erhalten. Beim nächsten Öffnen machst du dort weiter oder verwirfst ihn.

Was vorher stehen muss

Der Weg öffnet sich, wenn zwei Dinge erledigt sind: Betriebsname, Anschrift und Steuernummer sind hinterlegt, und mindestens ein Vertriebsweg ist eingeschaltet. Fehlt eines davon, nennt der Hinweis genau dieses und den Ort, an dem du es nachholst. Die Auszahlung brauchst du für das Sortiment nicht. Du legst Artikel, Pfand und Bilder an, sobald dein Konto besteht, und sichtbar wird der Hofladen, wenn die Auszahlung eingerichtet ist (Kapitel 5 und 6). Ein vorbereiteter Hof, den ein Farmerino-Mitarbeiter für dich anlegt, kommt auch ohne Betriebsdaten und Vertriebsweg zum Sortiment.

Später bearbeiten: Ein Klick auf die Produktkarte öffnet denselben Umfang als Dialog. Dort siehst du alle Varianten und Packungseinheiten nebeneinander statt nacheinander.

4.3 Varianten

Varianten stehen im Produkt-Dialog als Reiter nebeneinander. „Variante hinzufügen“ legt eine weitere an. Sie übernimmt die Werte der ersten als Vorlage, also Kategorie, Steuersatz, Merkmale und Packungseinheiten. Du bearbeitest nur die Unterschiede.

  • Variantenname. 2 bis 100 Zeichen, Pflicht.
  • Artikelnummer. Bis 50 Zeichen, deine eigene Bezeichnung für Lager und Buchhaltung. Der Kunde sieht sie nicht.
  • Beschreibung. Bis 500 Zeichen.
  • Kategorie, Steuersatz, Merkmale, Schlagwörter. Abschnitt 4.10.
  • Verfügbarkeit. Abschnitt 4.8. Bild. Abschnitt 4.11. Lebensmittelkennzeichnung. Abschnitt 4.12.

Im Shop wählen Kunden die Variante vor der Menge. Preis, Bild und Beschreibung wechseln mit. Vorausgewählt ist die erste verfügbare Variante.

Wann eine Variante, wann ein eigener Artikel: Varianten teilen sich einen Namen und eine Produktkarte. Blütenhonig und Waldhonig sind Varianten. Honig und Bienenwachskerzen sind zwei Artikel.

4.4 Packungseinheiten und Grundpreis

Die Packungseinheit ist die Menge, die der Kunde in den Warenkorb legt. „Einheit hinzufügen“ legt eine weitere an. Jede bekommt eigene Mengen, Preise und Versandangaben.

  • Name. Bis 100 Zeichen. Was der Kunde in der Auswahl liest: „500-g-Glas“, „1-kg-Beutel“, „6er-Träger“. Pflicht, solange die Einheit keine Zubereitung und keine Schnittform trägt.
  • Zubereitung und Schnittform. Für Zuschnitte trägst du beides als Text ein, so wie der Kunde es lesen soll: als Zubereitung etwa „natur“ oder „Kräuter mariniert“, als Schnittform etwa „am Stück“, „in Scheiben“ oder „als Schnitzel“. Das Feld schlägt dir übliche Angaben vor, du kannst aber jede eigene eintragen. Bei einer Marinade nennst du ihre Sorte gleich mit. Sobald eines davon gesetzt ist, entsteht der Name im Shop aus Zubereitung, Gewicht und Schnittform: „Kräuter mariniert, 500 g in Scheiben“. Bei Einheiten ohne Gewicht (Stück, Set, Palette) trägst du stattdessen einen Mengennamen ein, etwa „halbe Leiter“. Kartoffeln, Eier und Honig lassen beides leer und behalten ihren Namen.
  • Einheit. Eine von 26: Stück, Kilo, Gramm, Liter, Milliliter, Glas, Flasche, Beutel, Dose, Becher, Schale, Kiste, Karton, Korb, Netz, Sack, Bund, Ring, Stange, Tafel, Portion, Set, Rolle, Eimer, Paket, Palette.
  • Gewicht je Einheit. In Gramm, Pflicht.
  • Verfügbare Menge. Dein Bestand dieser Packungseinheit, Pflicht.

Das Gewicht ist mehr als eine Versandangabe. Bei Gebinden wie Glas, Flasche, Beutel oder Kiste rechnet der Shop daraus den Grundpreis und zeigt ihn unter dem Verkaufspreis an: bei Glas, Flasche, Dose, Becher und Eimer je Liter, sonst je Kilogramm. Ein falsches Gewicht ergibt einen falschen Grundpreis. Bei Kilo, Gramm, Liter und Milliliter entfällt die Zusatzzeile.

Die erste Packungseinheit ist die Vorauswahl im Shop. Setze also die gängigste nach vorn.

Was ist eine Variante, was eine Packungseinheit? Kammkotelett und Stielkotelett sind zwei Varianten. „In Scheiben“ und „Mariniert“ sind keine Varianten, sondern Packungseinheiten desselben Zuschnitts. Jede Kombination aus Zuschnitt, Zubereitung, Schnittform und Menge ist eine eigene Einheit mit eigenem Bestand.

4.5 Preise und Staffelpreise

Preise stehen an der Packungseinheit. Jede Preisstufe besteht aus „Ab Menge“ und „Preis je Einheit“. Die erste Stufe ist der Grundpreis, weitere legst du mit „Staffel“ an.

Beispiel: 500-g-Glas Honig

  • Ab 1 Glas: 4,50 € je Glas
  • Ab 5 Gläsern: 4,00 € je Glas
  • Ab 10 Gläsern: 3,50 € je Glas

Bestellt jemand acht Gläser, gilt die Stufe ab fünf für alle acht: 32,00 €. Es greift immer die höchste Stufe, deren Mindestmenge erreicht ist, und sie gilt für die ganze Menge.

Der Preis je Einheit beträgt mindestens 0,01 €. Die unterste Stufe legt zugleich die Mindestabnahme fest: Wer erst ab fünf Gläsern verkaufen will, beginnt seine Staffel bei 5, und weniger lässt sich nicht in den Warenkorb legen. Die Mindestmenge steigt von Stufe zu Stufe. Die letzte Stufe lässt sich nicht löschen, ohne Preis ist die Packungseinheit nicht verkäuflich.

Auf der Produktkarte stehen die Stufen unter dem Preis. Der Preis selbst ist die Stufe, die für die gewählte Menge gilt, darunter nennt die Karte die nächste und die letzte Stufe. Eine Mindestabnahme über 1 steht dort ebenfalls.

Preisvorteile gestalten

  • Mengenvorteil. Ab fünf Gläsern günstiger. Erhöht den Warenkorb und senkt deinen Aufwand je Bestellung.
  • Saisonpreis. Zur Schwemme den Grundpreis senken und nach der Ernte zurücksetzen.
  • Vorratspackung. Eine zweite Packungseinheit in Grossmenge mit eigenem Preis.

Farmerino rechnet vor jeder Abbuchung nach. Preis, Staffel, Steuer, Pfand und Puffer werden aus deinen gespeicherten Stammdaten neu gebildet. Was der Browser des Kunden mitschickt, zählt nicht. Eine Preisänderung wirkt ab dem Speichern auf jede noch nicht bezahlte Bestellung.

Der Steuersatz steht an der Variante, nicht an der Packungseinheit. Frisch und tiefgekühlt können damit unterschiedlich besteuert werden, das 500-g- und das 1-kg-Glas derselben Variante teilen sich einen Satz.

Preis je Kilogramm

Zuschnitte kalkulierst du nach Gewicht. Stellst du die Variante auf „Preis rechnet je Kilogramm“, pflegst du die Staffel einmal an der Variante in Euro je Kilogramm, etwa „ab 1 Packung 12,20 €/kg, ab 4 Packungen 11,80 €/kg“. Jede Packungseinheit bekommt ihren Preis beim Speichern aus ihrem Gewicht: 500 g zu 12,20 €/kg sind 6,10 €, kaufmännisch gerundet. Kostet eine Einheit mehr als der Zuschnitt, etwa wegen der Marinade, trägst du an ihr einen Aufschlag je Kilogramm ein. Ein Euro macht aus den 6,10 € dann 6,60 €. Eine eigene Packungsstaffel gibt es bei Kilopreis nicht, der Dialog zeigt den gerechneten Preis. Verkauft wird immer der Packungspreis, der Kilopreis steht nur in deiner Kalkulation.

4.6 Wiegeware und Reservierungspuffer

Ein Braten wiegt nie genau, was das Etikett verspricht. Für solche Ware schaltest du an der Packungseinheit die variable Abrechnung ein und gibst einen Reservierungspuffer in Prozent an, mindestens 5, vorbelegt mit 20.

  1. Der Kunde sieht den Grundpreis und daneben den Hinweis auf den Puffer.
  2. Beim Bestellen wird der Grundpreis zuzüglich Puffer reserviert. Bei 4,50 € und 20 % sind das 5,40 € je Einheit.
  3. Beim Packen trägst du das tatsächliche Gewicht ein (Kapitel 7).
  4. Abgebucht wird der wirkliche Betrag. Die Differenz zur Reservierung bleibt beim Kunden.

Setze den Puffer so, dass er auch das schwerste Stück deckt. Er ist die Obergrenze dessen, was sich abrechnen lässt. Wiegt das Stück mehr, als der Puffer zulässt, fehlt für den Rest die Deckung. Nach unten geht die Rechnung immer auf, wiegt das Stück weniger, zahlt der Kunde weniger.

Der Schalter steht an der Packungseinheit, weil das der Regelfall ist: Der Braten am Stück wird gewogen, das abgepackte Glas Schmalz daneben nicht.

4.7 Pfand und Pfandarten

Pfandartikel legst du einmal an und ordnest sie danach deinen Packungseinheiten zu. Auf deiner Shop-Seite führt „Produkt hinzufügen“ zur Auswahl Artikel oder Pfand. Die angelegten Pfandartikel stehen darunter in einer eigenen Reihe.

  • Name. „1-l-Glasflasche“, „Mehrwegkiste“.
  • Beschreibung und Bild.
  • Pfandtyp. Aus einem festen Verzeichnis von Glasflasche über Weckglas, Kanister, Milchkanne, Holzkiste, Weidenkorb und Eierkarton bis Thermobox und Sonstiges.
  • Pfandwert. In Euro, mindestens 0,01 €.
  • Rückgabebedingungen. Was der Kunde beim Zurückbringen beachten soll.

Ein Pfandartikel als Lieferbox

Die Kiste, in der deine Lieferungen zum Kunden fahren, ist ein Pfandartikel mit dem Haken „Als Lieferbox nutzbar“. Voraussetzung ist, dass sie sich beladen stapeln lässt, denn so rechnet Farmerino den Laderaum eines Fahrdienstes. Dazu trägst du Länge, Breite und Höhe in Zentimetern und das Eigengewicht in Kilogramm ein. Der Dialog schlägt dir je Paketgrösse unsere Standardbox vor: eine Faltbox mit Deckel in 40 × 30 Zentimetern, 22 Zentimeter hoch für den Zehner, 27 für den Zwanziger und 32 für den Dreissiger. Welchen Hersteller du nimmst, bleibt dir überlassen — diese Bauform gibt es im Fachhandel von mehreren. Mit ihr rechnet der Ladeplan des Fahrdienstes, jede belegt genau einen Platz im Wagen. Faltbare Kisten kennzeichnest du als faltbar und trägst ihre Höhe gefaltet ein. Mit diesem Mass rechnet der Ladeplan des Fahrdienstes das Leergut, das er auf der Tour mitnimmt. Ist die Kiste ein Kühlbehälter, bestätigst du, dass sie ab Tourstart mindestens zwölf Stunden die geforderte Temperatur hält. Ohne diese Zusage ist sie keine Lieferbox.

Welche Lieferbox welches Paket fährt, legst du je Liefergebiet fest (Kapitel 9). Der Kunde zahlt das Pfand der Box mit der Bestellung, es steht getrennt in seiner Bestellung und kommt mit dem Leergut zurück.

Kühlakkus je Bestellung

Legst du einen Pfandartikel mit dem Pfandtyp Kühlakku an, fragt der Dialog nach zwei Werten: wie viele Akkus eine Bestellung mindestens bekommt und je wie viele Kilogramm Kühlware ein weiterer dazukommt. Bei „mindestens 2, ein Kühlakku je angefangene 5 kg“ bekommt eine Bestellung mit 12 kg Kühlware drei Akkus, eine mit 4 kg zwei. Kühlware ist, was an der Packungseinheit eine Kühlstufe oder den Frischeversand trägt. Eine Bestellung ohne Kühlware bekommt keinen Akku.

Farmerino setzt die Akkus bei jeder Lieferung und Abholung mit Kühlware an, im Paketversand nicht. Der Kunde sieht Zahl und Pfand im Warenkorb, zahlt das Pfand mit der Bestellung und gibt die Akkus mit dem Leergut zurück. Reichen bei einer Bestellung weniger Akkus, senkst du die Zahl in der Packliste der Tour oder in der Bestellzentrale über das Schneeflocken-Symbol. Pfand und Endbetrag sinken mit. Mehr Akkus als beim Bestellen angesetzt gehen nicht, weil der Betrag beim Kunden reserviert ist. Führst du mehrere Kühlakkus, rechnet Farmerino mit dem ältesten aktiven.

Mehrere Pfandarten je Packung

Eine Packungseinheit kann mehrere Pfandarten zugleich tragen, jede mit eigener Anzahl. Ein Sechserträger Saft führt sechs Flaschen und eine Kiste. Im Pfandblock der Packungseinheit klickst du auf „Pfandartikel“, wählst die Art und trägst die Menge je Packung ein. Farmerino summiert die Zeilen und zeigt dir den Gesamtbetrag als „Pfand je Packung“.

Was der Kunde sieht

Der Pfandbetrag steht getrennt vom Warenpreis an der Produktkarte und im Warenkorb. Er erhöht den zu zahlenden Betrag und wird beim Zurückbringen des Leerguts gutgeschrieben. Bei einer Lieferung erfasst du die Rückgabe in der Lieferliste, bei einem Fahrdienst erfasst sie der Fahrer an der Haustür und du bestätigst den Eingang, wenn er sie dir bringt (Kapitel 11). Die Gutschrift steht in der Bestellung.

Dein Bestand an Leergut

Jeder Pfandartikel führt seine eigene Bilanz: wie viele Behälter im Umlauf sind, wie viele verfügbar und wie hoch der Gesamtbestand ist. Mit jeder angenommenen Bestellung wandern Behälter vom verfügbaren Bestand in den Umlauf. So siehst du, wann Nachschub an Gläsern oder Kisten fällig wird.

Auf dem Kassenbon weist Farmerino Pfand mit 19 % Umsatzsteuer aus, getrennt vom Steuersatz der Ware darin. Der Pfandartikel trägt deshalb kein eigenes Steuerfeld.

4.8 Verfügbarkeit, „Verfügbar ab“ und Vorbestellung

Die Verfügbarkeit steuerst du am Produkt oder je Variante. Am Produkt steht der Block „Verfügbarkeit des Produkts“. Jede Variante mit dem Schalter „Verfügbarkeit vom Produkt übernehmen“ liest Verfügbar, Termin, Vorbestellung, Wochentage und Haltbarkeit dort. Ein Artikel mit vielen Zuschnitten pflegt so eine Stelle. Schaltest du die Übernahme an einer Variante aus, gelten ihre eigenen Werte, und „Variante verfügbar“ ist dort der Hauptschalter. Eine neue Variante übernimmt zunächst vom Produkt.

Verfügbar ab

Schaltest du eine Variante auf nicht verfügbar, klappen zwei Felder auf:

  • Verfügbar ab. Der Tag, ab dem es die Ware gibt. Er steht als „Ab 15.09.2026“ auf der Produktkarte.
  • Vorbestellung möglich. Kunden dürfen schon jetzt bestellen. Du erfährst damit früh, welche Mengen du ernten oder produzieren musst.

Der Termin gehört zur Variante. Die Frühkartoffel steht ab Juni bereit, die Lagerkartoffel desselben Artikels ab September. Setzt du einen Termin an einer Variante, bleiben ihre Geschwister unberührt.

Wählt ein Kunde einen Liefer- oder Abholtermin vor der Verfügbarkeit, weist Farmerino die Bestellung vor der Abbuchung ab und nennt ihm den frühesten möglichen Tag.

Nur an bestimmten Tagen

Für Ware, die es nicht jeden Tag gibt, schaltest du „Nur an bestimmten Tagen“ ein und legst Wochentage und Intervall fest, etwa Mittwoch und Samstag, jede Woche oder alle zwei, drei oder vier Wochen. Farmerino rechnet daraus den nächsten Termin und stellt die Variante an den Zwischentagen zurück. Gedacht für frisches Brot am Mittwoch und Samstag oder die Milchabholung im Zweiwochentakt.

Haltbarkeit in Tagen

Frischfleisch ist nach dem Schlachttag nur wenige Tage zu haben. Dafür trägst du die Haltbarkeit in Tagen ein, gezählt ab dem Verfügbarkeitstermin, der Termin selbst ist Tag 1. Drei Tage ab einem Montag heissen: geliefert oder abgeholt wird Montag, Dienstag und Mittwoch. Wer am Dienstag für Freitag bestellen will, bekommt diese Charge nicht, auch wenn noch Ware da ist. Der Warenkorb bietet dann den nächsten Termin aus deinem Rhythmus an, als Vorbestellung, und nur Liefertage innerhalb der Frist, die an diesem Termin beginnt. Farmerino prüft das vor der Abbuchung noch einmal. Ohne Haltbarkeit oder ohne Termin gibt es keine solche Grenze.

Ist der Bestand einer Packungseinheit aufgebraucht, endet die laufende Charge. Hast du an der Einheit „Automatisch nachfüllen“ eingeschaltet, können Kunden bis zur Nachfüllmenge auf den nächsten Termin vorbestellen. Ohne Nachfüllung ist die Einheit bis zum Nachfüllen nicht bestellbar, weil niemand weiss, wie viel die nächste Charge hergibt.

4.9 Bestand, Nachfüllen und Bestands-Ampel

Der Bestand steht an der Packungseinheit. Zwölf 500-g-Gläser und drei 1-kg-Gläser sind zwei getrennte Zahlen, auch wenn derselbe Honig darin ist. Jede angenommene Bestellung zieht ihn ab, ein Verkauf an der Kasse ebenso.

Automatisch nachfüllen

Für Ware, die du regelmässig in gleicher Menge herstellst, übernimmt Farmerino die Bestandspflege. Schalte an der Packungseinheit „Automatisch nachfüllen“ ein und gib Menge je Auffüllung, Intervall in Tagen und Höchstbestand an. Der Bestand wird täglich geprüft und um die Menge erhöht, sobald das Intervall erreicht ist, höchstens bis zum Höchstbestand.

Wird dabei eine Variante aufgefüllt, die auf nicht verfügbar stand, schaltet Farmerino sie wieder verfügbar und räumt ihren Termin samt Vorbestellung ab. Für eine Variante mit gesetztem „Verfügbar ab“ ist die Auffüllung deshalb der falsche Weg.

Bestands-Ampel in der Kasse

In der Hofladen-Kasse trägt jede Kachel neben der Stückzahl einen farbigen Punkt: grün, wenn genug da ist, gelb, wenn es knapp wird, rot kurz vor dem Ausverkauf. Die Schwellen setzt du in den Einstellungen im Reiter Artikel, je Artikel und in Einheiten:

  • Gelb ab 5 Einheiten oder weniger, wenn du nichts einträgst.
  • Rot ab 1 Einheit oder weniger, wenn du nichts einträgst.

Die Rot-Schwelle gehört unter die Gelb-Schwelle. Neben jedem Artikel steht sein aktueller Bestand. Die Ampel gilt für alle Varianten und Packungseinheiten des Artikels. Wer zweimal die Woche backt, braucht eine höhere Gelb-Schwelle als wer täglich frisch abfüllt.

Die Ampel ist deine Anzeige, nicht die des Kunden. Im Shop sehen Kunden bei knappem Bestand einen eigenen Hinweis mit der Restmenge. Den steuerst du über den Bestand selbst.

4.10 Kategorie, Merkmale und Schlagwörter

Diese drei Angaben entscheiden, ob deine Ware gefunden wird. Alle drei stehen an der Variante.

Kategorie

Die Kategorie ordnet die Variante in Suche und Filter ein. Zur Wahl stehen 36 Kategorien in zehn Gruppen, von Backwaren und Getreide über Obst, Gemüse und Pilze, Milch, Käse, Eier, Fleisch und Fisch, Honig, Öle und Gewürze, Verarbeitetes, Getränke, Pflanzen und Garten bis zu Hof und Landwirtschaft mit Brennholz, Futtermitteln und Dünger. Die Kategorie färbt zugleich die Kachel in der Kasse und bildet dort die Reiter. Wähle die engste zutreffende. „Sonstiges“ ist für Ware, die in keine der übrigen passt, und über die Filter findet dort kaum jemand etwas.

Merkmale

  • Vegetarisch und vegan erscheinen als Kennzeichen an der Produktkarte und sind für Kunden filterbar. Sie sind eine Zusage, setze sie nur, wenn sie zutreffen.
  • Als Favorit hervorheben stellt die Variante in deinem Shop heraus. Gedacht für die zwei, drei Erzeugnisse, wegen derer Kunden zu dir kommen.

Schlagwörter

Schlagwörter sind Suchbegriffe, die du selbst vergibst, bis zu 25 je Variante. Sie fangen ab, wonach Kunden suchen, wenn es nicht im Produktnamen steht: die regionale Bezeichnung („Grumbeeren“), den Verwendungszweck („Grillfleisch“), die Sorte („Boskop“). Ein Schlagwort wirkt als ganzer Begriff, wer „Äpfel“ tippt, findet „Apfel“ nicht. Lege beide an, wenn beide gebräuchlich sind. Filtert ein Kunde nach mehreren Schlagwörtern, erscheinen nur Varianten, die alle tragen.

4.11 Bilder

Das Bild steht an der Variante. Führt eine Variante kein eigenes, zeigt der Shop das Bild des Artikels.

  1. In der Variante auf „Bild hochladen“ klicken.
  2. Datei wählen: JPG, PNG, WebP oder GIF, bis 10 MB.
  3. Ausschnitt festlegen. Der Rahmen steht fest auf Hochformat 9:16, dem Format der Produktkarte.
  4. Übernehmen. „Entfernen“ löst das Bild wieder von der Variante.

Beim Speichern richtet Farmerino das Bild nach der Aufnahmerichtung aus, rechnet es auf die Ausgabegrösse und speichert es als WebP, ohne Aufnahmeort und Kameradaten. Ein Foto aus dem Telefon reicht. Ein Bild von mindestens 1215 × 2160 Bildpunkten nutzt die Darstellung voll aus.

Was ein gutes Produktbild ausmacht: Tageslicht, ruhiger Hintergrund, die Ware formatfüllend und in der Menge, die der Kunde bekommt. Wer ein 500-g-Glas verkauft, fotografiert das Glas, nicht das Regal. Und weil der Ausschnitt hochkant ist: das Telefon senkrecht halten.

Unterscheiden sich deine Varianten sichtbar, gib jeder ihr eigenes Bild. Der Kunde wechselt die Variante und erwartet, dass das Bild mitwechselt.

4.12 Lebensmittelkennzeichnung (LMIV)

Für verpackte Lebensmittel schreibt die Lebensmittelinformationsverordnung Pflichtangaben vor. Sie stehen an der Variante, weil Zutaten, Allergene und Nährwerte sich zwischen Sorten unterscheiden. Schalte in der Variante „Lebensmittelkennzeichnung“ ein und fülle aus:

  • Verkehrsbezeichnung. Wie das Lebensmittel rechtlich heisst.
  • Zutatenliste. Absteigend nach Gewichtsanteil, Allergene hervorgehoben.
  • Mengenanteil der wertgebenden Zutaten.
  • Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum und Nettofüllmenge.
  • Lebensmittelunternehmer. Name und Anschrift des verantwortlichen Betriebs, in der Regel dein Hof.
  • Nährwerte. Brennwert, Fett, Kohlenhydrate, Eiweiss und die weiteren Pflichtangaben.

Der Kunde ruft die Angaben an der Produktkarte auf, und die Etiketten übernehmen sie unverändert. Unterscheiden sich die Angaben zwischen deinen Varianten nur wenig, lege die zweite über „Variante hinzufügen“ an. Sie übernimmt die Werte der ersten, und du änderst nur die Abweichungen.

Der Produktpass

Unter der Lebensmittelkennzeichnung führt jede Variante einen Produktpass. Das ist das Datenblatt zur Ware, wie es im Lebensmittelhandel üblich ist. Ein Gesetz verlangt den Begriff nicht. Die Pflichtangaben stehen an der Variante und im Bio-Bereich deines Betriebs, der Pass führt sie zusammen und nimmt auf, was du darüber hinaus mitgeben willst:

  • Herkunft des Erzeugnisses und Produzent, wenn ein anderer Betrieb die Ware herstellt.
  • Lagerung, Verzehrhinweis und Zolltarifnummer.
  • Herkunft der landwirtschaftlichen Zutaten bei Bio-Ware (Kapitel 15.2).
  • Weitere Merkmale als Name und Wert, bis zu 20 Zeilen, zum Beispiel Reifung, Fettgehalt oder Käsegruppe.

Zutaten, Allergene, Nährwerte, Füllmenge, Mindesthaltbarkeit, Hersteller, Artikelnummer und Bio-Status liest der Pass aus der Variante. Du pflegst sie einmal. Der Kunde öffnet den Pass über „Produktpass ansehen“ auf der Rückseite der Produktkarte und druckt ihn oder speichert ihn als PDF. Der Knopf erscheint bei Bio-Ware, die dein Betrieb ausloben darf, und überall dort, wo du Angaben in den Pass eingetragen hast.

4.13 Versandangaben und Vertriebswege

Die meisten Einstellungen wirken auf Abholung, Lieferung, Paketversand und Kasse zugleich. Ein paar wirken nur auf einem Weg.

Einstellung Wirkt auf
Preise, Staffeln, Steuersatz, Pfand, Bestandalle drei Wege und die Kasse
Kategorie, Merkmale, Bild, Kennzeichnungalle drei Wege und die Kasse
Variables Gewichtalle drei Wege
Verfügbarkeit, „Verfügbar ab“, Verfügbarkeitstagealle drei Wege im Shop
Schlagwörternur die Suche im Shop
Bestands-Ampelnur die Kasse
Versandbar, Express, Frische, Versandmassenur der Paketversand

Die Kasse zeigt dein ganzes Sortiment. Auch Artikel, die im Shop gerade nicht verfügbar sind oder deren Bestand auf null steht. Am Tresen steht die Ware vor dir, ob der Shop sie heute anbietet, ist eine andere Frage.

Die Versandangaben je Packungseinheit

Sie erscheinen, wenn dein Betrieb Paketversand anbietet. Je Packungseinheit legst du fest:

  • Versandbar. Kann diese Packung als Paket reisen? Ohne den Haken bleibt sie für Abholung und Lieferung buchbar. Das ist der Weg für alles, was eine Paketreise nicht übersteht: das rohe Ei, die offene Milch, die Torte.
  • Nur Expressversand. Die Ware verträgt keine lange Laufzeit.
  • Frischeversand. Die Ware muss gekühlt reisen.
  • Versandmasse. Länge, Breite und Höhe in Zentimetern, je 1 bis 200. Ohne Angabe rechnet Farmerino mit einem Standardkarton. Trage die echten Masse ein, wenn eine Packung abweicht: Die Versandkosten hängen daran, und was der Kunde zu wenig zahlt, trägt dein Betrieb.

Express und Frische schliessen einander aus. DPD befördert ein Paket entweder gekühlt oder im Express. Der eine Schalter setzt den anderen zurück. Brauchst du beide Wege, führe zwei Packungseinheiten mit je einer Versandart, der Kunde wählt eine davon.

Die Angaben für die Lieferung durch einen Fahrdienst

Unter „Lieferung durch einen Fahrdienst“ sagst du je Packungseinheit, was sie auf der Fahrt braucht. Ein Fahrdienst legt an seinem Gebiet fest, welche dieser Warenarten er fährt und ob er dafür einen Aufschlag nimmt (Kapitel 11). Dein Shop bietet einem Kunden nur Liefertage an, an denen alles in seinem Warenkorb gemeinsam fährt.

  • Kühlstufe. Ungekühlt, gekühlt bis +7 °C, stark gekühlt bis +2 °C oder tiefgekühlt bei −18 °C. Die Stufen sind fest, nach den gesetzlichen Vorgaben geschnitten. Eine Packung mit Frischeversand gilt ohne eigene Angabe als gekühlt.
  • Alkohol. Ein alkoholisches Erzeugnis wird nicht abgestellt, sondern persönlich übergeben, mit Altersprüfung. Der Haken ist vorbelegt, wenn die Variante in der Kategorie für alkoholische Getränke steht.
  • Ladungsart. Kiste ist der Regelfall. Sperrgut passt in keine Lieferbox und braucht Länge, Breite und Höhe bis 600 cm. Palettenware ist eine Palette je Einheit, ebenfalls mit Massen. Weihnachtsbaum fährt ohne Kiste und ohne Masse, der Fahrdienst begrenzt ihn über eine Stückzahl je Tag.

Sperrgut, Paletten und Bäume bekommen keine Lieferbox und kein Boxpfand. Sie zählen mit ihrem Gewicht in die Ladung und werden im Ladeplan des Fahrdienstes als eigene Stücke gelegt, auf die nichts gestapelt wird.

4.14 Etiketten drucken

Über „Etiketten drucken“ auf deiner Shop-Seite erzeugst du Produktetiketten, für einzelne Produkte oder für eine ganze Bestellung. Die Kennzeichnungsangaben der Variante stehen darauf: Verkehrsbezeichnung, Zutaten, Allergene, Mindesthaltbarkeit und die übrigen Pflichtangaben. Wählst du eine Bestellung vor, entstehen die Etiketten für genau deren Positionen.

4.15 Sortieren, suchen und löschen

Reihenfolge im Shop. Die Produktkarten lassen sich mit der Maus umsortieren: greifen, an die neue Stelle ziehen, ablegen. Die Reihenfolge ist die, die deine Kunden sehen. Stelle nach vorn, was deinen Betrieb ausmacht und was gerade Saison hat.

Suchen. Das Suchfeld über dem Sortiment filtert nach dem Produktnamen. Während eine Suche aktiv ist, ruht das Umsortieren.

Löschen. Das Löschen eines Produkts lässt sich nicht rückgängig machen. Deine Bestellhistorie bleibt vollständig, bereits verkaufte Ware steht weiterhin auf Rechnungen und Lieferscheinen. Hängen Kunden-Abos an dem Produkt, nennt Farmerino ihre Zahl und kündigt sie beim Löschen. Die Kunden werden benachrichtigt.

Der mildere Weg: Eine Variante auf „nicht verfügbar“ zu schalten nimmt sie aus dem Verkauf und lässt alles andere bestehen, Abos, Staffeln, Kennzeichnung. Zur nächsten Saison schaltest du sie wieder ein.

4.16 Rabattaktionen

Mit einer Rabattaktion senkst du deine Preise für einen Zeitraum um einen festen Satz. Du findest sie im Cockpit unter „Rabattaktionen“. Eine Aktion hat einen Namen für deine Übersicht, einen Nachlass zwischen 1 und 70 Prozent, einen ersten und einen letzten Tag und gilt für dein ganzes Sortiment oder für ausgewählte Produkte. Du legst fest, ob sie im Hofshop, im Paketversand oder in beiden gilt. Ab 50 Prozent fragt Farmerino vor dem Speichern nach.

Der Nachlass wirkt auf die Staffelstufe, die für die bestellte Menge gilt. Ein Glas zu 10 €, ab fünf Gläsern 9 €, mit 20 Prozent Nachlass kostet in der Aktion ab fünf Gläsern 7,20 €. Laufen zwei Aktionen über dasselbe Produkt, gilt die mit dem höheren Satz. Sie addieren sich nicht.

Den Nachlass trägst du. Der Anteil von Farmerino richtet sich nach dem rabattierten Warenwert, du zahlst also auf den Nachlass nichts. Bei einem Abo zählt je Lieferung die Aktion, die läuft, wenn Farmerino die Folgebestellung anlegt und abbucht.

Der durchgestrichene Preis

Im Shop steht neben dem Aktionspreis der frühere Preis durchgestrichen, dazu der Satz als Abzeichen. Als früheren Preis zeigt Farmerino den niedrigsten Preis der 30 Tage vor Beginn der Aktion, so verlangt es § 11 der Preisangabenverordnung. Liegt der Aktionspreis nicht darunter, etwa weil du den Preis kurz vor der Aktion angehoben hast, verkauft der Shop trotzdem zum Aktionspreis, zeigt aber weder Streichpreis noch Abzeichen.

Es zählt der Moment der Zahlung. Farmerino bestimmt die Aktion beim Bezahlen neu. Endet eine Aktion, während ein Kunde noch im Warenkorb ist, zahlt er den regulären Preis. Bezahlte Bestellungen behalten ihren Preis, auch wenn du die Aktion danach beendest.

Beenden. Eine laufende oder geplante Aktion beendest du mit „Beenden“. Sie endet sofort und lässt sich nicht wieder starten. Eine neue legst du jederzeit an.

4.17 Gutscheincodes

Einen Gutscheincode gibst du selbst weiter, auf einem Flyer im Hofladen, in einem Rundschreiben oder im Gespräch. Kunden tragen ihn im Warenkorb unter „Gutscheincode“ ein und sehen den Nachlass sofort in der Summe. Du legst Codes auf derselben Seite an wie deine Rabattaktionen, im Cockpit unter „Rabattaktionen“, Abschnitt „Gutscheincodes“.

Ein Code wirkt auf eine von drei Arten:

  • Prozent auf die Artikel, 1 bis 70 Prozent auf jede berechtigte Position. Ab 50 Prozent fragt Farmerino vor dem Speichern nach.
  • Fester Betrag auf die Bestellung, verteilt auf die Positionen nach ihrem Wert. Ein fester Betrag braucht einen Mindestbestellwert und darf höchstens 70 Prozent davon betragen.
  • Lieferung frei, die Liefer- oder Versandgebühr entfällt. Das gilt ab einem Warenwert, der mindestens doppelt so hoch ist wie die Gebühr. Darunter nennt der Warenkorb dem Kunden, wie viel noch fehlt.

Dazu wählst du den ersten und den letzten Tag, auf Wunsch einen Mindestbestellwert und eine Höchstzahl an Einlösungen über alle Kunden. Vorgegeben ist, dass jeder Kunde einen Code einmal einlöst. Gäste erkennt Farmerino dabei an ihrer E-Mail-Adresse. Gross- und Kleinschreibung spielt beim Eingeben keine Rolle.

Codes und Rabattaktionen

Ob ein Code auch auf Artikel wirkt, die gerade in einer Rabattaktion sind, entscheidest du mit dem Schalter „Gutscheincodes auch auf Artikel in einer Rabattaktion“. Er ist zu Beginn aus. Dann wirkt ein Code nur auf Artikel ohne laufende Aktion, und nur sie zählen für den Mindestbestellwert des Codes.

Was du trägst

Den Nachlass trägst du, auch den Erlass der Liefergebühr. Erlässt ein Code die Gebühr, entstehen die Kosten der Zustellung trotzdem: beim Paketversand über Farmerino der Anteil für das Versandetikett, bei einer Lieferung durch einen Fahrdienst das Fahrtentgelt. Beides geht von der Auszahlung dieser Bestellung ab (AGB 5.12). Weil der Code erst ab dem doppelten Warenwert gilt, trägt die Bestellung diese Kosten selbst. Der Anteil von Farmerino richtet sich nach dem Warenwert nach dem Nachlass. Den Mindestbestellwert deines Shops misst Farmerino am Warenwert vor dem Code, ein Code drückt eine Bestellung also nicht unter deine eigene Schwelle. Bei einem Abo gilt der Code für die erste Lieferung.

Gezählt wird beim Bezahlen. Farmerino prüft den Code beim Bezahlen noch einmal und merkt ihn für die Zahlung vor, damit die Höchstzahl auch bei gleichzeitigen Bestellungen hält. Wird eine Bestellung abgelehnt, storniert oder läuft sie ab, zählt die Einlösung nicht mehr.

Auswertung. Zu jedem Code siehst du, wie oft er eingelöst wurde und wie viel Nachlass das zusammen war. Auf der Rechnung steht der Nachlass als eigene Zeile mit dem Code.

Beenden. Mit „Beenden“ gilt ein Code sofort nicht mehr. Bezahlte Bestellungen behalten ihren Nachlass. Einen beendeten Code startest du nicht wieder, du legst einen neuen an.

5 Auszahlung und Finanzen

Das Konto bei Stripe einrichten, den Weg des Geldes verstehen, die Zahlen für die Buchhaltung mitnehmen.

5.1 Der Bereich Finanzen

Den Bereich erreichst du über den Reiter Finanzen in der Leiste. Er hat vier Reiter:

  • Auszahlungen. Nächste Auszahlung, Rhythmus, Zustand deines Stripe-Kontos und der Einstieg in das Stripe-Dashboard.
  • Einnahmen und Gebühren. Kennzahlen der letzten 30 Tage, Umsatzverlauf und dein Gebührenmodell mit dem Fortschritt zum Monatsdeckel.
  • Transaktionen. Jede Zahlungsbewegung einzeln, mit aufgeschlüsselten Gebühren.
  • Konto und Steuern. Stripe-Status, offene Anforderungen, Identitätsprüfung, Steuerangaben und der Export für die Buchhaltung.

Fährst du selbst für andere Höfe, kommt der Reiter Fahrtentgelte dazu (Kapitel 11).

Solange dein Konto bei Stripe nicht fertig eingerichtet ist, trägt der Reiter Finanzen einen Punkt. Bis dahin kann niemand bei dir bezahlen. Bestellungen, Touren, Versand und Kunden-Abos sagen dir das und führen mit „Auszahlung einrichten“ hierher. Dein Sortiment legst du schon vorher an.

5.2 Das Konto bei Stripe einrichten

Farmerino wickelt Zahlungen über Stripe ab. Dein Betrieb bekommt dort ein eigenes Konto, auf das deine Umsätze laufen und von dem aus ausgezahlt wird.

  1. Rechtsform, verantwortliche Person, Anschrift und E-Mail sind hinterlegt (Kapitel 3).
  2. Im letzten Schritt des Assistenten oder unter Finanzen auf „Stripe einrichten“ klicken.
  3. Bei Stripe Bankverbindung, Steuerdaten und Identitätsnachweis angeben.
  4. Stripe leitet dich zu Farmerino zurück.

Deine Kunden bezahlen danach mit Kreditkarte, Link, Klarna, Amazon Pay, Revolut Pay, Apple Pay und Google Pay. Welche Zahlarten im Bezahlvorgang erscheinen, hängt von Bestellwert, Gerät und Zahlungsanbieter ab.

Fehlt Stripe später eine Angabe, steht sie unter Konto und Steuern als offene Anforderung samt Frist. Unerledigte Anforderungen halten Auszahlungen an.

5.3 Vom Kauf bis zur Auszahlung

Jede Bestellung nimmt denselben Weg:

  1. Bestellung. Der Kunde bezahlt, der Betrag wird bei ihm reserviert.
  2. Annahme. Nimmst du die Bestellung an, zieht Farmerino den Betrag ein.
  3. Ablehnung. Lehnst du ab, wird die Reservierung aufgehoben. Der Kunde zahlt nichts.

Bei Wiegeware steht der Endbetrag erst nach dem Wiegen fest. Reserviert wird mit Puffer, abgerechnet der Grundpreis mal dem gewogenen Gewicht. Zu viel Reserviertes bleibt beim Kunden.

Auszahlung. Neue Konten stehen auf täglicher Auszahlung mit 14 Tagen Verzögerung. Die Verzögerung deckt die gesetzliche Widerrufsfrist ab, eingezogenes Geld liegt so lange bereit, dass eine Rückabwicklung ohne Rückforderung bei dir möglich bleibt. Dein Rhythmus steht unter Auszahlungen und lässt sich im Stripe-Dashboard ändern.

Wenn nichts ausgezahlt wird: Die Karte „Wenn etwas blockiert“ nennt den Grund. In aller Regel sind es fehlende Stripe-Angaben oder eine laufende Prüfung. Beides erledigst du unter Konto und Steuern.

5.4 Was Farmerino kostet und wer es trägt

Es gibt keine Grundgebühr, keine Einrichtungsgebühr und keine Mindestlaufzeit. Kosten entstehen, wenn du verkaufst.

Posten Höhe Wer trägt ihn
Plattform-Marge3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 € im MonatDu
Bearbeitungsgebühr0,25 € je BestellungKunde
Zahlungsabwicklung2,5 % des Bestellwerts (Ware, Versand, Pfand) zuzüglich 0,25 € je ZahlungsvorgangKunde
PaketversandDer Kunde zahlt den Versand, Farmerino beauftragt und bezahlt DPDKunde
Stripe-GebührenEnthaltenFarmerino

Der Satz ist für alle Höfe gleich, ohne Staffeln und ohne Rabatte. Bemessungsgrundlage ist der reine Warenwert ohne Umsatzsteuer. Versandkosten, Pfand und die Bearbeitungsgebühr bleiben aussen vor. Der Deckel greift ab etwa 3.821 € Netto-Warenwert im Monat, ab dort zahlst du für den Rest des Monats keine weitere Marge.

Die Marge und ihr Deckel sind Nettopreise. Auf sie kommt die Umsatzsteuer von 19 %, die zusammen mit der Marge einbehalten und getrennt ausgewiesen wird. Aus 149 € Deckel werden so 177,31 € im Monat. Dasselbe gilt für das Kassenpaket und das Werbebudget. Was du deinen Kunden berechnest, ist davon unberührt – dort sind die Preise brutto.

Die beiden Kundenentgelte werden im Bezahlvorgang getrennt ausgewiesen und mindern deinen Erlös nicht. Um den Paketversand musst du dich nicht kümmern: Der Kunde zahlt ihn, Farmerino beauftragt und bezahlt DPD, du packst. Deine Zuschläge für Verpackung, Isolierung und Kühlmittel bekommst du mit der Auszahlung erstattet.

Bargeld

Mit dem Kassenpaket kassierst du bar ohne Plattform-Marge und ohne Entgelt. Über Farmerino läuft dabei kein Geld, Vereinnahmung, Quittierung und Aufzeichnung liegen bei dir (Kapitel 13 und 16).

Wenn du selbst als Fahrdienst fährst

Vom Entgelt einer Fahrt für andere Höfe behält Farmerino einen Plattformanteil von 3,9 % des Fahrtentgelts zuzüglich Umsatzsteuer ein, gedeckelt auf das jeweilige Fahrtentgelt. Er deckt Zahlungsabwicklung, Auszahlung und die Nutzung der Plattform ab und ist der einzige Kostenpunkt eines Fahrdienstes. Mit deiner Marge als Hof hat er nichts zu tun: gleiche Zahl, andere Bezugsgrösse, anderer Deckel. Die Einzelheiten stehen im Dienstleister-Handbuch.

5.5 Identitätsprüfung ab 250 € Monatsumsatz

Ab 250 € Monatsumsatz verlangt das Geldwäschegesetz eine Identitätsprüfung deines Betriebs. Diese Pflicht trifft jeden Zahlungsdienstleister und ist keine Bedingung von Farmerino.

Die Karte Verifizierung unter Konto und Steuern zeigt, ob die Prüfung ansteht, läuft oder abgeschlossen ist, und startet sie. Der Ablauf liegt bei Stripe. Welche Nachweise verlangt werden, hängt von deiner Rechtsform ab.

Bis die Prüfung abgeschlossen ist, verkaufst du weiter. Auszahlungen können in dieser Zeit angehalten sein.

5.6 Einnahmen und Gebühren lesen

Der Reiter Einnahmen und Gebühren beginnt mit sechs Kennzahlen über die letzten 30 Tage: dein Umsatz, Zahlungsarten, Gebühren, Versandkosten, letzte Auszahlung und dein Gebührensatz.

Darunter zeigt der Umsatzverlauf Umsatz und Gebühren über Woche, Monat, Quartal oder Jahr, jeder Zeitraum verglichen mit dem vorangegangenen. Die Karte Gebührenmodell nennt deinen Satz, den Umsatz im Referenzzeitraum und den Fortschritt zum Monatsdeckel.

  • Umsatz brutto. Alle Kundenzahlungen im Zeitraum, vor Rückerstattungen und Gebühren.
  • Dein Erlös. Netto-Warenwert abzüglich Plattform-Marge.
  • Rückerstattungen. Was an Kunden zurückgezahlt wurde.
  • Versandkosten. Die Versandkosten deiner Bestellungen. Den Anteil für Verpackungsmaterial bekommst du erstattet.
5.7 Transaktionen im Einzelnen

Der Reiter Transaktionen führt jede Zahlungsbewegung deines Shops in zeitlicher Folge. Über die Filter wechselst du zwischen Kundenzahlungen, Auszahlungen und Rückerstattungen. Kassenverkäufe laufen in derselben Liste mit.

Zu jeder Zahlung siehst du die Gebühren einzeln: Plattform-Marge, Bearbeitungsgebühr und Zahlungsabwicklung getrennt. Ein Klick auf eine Zeile öffnet die Bestellung mit Warenwert netto, Umsatzsteuer je Satz, Versandkosten und Pfand. Hier vollziehst du eine einzelne Abrechnung nach, wenn eine Summe im Überblick nicht zu deiner Erwartung passt.

5.8 Steuersätze, Kleinunternehmerregelung und Rechnungen

Den Steuersatz setzt du je Variante: 19 %, 7 % oder 0 % (steuerbefreit). Ein Artikel mit mehreren Varianten kann damit unterschiedlich besteuerte Ausführungen führen. An der Kasse kommen die Durchschnittssätze nach § 24 UStG dazu (Kapitel 13).

Alle Preise, die du eingibst, sind Bruttopreise inklusive Umsatzsteuer. Die Steuer wird herausgerechnet und in Bestellung, Rechnung und Export je Satz getrennt ausgewiesen. Die Plattform-Marge liegt auf dem Nettobetrag.

Unter Konto und Steuern pflegst du in der Karte Steuer- und Geschäftsinformationen Unternehmensform, verantwortliche Person, Steuernummer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG. Ist sie aktiv, weisen Rechnungen keine Umsatzsteuer aus.

Rechnungen entstehen von selbst. Die Bestellbestätigung deines Kunden ist zugleich seine Rechnung. Rechnungssteller bist du nach § 14 Abs. 4 UStG, deshalb stehen dein Betrieb und deine Steuerangaben darauf. Hinterlege die Steuernummer, bevor du den Shop sichtbar schaltest.

5.9 Export für die Buchhaltung

Unter Konto und Steuern findest du die Karte Finanzamt-Export. Wähle einen Zeitraum, vom aktuellen Monat bis zum gesamten Zeitraum, und ein Format:

  • CSV. Einnahmen und Ausgaben als Tabelle für Excel und ähnliche Programme, im GoBD-Format.
  • DATEV. Buchungsstapel im EXTF-Format mit Konto und Gegenkonto, Buchungsschlüssel, Belegfeldern und Buchungstext. Kartenumsätze laufen über das Stripe-Geldtransitkonto 1360, Barumsätze über die Kasse 1000. Deine Steuerberatung importiert die Datei direkt.
  • PDF. Einnahmenübersicht zum Ausdrucken und Archivieren.

Enthält der Zeitraum keine Bewegungen, sagt die Karte das, statt eine leere Datei auszugeben. Konnten deine Zahlungen nicht vollständig geladen werden, bleibt der Export gesperrt. Eine unvollständige Datei sähe vollständig aus. Lade die Seite später neu.

Die Kontenzuordnung des DATEV-Exports lässt du am besten einmal von deiner Steuerberatung bestätigen.

5.10 Pfand und Leergut in den Zahlen

Pfand läuft durch, ohne deinen Erlös zu berühren: Es fliesst in den Bestellwert ein, trägt keine Plattform-Marge und steht in der Bestellzeile einer Transaktion als eigener Posten neben Warenwert, Steuern und Versandkosten. Im Export erscheint es auf demselben Weg.

Leergut, das ein Fahrdienst für dich einsammelt, führt die Seite Meine Fahrer unter „Leergut bei deinen Fahrern“: je Betrieb die Zahl der Gebinde je Pfandart und das Datum des ältesten Stücks. Beide Seiten lesen dieselbe Bilanz (Kapitel 11).

6 Hofladen sichtbar schalten

Der letzte Schritt der Einrichtung. So wird dein Hofladen für Kunden erreichbar.

6.1 Vier Bedingungen

Vier Dinge prüft Farmerino, bevor dein Hofladen sichtbar wird. Fehlt eines, sagt dir der Hinweis am Schalter, welches.

  1. Mindestens ein Produkt im Sortiment (Kapitel 4).
  2. Mindestens ein Vertriebsweg, über den die Ware wirklich zum Kunden kommt: eingeschaltete Abholung, eingeschalteter Paketversand oder ein Liefergebiet mit mindestens einem Liefertag. Ein Gebiet ohne Liefertag zählt nicht.
  3. Auszahlung eingerichtet. Das Konto bei Stripe steht (Kapitel 5). Solange das aussteht, kann Farmerino kein Geld an dich weiterleiten.
  4. Ein freigeschaltetes Konto. Ein Konto kann vorübergehend gesperrt sein, meist weil der Zahlungsdienstleister noch Nachweise braucht. Dann steht auf deiner Shop-Seite ein roter Hinweis samt Frist, und was zu tun ist, steht unter Finanzen. Mit der Sperre wird dein Shop unsichtbar.

Abholung eingeschaltet? Dann müssen deine Öffnungszeiten vollständig sein, alle sieben Tage angelegt, mindestens einer mit Öffnungs- und Schliesszeit. Sonst scheitert schon das Speichern und damit auch das Umschalten (Kapitel 3).

Ein vorbereiteter Hof, den ein Farmerino-Mitarbeiter für dich angelegt hat, wird erst sichtbar, wenn du ihn übernommen und die Auszahlung eingerichtet hast. Bis dahin steht am Schalter „Noch nicht übernommen“ (Kapitel 2).

6.2 Der Schalter

Auf deiner Shop-Seite sitzt oben rechts ein Schalter, der deinen Stand nennt: „Sichtbar“ oder „Unsichtbar“. Ein Klick schaltet um. Der Reiter Shop in der Leiste trägt denselben Stand als grünen oder roten Punkt.

Steht noch etwas aus, öffnet sich statt der Umschaltung ein Hinweis mit dem fehlenden Punkt. Ist alles erfüllt, ist dein Hofladen ab diesem Moment für Kunden erreichbar.

Beim Ausschalten fragt Farmerino nach, bevor der Shop verschwindet. Bestehende Bestellungen bleiben davon unberührt, sie laufen weiter, werden bezahlt und ausgeliefert wie zuvor.

6.3 Wo dein Hofladen erscheint

Sobald er sichtbar ist, findet man dich an vier Stellen:

  • Unter deiner eigenen Shop-Adresse. Sie trägt deinen Betriebsnamen und steht im Reiter Darstellung zum Kopieren. Benennst du deinen Betrieb um, ändert sie sich mit, bereits weitergegebene Links führen weiterhin zu dir.
  • In der Umkreis- und Postleitzahlensuche. Dafür braucht dein Betrieb den Standort aus der Adressauswahl (Kapitel 3).
  • Im Verzeichnis „Regionale Erzeuger“ und auf der Seite deiner Stadt.
  • Mit deinen versandbaren Packungseinheiten zusätzlich im deutschlandweiten Verzeichnis „Versandartikel“ (Kapitel 12).

Dazu meldet Farmerino deine Shop-Seite an Suchmaschinen. Solange dein Shop unsichtbar ist, führt die Adresse Besucher auf die Startseite.

6.4 Ansehen und weitergeben

Deine Shop-Seite zeigt dir deinen Hofladen so, wie Kunden ihn sehen, mit Kopfbild, Texten und Sortiment. Du kannst also erst schauen und dann freischalten.

In den Einstellungen im Reiter Darstellung steht deine Shop-Adresse zum Kopieren. Daneben liegt ein QR-Code zum Anzeigen und Herunterladen, gemacht für den Ausdruck, lesbar aus zwei Metern und mit Kratzern. Damit hast du deinen Hofladen auf dem Hofschild, auf der Visitenkarte, im WhatsApp-Status und auf dem Marktstand.

6.5 Urlaub und Pause

Du kannst deinen Shop jederzeit unsichtbar schalten, für den Urlaub, zwischen zwei Saisons oder wenn nichts zu verkaufen ist. Kunden finden dich in dieser Zeit nicht, und es kommen keine neuen Bestellungen herein.

Deine Artikel, Preise, Texte und Einstellungen bleiben unangetastet. Beim Wiedereinschalten steht alles da, wo du es gelassen hast. Für eine einzelne Sorte, die gerade ausgeht, ist der mildere Weg die Verfügbarkeit an der Variante (Kapitel 4).

7 Bestellungen bearbeiten

Vom Eingang bis zur Übergabe. Und was bei Absagen, Wiegeware und Erstattungen mit dem Geld geschieht.

7.1 Deine Bestellübersicht

Der Reiter Bestellungen in der Leiste ist dein Tagesgeschäft. Oben stehen sieben Zahlen, die dir sagen, wo du anfängst:

  • Offene Aufträge. Bezahlt und wartet auf deine Entscheidung.
  • Heute fällig. Liefer- oder Abholtermin ist heute.
  • In Bearbeitung. Angenommen und noch nicht abgeschlossen.
  • Versandfälle. Paketsendungen, die im Versandbereich weitergehen.
  • Auf eigener Tour. Einer Route aus deinem Tourenplaner zugeordnet.
  • Davon im Lohn. Deine Route, gefahren von einem Fahrdienst.
  • Im Fahrergebiet. Die Route plant der Fahrdienst.

Darunter filterst du über die Statusknöpfe Alle, Offen, Angenommen, In Auslieferung, Abgeschlossen und Storniert. Die Liste zeigt 20 Bestellungen je Seite und lässt sich über die Spaltenköpfe sortieren. Stände aus Tour und Versand ziehen von selbst nach.

Steht der Filter auf Offen, erscheint rechts „Alle annehmen“ mit der Anzahl in Klammern, ein Klick für die ganze gefilterte Liste.

7.2 Die Zustände einer Bestellung
Zustand Was er bedeutet
UnbezahltDer Kunde hat die Bestellung abgeschickt, die Zahlung steht noch aus.
BezahltDer Betrag ist reserviert, die Bestellung wartet auf deine Entscheidung.
AngenommenDu hast bestätigt. Der Kaufvertrag steht, der Betrag wird eingezogen.
In AuslieferungBei Lieferung „In Lieferung“, bei Abholung „Bereit zur Abholung“, beim Paketversand „Im Versand“.
AbgeschlossenBei Lieferung „Zugestellt“, bei Abholung „Abgeholt“, beim Paketversand „Versendet“.
AbgelehntDu hast abgelehnt oder der Kunde hat vor deiner Annahme storniert. Die Reservierung ist aufgehoben.
RückerstattetDer eingezogene Betrag ist zurückgezahlt.
AbgelaufenDer Bezahlvorgang wurde abgebrochen, oder die Bestellung lag sechs Tage ohne deine Entscheidung.
GescheitertDie Zustellung ist an der Haustür gescheitert und wurde als solche gemeldet.

Reserviert heisst noch nicht abgebucht

Mit dem Abschicken gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Betrag wird bei ihm reserviert. Der Kaufvertrag entsteht mit deiner Annahme, und erst dann zieht Farmerino ein. Lehnst du ab, wird die Reservierung freigegeben, es fliesst kein Geld, und es gibt nichts zu erstatten (AGB 6.2 bis 6.4 und 7.6).

Bei Klarna, Amazon Pay und Revolut Pay steht der Einzug nach deiner Annahme kurz auf „in Bearbeitung“, bevor der Zahlungsdienstleister ihn bestätigt. Die Bestellung geht regulär weiter, du musst nichts wiederholen.

Nach sechs Tagen entscheidet die Uhr

Eine Bestellung wartet nicht beliebig lange auf dich. Nach sechs Tagen greift eine Regel: Eine Bestellung, über die du nicht entschieden hast, wird abgesagt. Steht der Filter auf Offen, nennt die Spalte „Annehmen bis“ den Zeitpunkt. Die Reservierung wird freigegeben, bei einer Folgebestellung aus einem Abo wird der schon eingezogene Betrag erstattet, und die Ware kehrt in deinen Bestand zurück. Die Bestellung steht dann auf „Abgelaufen“ und erscheint nicht mehr in deiner Bestellübersicht. Der Kunde bekommt dazu eine E-Mail, mit Kundenkonto auch eine Nachricht in der App. Du bekommst eine Nachricht in der Glocke, solange die Kategorie „Bestellungen“ eingeschaltet ist (17.2).

Eine Bestellung, die du angenommen hast und deren Betrag noch nicht eingezogen ist, zieht Farmerino ein, bevor die Reservierung verfällt. Bei Visa und Mastercard hält sie bis zu vier Wochen, und du ziehst bei der Übergabe den gewogenen Betrag ein. Bei anderen Karten und Zahlarten hält sie sieben Tage, dann wird am sechsten Tag der volle Betrag samt Wiegepuffer eingezogen und die Differenz später erstattet. Steht der Filter auf Angenommen, nennt die Spalte „Einzug spätestens“ den Tag.

Beides ist ein Sicherheitsnetz. Entscheide zeitnah, dann kommt es nie zum Tragen.

7.3 Annehmen, verschieben, ablehnen

Annehmen. Der Haken in der Zeile bestätigt eine einzelne Bestellung, „Alle annehmen“ die ganze offene Liste. Willst du auf das einzelne Bestätigen verzichten, schalte in den Einstellungen im Reiter Bestellungen die automatische Bestellannahme ein. Sie passt zu einem Betrieb, der Bestand und Lieferfähigkeit verlässlich pflegt.

Problem melden. Das Warndreieck an einer offenen Bestellung öffnet zwei Wege:

  • Verschieben. Du wählst einen anderen deiner Liefertage. Zur Wahl stehen nur Tage, an denen du das Liefergebiet dieser Bestellung fährst. Die Bestellung bleibt bestehen, der Kunde wird benachrichtigt.
  • Ablehnen. Die Bestellung endet, die Reservierung wird freigegeben, der Kunde wird benachrichtigt. Das lässt sich nicht zurücknehmen.

Bei einer angenommenen Bestellung heisst dieselbe Wahl Verschieben oder Rückerstatten, dort ist der Betrag eingezogen und muss zurück. Zur Annahme verpflichtet bist du nicht (AGB 6.3). Verschieben ist der bessere Weg, wenn dir ein einzelner Artikel fehlt: Der Kunde behält seine Bestellung und du deinen Umsatz.

Nach dem Bestellschluss geht das nicht mehr. Bei Lieferung endet die Frist zum Stornieren mit dem Bestellschluss des Liefertags, für dich wie für den Kunden. Ab da wird gepackt und die Tour steht. Danach hilft der Farmerino-Support. Abholung und Paketversand kennen diese Frist nicht.

7.4 Abholung, Lieferung und Versand abschliessen

Abholung. Sobald die Bestellung angenommen ist, steht in ihrer Zeile „Abschließen“. Klicke ihn, wenn der Kunde die Ware mitgenommen hat, die Bestellung geht auf „Abgeholt“ (Kapitel 8).

Lieferung. Der Abschluss läuft über deine Tour: Du hakst den Stopp in der Lieferliste ab, und die Bestellung gilt als zugestellt (Kapitel 10). Oben in der Bestellübersicht steht deine nächste Tour. Warten angenommene Lieferungen auf ihre Tour und ist der Bestellschluss vorbei, oder läuft eine Tour, führt dich „Zum Tourenplaner“ dorthin. Fährt ein Fahrdienst dein Gebiet, hakt er ab, und die Bestellung folgt von selbst (Kapitel 11).

Paketversand. Etikett, Übergabe an DPD und Sendungsverfolgung laufen im Versandbereich, die Bestellung zieht mit. Der Knopf „Zum Versandbereich“ bringt dich dorthin (Kapitel 12).

Wenn niemand öffnet. Jede Lieferung läuft mit einer Abstellgenehmigung, du stellst am benannten Platz ab und hakst den Stopp ab. Scheitert die Zustellung an etwas, das bei dir liegt, meldest du es am Stopp. Ist schon eingezogen, bekommt die Bestellung den nächsten Liefertag ihres Gebiets, und der Kunde kann per Mail stattdessen stornieren und bekommt sein Geld zurück. Ist noch nichts eingezogen, wird die Reservierung aufgehoben (Kapitel 10.6).

7.5 Wiegeware wiegen

Ein Artikel mit Gewichtsspanne wird nach dem gewogenen Gewicht abgerechnet. Beim Kunden wird dafür etwas mehr reserviert: der Preis für das erwartete Gewicht zuzüglich des Reservierungspuffers, den du an der Packungseinheit hinterlegt hast (Kapitel 4). Der Kunde sieht diesen Zuschlag als Reservierung ausgewiesen, nicht als Preis.

Gewogen wird beim Packen: bei Abholung und Versand im Zuge der Annahme, bei eigener Lieferung an der Packliste deiner Tour.

  1. Wiege die Ware.
  2. Trage das Gewicht in der Gewichtserfassung ein, als Gesamtgewicht für alle Stücke einer Position oder je Stück, wenn die Stücke unterschiedlich ausfallen.
  3. Die Zusammenfassung stellt Reserviert und Tatsächlich nebeneinander und nennt die Differenz als Rückerstattung oder Nachzahlung.

Abgerechnet wird der Grundpreis mal dem tatsächlichen Gewicht, der Puffer wird wieder herausgerechnet. Wiegt das Stück weniger als erwartet, zahlt der Kunde weniger. Wiegt es mehr, deckt der Puffer die Differenz.

Der Puffer ist deine Obergrenze. Eingezogen wird höchstens der Betrag, den der Kunde beim Bestellen freigegeben hat. Alles, was darüber hinaus gewogen wird, geht zu deinen Lasten. Erfassen lassen sich höchstens 150 % des erwarteten Gewichts. Passt ein Stück nicht in die Spanne, nimm ein anderes oder sprich den Kunden an.

Solange nicht jede Position mit Gewichtsspanne erfasst ist, lässt sich die Bestellung nicht abschliessen. Ohne Gewicht gibt es keinen Endbetrag.

7.6 Barzahlung

Mit dem Kassenpaket (Kapitel 16) kannst du Bargeld annehmen. Bestellungen mit Barzahlung laufen an Stripe vorbei: kein Zahlungsvorgang, keine Reservierung, kein Entgelt für die Zahlungsabwicklung, keine Bearbeitungsgebühr und keine Plattform-Marge. Du kassierst bei der Übergabe.

Vorgesehen ist Barzahlung für die Abholung. Mit dem Schalter „Barzahlung auch bei Lieferung“ gibst du sie für deine eigene Tour frei. Der Betrag an der Haustür ist der Endbetrag nach Wiegen und Pfandrückgabe, er steht in der Lieferliste. Beim Paketversand und im Gebiet eines Fahrdienstes gibt es keine Barzahlung, dort wird online bezahlt.

Einen eigenen Schritt „als bezahlt markieren“ gibt es nicht: Die Bestellung gilt als beglichen, sobald du sie abschliesst oder der Stopp abgehakt ist.

7.7 Wenn der Kunde storniert

Bis du annimmst, storniert der Kunde selbst. Bis dahin liegt nur sein Angebot vor und der Betrag ist reserviert. Mit seiner Absage wird die Reservierung freigegeben. Du bekommst eine Nachricht im Betrieb und eine E-Mail, auch wenn du gerade nicht im Dashboard bist.

Ab deiner Annahme steht der Kaufvertrag. Der Kunde kann dann nicht mehr allein stornieren. Er wendet sich an dich, und du nimmst die Stornierung vor. Seine Kontaktdaten stehen in der Bestellung.

Nach dem Bestellschluss übernimmt der Support. Bei Lieferung endet die Stornofrist mit dem Bestellschluss, ab da wird die Tour zusammengestellt und die Bestellung fährt mit.

Widerruf ist etwas anderes

Die Widerrufsfrist von 14 Tagen beginnt mit der Inbesitznahme der Ware. Bei schnell verderblicher Ware, also bei frischen Lebensmitteln, besteht das Widerrufsrecht nicht (§ 312g Abs. 2 Nr. 2 BGB). Dasselbe gilt für versiegelte Hygieneartikel nach dem Öffnen und für Ware, die du nach Kundenwunsch angefertigt hast. Der Widerruf ist an dich als Verkäufer zu richten. Die Einzelheiten stehen in Abschnitt 9 der AGB.

7.8 Erstatten und aufheben

Für dich sind das zwei Knöpfe, Ablehnen vor dem Einzug und Rückerstatten danach. Dahinter stehen zwei Vorgänge, und Farmerino wählt den richtigen:

  • Ist der Betrag nur reserviert, wird die Reservierung aufgehoben. Es gab nie eine Abbuchung, also gibt es auch keine Gutschrift auf dem Kontoauszug des Kunden. Die Reservierung verschwindet.
  • Ist er eingezogen, wird erstattet. Die Gutschrift geht über den ursprünglichen Zahlungsweg zurück.

Beides betrifft die ganze Bestellung. Einen Teilbetrag kannst du selbst nicht erstatten. Bei einer einzelnen fehlenden Position ist Verschieben der bessere Weg, sonst hilft der Support. Eine bereits stornierte Bestellung meldet dir, dass sie storniert ist, statt einen zweiten Vorgang auszulösen.

Nur eine tatsächliche Erstattung wird als solche in der Bestellung ausgewiesen. Eine aufgehobene Reservierung ist kein zurückgezahltes Geld und erscheint in deiner Finanzübersicht nicht als Erstattung.

Was mit der Liefergebühr geschieht

Widerruft ein Kunde nur einen Teil seiner Bestellung und wäre die Lieferung auch ohne diese Artikel gefahren, bleibt die Liefergebühr bestehen. Beim vollständigen wirksamen Widerruf erstattest du die Kosten der Hinsendung in Höhe der günstigsten Standardlieferung, die du für diese Bestellung angeboten hast (AGB 5.9a und 9.5a).

7.9 Farmerino rechnet vor dem Einzug nach

Kein Betrag stammt aus dem Browser des Kunden. Bevor Geld fliesst, bildet Farmerino die Bestellung aus deinen hinterlegten Daten neu: Preis, Preisstaffel, Steuersatz, Pfand und Puffer je Position. Weicht ab, was der Warenkorb geschickt hat, gilt der neu gerechnete Wert.

Abgewiesen wird eine Bestellung, wenn der gewählte Vertriebsweg bei dir nicht eingeschaltet ist, der Termin auf keinen deiner Liefer- oder Versandtage fällt, der Warenwert den Mindestbestellwert nicht erreicht, ein Artikel erst später verfügbar ist als der gewählte Termin, bei einer Lieferung die Abstellgenehmigung des Kunden fehlt, oder im Fahrergebiet für diesen Tag kein Stopp mehr frei ist. Was du in deinen Einstellungen pflegst, gilt. Eine veraltete Seite im Browser eines Kunden kann daran nichts ändern.

Diese Posten trägt der Käufer, nicht du: eine Bearbeitungsgebühr von 0,25 € je Bestellung und ein Entgelt für die Zahlungsabwicklung von 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Beide werden dem Kunden vor dem Abschluss getrennt ausgewiesen. Bei Barzahlung fällt keiner von beiden an. Deinen eigenen Satz findest du in Kapitel 5.

7.10 Gastbestellungen und Abo-Bestellungen

Kunden bestellen auch ohne Konto. Eine Gastbestellung führt Name, Anschrift, E-Mail, Telefonnummer und bei einer Lieferung den Abstellplatz aus der Abstellgenehmigung (Kapitel 14), alles, was du zum Ausliefern brauchst, und steht in deiner Liste neben jeder anderen. Gäste stornieren nicht selbst, sie melden sich bei dir, und sie bekommen Statusänderungen per E-Mail statt in der App.

Ein Warenkorb-Abo erzeugt zum vereinbarten Termin eine gewöhnliche Bestellung, sechs Tage vor dem Liefertag. Du nimmst sie an und lieferst sie aus wie jede andere. Wie Abos entstehen und wo du sie im Blick behältst, steht in Kapitel 14.

7.11 Lieferschein, Abholschein, Versandschein

Zu jeder Bestellung gehört ein Beleg zum Ausdrucken, den das Symbol „Lieferschein“ in der Zeile öffnet. Er heisst nach dem Weg, den die Ware nimmt: Lieferschein bei eigener Lieferung, Abholschein bei Abholung, Versandschein beim Paketversand.

Er führt deinen Betrieb als Absender, den Empfänger mit Anschrift, alle Positionen mit Menge und Preis, Pfand, Liefer- oder Versandkosten und den Zahlungsstand. Bei Wiegeware weist er aus, ob der Betrag noch eine Reservierung ist oder bereits nach dem gewogenen Gewicht abgerechnet wurde. Drucke ihn vor der Übergabe, bei Barzahlung ist er zugleich der Beleg über den kassierten Betrag.

8 Abholung im Hofladen

Der einfachste Vertriebsweg: Der Kunde bestellt online und holt zu deinen Öffnungszeiten ab.

8.1 Was der Kunde erlebt

Im Warenkorb wählt der Kunde Abholung und einen Abholtermin, den Farmerino aus deinen Öffnungszeiten vorschlägt. Er bezahlt online, und du bekommst die Bestellung als „Offener Auftrag“ (Kapitel 7). Mit dem Kassenpaket kann er stattdessen bar bei der Abholung zahlen (8.4).

Ware, die vor dem gewählten Termin noch nicht verfügbar ist, weist Farmerino vor der Abbuchung ab und nennt dem Kunden den frühesten Tag (Kapitel 4).

8.2 Öffnungszeiten pflegen

Die Abholung schaltest du im Einrichtungs-Assistenten ein oder später in den Einstellungen im Reiter Versand & Abholung. Dort steht der Wochenplan: alle sieben Tage, davon mindestens einer mit Öffnungs- und Schliesszeit. Geschlossene Tage bleiben leer (Kapitel 3).

Die Zeiten stehen auf deiner Shop-Seite. Änderst du sie, gelten die neuen für alle Termine, die Kunden danach wählen. Bereits bestätigte Termine bleiben bestehen.

8.3 Der Abholtag
  1. Annehmen. Der Haken in der Bestellzeile zieht den Betrag ein. Mit der automatischen Annahme entfällt dieser Klick.
  2. Packen. Der Abholschein aus der Bestellzeile listet alle Positionen. Wiegeware wiegst du beim Packen (Kapitel 7).
  3. Übergeben. Der Kunde nimmt die Ware mit, du klickst „Abschließen“. Die Bestellung steht auf „Abgeholt“, der Kunde bekommt seine Liefer- und Rechnungsmail.

Die Bestellungen des Tages findest du über die Kachel Heute fällig und im Tagesplan deines Dashboards. Wer die Abholung neben Lieferung und Versand anbietet, packt alles aus demselben Sortiment und demselben Bestand.

8.4 Barzahlung bei der Abholung

Mit dem Kassenpaket (Kapitel 16) kann der Kunde im Warenkorb Barzahlung wählen. Dann gibt es keinen Zahlungsvorgang, keine Reservierung und keine Marge. Du kassierst bei der Übergabe den Endbetrag nach Wiegen und Pfand, der auf dem Abholschein steht, und schliesst die Bestellung ab. Damit gilt sie als beglichen.

Ohne Kassenpaket zahlen Kunden auch bei der Abholung online. Die Bearbeitungsgebühr und das Entgelt für die Zahlungsabwicklung tragen sie dabei selbst (Kapitel 5).

8.5 Stornieren bei der Abholung

Bis zu deiner Annahme storniert der Kunde selbst, danach über dich. Anders als bei der Lieferung gibt es bei der Abholung keinen Bestellschluss, der die Stornierung beendet: Du kannst eine angenommene Bestellung bis zur Übergabe ablehnen oder erstatten (Kapitel 7).

Holt ein Kunde nicht ab, bleibt der Betrag eingezogen. Sprich ihn an und entscheide, ob du einen neuen Termin gibst oder erstattest.

8.6 Laufkundschaft ohne Bestellung

Wer ohne Bestellung in den Laden kommt, wird an der Kasse bedient. Die Hofladen-Kasse gehört zum Kassenpaket und führt denselben Bestand wie dein Online-Hofladen: Was am Tresen verkauft wird, fehlt online, und umgekehrt (Kapitel 13).

9 Liefergebiete

Wohin du selbst lieferst, an welchen Tagen, zu welchen Preisen und ab welchem Bestellwert.

9.1 Ein Liefergebiet anlegen

Liefergebiete pflegst du in den Einstellungen im Reiter Touren, beim ersten Mal im Einrichtungs-Assistenten. Ein Kunde kann eine Lieferung nur bestellen, wenn seine Adresse in einem deiner Gebiete liegt.

  1. Zeichne die Fläche in die Karte, mindestens drei Eckpunkte.
  2. Setze den Mittelpunkt mit dem Knopf „Mittelpunkt auf der Karte setzen“ und einem Klick in die Karte. Farmerino schlägt den Ort unter dem Pin nach, und dieser Ort ist der Name, unter dem Kunden das Gebiet sehen.
  3. Hake die Liefertage an.
  4. Trage den Preis je Paket und den Mindestbestellwert ein (9.3).

Ein gezeichnetes Gebiet bildet ab, wohin du wirklich fährst. Ein Umkreis griff über Flüsse, Autobahnen und Gemeindegrenzen hinweg und liess Orte aus, die zwei Kilometer weiter an derselben Strasse liegen. Wer sein Gebiet früher als Umkreis angelegt hatte, findet an seiner Stelle ein Fünfeck, das den Kreis vollständig umschliesst. Zeichne es nach, wenn du es genauer haben willst.

Lege so viele Gebiete an, wie dein Fahrplan hergibt, etwa ein nahes mit drei Liefertagen und ein entfernteres mit einem. Jedes trägt eigene Tage, eigene Paketpreise und einen eigenen Mindestbestellwert. Liegt eine Adresse in mehreren Gebieten, wählt Farmerino das Gebiet, das zum gewünschten Liefertag passt, und unter mehreren das für diese Bestellung günstigste. Ein gespeichertes Gebiet ist gegen versehentliche Änderungen gesperrt, zum Bearbeiten löst du die Sperre am Gebiet.

Was der Kunde sieht: Im Warenkorb stehen Liefergebühr und Mindestbestellwert für seine Adresse, aus seiner gespeicherten Adresse oder seinem Standort. Unter der Gebühr steht, auf welche Pakete seine Bestellung fällt.

9.2 Liefertage, Tourstart und Bestellschluss

Die Liefertage hängen am Gebiet. Ein Gebiet ohne Liefertag lässt sich nicht speichern, es wäre ein Gebiet, in das nie jemand bestellen könnte.

Der Tourstart steht im selben Reiter: die Uhrzeit, zu der du an einem Liefertag losfährst. Ein Wert gilt für alle deine eigenen Gebiete. Bei einem übernommenen Fahrergebiet kommt die Abfahrt vom Fahrdienst.

Der Bestellschluss wird gerechnet, nicht eingestellt:

Bestellschluss = Tourstart am Liefertag minus deine Vorbereitungszeit

Wer um 8 Uhr losfährt und zwölf Stunden Vorlauf braucht, nimmt für diesen Tag bis 20 Uhr am Vorabend an. Verschiebst du die Tour, verschiebt sich der Bestellschluss mit.

Die Vorbereitungszeit trägst du am Gebiet ein, für den Marktstand am Ort brauchst du andere Zeit als für den Kreis nebenan. Ohne eigenen Eintrag gilt die Angabe deines Betriebs. 12 Stunden sind die Untergrenze und zugleich der Wert ohne eigene Angabe, 48 Stunden die Obergrenze. Zwölf Stunden sind der Abstand, den eine Bestellung zur Abfahrt braucht, damit sie überhaupt gepackt werden kann.

Zum Bestellschluss ist die Annahme zu, und mit ihm endet die Frist, in der du oder dein Kunde diese Bestellung noch stornieren könnt (Kapitel 7).

9.3 Liefergebühr und Mindestbestellwert

Beide Werte gehören dem einzelnen Gebiet. Die Liefergebühr richtet sich nach dem Gewicht, der Mindestbestellwert wahlweise nach der Entfernung.

Ein Preis je Paket

Unter „Preis je Paket“ steht eine Zeile für jede Paketgrösse: 10, 20, 30 kg. Hake an, welche Grössen du fährst, und trage je Grösse ein, was sie kostet. Was du nicht anhakst, bekommt keinen eigenen Preis.

Eine Bestellung wird auf deine Pakete verteilt, so, wie es für den Kunden am günstigsten ist. Bietest du 10 und 30 kg an, sind 40 kg ein Dreissiger und ein Zehner. Bietest du nur 30 kg an, sind es zwei Dreissiger, auch wenn im zweiten nur zehn Kilogramm liegen. Eine Bestellung wird also nie abgewiesen, weil sie zu schwer ist. Sie kostet mehr Pakete.

Unter der kleinsten Grösse gilt deren Preis. Wer die Fünfer abwählt, sagt damit nicht „ich fahre keine kleinen Pakete“, sondern „ich mache dafür keinen eigenen Preis“. Drei Kilogramm kosten dann so viel wie zehn. Bei Wiegeware zählt der obere Wert der Spanne, damit die Zahl im Warenkorb zu dem passt, was reserviert wird.

Was aus der alten Regel wurde: Bis zum 4. September 2026 galt ein Betrag je angefangene 15 kg. Daraus wurden erst sechs Paketgrössen und am 6. September drei: 10, 20 und 30 kg. Bei jeder Umstellung wurde der günstigere Preis übernommen, kein Gewicht ist dadurch teurer geworden.

Eine Lieferbox je Paketgrösse

Unter der Preistabelle steht „Lieferbox je Paketgrösse“. Für jede Grösse, die du fährst, wählst du die Pfandkiste, in der das Paket zum Kunden geht. Zur Wahl stehen deine Pfandartikel, die als Lieferbox nutzbar sind, stapelbar, mit Massen und Eigengewicht (Kapitel 4). Beim Verknüpfen mit einem Fahrergebiet triffst du dieselbe Wahl in der Anfrage. Solange keine Box zugeordnet ist, bekommen Bestellungen in diesem Gebiet keine Box und kein Boxpfand.

Mit jeder Bestellung wird die Box festgelegt, die zu ihren Paketen passt. Fehlt für eine Grösse die Zuordnung, nimmt Farmerino die nächstgrössere Box. Der Kunde zahlt das Pfand mit der Bestellung. In der Packliste kannst du die Box vor der Tour tauschen, gegen eine mit gleichem oder geringerem Pfand, denn mehr, als der Kunde freigegeben hat, lässt sich nicht einziehen. Änderst du die Zuordnung am Gebiet, gilt sie für neue Bestellungen, laufende behalten ihre Box.

Der Mindestbestellwert

Trage unter „Fester Mindestbestellwert“ einen Betrag ein, der im ganzen Gebiet gilt. Oder staffle ihn nach Entfernung: Der Schalter „Mindestbestellwert nach Entfernung“ ersetzt das feste Feld durch eine Spanne von und bis und eine Richtung, „Nach aussen teurer“ oder „Nach aussen günstiger“. Zwischen beiden Enden wird gleichmässig nach der Entfernung des Kunden zum Mittelpunkt gerechnet, der Rand ist der entfernteste Eckpunkt deiner Fläche.

Der Mindestbestellwert wird durchgesetzt. Farmerino prüft ihn vor dem Einzug gegen den Warenwert und das zutreffende Gebiet. Bestellungen darunter kommen nicht zustande, auch dann nicht, wenn im Browser des Kunden ein alter Stand steht.

9.4 Gebiete zu einer Tour zusammenfassen

Fährst du zwei benachbarte Gebiete am selben Tag hintereinander, fasse sie zu einer Touren-Gruppe zusammen. Die Tourenplanung baut daraus eine Route statt zwei.

Zusammenführbar sind Gebiete mit mindestens einem gemeinsamen Liefertag. Ein Gebiet gehört zu höchstens einer Gruppe. Löschst du die Gruppe, bleiben die Gebiete bestehen. Gebiete, die ein Fahrdienst fährt, stehen hier nicht zur Wahl, deren Route plant er.

9.5 Gebiete, die ein Fahrdienst für dich fährt

Verknüpfst du dich mit dem Gebiet eines Fahrdienstes, entsteht daraus ein Liefergebiet in deinem Shop. Es trägt den Namen des Gebiets mit dem Zusatz „(Fahrer)“.

Zuschnitt, Liefertage und Paketpreise gehören dem Fahrdienst. Er fährt die Tour, also legt er fest, wann, wohin und was eine Lieferung kostet. Ändert er sein Gebiet oder seine Preise, zieht deines nach. Die Vorbereitungszeit bleibt deine: Wer fährt, bestimmt wann, wer packt, bestimmt, wie lange er dafür braucht. Liegen mehrere Höfe auf derselben Tour, hat jeder seinen eigenen Bestellschluss.

In einem Fahrergebiet zählt deine Lieferbox doppelt: Ihr Eigengewicht geht in die Ladung des Tages ein, und ihre Masse bestimmen, wie viele Kisten in den Wagen des Fahrdienstes passen. Ist der Wagen voll, nimmt dein Shop für den Tag keine weitere Lieferung an, so wie bei der Stopp-Obergrenze (Kapitel 11).

Was der Fahrdienst fährt, gehört ebenfalls ihm. Kühlware nach Kühlstufe, Alkohol, Sperrgut, Paletten und Weihnachtsbäume nimmt dein Shop für sein Gebiet nur an, wenn er sie für das Gebiet zugesagt hat, mit seinem Aufschlag als Teil der Liefergebühr. Leergut nimmt jeder Fahrdienst mit, ohne Aufschlag. Was deine Packungseinheiten davon brauchen, trägst du am Produkt ein (Kapitel 4). Die Zusagen des Fahrdienstes stehen als Merkmale am Gebiet in deiner Liste und im Verzeichnis.

Barzahlung wird in diesen Gebieten nicht angeboten. Der Anteil des Fahrdienstes wird beim Einzug aus der Kartenzahlung einbehalten.

Endet die Abmachung, wird das Gebiet stillgelegt: Es verliert seine Liefertage und nimmt keine neuen Bestellungen an. Laufende Bestellungen behalten ihre Gebietsangabe. Wie du einen Fahrdienst findest, anfragst und mit ihm abrechnest, steht in Kapitel 11.

10 Eigene Touren fahren

Farmerino legt aus den Bestellungen des Liefertags deine Route an. Du packst, klebst Etiketten und lieferst aus.

10.1 Die Tour planen

Der Tourenplaner steht im Reiter Touren in der Leiste. Voraussetzung ist eine eingerichtete Lieferung: mindestens ein Liefergebiet mit Liefertagen und ein Tourstart (Kapitel 9). Fehlt davon etwas, führt die Seite dich zuerst dorthin.

Der Knopf „Strecke berechnen“ wird aktiv, sobald der Bestellschluss für den nächsten Liefertag erreicht ist. Bis dahin steht daneben, wie lange es noch dauert. Der Tour kannst du einen Namen geben, ohne Angabe bekommt sie einen.

Liegen Bestellungen für mehrere Liefertage oder mehrere Gebiete vor, fragt die Seite zuerst, wofür du planst, und zeigt die Wahl als Banner über der Liste. Lädst du die Seite neu, bleibt die Wahl stehen, solange der Browser-Tab offen ist. Der Planer berechnet die wirtschaftlichste Reihenfolge über alle Stopps. Bei vielen Adressen dauert das einige Minuten, die Seite sagt es an.

Auf der Übersicht stehen deine Touren in drei Gruppen: Neu für berechnete, noch nicht begonnene, Offen für laufende und Abgeschlossen für erledigte. Jede Karte nennt Zustand, Zahl der Stopps, Strecke und den nächsten Schritt.

Eine lange Tour teilen: Ab sechs Stopps kannst du eine Tour mit „Strecke splitten“ auf mehrere Fahrten aufteilen, für zwei Fahrzeuge oder eine Vormittags- und eine Nachmittagsrunde. Geteilt wird entlang der berechneten Reihenfolge, die Wegersparnis bleibt erhalten.

10.2 Bestellschluss und Vorbereitungszeit

Wann dein Shop die Annahme für einen Liefertag schliesst, stellst du nirgends ein. Es ergibt sich aus zwei Angaben, die du ohnehin machst:

Bestellschluss = Tourstart minus Vorbereitungszeit

Wer um 8 Uhr losfährt und zwölf Stunden Vorlauf braucht, nimmt bis 20 Uhr des Vortags an.

Aus zwei Angaben eine zu machen ist Absicht. Wer beides von Hand pflegt, verschiebt irgendwann die Abfahrt und vergisst die Frist. Dann nimmt der Shop Bestellungen an, die niemand mehr packen kann.

Der Tourstart steht in den Einstellungen im Reiter Touren und gilt für alle deine Liefertage. Die Vorbereitungszeit steht am einzelnen Liefergebiet als „Deine Vorbereitungszeit für dieses Gebiet“: die Stunden, die du zum Packen brauchst. 12 Stunden sind die Untergrenze und der Wert ohne eigene Angabe, 48 Stunden die Obergrenze. Was nach dem Bestellschluss eingeht, geht beim nächsten Termin mit.

10.3 Beladen, Etiketten, Auslieferung

Eine Tour durchläuft vier Abschnitte, die als Reiter über der Seite stehen: Übersicht, Beladen, Etiketten, Auslieferung. Vorwärts geht es der Reihe nach: Etiketten gibt es, sobald die Tour beladen ist, die Auslieferung mit dem Start der Tour. Was die Tour erreicht hat, steht dir jederzeit offen, auch von der Übersicht aus. Die Reiter beziehen sich auf die Tour, die du zuletzt geöffnet hast. Hast du nur eine offene Tour, auf diese. Der erreichte Stand wird an der Tour gespeichert, wechselst du das Gerät, stehst du wieder dort, wo du aufgehört hast.

1. Beladen: die Packliste

  • Oben steht die Artikelzusammenfassung über alle Bestellungen: was insgesamt aus dem Lager muss.
  • Darunter jede Bestellung einzeln, zum Abarbeiten.
  • Bei Wiegeware trägst du das tatsächliche Gewicht ein. Daneben stehen der kalkulierte und der tatsächliche Preis und die Differenz.
  • Eine Bestellung steht auf „Bereit“ oder „Gewicht fehlt“. Solange irgendwo ein Gewicht fehlt, geht es nicht weiter.

2. Etiketten

  • Ein Etikett je Bestellung im Format 90 × 42 mm, mit Bestellnummer, Liefertag, Name und Adresse.
  • Der Schalter „Nr. anzeigen“ druckt die Position in der Tour mit. Das hilft, sobald die Kisten in Reihenfolge in den Wagen sollen.

3. Auslieferung

  • Mit „Tour starten“ geht es los. Die Seite zeigt die Lieferreihenfolge, einen Fortschrittsbalken und den Stand „X von Y ausgeliefert“.
  • Der Knopf „Navigation“ öffnet die ganze Route in der berechneten Reihenfolge in einer Karten-App.
  • Jeden Stopp schliesst du mit „Als ausgeliefert markieren“ ab (10.5).

4. Tour beenden

  • „Tour abschließen“ wird aktiv, wenn jede Bestellung ausgeliefert oder als Problem erfasst ist. Nichts bleibt unbeantwortet stehen.
  • Beim Abschluss zieht Farmerino noch offene Zahlungen ein. Danach steht die Tour unter Abgeschlossen, mit dem Zeitpunkt.

Der Zustand einer Tour heisst Geplant, Unbeladen, Beladen, Unterwegs und am Ende Beendet.

10.4 Die Reihenfolge der Route

Die Route beginnt an deinem Hof und führt über alle Kundenadressen. Berechnet wird die kürzeste Fahrstrecke über alle Stopps zusammen. Wer stattdessen von Stopp zu Stopp den nächsten Nachbarn anfährt, sammelt die weiten Wege am Ende der Tour ein.

Die Reihenfolge steht danach fest und lässt sich nicht von Hand umsortieren. Sie ist die Grundlage für Etikettennummern, Lieferliste und Navigationslink. Willst du die Route anders, berechnest du neu oder teilst sie mit „Strecke splitten“.

Der Navigationslink

Zu jeder berechneten Tour gehört ein Link, der alle Stopps in Reihenfolge an eine Karten-App übergibt. An der Tourkarte steht „Navigation: Verfügbar“ oder „Nicht verfügbar“, Letzteres, wenn sich eine Adresse nicht auf eine Koordinate auflösen liess. „Anzeigen“ öffnet ihn in einem neuen Tab, der Tourenplaner bleibt dabei stehen. „Teilen“ schickt ihn per E-Mail an jemanden, der für dich fährt. Die Aushilfe braucht dann keinen Zugang zu deinem Konto.

10.5 Übergabe an der Haustür

Unter Lieferreihenfolge steht jeder Stopp mit Nummer, Name, Bestellnummer, Adresse, antippbarer Telefonnummer und dem Abstellplatz, den der Kunde mit seiner Abstellgenehmigung benannt hat. Darunter die Positionen mit Menge und Pfand.

Drei Dinge erledigst du, bevor du „Als ausgeliefert markieren“ drückst:

  • Bar kassieren. Bei Barzahlung steht über dem Stopp „Bar kassieren“ mit dem Betrag. Mit dem Ausliefern gilt die Bestellung als bezahlt.
  • Pfandrückgabe erfassen. Nimmst du Leergut mit, zählst du es je Pfandart hoch. Die Gutschrift wird sofort ausgewiesen, vom Rechnungsbetrag abgezogen und deinem Pfandbestand gutgeschrieben.
  • Endbetrag. Mit dem Haken rechnet Farmerino den Endbetrag aus den tatsächlichen Gewichten abzüglich der Pfandgutschrift und bucht ihn ab. Ist mehr abgebucht als fällig, erstattet Farmerino die Differenz und sagt es dir. Das gilt auch für eine Vorbestellung, die schon beim Tourstart eingezogen wurde. Das Pfand für mitgenommenes Leergut kommt dann bei einem Kundenkonto in sein Pfandguthaben bei dir und wird mit seiner nächsten Bestellung verrechnet, ein Gast bekommt es erstattet. Der Kunde bekommt seine Liefer- und Rechnungsmail.

Eine Unterschrift oder ein Foto nimmt Farmerino nicht auf. Der Nachweis ist der gesetzte Haken mit seinem Zeitpunkt. Stellst du am benannten Platz ab, ist die Lieferung damit bewirkt, und ab dort trägt der Kunde das Risiko (Kapitel 14). Stellst du woanders ab, gilt das nicht.

Der Lieferschein gehört zur einzelnen Bestellung, nicht zur Tour (Kapitel 7). Bei Wiegeware trägt er den Hinweis, dass der Endbetrag vom Gewicht abhängt. Leg ihn der Lieferung bei, dann kann der Kunde die Abrechnung nachvollziehen.

10.6 Probleme bei der Auslieferung melden

Jede Lieferung läuft mit einer Abstellgenehmigung. Ist niemand da, stellst du die Ware am Platz ab, den der Kunde benannt hat, und hakst sie als ausgeliefert ab. Als Problem meldest du am Stopp über „Problem melden“ deshalb nur, was bei dir liegt: Ware beschädigt oder Sonstiges mit Beschreibung. Ist die Bestellung schon bezahlt, bekommt sie den nächsten Liefertag ihres Gebiets. Der Kunde erhält eine Mail mit dem neuen Termin und kann stattdessen stornieren, dann bekommt er sein Geld zurück. Ist noch nichts eingezogen, wird die Bestellung als gescheitert vermerkt und die Reservierung aufgehoben.

Ein Problem mit der ganzen Tour, ein ausgefallener Wagen oder Krankheit, meldest du an der Tourkarte: Art des Problems, betroffene Bestellungen und die Entscheidung, ob sie verschoben oder erstattet werden. Beim Verschieben gibst du den neuen Liefertag an, die Kunden werden benachrichtigt.

10.7 Wenn ein Fahrdienst dein Gebiet übernimmt

Du musst nicht selbst fahren. Fahrdienste veröffentlichen Liefergebiete, und du hängst deine Bestellungen an eine Tour, die ohnehin stattfindet. Für dieses Kapitel ändert das zwei Dinge:

  • Für das übernommene Gebiet entsteht keine eigene Tour, es taucht im Tourenplaner nicht auf. An ihre Stelle tritt die Übergabeliste „Bereitstellen“ unter Meine Fahrer. Packen und Etikettieren bleiben deine Arbeit, gefahren wird für dich.
  • Der Tourstart kommt vom Fahrdienst. Deine Vorbereitungszeit bleibt deine, dein Bestellschluss ist seine Abfahrt minus deine Vorbereitungszeit. Die Stoppnummer für das Etikett steht in der Übergabeliste, sobald die Route steht (11.4).

Beides nebeneinander ist möglich: Was du selbst fährst, planst du weiter hier. Alles zum Fahrdienst steht in Kapitel 11.

11 Einen Fahrdienst beauftragen

Du musst nicht selbst fahren. Ein Fahrdienst holt bei mehreren Höfen ab und liefert in einer Route aus. So bindest du ihn an, und so läuft der Liefertag danach.

11.1 Einen Fahrdienst finden und anfragen

Ein Fahrdienst veröffentlicht Gebiete, die er ohnehin fährt. Du hängst deine Bestellungen an eine dieser Touren. Gebündelt mit den Bestellungen der Nachbarhöfe wird aus vielen kurzen Wegen eine Fahrt, und deine Zeit bleibt auf dem Hof.

Das Verzeichnis steht im Dashboard unter den Schnellaktionen als „Fahrer finden“. Die Gebiete im Umkreis von 100 Kilometern stehen zusätzlich dort, wo die Frage aufkommt: in den Einstellungen im Reiter Touren, auf der Seite Touren, solange die Lieferung nicht eingerichtet ist, und im Einrichtungs-Assistenten beim Schritt Liefergebiete.

Gelistet wird je Gebiet, sortiert nach der Entfernung zu deinem Hof. Worauf du beim Vergleichen achtest:

  • Die Karte mit dem Zuschnitt. Ein Gebietsname wie „Bremen Nord“ sagt nichts darüber, ob deine Kunden darin liegen.
  • Die Liefertage des Fahrdienstes, daraus werden deine.
  • Die Preise je Paket, die deine Kunden im Shop zahlen.
  • Die Merkmale am Gebiet: ob der Fahrdienst kühlt, wie viele Stopps er am Tag schafft und wann er startet.
  • Die Zuverlässigkeitsquote, sofern der Fahrdienst genug Touren hinter sich hat, und der Hinweis „Ausfall zuletzt“, falls es kürzlich einen gab (11.8).

Anfragen

Der Knopf Anfragen öffnet einen Kasten, in dem du wählst, ob du einen Dauerauftrag oder eine einzelne Fahrt brauchst, ob der Fahrdienst sein Gebiet übernimmt oder deine eigene Tour fährt, und eine Nachricht dazuschreibst. Der Kasten nennt vorab die Paketpreise, die deine Kunden zahlen.

Anfrage senden schickt sie ab, der Fahrdienst entscheidet. Den Stand siehst du unter Meine Fahrer im Dashboard: „wartet auf Antwort“, „läuft“, „abgelehnt“ oder „beendet“. Im Verzeichnis trägt das Gebiet „angefragt“ oder „verknüpft“. Führst du selbst einen Fahrdienst, verknüpfst du dein eigenes Gebiet ohne Anfrage und ohne Vertrag mit dir selbst.

11.2 Der Auftragsverarbeitungsvertrag

Der Fahrdienst braucht Namen, Anschriften und Lieferhinweise deiner Kunden. Damit verarbeitet er personenbezogene Daten in deinem Auftrag, und dafür verlangt Art. 28 DSGVO einen Vertrag zwischen euch beiden.

Er steht an jeder Abmachung unter Meine Fahrer und wird im Konto geschlossen: Text lesen öffnet den Vertrag, Vertrag bestätigen schliesst ihn ab. Textform genügt dafür, eine Unterschrift verlangt das Gesetz hier nicht. Festgehalten werden Zeitpunkt und Fassung. Was der Vertrag regelt, erklärt die Seite „AVV Fahrer“ auf farmerino.de.

Sobald beide bestätigt haben, heisst der Verweis Vertrag ansehen, und der Vertrag lässt sich speichern oder drucken. Beide Betriebe stehen namentlich darin, mit Zeitpunkt und gekürzter Adresse, von der aus bestätigt wurde. Farmerino ist an diesem Vertrag nicht beteiligt und stellt Text und Nachweis bereit.

Solange der Vertrag nicht von beiden bestätigt ist, nimmt dein Shop für dieses Liefergebiet keine Bestellungen an. Ohne den Vertrag dürfte der Fahrer die Kundenadressen nicht bekommen. Bestellt in einem verknüpften Gebiet auffällig niemand, sieh zuerst hier nach.

Bestätigen kannst du bereits vor der Zusage des Fahrdienstes. Wer zuerst bestätigt, legt die Fassung fest, und die zweite Seite bestätigt dieselbe.

Verkaufst du Bio-Ware, kommt an derselben Stelle die Transportvereinbarung Bio-Ware dazu. Ohne sie nimmt dein Shop für das Fahrergebiet keine Bestellung mit Bio-Ware an (Kapitel 15).

11.3 Liefergebiet und Liefertage: wem was gehört

Mit der Zusage entsteht in deinem Shop ein Liefergebiet mit dem Zusatz „(Fahrer)“, und die Lieferung wird eingeschaltet.

Was der Fahrdienst festlegt

  • Zuschnitt und Liefertage. Ändert er sein Gebiet, zieht deins nach.
  • Die Preise je Paket. Je Paketgrösse von 5 bis 30 kg ein Preis, eine Bestellung wird darauf verteilt (Kapitel 9). Genau das steht deinen Kunden im Shop, überschreiben kannst du es nicht. Wer fährt, bestimmt, was die Fahrt kostet.
  • Die Abfahrtszeit. Sie tritt an die Stelle deines eigenen Tourstarts.
  • Das Fahrzeug. Er ordnet dem Gebiet ein Fahrzeug mit Zuladung und Ladefläche zu. Daraus rechnet Farmerino, was ein Liefertag fasst (11.8).
  • Was er fährt. Je Warenart sagt er, ob er sie nicht, zusätzlich oder nur fährt: Kühlware in seinen Kühlstufen, Alkohol mit Übergabe und Altersprüfung, Sperrgut bis zu seinen grössten Massen, Paletten bis zu seinem höchsten Gewicht, Weihnachtsbäume bis zu seiner Stückzahl je Tag. Dazu kann er je Warenart einen Aufschlag nehmen, je Bestellung oder je Stück. Leergut nimmt er auf jeder Fahrt mit, ohne Aufschlag (11.5). Der Aufschlag steht deinem Kunden im Warenkorb mit seinem Grund und ist Teil der Liefergebühr. Was der Fahrdienst nicht fährt, nimmt dein Shop für sein Gebiet nicht an: Der Kunde bekommt dann nur Liefertage, an denen alles gemeinsam fährt, sonst den Vorschlag, in zwei Lieferungen zu teilen. Hätte ein anderer Fahrdienst in der Nähe alles gefahren, bekommst du eine Benachrichtigung.

Was du festlegst

  • An welchen seiner Liefertage dein Shop mitliefert. Du wählst sie bei diesem Gebiet in den Einstellungen im Reiter Touren. Ein Tag muss bleiben, wer alle herausnimmt, will die Abmachung beenden.
  • Deine Vorbereitungszeit für dieses Gebiet. Die einzige Zeitangabe, die an einem übernommenen Gebiet dir gehört.
  • Ob du die längste Vorbereitungszeit des Gebiets übernimmst. Dann schließt dein Shop zusammen mit dem Hof, der am längsten packt, und die Stoppnummer steht beim Packen fest (11.4). Die Einstellung zeigt dir, wie viele Höfe im Gebiet sind und wie viele davon übernehmen.
  • Die Lieferbox je Paketgrösse. In der Anfrage wählst du, in welcher deiner Pfandkisten jedes Paket fährt. Der Kunde zahlt das Pfand der Box mit der Bestellung (Kapitel 9).

Nimmt der Fahrdienst einen Liefertag auf, steht am Gebiet der Hinweis „Neuer Liefertag“ mit zwei Knöpfen: Tag übernehmen oder Tag auslassen. Bis du entschieden hast, fährt er dort, dein Shop liefert an diesem Tag aber noch nicht mit. Ein zusätzlicher Fahrtag bringt zusätzliche Arbeit am Packtisch, die bekommst du nicht stillschweigend auferlegt. Nimmt er einen Tag wieder heraus, verschwindet er überall.

Das übernommene Gebiet taucht in deinem Tourenplaner nicht auf. Was du selbst fährst, planst du unverändert dort.

11.4 Der Liefertag: Zusage, Bestellschluss, Bereitstellen

Dein Bestellschluss ist die Abfahrtszeit des Fahrdienstes minus deine Vorbereitungszeit. Jeder Hof auf der Tour hat seinen eigenen: Wer 48 Stunden braucht, schliesst zwei Tage vorher, wer zwölf braucht, am Vorabend. Die Abfahrt bleibt dieselbe. Die Tour entsteht, sobald der letzte Hof geschlossen hat.

3 Stunden vor der Abfahrt muss der Fahrdienst seine Tour zugesagt haben, 3 Stunden davor erinnert Farmerino ihn. Sagt er ab oder lässt die Frist verstreichen, erfährst du es vor der Abfahrt und kannst selbst fahren, verschieben oder absagen. Die Ware ist zu diesem Zeitpunkt gepackt, die Zusage schützt die Fahrt.

Wenn an einem Tag wenig zusammenkommt

Steuerst du an einem Liefertag weniger als 5 Bestellungen bei, entscheidet der Fahrdienst bei der Zusage, ob er dich trotzdem anfährt. Sagt er zu, läuft der Tag normal. Antwortet er nicht, rückt allein dein Abholstopp auf den nächsten Liefertag. Die übrigen Höfe der Tour werden gefahren. Für die Zuverlässigkeit beider Seiten hat das keine Folgen.

Deine Übergabeliste heisst „Bereitstellen“

Für ein übernommenes Gebiet entsteht keine Hof-Tour. An ihre Stelle tritt der Abschnitt „Bereitstellen“ oben unter Meine Fahrer: die nächsten sieben Tage, je Termin die Abfahrtszeit, der Name des Fahrdienstes und je Bestellung ihre Nummer, die Stoppnummer der Route und die Kisten laut Ladeplan.

Du packst und etikettierst wie sonst und stellst die Kisten bereit. Hakt der Fahrer die Abholung ab, springt die Zeile auf „übernommen“ und nennt Uhrzeit und Kistenzahl. Bis dahin steht dort „offen“. Hakt der Fahrer eine Lieferung ab, gilt deine Bestellung als zugestellt, und Farmerino zieht den Betrag ein.

Die Stoppnummer auf dem Etikett

Neben die Bestellnummer gehört die Stoppnummer, der Fahrer liest sie am Abholstopp gegen seinen Ladeplan. Sie steht fest, sobald die Route steht, und die Route entsteht, wenn der letzte Hof des Gebiets geschlossen hat, also beim Hof mit der kürzesten Vorbereitungszeit. Packst du früher, trägst du die Nummer nach, sobald der Liefertag unter „Bereitstellen“ erscheint.

Willst du die Nummer beim Packen haben, übernimm bei diesem Gebiet in den Einstellungen die längste Vorbereitungszeit des Gebiets (11.3). Dein Shop schließt dann zusammen mit dem Hof, der am längsten packt. Das wirkt, sobald kein Hof des Gebiets kürzer schließt als du, die Einstellung sagt dir, wie viele Höfe übernehmen und wie viele nicht.

Zustellung ohne Übergabe

Der Fahrer stellt ab, nimmt Leergut mit und fährt weiter. Wohin er stellt, sagt ihm der Abstellplatz, den dein Kunde mit seiner Abstellgenehmigung benannt hat. Er steht am Lieferstopp, zusammen mit Adresse, Name und Bestellnummer. Artikelnamen, Preise und Telefonnummer sieht der Fahrer nicht.

Mit dem Abstellen am benannten Platz ist die Lieferung bewirkt, ab dort trägt der Kunde das Risiko. Ohne gültige Genehmigung nimmt dein Shop keine Lieferung an, dafür sorgt der Warenkorb. Was die Genehmigung regelt und wo ihre Grenzen liegen, steht in Kapitel 14.

11.5 Leergut an der Haustür

Dein Kunde kündigt im Warenkorb an, welches Leergut er zurückgibt, je Pfandart mit Stückzahl. Die Ankündigung ändert weder seine Bestellsumme noch deinen Mindestbestellwert. Sie sagt dem Ladeplan, wie viel Platz das Leergut braucht, und dem Fahrer, was er an der Tür erwartet.

Der Fahrer trägt beim Abhaken des Lieferstopps ein, was er tatsächlich mitnimmt, im selben Handgriff wie die Zustellung. Erfassen kann er ausschliesslich deine Pfandarten. Löst er den Haken wieder, nimmt das die Erfassung zurück, solange er das Leergut noch nicht abgegeben hat.

Die Gutschrift kommt nach deiner Bestätigung

Der Fahrer gibt das Leergut bei dir ab, beim nächsten Abholstopp oder am Ende der Tour, je nachdem, was er für dich eingestellt hat. Danach steht unter Meine Fahrer der Abschnitt „Leergut bestätigen“: je Pfandart, was der Fahrer eingetragen hat, und ein Feld für das, was angekommen ist. Mit deiner Bestätigung bekommt der Kunde seine Pfandgutschrift in die Bestellung, an derselben Stelle wie bei einer Lieferung durch dich, und dein Pfandbestand wird um das Angekommene ergänzt. Ist die Bestellung schon abgebucht, kommt die Gutschrift bei einem Kundenkonto in sein Pfandguthaben bei dir und wird mit seiner nächsten Bestellung bei dir verrechnet. Ein Gast bekommt sie erstattet.

Du hast 7 Tage Zeit und wirst zweimal erinnert. Antwortest du nicht, gilt der Eintrag des Fahrers. Bestätigst du weniger, als er eingetragen hat, bekommt der Kunde trotzdem die Gutschrift für das, was er abgegeben hat, und der Pfandwert der Differenz wird dem Fahrbetrieb belastet.

Wenn das Leergut nicht zurückkommt

Bringt der Fahrer das Leergut nicht innerhalb von 14 Tagen zu dir, gehen die Behälter in das Eigentum des Fahrbetriebs über. Er zahlt dir dafür den Pfandwert, Farmerino verrechnet ihn mit seinem Fahrtentgelt und überweist ihn dir. Reicht das Entgelt nicht, halten alle Auszahlungen an den Fahrbetrieb an, bis der Betrag gedeckt ist. Bleibt danach etwas offen, kümmert sich der Support. Unter Meine Fahrer steht der Abschnitt „Ausgleich für Leergut“ mit dem Stand jeder Forderung. Die Regel steht in den AGB, Abschnitt 22.5c, die Gutschrift für deinen Kunden in Abschnitt 15.3.

Taucht so ein Behälter später doch bei dir auf, nimmst du ihn wie von jedem anderen Rückgeber an und zahlst den Pfand aus. Der Fahrbetrieb hat ihn bezahlt, der Pfand steht ihm zu. Das läuft unmittelbar zwischen euch beiden und nicht über Farmerino.

Wenn der Fahrbetrieb widerspricht

Gegen jede Forderung kann der Fahrbetrieb innerhalb von 7 Tagen etwas sagen, gegen die Mindermenge wie gegen das nicht zurückgebrachte Leergut. Deshalb wird auch erst nach dieser Frist verrechnet. Ein Widerspruch hält die Verrechnung an, und seine Begründung steht bei dir unter „Ausgleich für Leergut“.

Von dort aus hast du eine Möglichkeit: die Forderung zurückziehen. Sie gegen den Widerspruch zu bestätigen ist Sache des Supports, sonst entschiede jede Seite ihren eigenen Streit. Klärt ihr euch nicht, übernimmt der Support nach 14 Tagen. Die Regel steht in den AGB, Abschnitt 22.5c.

Der Abschnitt „Leergut bei deinen Fahrern“ zeigt, was eingesammelt und noch nicht bei dir abgegeben ist, je Pfandart, mit dem Datum des ältesten Stücks. Beide Seiten lesen dieselbe Bilanz.

11.6 Das Zeitfenster für deinen Kunden

Sobald die Route steht, geht an jeden Kunden eine Mail mit seinem Zeitfenster, die Zeit im Betreff. Dasselbe Fenster steht in seiner Bestellung, dazu der Fortschritt („noch drei Lieferungen vor deiner“) und der Name des Fahrdienstes.

Gerechnet wird aus der Route, ab der Abfahrtszeit: die Fahrzeit von Halt zu Halt aus der Entfernung, dazu 3 Minuten je Lieferung für Abstellen, Klingeln und Leergut. Die Abholungen bei den Höfen zählen mit 10 Minuten, sie liegen vor allen Lieferungen. Das Fenster ist 2 Stunden breit.

Es gibt kein GPS und keine Live-Position, Grundlage sind Route und abgehakte Stopps. Ohne hinterlegte Abfahrtszeit gibt es kein Fenster, und für einen entfallenen Stopp oder eine abgesagte Tour bekommt der Kunde keine Zeitangabe. Ruft ein Kunde bei dir an, findest du dieselbe Auskunft in seiner Bestellung.

11.7 Kosten und Abrechnung

Zwei Beträge gehören zur gebündelten Lieferung. Überweisen musst du für keinen davon etwas von Hand, alles wird beim Zahlungseinzug deiner Bestellungen einbehalten.

Die Liefergebühr zahlt dein Kunde

Sie steht als Preisliste am Gebiet des Fahrdienstes und wird deinen Kunden im Shop so berechnet: je Paketgrösse ein Preis, die Bestellung wird auf die angebotenen Grössen verteilt. Aus ihr entsteht das Fahrtentgelt.

Das Fahrtentgelt und dein Widerspruch

Je gefahrener Bestellung entsteht ein Anspruch des Fahrdienstes, sobald er den Lieferstopp abhakt. Der Betrag wird zu diesem Zeitpunkt festgeschrieben. Farmerino nimmt ihn beim Zahlungseinzug aus der Bestellung und überweist ihn dem Fahrdienst. Zu dieser Summe kommt für dich nichts hinzu.

Im Abschnitt „Fahrtentgelte“ unter Meine Fahrer steht jede Fahrt mit Betrag, Bestellnummer, Fahrtag und dem Termin, ab dem ausgezahlt wird. Stimmt etwas nicht, trägst du beim Knopf Widersprechen ein, was nicht stimmt.

  • Widersprechen kannst du 14 Tage lang. Danach ist die Auszahlung unterwegs.
  • Ein Widerspruch hält den Betrag an, die Zeile trägt „angehalten“. Er endet durch Klärung, nie durch Zeitablauf.
  • Du kannst ihn über Widerspruch zurücknehmen auflösen, der Fahrdienst kann ihn anerkennen. Jede Seite entscheidet nur gegen sich selbst.
  • Bleibt er nach weiteren 14 Tagen ungeklärt, entscheidet der Support.

Je Abmachung gibt es den Block „Abrechnung“: Wähle einen Monat und lies, wie viele Fahrten zusammenkamen, was deine Kunden an Liefergebühren gezahlt haben und was davon an den Fahrdienst geht.

Was Farmerino einbehält

An den Konditionen deines Hofladens ändert die Zusammenarbeit nichts: Es bleibt bei 3,9 % auf abgeschlossene Bestellungen zzgl. USt., gedeckelt auf 149 € im Monat.

Vom Fahrtentgelt behält Farmerino einen Plattformanteil von 3,9 % des Fahrtentgelts ein, dazu die gesetzliche Umsatzsteuer darauf. Er deckt Zahlungsabwicklung, Auszahlung und die Nutzung der Plattform ab und wird vom Fahrdienst getragen. Deine Rechnung berührt er nicht.

11.8 Zuverlässigkeit und Kapazitätsgrenze

Die Zuverlässigkeitsquote

An jedem Gebiet steht als „… % gefahren“, welchen Anteil seiner zugesagten Touren der Fahrdienst gefahren ist, dazu die Zahl der Touren, aus denen sich das ergibt. Gezählt wird, was messbar geschehen ist. Es gibt keine Sterne und keine Bewertungstexte.

Gezeigt wird die Quote ab 5 abgeschlossenen Touren. Darunter steht dort nichts, auch nicht „100 %“. Eine Quote aus zwei Touren sagt über einen Betrieb nichts aus, und ein einzelner Krankheitstag stünde darin sofort als Hälfte.

Einen Ausfall nennt das Verzeichnis davon unabhängig: „Ausfall zuletzt“ steht 28 Tage lang am Gebiet, auch bei einem jungen Betrieb.

Die Kapazitätsgrenze

Jeder Fahrdienst hinterlegt, wie viele Stopps er an einem Tag schafft. Die Grenze gehört ihm und wird über alle angebundenen Höfe zusammen gezählt. Dazu kommt die Ladung: Farmerino rechnet für jeden Liefertag das tatsächliche Gewicht der Bestellungen samt dem Eigengewicht ihrer Lieferboxen gegen die Zuladung des Fahrzeugs, und den Stapel der Boxen gegen seine Ladefläche, so wie beim Paketversand. Ist eine der Grenzen erreicht, bietet dein Shop diesen Liefertag nicht mehr an, mit der Meldung „Laderaum voll“ oder „Zuladung erreicht“. Hat der Fahrdienst dem Gebiet kein Fahrzeug zugeordnet, zählt allein die Stopp-Obergrenze. Sperrgut und Paletten liegen dabei mit ihren eigenen Massen im Wagen, auf sie wird nichts gestapelt. Teilt der Fahrdienst seinen Laderaum in Kammern, zählt Kühlware nur gegen die Kammer, die ihre Kühlstufe hält.

Wie es um einen Termin steht, sagt dir der Block „Auslastung prüfen“ unter Meine Fahrer: Liefertag eintragen, Nachsehen, und du liest, wie viele Stopps vergeben sind, wie viele frei bleiben und wie voll der Wagen ist.

Steht ein Termin auffällig oft nicht zur Wahl, brauchst du ein zweites Gebiet oder einen zweiten Fahrdienst.

11.9 Wenn du selbst für andere Höfe fährst

Dein Konto kann beides führen. Fährst du auch für andere Höfe, kommen die Flächen des Dienstleister-Bereichs dazu: Gebiete, Fuhrpark, Fahranfragen, Meine Touren und Fahrtentgelte. Der Plattformanteil auf das Fahrtentgelt ist der einzige Kostenpunkt eines Fahrdienstes, es gibt weder Grundgebühr noch Monatsbeitrag.

Alles Weitere, Profil, Gebiet, Fuhrpark, Anfragen, Zusagen, Liefertag und Auszahlung, steht im Dienstleister-Handbuch, das du über die Fusszeile erreichst.

12 Paketversand mit DPD

Deutschlandweit verschicken, vom Versandmass am Artikel bis zur Sendungsverfolgung.

12.1 Versand einschalten

Der Paketversand läuft über die Anbindung von Farmerino an DPD. Du brauchst kein eigenes DPD-Konto, Tarife, Etiketten und Sendungsverfolgung kommen über die Plattform.

Eingeschaltet wird er im Einrichtungs-Assistenten oder in den Einstellungen im Reiter Versand & Abholung. Denselben Bereich findest du oben auf deiner Versandseite:

  • Versand möglich. Der Schalter, der den Vertriebsweg freigibt.
  • Mindestbestellwert. Der Warenwert, ab dem du ein Paket packst, mindestens 1 €.
  • Versandtage. Die Wochentage, an denen Sendungen bei dir das Haus verlassen.

Ist der Versand eingeschaltet, rechnet Farmerino die Versandkosten selbst aus Gewicht, Abmessungen, Zielort und Versandart. Der Kunde sieht das Ergebnis im Warenkorb als „Versandkosten“. Der gewählte Versandtermin muss auf einen deiner Versandtage fallen, Farmerino prüft das vor dem Einzug.

12.2 Packungseinheiten fürs Paket

Versandbar ist bei Farmerino die Packungseinheit, „500-g-Glas“, „1-kg-Beutel“. Sie bestellt der Kunde, und sie geht als Paket auf die Reise. Deshalb hängen alle Versandangaben an ihr (Kapitel 4):

  • Versandbar. Erst damit erscheint die Packungseinheit im Versand. Der Schalter wird eingeblendet, sobald du den Versand für deinen Shop freigegeben hast.
  • Gewicht je Einheit in Gramm. Die Grundlage der Tarifberechnung.
  • Versandmasse. Länge, Breite und Höhe in Zentimetern.
  • Nur Expressversand und Frischeversand. Die Versandart, die diese Einheit verlangt.

Pflege Gewicht und Masse, bevor du versandbar schaltest. Fehlen sie, rechnet Farmerino mit Vorlagewerten, und der Kunde bekommt einen Tarif für ein Paket, das es so nicht gibt.

12.3 Standard, Frischeversand, Expressversand

Drei Versandarten stehen zur Verfügung. Welche gilt, ergibt sich aus den Schaltern an den Packungseinheiten im Warenkorb:

Versandart Versandtage Laufzeit Verpackung
StandardDeine Versandtage1 bis 2 WerktageKarton
FrischeversandMontag bis DonnerstagHöchstens 2 WerktageIsolierbox mit zwei Kühlakkus, Ware in Folie
ExpressversandMontag bis Donnerstag1 WerktagStyroporbox mit zwei Trockeneis-Pads und Vakuumfolie, Kühlkette höchstens 48 Stunden

Die Wochentage schützen die Ware: Ein gekühltes Paket, das freitags losgeht, verbringt das Wochenende im Verteilzentrum. Die Aufschläge für Isolierung, Kühlmittel und Spezialverpackung rechnet Farmerino in die Versandkosten ein.

Express und Frische schliessen einander aus. DPD befördert ein Paket entweder gekühlt oder im Express, der eine Schalter setzt den anderen zurück. Zwei Packungseinheiten mit je einer Versandart bleiben zulässig, der Kunde wählt eine davon.

12.4 Tarife, Grenzen und Paketteilung

Hinter den drei Versandarten stehen die Produkte von DPD: Classic für den Standardversand nach Gewichtsstufe, Food für den Frischeversand, Express 12:00 und Express 18:00 für die Zustellung bis 12 oder 18 Uhr am nächsten Werktag. Das Produkt wählt der Kunde beim Bestellen aus den Tarifen, die für seinen Warenkorb in Frage kommen. Beim Etikett wird genau dieses gebucht.

Grenzen je Paket

  • 31,5 kg Gewicht
  • 175 cm längste Seite
  • 300 cm Gurtmass

Überschreitet ein Warenkorb das zulässige Gewicht oder wird der Stapel zu hoch, verteilt Farmerino ihn auf mehrere Pakete, so viele, wie die strengere der beiden Grenzen verlangt. Die Versandkosten fallen je Paket an. Gerechnet wird mit dem Gewicht deiner Ware zuzüglich 20 % für Verpackungsmaterial, denn Karton, Polster und Kühlakkus wiegen mit, und DPD wiegt das fertige Paket.

12.5 Die Versandseite: von der Packliste bis zur Übergabe

Im Reiter Versand in der Leiste stehen ausschliesslich die Bestellungen mit Paketversand. Vier Zahlen zeigen die Lage: Offen, Label erstellt, Unterwegs, Probleme. Über die Reiter filterst du feiner.

Die Seite führt dich in Schritten durch den Versandtag: Übersicht, Packliste und Versandetiketten in der Reihenfolge deiner Wahl, Übergabe mit allen frankierten Paketen, Tracking mit dem Stand jeder Sendung.

Etikett erstellen

Ein Etikett setzt voraus, dass du die Bestellung angenommen hast, annehmen kannst du sie direkt auf der Versandseite. Danach erstellst du das Etikett einzeln oder für den ganzen Stapel. Du bekommst das Versandetikett als PDF, die Sendungsnummer und den Verfolgungslink, den auch dein Kunde sieht. Klebe das Etikett auf und lege das Paket zur Übergabe bereit. Sobald DPD es gescannt hat, zieht der Stand von selbst nach.

12.6 Sendungsverfolgung und Retouren

Farmerino fragt den Stand alle 15 Minuten bei DPD ab und schreibt jedes neue Ereignis an die Sendung. Deine Bestellung zieht mit: Sobald das Paket unterwegs ist, steht sie auf „In Auslieferung“, mit der Zustellung auf „Zugestellt“. Dein Kunde bekommt eine E-Mail, sobald seine Sendung erfasst ist.

Der Reiter Probleme sammelt, was aus der Reihe fällt: Sendungen mit einer Ausnahmemeldung von DPD, stornierte Sendungen, Rückläufer und Bestellungen, die abgelehnt oder erstattet wurden. Sieh dort täglich nach, diese Fälle lösen sich nicht von selbst, und dein Kunde wartet.

Retouren

Zu einer Sendung kannst du ein vorfrankiertes Rücksendelabel erstellen. Der Kunde gibt das Paket im Paketshop ab und wird über die Kosten unterrichtet, sie werden ihm von der Erstattung abgezogen. Beim Widerruf trägt der Käufer die unmittelbaren Kosten der Rücksendung. Was du ihm an Hinsendekosten zurückgibst, steht in Abschnitt 9 der AGB.

12.7 Wo deine Versandartikel gefunden werden

Die Versandseite ist deine Arbeitsfläche. Daneben gibt es die öffentliche Seite „Regionale Versandartikel direkt vom Hof kaufen“, die Farmerino unter „Versandartikel“ führt. Dort steht, was Höfe deutschlandweit verschicken, und dorthin kommen Kunden, die weit weg von dir wohnen.

Damit ein Artikel dort erscheint, braucht es zweierlei: mindestens eine Packungseinheit ist versandbar, und dein Shop ist sichtbar. Für Kunden ausserhalb deiner Liefergebiete ist das dein einziger Weg zu ihnen. Vollständige Angaben, Gewicht, Masse, Bild und Beschreibung, entscheiden dort darüber, ob ein Fremder bestellt.

13 Hofladen-Kasse

Verkauf am Tresen: Artikel erfassen, bar kassieren, Beleg ausgeben, Tag abschliessen. Auf demselben Bestand wie dein Online-Hofladen.

13.1 Was die Kasse ist und was sie kostet

Die Kasse läuft im Browser jedes Geräts, auf dem sich farmerino.de öffnen lässt: Tablet, Telefon, Rechner am Tresen. Du erreichst sie über den Reiter Kasse in der Leiste, sobald das Paket gebucht ist. Sie greift auf denselben Bestand zu wie dein Shop, was du im Laden verkaufst, fehlt online, und umgekehrt.

Freigeschaltet wird sie über das Paket „Kassensystem + Barzahlung“ in den Einstellungen im Reiter Zusatzpakete (Kapitel 16).

Was du zahlst

  • 99 € im Monat zzgl. USt. Darin enthalten sind die erste Kasse und die gebührenfreie Bargeldannahme.
  • Keine Gebühr auf Bargeld. Das gilt über den Tresen hinaus, auch für Barzahlung bei der Abholung und, wenn du den Schalter im Paket-Bereich umlegst, bei der Lieferung auf Touren, die du selbst fährst.
  • Jede weitere Kasse 25 € im Monat zzgl. USt., berechnet ab der nächsten Abrechnung. Benutzen kannst du sie sofort.
  • Abgerechnet wird monatlich im Voraus über Stripe. Keine Mindestlaufzeit, Kündigung jederzeit zum Ende der laufenden Periode. Ein bereits gezahlter Monat wird nicht anteilig erstattet (AGB 20.5).

Gebucht heisst bezahlt. Das Paket entsteht, wenn die Zahlung durch ist. Danach führt der Paket-Bereich dich zum jeweils nächsten Schritt, erst zur Einrichtung, danach zur Kasse und zur Meldung ans Finanzamt.

Die Abbuchung hängt nicht am Zustand der Kasse. Abgebucht wird monatlich, bis du kündigst, unabhängig davon, ob deine Kasse gerade einsatzbereit ist. Die Sicherheitseinrichtung bei fiskaly läuft und kostet, solange das Paket besteht. Kann deine Kasse längere Zeit nicht kassieren, sehen wir das und arbeiten an der Einrichtung. Brauchst du die Kasse nicht mehr, kündige das Paket zum Ende der laufenden Periode. Voraussetzung für die Buchung ist ein Hofladen. Steht im Paket-Bereich „Zurzeit nicht buchbar“, lässt sich für deinen Betrieb gerade keine Sicherheitseinrichtung einrichten, und der Grund steht daneben.

13.2 Die technische Sicherheitseinrichtung (TSE)

Mit der Buchung richtet Farmerino über fiskaly eine eigene technische Sicherheitseinrichtung (TSE) für deinen Betrieb ein, wie § 146a AO und die KassenSichV sie verlangen. Sobald sie bereitsteht, signiert die Kasse jeden Verkauf.

Die Einrichtung läuft ohne dein Zutun: eigene Organisation beim TSE-Dienstleister, eigener Schlüssel, eigene Sicherheitseinrichtung, eigener Kassen-Client. Solange sie läuft, sagt der Paket-Bereich das an. Erst danach kannst du kassieren.

Ohne Signatur kein Verkauf

Vor jeder Buchung fragt die Kasse, ob sie signieren kann. Kann sie es nicht, bucht sie den Verkauf nicht, und die Meldung sagt genau das: Die TSE wird gerade eingerichtet, in bis zu einer Minute erneut versuchen. Oder: Es ist keine TSE angebunden, wende dich an den Support. Einen Schalter, der einen unsignierten Verkauf durchlässt, gibt es nicht. Ein Kassenvorgang ohne Sicherheitseinrichtung wäre formell unvollständig, und nachträglich signieren liesse er sich von niemandem.

Ein Ausfall im laufenden Betrieb ist etwas anderes

Steht die Einrichtung und fällt die Verbindung während des Verkaufens aus, hält die Kasse dich nicht auf. Das Bargeld ist vereinnahmt und muss in die Aufzeichnung. Der Verkauf wird gebucht und als Signatur ausstehend geführt: Zeitpunkt und Grund des Ausfalls werden festgehalten, der Beleg trägt den Vermerk „Ausfall der TSE, Interimsbeleg“, und die Signatur wird nachgeholt, sobald der Dienst wieder erreichbar ist. Auf Wunsch trägst du die E-Mail-Adresse deines Kunden ein, er bekommt den signierten Beleg nachgeliefert. Die Adresse dient allein diesem Zweck und wird nach der Zustellung gelöscht.

Was auf dem Beleg steht

Signaturwert, Signaturzähler, Transaktionsnummer, Seriennummer der Sicherheitseinrichtung sowie Beginn und Ende des Vorgangs, die Angaben nach § 6 KassenSichV. Der Beleg lässt sich drucken oder mit Zustimmung des Kunden elektronisch bereitstellen. Mitnehmen muss der Kunde ihn nicht, bereitstellen musst du ihn (§ 146a Abs. 2 AO).

Steuersätze an der Kasse

Zulässig sind 19 %, 7 %, die Durchschnittssätze nach § 24 UStG von 7,8 % und 5,5 % sowie 0 %. Trägt ein Artikel einen anderen Satz, lehnt die Kasse den Verkauf ab und nennt den Artikel. Pfand wird in der Signatur mit 19 % geführt.

13.3 Einrichtung: der Assistent

Nach der Buchung führt Kasse, Reiter Einrichtung durch alles, was einmal zu tun ist. Der Assistent prüft bei jedem Aufruf den tatsächlichen Stand deines Betriebs, du kannst jederzeit unterbrechen und später weitermachen. Oben steht, wie weit du bist und ob die Kasse kassierbereit ist.

Zwei Schritte tragen die Markierung nötig, ohne sie lehnt die Kasse jeden Verkauf ab: die technische Sicherheitseinrichtung, die von selbst läuft, und Kassen benennen, der Name, unter dem dein Team die Verkaufsstelle kennt.

Alles Weitere ist Komfort und hält dich nicht auf: die Kasse beim Finanzamt melden, den Barcode-Scanner mit einem echten Testscan prüfen, die Waage auswählen (keine, Etikettenwaage, Tresenwaage oder beide), Waagenetiketten einrichten, die Tresenwaage verbinden, die Eichung bestätigen, Artikel-Codes hinterlegen und ein Probeverkauf durch den ganzen Ablauf. Schritte, die für deinen Betrieb nicht gelten, entfallen.

Die Eichung deiner Waage bleibt bei dir. Eine Waage, die den Preis bestimmt, muss geeicht und bei der Eichbehörde angemeldet sein. Das kann Farmerino nicht übernehmen, die Eichfrist behältst du selbst im Blick.

13.4 Kassen und Geräte am Tresen

Unter Kasse, Reiter Kassen legst du fest, an welchen Tresen kassiert wird und welche Geräte daran hängen.

Wann du eine zweite Kasse brauchst

Wenn an zwei Stellen gleichzeitig kassiert wird, Hofladen und Hofcafé, oder der Marktstand am Samstag. Ein Tablet, das du abwechselnd hier und dort benutzt, ist keine zweite Kasse. Die meisten Höfe brauchen genau eine, möglich sind bis zu 20.

Jede Kasse ist steuerlich ein eigenes Aufzeichnungssystem: eigener Kassen-Client an der Sicherheitseinrichtung, eigene lückenlose Belegnummernreihe, eigener Tagesabschluss, eigener Kassenabschluss im Steuerformat und ein eigener Eintrag in der Meldung ans Finanzamt. Nummer, Kürzel und Seriennummer vergibt Farmerino, sie bleiben unveränderlich.

Sperren oder stilllegen

  • Vorübergehend sperren heisst Pause: Die Kasse kassiert nicht, bleibt aber bestehen, etwa für den Tresen, der über den Winter zu ist. Sie bleibt in Abrechnung und Meldung.
  • Stilllegen ist endgültig und nur für zusätzliche Kassen möglich. Die Kasse wird beim Finanzamt abgemeldet, erst damit entfällt der Aufpreis. Die Hauptkasse legst du nicht still, dafür kündigst du das Paket.

Die Geräte-Bridge

Waage und Kassenlade erreichen die Kasse über ein kleines Programm auf dem Tresenrechner. Bondrucker und Barcode-Scanner brauchen es nicht, eine serielle Waage in Chrome oder Edge auch nicht. Nötig ist es für die Waage in Firefox und Safari, auf dem iPad, für jede USB-Waage und für die Kassenlade per Knopfdruck.

Der Ablauf: Programm herunterladen, auf dieser Seite einen Kopplungscode erzeugen, ihn am Tresenrechner im Assistenten der Bridge eintragen. Der Code wird einmal angezeigt und gilt kurz. Geht ein Gerät verloren, entziehst du ihm hier den Zugang. Steht an zwei Tresen je eine Waage, ordne jedes Gerät seiner Kasse zu, sonst kann ein Gewicht auf dem falschen Bon landen.

Das Waagenprofil hängt an der Kasse, nicht am Hof. Wähle das Profil, das zum Aufdruck deiner Waage passt, und teste es. Kommt kein Gewicht, nimm das nächste. Meldet die Kasse „Waage bereit“, sitzt es.

13.5 Verkaufen am Tresen

Die Kasse öffnest du über den Reiter Kasse oder die Schnellaktion im Dashboard. Stehen mehrere Kassen zur Wahl, fragt das Gerät beim ersten Mal, an welcher es steht. Die Wahl bleibt auf diesem Gerät gespeichert.

Bon füllen

  • Artikel antippen, über die Kategorien eingrenzen oder das Suchfeld benutzen. Auf jeder Kachel stehen Preis und Bestand, mit Ampelpunkt für knappe Ware.
  • Stückware zählst du mit Minus und Plus hoch.
  • Wiegeware trägt das Kürzel kg und bekommt je Antippen eine eigene Zeile, in die das Gewicht kommt: von Hand, von der Waage oder aus dem gescannten Etikett. Fehlt es, sagt die Zeile „Gewicht fehlt“.
  • Pfand kommt aus dem Artikel und steht an der Zeile, in der Summe und auf dem Beleg. Leergut nimmt die Kasse nicht zurück.

Kassieren

Die Kasse kassiert bar. Nimmst du am Tresen Karten an, läuft das über dein eigenes Terminal und ausserhalb dieser Kasse. Für den gegebenen Betrag hast du zwei Wege: die Stückelung, bei der du antippst, was der Kunde übergibt, und die deinen Wechselgeld-Bestand mitschreibt, oder das Zahlenfeld mit „Passend“ und den nächsten runden Beträgen. Das Rückgeld steht gross darüber, mit einem Vorschlag, wie du es herausgibst. Wie viel Wechselgeld in der Kasse liegt, trägst du unter Wechselgeld ein. Der Bestand liegt nur auf diesem Gerät.

Beleg

Nach „Verkauf abschließen“ steht der Beleg auf dem Bildschirm: Belegnummer, Positionen, Pfand, Summe, enthaltene Umsatzsteuer, Gegeben und Rückgeld, dazu die Angaben der Sicherheitseinrichtung. Unter Druck stellst du die Bonbreite ein (80 mm, 57 mm oder A4). Die Belegnummer ist je Kasse und Geschäftstag fortlaufend und lückenlos, etwa K-20260830-0007.

Reisst die Verbindung beim Abschliessen ab, ist offen, ob der Verkauf gebucht wurde. Sieh zuerst im Tagesabschluss nach, ob der Beleg dort steht. Erst wenn er fehlt, schliesst du erneut ab, sonst buchst du zweimal.

Scannen

Ein Scanner arbeitet als Tastatur und braucht keine Einrichtung. Erkannte Codes legen den Artikel auf den Bon, aus einem Waagenetikett kommen Gewicht oder Preis mit. Ist ein Code noch keinem Artikel zugeordnet, fragt die Kasse danach, und ab dem nächsten Scan trifft er sofort.

13.6 Waagenetiketten und Barcode-Regeln

Herstellercodes auf zugekaufter Ware brauchen keine Regel, die hinterlegst du am Artikel. Regeln braucht es für die Etiketten, die deine eigene Waage druckt: Sie tragen Gewicht oder Preis im Code, und dafür gibt es keinen verbindlichen Standard. Erfasst wird das Layout unter Kasse, Reiter Kassen, Waagenetiketten.

Wähle die Vorlage, die zu deiner Waage passt, und scanne ein echtes Etikett: Die Seite zeigt, welche Regel greift und was die Kasse daraus liest. Passt keine Vorlage, sag uns Bescheid, wir richten das Layout ein. Zulässig sind nur die Präfixe 20 bis 29, die für hausinterne Nummern reserviert sind, alles andere gehört Hersteller-Barcodes.

Steht auf dem Etikett ein von der Waage berechneter Preis, gilt dieser Preis. Die Kasse prüft ihn gegen deinen Kilopreis und meldet sich, wenn beides weit auseinanderliegt. Damit die Waage die Artikelnummern druckt, die die Kasse erwartet, übernimmst du die Liste einmal in deine Waagensoftware. Auf derselben Seite vergibst du fehlende Waagennummern und lädst die Artikelliste als CSV herunter. Gehen die Nummern auseinander, findet die Kasse den Artikel nicht.

13.7 Tagesabschluss und Storno

Kasse, Reiter Tagesabschluss ist der Kassensturz für einen Ladentag. Du wählst den Tag, bei mehreren Kassen zusätzlich eine einzelne oder „Alle Kassen“. Fünf Zahlen: Verkäufe, Tagesumsatz brutto einschliesslich Pfand, Bar-Soll als die Zahl, gegen die du abends auszählst, enthaltene Umsatzsteuer und Pfand. Darunter stehen die Belege des Tages, stornierte gekennzeichnet.

Stornieren

Einen Beleg stornierst du hier in zwei Schritten. Der ursprüngliche Beleg bleibt inhaltlich unverändert stehen und gilt als storniert, gelöscht wird nichts. Es entsteht eine eigene, signierte Gegenbuchung mit umgekehrten Vorzeichen, und der Warenbestand wird zurückgebucht. Beide Vorgänge stehen im Steuerexport und heben sich dort auf. Ein Storno lässt sich nicht zurücknehmen. Ist die Sicherheitseinrichtung gerade nicht erreichbar, wird die Gegenbuchung trotzdem angelegt und später nachsigniert.

13.8 Kasse beim Finanzamt melden (§ 146a Abs. 4 AO)

Jedes elektronische Kassensystem ist dem Finanzamt binnen eines Monats zu melden, ebenso die Ausserbetriebnahme. Die Meldung läuft über ELSTER, und du gibst sie unter Kassenmeldung ab. Sie ist eine Erklärung deines Betriebs. Jede weitere Kasse wird einzeln gemeldet.

  1. Steuernummer. ELSTER braucht die dreizehnstellige bundeseinheitliche Steuernummer, nicht die Landesform von deinen Rechnungen. Die Seite zeigt die Landesform an, rechnet sie aber nicht um, eine falsch abgeleitete Nummer wäre eine Falscherklärung. Rechne sie mit dem Werkzeug des Bundeszentralamts für Steuern um oder frag deine Steuerberatung.
  2. Meldung erzeugen. Farmerino trägt die technischen Angaben zu Kasse und Sicherheitseinrichtung zusammen.
  3. Vorschau prüfen. Lade die Vorschau als PDF und lies sie durch. Erst danach lässt sich absenden.
  4. Verbindlich absenden. Du bestätigst die Prüfung und sendest. Wir übermitteln in deinem Namen. Die Erklärung bleibt deine und ist nicht widerrufbar.

Nach der Übermittlung stehen Datum, freigebende Person und die Bestätigung zum Herunterladen bei der Meldung. Solange die Meldung aussteht und die Kasse eingerichtet ist, erinnert dich der Paket-Bereich daran.

13.9 Aufbewahrung, Export und Prüfung

Für jede Kasse entsteht je Geschäftstag ein Kassenabschluss im Format DSFinV-K, das die Finanzverwaltung für die Datenüberlassung vorschreibt. Er geht im Tageslauf hinaus, du musst ihn nicht anstossen.

Die von der Sicherheitseinrichtung signierten Daten werden monatlich exportiert und von Farmerino unveränderbar aufbewahrt, in einem eigenen, revisionssicheren Archiv auf Servern im Europäischen Wirtschaftsraum. Die Frist beträgt zehn Jahre (§ 147 AO, GoBD). Diese Exporte stehen dir für deine Vorlage- und Aufbewahrungspflichten zur Verfügung (AGB 20.4).

Wenn du das Paket beendest, beginnt eine Karenzzeit von in der Regel 21 Tagen, in der du ohne Verlust deiner Sicherheitseinrichtung zurückkommen kannst. Danach erstellt Farmerino einen abschliessenden Voll-Export ins Archiv und nimmt das Aufzeichnungssystem ausser Betrieb. Die Abmeldung beim Finanzamt wird vorbereitet und erst nach deiner Freigabe übermittelt. Die archivierten Kassendaten bleiben die vollen zehn Jahre abrufbar.

Was bei dir bleibt

Farmerino stellt die Technik. Die kassen-, aufzeichnungs- und steuerrechtlichen Pflichten deines Betriebs bleiben bei dir (AGB 20.3): die richtige und zeitgerechte Erfassung deiner Geschäftsvorfälle, die Meldung des Aufzeichnungssystems, eine Verfahrensdokumentation, die Mitwirkung bei einer Kassen-Nachschau (§ 146b AO) und bei einer Aussenprüfung, die umsatzsteuerliche Behandlung einschliesslich einer Durchschnittssatzbesteuerung nach § 24 UStG, die Eichung deiner Waage. Wie du die Aufzeichnung aufstellst, besprichst du am besten mit deiner Steuerberatung. Die Ratgeber „Hofladen-Kasse“ und „Kassennachschau im Hofladen“ auf farmerino.de ordnen die Themen ein.

14 Deine Kunden

Was ein Kunde in deinem Hofladen sieht, wie er bestellt, was er zahlt und welche Nachrichten er bekommt.

14.1 Dein Hofladen aus Kundensicht

Deine Shop-Seite beginnt mit Bannerbild, Profilbild und Betriebsnamen, darunter die Sterne aus den Bewertungen, deine Anschrift und Öffnungszeiten. Es folgen deine Texte, die Galerie und das Sortiment in der Reihenfolge, die du festgelegt hast (Kapitel 3 und 4).

Jede Produktkarte zeigt Bild, Name, die Varianten zur Auswahl, den Preis der gewählten Packungseinheit, den Grundpreis, das Pfand und Kennzeichen wie vegetarisch oder vegan. Bei knappem Bestand steht die Restmenge dabei, bei einem Termin „Ab 15.09.2026“. Die Lebensmittelkennzeichnung öffnet der Kunde an der Karte.

Bietest du Lieferung an, sieht der Kunde deine Liefergebiete mit dem Einstiegspreis „ab … €“. Ein Gebiet eines Fahrdienstes steht mit dem Zusatz „(Fahrer)“ dabei.

14.2 Der Bestellweg im Warenkorb
  1. Vertriebsweg. Abholung, Lieferung oder Paketversand, je nachdem, was du eingeschaltet hast.
  2. Termin. Bei Abholung ein Termin aus deinen Öffnungszeiten, bei Lieferung ein Liefertag deines Gebiets vor dem Bestellschluss, beim Versand ein Versandtag. Ware mit „Verfügbar ab“ schiebt den frühesten Termin nach hinten.
  3. Adresse. Bei Lieferung prüft Farmerino, in welchem deiner Gebiete sie liegt, und zeigt Liefergebühr, Paketaufteilung und Mindestbestellwert. Hast du dem Gebiet eine Lieferbox zugeordnet, steht auch ihr Pfand da, mit dem Zusatz „davon Lieferbox“. Fährt ein Fahrdienst das Gebiet und nimmt er für Kühlware, Alkohol, Sperrgut, Paletten oder Weihnachtsbäume einen Aufschlag, steht der unter der Liefergebühr mit seinem Grund. Enthält der Warenkorb Alkohol, liest der Kunde, dass die Lieferung persönlich übergeben wird. Fährt kein Fahrdienst alles gemeinsam, bekommt er nur die Liefertage, an denen es geht, sonst den Vorschlag, in zwei Lieferungen zu teilen. Liegt die Adresse in keinem Gebiet, gibt es keine Lieferung dorthin.
  4. Abstellgenehmigung. Bei einer Lieferung benennt der Kunde den Platz, an dem der Fahrer die Ware abstellen darf, liest den Zustimmungssatz und bestätigt ihn. Ohne Genehmigung gibt der Warenkorb die Lieferung nicht frei (14.8).
  5. Bezahlen. Kreditkarte, Link, Klarna, Amazon Pay, Revolut Pay, Apple Pay und Google Pay, je nach Betrag und Gerät. Mit dem Kassenpaket zusätzlich bar bei Abholung und auf deiner eigenen Tour. Bearbeitungsgebühr und Entgelt für die Zahlungsabwicklung stehen getrennt ausgewiesen (Kapitel 5).

Führst du einen Pfandartikel vom Typ Kühlakku und liegt Kühlware im Warenkorb, nennt der Warenkorb bei Abholung und Lieferung die Zahl der Akkus und ihr Pfand, etwa „davon Pfand für 3 Kühlakkus“. Die Zahl folgt deiner Regel und dem Gewicht der Kühlware (4.7).

Mit dem Abschicken gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab, der Betrag wird reserviert. Die Bestellbestätigung ist zugleich seine Rechnung, mit deinem Betrieb als Rechnungssteller. Der Kaufvertrag entsteht mit deiner Annahme (Kapitel 7).

14.3 Gäste und Kundenkonten

Kunden bestellen mit oder ohne Konto. Ein Gast gibt Name, Anschrift, E-Mail und Telefonnummer an und bei einer Lieferung den Abstellplatz, alles, was du zum Ausliefern brauchst. Er storniert nicht selbst, sondern meldet sich bei dir, und Statusänderungen erreichen ihn per E-Mail.

Ein Kunde mit Konto sieht seine Bestellungen mit Stand und Zeitfenster, storniert bis zu deiner Annahme selbst und bekommt Statusänderungen zusätzlich in der App. Seine Adresse ist gespeichert, beim nächsten Einkauf stehen Liefergebühr und Mindestbestellwert für sie schon im Warenkorb, und seine Abstellgenehmigung gilt weiter, solange Platz und Fassung gleich bleiben.

Gibt ein Kunde mit Konto Leergut zurück, nachdem seine Bestellung schon abgebucht ist, kommt das Pfand in sein Pfandguthaben bei dir. Beim Einzug seiner nächsten Bestellung bei dir wird es abgezogen, soweit der Betrag es zulässt. Weniger bekommst dabei allein du, die Plattformgebühr bleibt gleich, denn das Pfand schuldest du. Der Kunde sieht sein Guthaben in seinem Konto und kann es sich dort auszahlen lassen. Farmerino erstattet es dann auf eine seiner Zahlungen bei dir und bucht den Betrag von deinem Auszahlungskonto zurück. Ein Gast bekommt das Pfand erstattet (AGB 15.3a).

14.4 Warenkorb-Abos

Ein Kunde richtet seinen Warenkorb im Bezahlvorgang als wiederkehrende Bestellung ein: die Eierkiste jede Woche, den Käse jeden Monat. Du musst an deinen Artikeln nichts einstellen, jeder verkaufsfähige Artikel ist abofähig.

  • Rhythmus. Wöchentlich, alle zwei Wochen oder monatlich, monatlich heisst zwölfmal im Jahr am selben Tag des Monats. Dazu wählt der Kunde seinen Wunschtag aus den Tagen, die du für den Vertriebsweg anbietest.
  • Die Bestellung entsteht sechs Tage vor dem Liefertag. Sie steht damit rechtzeitig auf deiner Packliste, und du hast die Woche zum Ernten, Backen oder Abfüllen. Du nimmst sie an und lieferst wie jede andere.
  • Der Preis folgt deinen Stammdaten. Jede Folgebestellung wird zum dann gültigen Preis gerechnet, mit derselben Staffel und demselben Pfand wie ein Einzelkauf.
  • Nicht verfügbare Positionen fallen aus der Ausführung, das Abo läuft mit den übrigen weiter. Ein gelöschter Artikel beendet die Abos darauf, Farmerino nennt dir vorher ihre Zahl (Kapitel 4).

Unter Kunden-Abos im Dashboard siehst du fällige Ausführungen, die Vorschau auf sieben Tage, pausierte Abos und Zahlungsrisiken. Nach drei fehlgeschlagenen Zahlungen in Folge wird ein Abo pausiert. Pausieren und Kündigen liegt beim Kunden. Wenige Zahlen deines Betriebs reichen so weit voraus: Sie sagen dir Wochen im Voraus, welche Menge sicher abgenommen wird.

Die Karte eines Abos tauscht der Kunde selbst. Jede Folgebestellung wird über die Karte abgebucht, die am Abo hinterlegt ist. Läuft sie ab oder scheitert eine Abbuchung, hinterlegt der Kunde unter „Meine Abos“ mit „Karte ändern“ eine neue und bestätigt sie bei Bedarf bei seiner Bank. Beim Tausch wird nichts abgebucht, und der Kunde behält sein Abo, statt es zu kündigen und neu abzuschließen. Ein Abo, das nach gescheiterten Zahlungen pausiert war, läuft danach zum nächsten regulären Termin weiter, und du siehst es wieder unter den aktiven.

14.5 Bewertungen

Nach einer zugestellten Bestellung kann der Kunde eine Bewertung abgeben, ein bis fünf Sterne und wahlweise ein Kommentar. Der Durchschnitt steht als Sterne im Kopf deiner Shop-Seite.

Im Dashboard führt der Reiter Bewertungen alle Bewertungen mit Sternen und Kommentar. Über „Antworten“ schreibst du eine Antwort, die öffentlich unter der Bewertung erscheint, und bearbeitest sie später. Antworte zeitnah, auch auf Kritik. Andere Kunden lesen daran ab, wie du mit Rückmeldungen umgehst.

14.6 Welche Nachrichten dein Kunde bekommt
  • Bestellbestätigung nach dem Bezahlen, zugleich seine Rechnung.
  • Annahme, Ablehnung, Verschiebung deiner Entscheidung, ebenso eine Stornierung.
  • Zeitfenster, sobald ein Fahrdienst die Route gebildet hat, mit der Zeit im Betreff (Kapitel 11).
  • Sendung erfasst, sobald sein Paket bei DPD registriert ist, mit dem Verfolgungslink (Kapitel 12).
  • Liefer- und Rechnungsmail, sobald die Bestellung zugestellt, abgeholt oder versendet ist, mit dem Endbetrag nach Wiegen und Pfand.
  • Abo-Änderungen, etwa die Kündigung durch ein gelöschtes Produkt.
  • Gescheiterte Abo-Abbuchungen, jedes Mal mit dem Weg zu „Karte ändern“ unter „Meine Abos“.

Alle Nachrichten kommen von Farmerino im Namen deines Betriebs. Du musst nichts selbst verschicken.

14.7 Wie Kunden dich erreichen

Deine Anschrift steht auf der Shop-Seite, deine E-Mail-Adresse und Telefonnummer nicht (Kapitel 3). In seiner Bestellung sieht der Kunde deinen Betrieb als Rechnungssteller. Nenne in deinen Shop-Texten, wie man dich am besten erreicht, etwa mit der Telefonnummer des Hofladens oder einer eigenen Adresse für Bestellfragen.

Eine Rückfrage zu einer laufenden Bestellung beantwortest du am besten aus der Bestellung heraus: Dort stehen Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse des Kunden.

14.8 Die Abstellgenehmigung

Geliefert wird ohne Übergabe. Der Fahrer wartet nicht an der Tür, auf derselben Tour liegen weitere Stopps. Damit das Risiko für die abgestellte Ware beim Kunden liegt, reicht ein Hinweis in den AGB nicht. Wirksam ist die Weisung des Kunden selbst: Er benennt den Platz, an dem geleistet werden soll, und mit dem Abstellen dort ist die Lieferung bewirkt.

Deshalb steht bei jeder Lieferung im Warenkorb die Abstellgenehmigung. Der Kunde trägt den Platz ein („unter dem Vordach rechts neben der Haustür“), liest den Zustimmungssatz und setzt den Haken. Ohne beides gibt der Warenkorb die Lieferung nicht frei, und Farmerino prüft das vor dem Abbuchen noch einmal. Der volle Text steht auf der Seite „Abstellgenehmigung“ auf farmerino.de, die AGB verweisen in Abschnitt 8.7 darauf.

  • Ab dem Abstellen am benannten Platz trägt der Kunde das Risiko. Verschwindet die Ware dort, ist das nicht mehr dein Schaden.
  • Der Kunde holt die Ware spätestens 20 Minuten nach dem Abstellen herein. Das sagt ihm der Zustimmungssatz, und der Fahrer klingelt, sobald sie steht. Bis zur Haustür fährt die Ware gekühlt, am Abstellplatz steht sie ohne Kühlung.
  • Drei Ausnahmen: Mängel, die die Ware beim Abstellen schon hatte, ein anderer Platz als der benannte, und Schäden, die der Fahrer selbst verursacht. Das Widerrufsrecht bleibt unberührt.
  • Der Platz reist als Lieferhinweis mit und steht am Lieferstopp, damit der Fahrer genau die Weisung sieht, an der die Erfüllung hängt.
  • Festgeschrieben an der Bestellung, gemerkt an der Adresse. Ein Kunde mit Konto wird beim nächsten Einkauf nicht erneut gefragt, solange Platz und Fassung gleich bleiben. Ändert er den Platz oder ändert sich der Text, bestätigt er erneut. In seinen Konto-Einstellungen kann er die Genehmigung zurückziehen, für bereits gefahrene Lieferungen ändert das nichts.

Bestandskunden gehen nach der Einführung einmal durch diesen Schritt. Der Platz ist aus ihrem bisherigen Lieferhinweis vorbelegt, der Haken nicht.

15 Bio-Ware verkaufen und liefern lassen

Was ein Bio-Betrieb in Farmerino hinterlegt, bevor das Wort Bio irgendwo steht, was danach auf deinen Papieren landet, und was ein Fahrdienst dir zusichert, wenn er deine Ware fährt.

15.1 Die eine Regel: kein Bio ohne Codenummer

Wo ein Erzeugnis als ökologisch bezeichnet wird, muss die Codenummer der Kontrollstelle dabeistehen, die den Betrieb kontrolliert (Art. 32 Abs. 1 der Verordnung (EU) 2018/848). In Deutschland hat sie die Form DE-ÖKO-006, in Österreich AT-BIO-301. Farmerino hält sich an dieser Regel an jeder Stelle fest: Ohne Codenummer gibt es kein Bio-Wort, weder am Artikel noch auf Lieferschein, Bestellmail, Packliste oder Kistenetikett.

Drei Angaben machen deinen Betrieb in Farmerino zum Bio-Betrieb: der Haken „Bio-zertifiziert“, die Codenummer deiner Kontrollstelle und das Datum, bis zu dem dein Zertifikat gilt. Dazu kannst du deinen Verband angeben, etwa Bioland, Demeter oder Naturland. Der Verband erscheint an deinem Hof und an deinen Bio-Artikeln (15.3). An der Kennzeichnungspflicht ändert er nichts, die richtet sich nach der Verordnung. Jedes Verbandserzeugnis ist Bio und trägt deshalb auch die Codenummer.

Das Ablaufdatum ist eine Erinnerung und wird erst mit dem Ablauf zur Grenze. Ohne eingetragenes Datum darfst du ausloben. Ist das eingetragene Datum verstrichen, nimmt Farmerino die Auslobung zurück, bis du das Datum des neuen Zertifikats einträgst. Deine Artikel bleiben verkäuflich, sie heissen bis dahin nur nicht Bio.

Die Angaben in der Karte sind deine Auskunft. Zertifiziert bist du durch deine Kontrollstelle, nicht durch den Eintrag. Wer Bio ausschreibt, ohne dass ein gültiges Zertifikat dahintersteht, begeht eine Ordnungswidrigkeit nach § 13 des Öko-Landbaugesetzes, mit bis zu 30.000 € Bussgeld. Die Verantwortung dafür trägt der Betrieb.

15.2 Wo du deine Bio-Angaben einträgst

Die Angaben stehen auf deiner Shop-Seite, dem Reiter Shop in der Leiste, in der Karte „Bio-Zertifizierung“: Haken, Codenummer, gültig bis, Verband. Die Codenummer darfst du tippen, wie sie dir einfällt. Farmerino bringt sie in die Schreibweise, die auf Etikett und Lieferschein steht, mit Grossbuchstaben und Bindestrichen, und weist eine Eingabe ab, die nicht aus Land, Kürzel und Nummer besteht.

Sobald die Karte vollständig ist, zeigt dein Hof das Abzeichen mit der Codenummer: auf deiner Hofkarte und auf jeder Produktkarte, deren Variante Bio oder Umstellung trägt. Kunden sehen damit, wer dich kontrolliert, bevor sie etwas in den Warenkorb legen.

Woher die landwirtschaftlichen Zutaten stammen, trägst du je Variante im Produktpass ein (Kapitel 4.12), sobald die Variante den Status Bio trägt. Zur Wahl stehen die Wendungen der Verordnung: „EU-Landwirtschaft“, „Nicht-EU-Landwirtschaft“, „EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft“ oder ein einzelnes Land, so wie es auf deiner Packung steht, etwa „Deutsche Landwirtschaft“. Auf vorverpackter Bio-Ware ist diese Angabe neben dem EU-Bio-Logo vorgeschrieben (Art. 32 der Verordnung). Fehlt sie, sagt dir der Produkt-Dialog das, hält dich aber nicht vom Speichern ab. Der Kunde liest die Angabe zusammen mit der Codenummer im Produktpass, den er auf der Rückseite der Produktkarte öffnet.

15.3 Bio, aus Umstellung, konventionell: der Status je Variante

Ob eine Ware Bio ist, entscheidet sich an der Variante (Kapitel 4). Im Produkt-Dialog und im Assistenten „Neues Produkt hinzufügen“ trägt jede Variante einen Bio-Status: konventionell, Bio oder aus Umstellung. Vorgabe ist konventionell. Bio und aus Umstellung lassen sich nur wählen, wenn dein Betrieb ausloben darf, also mit Haken, gültiger Codenummer und einem Zertifikat, dessen Datum nicht verstrichen ist.

Umstellungsware stammt aus den Jahren, in denen ein Betrieb oder eine Fläche auf den ökologischen Landbau umstellt. Sie heisst nach Art. 30 Abs. 3 der Verordnung „aus Umstellung auf den ökologischen Landbau“ und trägt kein EU-Bio-Logo (Art. 33 Abs. 1). Farmerino schreibt den Hinweis in dieser Form auf die Papiere.

Das Wort Bio gehört in den Status, nicht in den Namen. Aus der Variante „Möhren“ mit dem Status Bio macht Farmerino auf Lieferschein und Etikett „Bio-Möhren“, aus derselben Variante mit dem Status aus Umstellung „Möhren, aus Umstellung auf den ökologischen Landbau“. Der Status wird mit der Bestellung festgeschrieben: Lieferschein und Rechnung zeigen den Stand zum Zeitpunkt der Bestellung, auch wenn du die Variante später änderst.

Verbandsware und Zukauf

Hast du in der Bio-Zertifizierung einen Verband eingetragen, trägt jede Variante mit dem Status Bio seinen Namen, auf der Produktkarte neben der Codenummer und im Produktpass. Unter dem Bio-Status steht dafür der Haken „Nach den Richtlinien von … erzeugt“, gesetzt als Vorgabe. Nimm ihn heraus, wenn die Ware Bio ist, aber nicht nach den Richtlinien deines Verbands erzeugt, etwa Möhren, die du von einem EU-Bio-Betrieb zukaufst. Die Variante bleibt Bio mit Codenummer, nur der Verbandsname fehlt. Umstellungsware trägt keinen Verbandsnamen, die Verbände führen dafür eigene Zeichen.

Den Namen eines Verbands führt nur, wer mit ihm einen Vertrag hat. Farmerino nimmt deshalb einen Verbandsnamen im Artikelnamen, im Variantennamen oder in einem Schlagwort nur an, wenn es der Verband aus deiner Bio-Zertifizierung ist und die Ware nach seinen Richtlinien erzeugt ist. Ein Bioland-Hof kann keinen Artikel „Demeter-Möhren“ speichern, und eine Zukauf-Variante kein Schlagwort „Demeter“.

In der Produktsuche filtern Kunden mit Bio und Demeter nach diesen Angaben, nicht nach Schlagwörtern. Ein eigenes Schlagwort „Bio“ oder „Demeter“ brauchst du dafür nicht.

15.4 Was auf Lieferschein, Packliste und Kistenetikett steht

Anhang III Nr. 2.1 der Verordnung verlangt an jeder Bio-Lieferung, die durch fremde Hände geht, vier Angaben: den Namen und die Anschrift des Hofes, die Bezeichnung der Ware mit Bio-Hinweis, die Codenummer der Kontrollstelle und die Kennzeichnung der Partie. Bei Farmerino ist die Partie die Bestellnummer. Sie führt in deinen Aufzeichnungen zur Bestellung zurück, und der Fahrer liest sie am Abholstopp gegen seinen Ladeplan.

Sobald eine Position Bio oder aus Umstellung trägt, setzt Farmerino diese Angaben auf den Lieferschein, in die Bestellmail an den Kunden, auf deine Packliste und auf das Kistenetikett je Bestellung. Du druckst das Etikett mit der Packliste und klebst es auf die geschlossene Kiste. Fährt ein Fahrdienst, gehört die Stoppnummer neben die Bestellnummer (Kapitel 11).

Der Fahrdienst übernimmt Bio-Ware nur in geschlossenen Kisten mit diesem Etikett. Eine offene Kiste oder eine ohne Etikett bleibt am Hof stehen, und du besserst nach. So verlangt es § 3 der Transportvereinbarung.

Die Lebensmittelkennzeichnung an der Variante (Kapitel 4) bleibt davon unberührt, das Bio-Etikett kommt dazu. Auf vorverpackter Ware, die du selbst etikettierst, gehören ausserdem das EU-Bio-Logo und die Herkunftsangabe in dasselbe Sichtfeld wie die Codenummer (Art. 32 Abs. 2). Dieses Etikett druckt Farmerino nicht, es ist deins.

15.5 Die Transportvereinbarung Bio-Ware mit dem Fahrdienst

Ein Fahrdienst, der deine Ware nur fährt, braucht kein eigenes Bio-Zertifikat. Die Verordnung sieht dafür die Vergabe an einen Unterauftragnehmer vor, bei der die Verantwortung beim Hof bleibt (Art. 34 Abs. 3). Deine Kontrollstelle prüft diese Beförderung bei dir mit, und sie will sehen, dass du dem Fahrdienst die Pflichten aus Art. 28 und Anhang III auferlegt hast: Trennung, sauberer Laderaum, Kühlkette, Aufzeichnungen. Dafür gibt es die Transportvereinbarung Bio-Ware.

Du findest sie unter Meine Fahrer an jeder Abmachung, unterhalb des Blocks zum Auftragsverarbeitungsvertrag (Kapitel 11). Beide Betriebe bestätigen sie im eigenen Konto, Textform genügt, und Farmerino hält Zeitpunkt und Fassung fest, derzeit die Fassung 2026-09-08. Ändert sich der Text, bestätigen beide erneut. Farmerino ist an dieser Vereinbarung nicht beteiligt. Es stellt den Text bereit und führt die Aufzeichnungen, auf die sie sich bezieht.

Was der Fahrdienst dir darin zusichert, in zwölf Paragrafen: Er fährt nur. Er öffnet keine Kiste, packt nichts um, etikettiert nichts um und lagert nichts über die Tour hinaus. Er übernimmt nur geschlossene Kisten mit dem Etikett aus 15.4. Er hält deine Ware von konventioneller Ware getrennt, fährt keine Futtermittel, Pflanzenschutzmittel, Chemikalien, Gefahrgut oder Tiere im selben Laderaum und startet jede Tour mit einem sauberen, trockenen, geruchsfreien Wagen. Er hält die Kühlkette (15.6), zeichnet jede Tour auf (15.7), meldet dir einen Verdacht sofort, gewährt deiner Kontrollstelle Einsicht und folgt deinen Weisungen zur Ware. Er sichert zu, dass er bei der Lebensmittelüberwachung registriert ist, ab 3,5 t die Erlaubnis nach § 3 GüKG hat und eine Haftpflicht für Schäden an der Ware hält.

Solange die Vereinbarung nicht von beiden bestätigt ist, nimmt dein Shop für dieses Fahrergebiet keine Bestellung mit Bio-Ware an. Deine konventionelle Ware verkauft er weiter, und für einen Hof ohne Codenummer gilt die Vereinbarung nicht. Bestellt in einem verknüpften Gebiet plötzlich niemand mehr Bio, sieh zuerst hier nach.

15.6 Kühlware

Kühlpflichtige Ware fährt nur, wo sie kalt bleibt. Der Fahrdienst kühlt entweder mit dem Fahrzeug, das er dem Gebiet zugeordnet hat, oder du ordnest der Paketgrösse eine Lieferbox mit Kühlzusage zu (Kapitel 4 und 9). Fehlt beides, nimmt dein Shop für dieses Gebiet keine Bestellung mit Kühlware an. Deine ungekühlte Ware fährt weiter.

Die Höchsttemperaturen stehen in § 5 der Vereinbarung, nach der Verordnung (EG) 853/2004 und der DIN 10508: Frischfleisch höchstens 7 °C, Geflügel 4 °C, Hackfleisch 2 °C, sonstige leicht verderbliche Lebensmittel 7 °C, Tiefkühlware minus 18 °C. Der Fahrer misst bei der Übernahme an deinem Hof und bei der Übergabe an der Haustür und trägt beide Werte ein. Ware, die zu warm bereitsteht, nimmt er nicht mit. Für die kühlgerechte Bereitstellung bist du verantwortlich, für die Kühlkette unterwegs der Fahrdienst (AGB 22.4).

15.7 Der Transportnachweis für deine Kontrollstelle

Bei der nächsten Kontrolle wird deine Kontrollstelle nach der Beförderung fragen, die du vergeben hast. Farmerino zeichnet dafür jede Tour mit Bio-Ware auf, ohne dass du oder der Fahrer etwas gesondert schreiben müsst:

  • Vor der Abfahrt die Checkliste des Fahrers mit Zeitpunkt: Laderaum sauber, keine Fremdgüter, Kühlung an, Starttemperatur. Ohne sie kann er den ersten Stopp nicht abhaken.
  • Am Abholstopp Zeitpunkt und Kistenzahl, bei Kühlware die Temperatur bei der Übernahme.
  • Am Lieferstopp den Zeitpunkt der Übergabe, bei Kühlware die Temperatur, dazu die Nummer des Siegels, wenn du deine Kisten siegelst.
  • Jede Verdachtsmeldung mit Zeitpunkt und Grund.

Den Nachweis findest du unter Meine Fahrer als Bio-Nachweis, je Tour mit Route, Zeiten, Kisten, Temperaturen und Meldungen. Farmerino bewahrt ihn zehn Jahre auf, wie deine Rechnungen. Deine Kontrollstelle verlangt mindestens ein Jahr. Sie darf beim Fahrdienst Einsicht nehmen, in die Aufzeichnungen, in den Wagen und in die Behältnisse, so steht es in § 7 der Vereinbarung.

Wenn der Fahrer einen Verdacht meldet

Ist eine Kiste offen, ein Etikett beschädigt, ein Siegel gebrochen oder die Ware augenscheinlich vertauscht, meldet der Fahrer das am Stopp über „Verdacht melden“. Farmerino benachrichtigt dich sofort. Die Ware bleibt beim Fahrer und wird nicht übergeben, und du entscheidest, was mit ihr geschieht. Die Meldung an deine Kontrollstelle nach Art. 27 der Verordnung bleibt deine Aufgabe, der Nachweis liefert dir dafür Zeitpunkt und Grund.

15.8 Rohmilch nur ab Hof

Rohmilch darfst du an Verbraucher nur direkt am Erzeugerbetrieb abgeben, mit dem Hinweis „Rohmilch, vor dem Verzehr abkochen“ und nach vorheriger Anzeige beim Veterinäramt (§ 17 der Tierischen Lebensmittel-Hygieneverordnung). An die Haustür oder ins Paket geht sie nicht. Das gilt für jeden Hof, Bio oder nicht.

Für solche Ware stellst du die Variante auf „Nur Abholung ab Hof“. Dein Shop bietet sie dann weder zur Lieferung noch zum Versand an, auch nicht in einem Fahrergebiet. Pasteurisierte Milch und Milchprodukte sind davon nicht betroffen, sie fahren wie jede andere Kühlware.

15.9 Was du selbst verantwortest

Farmerino nimmt dir die Kennzeichnung auf den Papieren, den Text der Vereinbarung und den Nachweis ab. Vier Dinge bleiben bei dir:

  • Die Meldung an deine Kontrollstelle. Dass du die Beförderung an einen Fahrdienst vergibst, gehört in deine Betriebsbeschreibung. Die bestätigte Vereinbarung findest du unter Meine Fahrer, um sie beizulegen.
  • Das gültige Zertifikat. Trag das Datum des neuen Zertifikats ein, sobald du es hast. Nach dem Ablauf des eingetragenen Datums nimmt Farmerino die Auslobung zurück (15.1).
  • Die Registrierung als Lebensmittelunternehmer nach Art. 6 der Verordnung (EG) 852/2004, in Niedersachsen beim Landkreis, der Region Hannover, der kreisfreien Stadt oder dem Veterinäramt JadeWeser, mit dem Formular des Landwirtschaftsministeriums. Änderungen meldest du binnen sechs Monaten nach.
  • Das Etikett auf vorverpackter Ware. EU-Bio-Logo, Codenummer und Herkunftsangabe im selben Sichtfeld, bei Umstellungsware ohne Logo (15.4).

Beratung zur Direktvermarktung und zum Ökolandbau bekommst du bei deiner Landwirtschaftskammer. Die zuständige Behörde für die Öko-Kontrolle in Niedersachsen ist das LAVES, die Kontrollstellen selbst sind privat und staatlich zugelassen.

16 Pakete und Werbung

Was du zusätzlich buchen kannst, was es kostet und wie du es wieder beendest.

16.1 Wo die Pakete stehen

Zusatzpakete und Werbung liegen in den Einstellungen im Reiter Zusatzpakete. Aus dem Dashboard führt die Schnellaktion „Pakete und Werbung“ dorthin.

Beides ist freiwillig und kostenpflichtig. Dein Hofladen, deine Bestellungen, Touren und der Versand laufen ohne Paket vollständig, die Basisnutzung bleibt ohne Grundgebühr.

16.2 Das Kassenpaket: Kassensystem und Barzahlung

Das Kassenpaket schaltet zwei Dinge frei: die Hofladen-Kasse für den Tresenverkauf (Kapitel 13) und die gebührenfreie Bargeldannahme.

  • Kasse im Browser. Artikel antippen oder scannen, Wiegeware nach Gewicht, bar kassieren, Rückgeld, Beleg, Tagesabschluss, auf jedem Gerät, auf dem sich farmerino.de öffnen lässt.
  • Vorhandene Geräte weiternutzen. Handelsübliche Barcode-Scanner und Waagen lassen sich anbinden.
  • Ein Bestand. Kasse und Online-Hofladen führen dieselben Artikel und denselben Bestand.
  • Bargeld ohne Abzug. Auf bar vereinnahmte Beträge fallen keine Plattform-Marge und keine Gebühr an. Über Farmerino läuft dabei kein Geld.

Erste Kasse enthalten, jede weitere 25 € im Monat zzgl. USt. Für eine zweite Verkaufsstelle legst du unter Kasse, Reiter Kassen, eine weitere an. Sie wird ab der nächsten Abrechnung berechnet, eine stillgelegte fällt zur nächsten Abrechnung aus der Zählung.

Barzahlung bei Lieferung ist ein eigener Schalter und zunächst aus. Vorgesehen ist Bargeld bei der Abholung. Bar kassiert wird auf Touren, die du selbst fährst. Übernimmt ein Fahrdienst ein Gebiet, wird dort ohne Übergabe abgestellt und online bezahlt.

Sicherheitseinrichtung und Meldepflicht: Die gesetzlich vorgeschriebene TSE nach § 146a AO wird nach der Buchung für deinen Betrieb eingerichtet. Steht sie bereit, ist die Meldung deiner Kasse beim Finanzamt fällig. Farmerino bereitet sie vor, absenden musst du sie selbst (Kapitel 13).

16.3 Das Kassenpaket buchen
  1. Auf „Jetzt buchen“ klicken.
  2. Karte oder Link im Bezahlfeld hinterlegen und die Zahlung bestätigen.
  3. Das Paket ist sofort aktiv, die Einrichtung der Sicherheitseinrichtung startet von selbst.
  4. Unter Kasse, Reiter Einrichtung, die restlichen Schritte erledigen. Danach kannst du kassieren.

Voraussetzung ist ein Verkäuferkonto mit Hofladen. Ein Konto, das ausschliesslich als Dienstleister geführt wird, kann die Kasse nicht buchen.

Du zahlst nie für eine Kasse, die nicht kassieren kann

Lässt sich für deinen Betrieb keine Sicherheitseinrichtung bereitstellen, wird die Buchung abgelehnt, bevor ein Zahlungsvorgang entsteht. Der Knopf zeigt dann „Zurzeit nicht buchbar“ und nennt den Grund. Fällt die Kasse bei einem gebuchten Paket in diesen Zustand, wird die nächste Abbuchung übersprungen und der Termin um einen Monat verschoben.

16.4 Abrechnung, Preisgarantie und Kündigung

Zusatzpakete werden monatlich im Voraus über die bei der Buchung hinterlegte Zahlungsmethode eingezogen. Aktivierungsdatum und nächster Abbuchungstermin stehen auf der Paketkarte.

Die Preise sind netto. Auf den Monatspreis und auf das Werbebudget kommt die Umsatzsteuer von 19 %. Eingezogen wird die Summe aus beidem, und auf der Abrechnung stehen beide Beträge getrennt. Aus dem Kassenpaket von 99 € netto werden so 117,81 € im Monat.

Keine Mindestlaufzeit. Du kündigst jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode. Bis dahin bleibt das Paket nutzbar. Danach entfällt die gebührenfreie Bargeldannahme, und weitere Kassen werden nicht mehr berechnet. Bereits gezahlte Monatsbeträge werden nicht anteilig erstattet.

Bestandspreisgarantie. Der bei der Buchung ausgewiesene Monatspreis gilt für die gesamte Dauer deines Pakets. Eine Preisänderung wirkt nur für Neubuchungen. Senkt Farmerino einen Preis, gilt die Senkung auch für dich.

Wenn eine Abbuchung scheitert, versucht Farmerino es in den Folgetagen erneut. Nach drei aufeinanderfolgenden erfolglosen Versuchen wird das Paket deaktiviert. Verlangt deine Karte eine Bestätigung (3-D-Secure), ist das kein Fehlversuch, sondern eine offene Handlung: Der Hinweis „Zahlung bestätigen“ steht oben im Reiter Zusatzpakete, und du wirst per E-Mail aufgefordert. Verlangt derselbe Vorgang auch im dritten Abrechnungslauf noch eine Bestätigung, endet das Paket.

16.5 Externe Werbung ab 50 € je Woche zzgl. USt.

Farmerino bewirbt deinen Hof oder ausgewählte Produkte auf externen Kanälen, Suchmaschinen und sozialen Netzwerken wie Google und Meta. Du legst Budget und Ziel fest, Gestaltung und Ausspielung übernimmt unser Team. Dein Budget geht vollständig an die Werbenetzwerke, Farmerino schlägt nichts auf und berechnet Erstellung und Betreuung nicht zusätzlich. Dazu kommt allein die gesetzliche Umsatzsteuer.

  1. Wochenbudget eintragen, mindestens 50 € je Woche zzgl. USt.
  2. Ziel wählen: „Meinen Hof“ oder „Bestimmte Produkte“. Bei Produkten hakst du sie aus deinem Sortiment an, beworben werden ausschliesslich eigene Produkte.
  3. Automatisch wöchentlich verlängern ein- oder ausschalten.
  4. Mit Karte oder Link bezahlen und die Zahlung bestätigen.

Du kannst mehrere Kampagnen parallel laufen lassen. Voraussetzung ist ein eingerichtetes, sichtbares Verkäuferkonto mit Sortiment, sonst führt die Anzeige ins Leere.

Was die Buchung zusagt

Farmerino wählt Kanäle, Platzierung, Gestaltung und Zeitpunkt nach billigem Ermessen. Eine bestimmte Reichweite, Zahl an Einblendungen oder Klicks oder ein wirtschaftlicher Erfolg ist damit nicht zugesagt. Anzeigen werden als Werbung gekennzeichnet, soweit Gesetz und Kanal es verlangen. Für Richtigkeit, Verfügbarkeit und Rechtmässigkeit der beworbenen Inhalte bist du verantwortlich. Gebuchte Werbung wirkt ausschliesslich ausserhalb von Farmerino und hat auf die Reihenfolge der Angebote in der Plattform keinen Einfluss.

16.6 Werbeaufträge verwalten und beenden

Unter „Deine Werbeaufträge“ steht jede Buchung mit Budget, Ziel und Zustand. Eine Abrechnungsperiode dauert sieben Tage.

  • Aktiv. Seit wann der Auftrag läuft und, bei eingeschalteter Verlängerung, wann das Budget erneut eingezogen wird. Ohne Verlängerung steht dort, bis wann er läuft.
  • Ausspielung. Solange das Team die Kampagne startet, steht „Ausspielung wird vom Team gestartet“. Danach siehst du, seit wann ausgespielt wird.
  • Zahlung noch offen. Der Auftrag ist angelegt, die Zahlung fehlt. Du kannst ihn verwerfen.
  • Verlängerung fehlgeschlagen. Nach drei erfolglosen Abbuchungen endet die automatische Verlängerung.

Verlängerung abschalten geht jederzeit über den Schalter „Auto“ an der Zeile. Der Auftrag läuft bis zum Ende der bezahlten Woche. Beenden hält die Ausspielung an. Das bezahlte Budget wird nicht erstattet, soweit die Ausspielung beauftragt oder erbracht ist, und ein beendeter Auftrag lässt sich nicht wieder aktivieren. Deshalb wird vor dem Beenden nachgefragt.

16.7 Das Kleingedruckte

Die verbindlichen Regeln stehen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen: Abschnitt 18 zu den kostenpflichtigen Zusatzpaketen, Abschnitt 19 zur externen Werbung, Abschnitt 20 zu den Pflichten rund um den Kassenbetrieb. Welche Werbeplattformen eingesetzt werden und welche Daten dabei verarbeitet werden, steht in Abschnitt 12 der Datenschutzerklärung. Kosten und Erlöse deiner Pakete und Werbebuchungen findest du unter Finanzen wieder (Kapitel 5).

17 Einstellungen, Benachrichtigungen, Sicherheit

Die zwölf Reiter der Einstellungen, und was in denen steht, die kein eigenes Kapitel haben.

17.1 Die zwölf Reiter im Überblick

Die Einstellungen erreichst du über die Schublade hinter dem Menü-Knopf und über die Schnellaktion im Dashboard. Jeder Reiter speichert nur seine eigenen Felder.

Reiter Was dort steht Kapitel
BetriebStammdaten, Steuerangaben, Kontakt, Anschrift3
DarstellungShop-Texte, Schlagwörter, Shop-Adresse mit QR-Code, Ausblenden nicht bestellbarer Artikel und Varianten3 und 6
Versand & AbholungBeide Schalter, Öffnungszeiten, Mindestbestellwert, Versandtage8 und 12
TourenLiefergebiete, Tourstart, Touren-Gruppen, Fahrdienste in der Nähe9 bis 11
BestellungenAutomatische Bestellannahme7
ZusatzpaketeKassenpaket, Werbung, Barzahlung bei Lieferung16
ArtikelSchwellen der Bestands-Ampel je Artikel4
DienstleistungDein Dienstleister-Profil oder der Weg dorthin17.5
MitarbeiterPersonen einladen, Bereiche freigeben, Konten abschalten17.7
BenachrichtigungenPush und Kategorien17.2
SicherheitPasswort, Zwei-Faktor-Anmeldung, Wiederherstellungscode17.3
KontotypHof, Dienstleister oder beides17.4
17.2 Benachrichtigungen

Die Glocke in der Kopfzeile zeigt ungelesene Nachrichten in der App. Ein Klick öffnet die Liste und markiert sie als gelesen. Jede neue Bestellung, auch eine mit Barzahlung, und jede Stornierung durch den Kunden erreicht dich zusätzlich per E-Mail an deine Anmeldeadresse.

Im Reiter Benachrichtigungen schaltest du Push-Benachrichtigungen ein, die dein Gerät auch dann erreichen, wenn Farmerino nicht geöffnet ist. Die Nachrichten in der App bleiben davon unberührt. Darunter wählst du je Kategorie, worüber du in der App und als Push benachrichtigt wirst. Jeder Schalter speichert sofort:

  • Bestellungen. Neue, stornierte und ohne Annahme abgelaufene Bestellungen, geplante Touren und verschobene Liefertermine.
  • Bestandswarnungen. Niedriger Bestand oder ausverkaufte Artikel.
  • Kunden-Abos. Neue, pausierte, wieder aktivierte und gekündigte Abos deiner Kunden.
  • Bewertungen. Neue Bewertungen zu deinen Bestellungen.

Die Schalter gelten nicht für E-Mails. Meldungen zu Zahlungen und Auszahlungen, zur gebündelten Lieferung und die Erinnerung an die Kassenmeldung kommen immer an, gleich wie die Schalter stehen.

17.3 Sicherheit

Im Reiter Sicherheit pflegst du alles, was deine Anmeldung schützt (Kapitel 2):

  • Passwort ändern. Aktuelles Passwort, neues Passwort, Bestätigung, mindestens zwölf Zeichen. Ein über Google oder Facebook angelegtes Konto kennt sein Passwort nicht und vergibt sich über „Passwort vergessen“ ein eigenes (2.8).
  • Authenticator neu verbinden, wenn du das Telefon wechselst.
  • Neue Codes generieren. Ein neuer Wiederherstellungscode, der alte verfällt im selben Moment. Hier holst du dir auch den ersten, die Registrierung gibt noch keinen aus.

Die Zwei-Faktor-Anmeldung bleibt für ein Betriebskonto eingeschaltet, abschalten lässt sie sich nicht. Bei einem neuen Telefon verbindest du einen neuen Authenticator.

17.4 Kontotyp wechseln

Der Reiter Kontotyp zeigt, als was dein Konto geführt wird, und trägt den Knopf, der es umschaltet:

  • Dienstleistung dazunehmen. Dafür brauchst du keinen Wechsel: Du lässt den Hofladen an und richtest im Reiter Dienstleistung ein Dienstleister-Profil ein (17.5).
  • Den Hofladen abschalten. Sobald ein Dienstleister-Profil besteht, steht hier der Knopf „Zu Dienstleister wechseln“. Ohne Profil sagt der Reiter, dass du zuerst eines brauchst. Ein reiner Dienstleister sieht den Knopf immer und findet darüber zurück.

Der Wechsel ist nicht endgültig, du kannst jederzeit zurück. Vor dem Wechsel prüft Farmerino, was daran hängt: Offene Bestellungen, geplante Touren und offene Sendungen werden dir mit Anzahl genannt und brauchen eine ausdrückliche Bestätigung. Sie bleiben erhalten und liegen danach hinter dem Hofladen-Bereich, bis du zurückwechselst. Ein gebuchtes Kassenpaket läuft weiter und wird abgebucht, bis du es kündigst (Kapitel 16).

17.5 Der Reiter Dienstleistung

Er steht jedem Konto offen. Hast du noch kein Dienstleister-Profil, führt er zur Einrichtung. Hast du eines, zeigt er dessen Stand: aktiv oder nicht, Höfen angeboten oder nicht, deine Gewerke, wie du bezahlt wirst, und die Fassung der AGB für Dienstleister, der du zugestimmt hast. Gepflegt wird das Profil im Dienstleister-Bereich, den du über den Umschalter „Oberfläche“ in der Kopfzeile erreichst. Alles Weitere steht im Dienstleister-Handbuch.

17.6 Bestellungen und Artikel

Im Reiter Bestellungen steht die automatische Bestellannahme. Eingeschaltet nimmt Farmerino jede bezahlte Bestellung sofort an und zieht den Betrag ein. Das passt zu einem Betrieb, der Bestand und Lieferfähigkeit verlässlich pflegt, ein einzelner fehlender Artikel heisst dann Verschieben oder Erstatten statt Ablehnen (Kapitel 7).

Im Reiter Artikel setzt du je Artikel die Schwellen der Bestands-Ampel, die in der Kasse erscheint (Kapitel 4).

17.7 Mitarbeiter

Im Reiter Mitarbeiter lädst du Personen ein, die im Konto deines Betriebs mitarbeiten. Jede bekommt eigene Zugangsdaten und sieht nur die Bereiche, die du freigibst. Dein Passwort gibst du dafür nie aus der Hand.

  • Einladen. Name, E-Mail-Adresse und die Bereiche wählen, dann „Einladung senden“. Die Person bekommt eine E-Mail mit einem Link, der sieben Tage gilt. Damit vergibt sie ihr eigenes Passwort. Eine Adresse, die schon zu einem Partnerkonto gehört, lässt sich nicht einladen.
  • Bereiche. Dashboard, Shop und Sortiment, Bestellungen, Touren und Fahrdienste, Paketversand, Kasse, Finanzen, Betrieb und Einstellungen, Dienstleistung. Jeder Bereich sagt in einem Satz, was er umfasst. Was du nicht freigibst, sieht der Mitarbeiter nicht, und der Server lehnt es auch dann ab, wenn er die Adresse kennt.
  • Was bei dir bleibt. Zugangsdaten und zweiter Faktor, die Auszahlung über Stripe, der Kontotyp, Zusatzpakete und Werbung, die Kassenmeldung an das Finanzamt, Verträge mit Fahrdiensten und die Mitarbeiter selbst. Kein Bereich schaltet das frei.
  • Anmelden. Mitarbeiter melden sich über die Mitarbeiter-Anmeldung an, nicht über die Partner-Anmeldung. Der Weg dorthin steht in der Einladung. Eine Leiste über der Kopfzeile zeigt, wer gerade im Konto arbeitet.
  • Ändern, abschalten, entfernen. In der Liste änderst du die Bereiche je Person, sendest eine Einladung erneut, schaltest ein Konto ab oder entfernst es. Eine laufende Sitzung übernimmt das in wenigen Minuten. Ein abgeschaltetes Konto lässt sich wieder einschalten.
  • Passwort vergessen. Der Mitarbeiter ändert sein Passwort in seinem eigenen Konto. Hat er es vergessen, sendest du ihm die Einladung erneut, damit vergibt er ein neues.

Für das, was ein Mitarbeiter im Konto tut, bist du als Inhaber verantwortlich, wie bei jedem Handeln unter deinem Konto (AGB Abschnitt 3.3a).

18 In Entwicklung: Schlachtung, Zerlegung, Verarbeitung

Was Farmerino für die Fleischvermarktung baut, und was davon heute erreichbar ist.

18.1 Was heute gilt

Von den Dienstleistungen im Lohn ist der Fahrdienst freigegeben (Kapitel 11). Schlachtung, Zerlegung, Verarbeitung und die übrigen Gewerke sind gebaut, aber noch nicht freigeschaltet. In deiner Leiste und in deinem Dashboard steht kein Einstieg dorthin, und die Übersicht der Funktionen auf farmerino.de kennzeichnet beide Bereiche als „In Entwicklung“.

Buchen oder beauftragen lässt sich davon nichts, und es entstehen keine Kosten. Dieses Kapitel sagt dir, was kommt, damit du es einplanen kannst. Eine Anleitung folgt mit der Freigabe.

18.2 Was kommt
  • Schlachtrechner. Was dein Tier bringt, was es dich kostet und was je Arbeitsstunde übrig bleibt, bevor du ein Tier abgibst. Mit Ausschlachtungsgrad, Teilstücken und dem Abschnittepool für Hackfleisch, Gulasch und Wurst.
  • Zerlegeauftrag. Du beauftragst einen Zerlegebetrieb mit einer seiner Schablonen. Aus Lebendgewicht und Schablone entsteht je Teilstück eine Erwartungsmenge, aus dem Auftrag eine Charge mit Nummer und EU-Zulassungsnummer des Betriebs.
  • Verplanung auf der Körperkarte. Das Tier als Zeichnung in Partien, und je Teilstück die Planung, wie viel in welches Erzeugnis und in welche Packung geht. Aus der Planung entstehen deine Artikel.
  • Vorbestellung zur Mindestmenge. Bestätigt der Schlachter deine Planung, bestellen Kunden bis zu der Menge vor, die er zusagt. Reserviert wird mit Karte oder Klarna, abgebucht erst, wenn die Ware deinen Hof verlässt, und zwar nach Gewicht. Fehlt nach der Schlachtung Menge, fallen die zuletzt eingegangenen Vorbestellungen weg, niemand zahlt für Ware, die nicht kommt.
  • Rezepturen und Chargenetiketten. Zutatenliste nach Gewichtsanteil, Allergene und Nährwerte, gedruckt als Etikett nach der Lebensmittelinformationsverordnung.
  • Weitere Gewerke. Fleischerhandwerk, Mosterei, Käserei und die übrigen Betriebe, die im Lohn für Höfe arbeiten. Ein Weg für alle: anfragen, zusagen, Termin, erledigt, bezahlt.
18.3 Wenn du das brauchst

Sag uns Bescheid (Kapitel 19). Wir sagen dir, wann dein Bereich freigeschaltet wird, und melden uns, sobald es so weit ist. Bis dahin läuft deine Fleischvermarktung über dein Sortiment wie jede andere Ware: Wiegeware mit Reservierungspuffer, Verfügbarkeit mit Termin und Vorbestellung, Lebensmittelkennzeichnung an der Variante (Kapitel 4).

19 Hilfe und Support

So erreichst du uns, und was du zuerst prüfst, wenn etwas klemmt.

19.1 Wobei unser Team dich unterstützt

Wir helfen per WhatsApp, Telefon oder E-Mail. Achte bei E-Mails darauf, dass die Absenderadresse info@farmerino.de ist, damit du Betrugsversuche erkennst.

  • Einrichtung deines Hofladens und der Feinschliff deiner Darstellung.
  • Technische Fragen zu Shop, Kasse, Touren und Versand.
  • Die Vermarktungswerkzeuge und ihr sinnvoller Einsatz.
  • Einweisung in die Plattform, auch für weitere Personen in deinem Betrieb.
  • Stornierungen und Erstattungen nach dem Bestellschluss, Widersprüche gegen Fahrtentgelte nach der Klärungsfrist (Kapitel 7 und 11).

Im Einrichtungs-Assistenten nimmt „Mitarbeiter zur Hilfe rufen“ deine WhatsApp-Nummer entgegen, und wir gehen die Einrichtung mit dir durch (Kapitel 3).

19.2 Wenn etwas klemmt
  • Mein Hofladen ist unsichtbar. Der Hinweis am Schalter nennt den fehlenden Punkt: Produkt, Vertriebsweg, Auszahlung oder eine Sperre des Kontos (Kapitel 6).
  • Es kommt keine Bestellung an. Bei Lieferung: Hat das Gebiet einen Liefertag, und ist bei einem Fahrergebiet der Vertrag von beiden bestätigt (Kapitel 9 und 11)? Beim Versand: Gibt es einen Versandtag und eine versandbare Packungseinheit (Kapitel 12)?
  • Der Kunde bekommt einen falschen Termin. Prüfe Tourstart, Vorbereitungszeit und „Verfügbar ab“ an der Variante (Kapitel 4 und 9).
  • Es wird nichts ausgezahlt. Die Karte „Wenn etwas blockiert“ unter Finanzen nennt den Grund, meist eine offene Anforderung von Stripe (Kapitel 5).
  • Ich komme nicht in mein Konto. Wiederherstellungscode statt Authenticator, Passwort über „Ich bin Partner“ zurücksetzen (Kapitel 2). Ohne beides hilft der Support.
  • Die Kasse bucht nicht. Die Meldung sagt, ob die Sicherheitseinrichtung noch eingerichtet wird oder fehlt (Kapitel 13).
19.3 Das Fragezeichen und dieses Handbuch

Neben vielen Überschriften in deinem Konto steht ein kleines Fragezeichen. Es öffnet das passende Kapitel dieses Handbuchs in einem neuen Tab, deine Eingaben bleiben dabei stehen.

Das Handbuch beschreibt den Stand von September 2026 und wird mit jeder Änderung an der Plattform nachgezogen. Fehlt dir etwas oder stimmt etwas nicht mehr, sag es uns über das Kontaktformular.