Landwirt nutzt Direktvermarktung Software für regionale Lebensmittel

Ratgeber für Direktvermarkter

Direktvermarktung Software: der vollständige Leitfaden für Hofläden und Selbstvermarkter

Direktvermarktung Software bündelt Online-Hofladen, Produkt- und Bestellverwaltung, Zahlung sowie Abholung, Lieferung und Versand in einem System. Anders als ein gewöhnlicher Webshop bildet eine gute Hofladen Software die Besonderheiten regionaler Lebensmittel ab: saisonale Ware, variable Gewichte, Pfand und die LMIV-Pflichtangaben. Dieser Leitfaden zeigt dir, welche Funktionen wirklich zählen, was die Kategorie kostet und wie du in wenigen Schritten startest.

Was ist Direktvermarktung Software?

Direktvermarktung Software ist eine spezialisierte Online-Lösung, mit der Landwirte und Lebensmittelerzeuger ihre Produkte ohne Zwischenhändler direkt an Endkunden verkaufen. Sie verbindet einen Online-Hofladen, die Artikel- und Bestellverwaltung, die Zahlungsabwicklung sowie die Logistik mit Abholung, eigener Lieferung und Paketversand in einem durchgängigen Arbeitsfluss. Der Begriff Hofladen Software wird häufig synonym verwendet und beschreibt dasselbe: ein System, das den digitalen Verkauf regionaler Lebensmittel von der Produktanlage bis zur bezahlten Bestellung trägt. Wer eine Online-Hofladen Software vergleicht, sucht also genau diese durchgängige Abdeckung.

Der entscheidende Unterschied zu einem gewöhnlichen Shop liegt im Fachgebiet. Direktvermarktung bedeutet saisonale Verfügbarkeit, Ware nach Gewicht, Mehrweg-Pfand, Abholfenster, Liefertouren und gesetzliche Kennzeichnung. Eine spezialisierte Software bildet genau diese Realität ab, statt sie in Tabellen, Telefonate und Nachrichten auszulagern.

Abgrenzung: Software, Webshop, Kassensystem und Marktplatz

  • Direktvermarktung Software deckt den gesamten Verkaufsprozess für Lebensmittel-Erzeuger ab, inklusive Logistik und Rechtsangaben.
  • Generischer Webshop ist auf gleichbleibende Lagerware ausgelegt und kennt von Haus aus keine Saison, kein variables Gewicht und keine Liefertouren.
  • Kassensystem bedient den Verkauf vor Ort am Tresen, nicht den Online-Bestellprozess.
  • Marktplatz ist die Käuferseite, auf der Kunden mehrere Höfe finden und bestellen, etwa über die Produktübersicht oder die regionalen Versandartikel.

Für wen lohnt sich eine Hofladen Software?

Eine Hofladen Software lohnt sich für jeden Betrieb, der regionale Lebensmittel verkauft und Bestellungen verlässlich abwickeln will, statt nur eine digitale Visitenkarte zu betreiben. Sie passt sich an sehr unterschiedliche Sortimente und Betriebsgrößen an, weil sich die typischen Bedürfnisse von Erzeugern stark ähneln: Frische, Saison, Gewicht und kurze Wege.

  • Landwirte und Bauernhöfe verkaufen Erzeugnisse aus Ackerbau, Viehzucht oder Gemüseanbau direkt ab Hof oder per Lieferung an Kunden in ihrer Region.
  • Imker und Kleinerzeuger profitieren von einem eigenen Shop ohne Fixkosten, auch wenn das Sortiment aus Honig, Marmeladen, Eiern oder Kräutern klein ist.
  • Käsereien und Molkereien brauchen kühlpflichtigen Versand mit Temperaturklassen, LMIV-Kennzeichnung und variable Gewichtsabrechnung für Käselaibe.
  • Bäckereien und Hofläden kombinieren Abholung, eigene Lieferung und Versand mit automatischer Tourenplanung und Bestandsauffüllung.
  • Fischer und Räuchereien setzen auf Frische- und Tiefkühlversand mit Paket-Splitting bei Großbestellungen und Sendungsverfolgung.
  • Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften bündeln mehrere Erzeuger in einem Shop mit unbegrenzten Produkten und transparenter Finanzübersicht.

Wann reicht (noch) keine Software?

Wer ausschließlich vor Ort gegen Bargeld verkauft, ohne Online-Bestellungen anzunehmen, kommt zunächst auch ohne Software aus. Sobald aber Vorbestellungen, Lieferungen, Versand oder wiederkehrende Stammkunden ins Spiel kommen, wird die manuelle Abwicklung schnell aufwendig und fehleranfällig. Genau an diesem Punkt spart eine spezialisierte Lösung Zeit.

Lohnt sich ein Online-Hofladen überhaupt?

Ein Online-Hofladen erschließt einen zusätzlichen Vertriebskanal neben dem Verkauf vor Ort, bindet Stammkunden über wiederkehrende Bestellungen und macht den Betrieb über die Region hinaus auffindbar. Ehrlich bleibt: Ein Shop läuft nicht von allein. Produktpflege, Logistik und Kundenkommunikation kosten Zeit, und der Erfolg hängt davon ab, wie konsequent Sortiment, Verfügbarkeit und Bestellabwicklung gepflegt werden. Eine spezialisierte Software nimmt einen großen Teil dieser Routinearbeit ab, ersetzt aber nicht die Entscheidung, den Online-Vertrieb regelmäßig zu betreuen.

Funktions-Checkliste: das braucht eine gute Hofladen Software

Diese zehn Funktionen sollte eine Direktvermarktung Software mitbringen. Alle sind bei Farmerino vorhanden.

Artikelvarianten und variable Gewichte

Produkte lassen sich in Varianten nach Gewicht, Sorte oder Größe anlegen, jeweils mit eigenem Preis und Bestand. Die variable Gewichtsabrechnung berechnet den Endpreis nach tatsächlichem Gewicht, etwa für Fleisch nach Schlachtgewicht; der Reservierungspuffer wird automatisch zurückgezahlt.

Preisstaffeln und saisonale Verfügbarkeit

Mengenrabatte über Preisstaffeln (ab Menge X gilt Preis Y) und eine saisonale sowie wochentagsbasierte Verfügbarkeit bilden den echten Verkaufsrhythmus ab. Vorbestellungen sind für noch nicht verfügbare Artikel möglich, und die Bestandsauffüllung läuft automatisch.

Pfandsystem für Mehrweg

Pfandartikel wie Gläser oder Kühltaschen werden mit Produkten verknüpft und automatisch auf die Bestellung aufgeschlagen. Eine Pfandübersicht pro Kunde hält den Mehrweg-Kreislauf nachvollziehbar, was Standard-Webshops in der Regel nicht leisten.

Drei Vertriebswege mit Tourenplanung

Abholung am Hof, eigene Lieferung und bundesweiter Paketversand sind einzeln oder kombiniert nutzbar. Die automatische Tourenplanung berechnet nach dem Milchmann-Prinzip die effizienteste Route für alle Bestellungen eines Tages inklusive Picklisten und Lieferscheinen.

DPD-Versand mit Temperaturklassen

Für den bundesweiten Versand erkennt die Software automatisch, ob Ware gekühlt, tiefgekühlt oder bei Raumtemperatur transportiert wird. Paket-Splitting, Sendungsverfolgung, Batch-Labels und Abholung direkt am Hof gehören dazu, sodass die Kühlkette gewahrt bleibt.

Stripe-Zahlung und Finanzübersicht

Die Zahlungen laufen über Stripe mit Kreditkarte, Giropay, SEPA-Lastschrift, Apple Pay und Google Pay. Eine Finanzübersicht schlüsselt Umsatz, offene Bestellungen und Gebühren auf; Transaktionsdaten lassen sich als CSV, PDF und im DATEV-Format exportieren.

Gastbestellungen und Warenkorb-Abos

Kunden können ohne Registrierung als Gast bestellen, was die Hürde für Neukunden senkt. Stammkunden speichern ihren Warenkorb als Abonnement und bestellen regelmäßig automatisch nach, ergänzt um Push-Benachrichtigungen, Bestellnotizen und Rabattcodes.

LMIV-Kennzeichnung am Artikel

Allergene, Nährwerte, Herkunftsangaben, Zutaten und Verpackungseinheiten lassen sich direkt am Produkt hinterlegen. Zusammen mit der Kleinunternehmer-Regelung nach Paragraf 19 UStG, DSGVO-Konformität und SSL-Verschlüsselung unterstützt das den rechtskonformen Online-Verkauf.

Kein Abo, kein Vertrag, erfolgsbasiert

Es fallen keine Einrichtungs- und Monatsgebühren an, und es gibt keine Mindestlaufzeit. Berechnet werden 8 bis 10 Prozent Transaktionsgebühr auf den Netto-Warenwert bei erfolgreichen Verkäufen; die Plattformgebühr von 0,25 Euro pro Bestellung trägt der Kunde als separaten Posten.

Persönliche Begleitung und Onboarding

Ab der Registrierung steht ein persönlicher Ansprechpartner per WhatsApp, Telefon oder E-Mail zur Verfügung. Die Onboarding-Begleitung reicht bis zum ersten Verkauf, sodass auch technisch weniger erfahrene Betriebe sicher starten.

Muss-Funktionen: die Checkliste mit Tiefe

Eine gute Direktvermarktung Software deckt acht Funktionsblöcke ab: Produktverwaltung, Bestellabwicklung, Zahlung, Logistik, Rechtssicherheit, Buchhaltung, Kundenbindung und Betrieb. Die folgende Übersicht zeigt, warum jede Funktion für die Direktvermarktung zählt und worauf du bei der Auswahl achten solltest. Alle genannten Funktionen sind bei Farmerino vorhanden und auf der Funktionsübersicht im Detail dokumentiert.

FunktionsblockWarum er für die Direktvermarktung zählt
Produkt- und ArtikelverwaltungBildet variable Gewichte, Sorten, Saison und Pfand ab, statt sie außerhalb der Software zu verwalten.
BestellabwicklungSteuert Gastbestellungen, Bestellstatus und wiederkehrende Abos ohne Tabellenchaos.
Zahlung und AuszahlungDeckt gängige Zahlmethoden ab und macht Umsatz, Gebühren und Auszahlungen nachvollziehbar.
Logistik und VersandVerbindet Abholung, eigene Lieferung und Paketversand inklusive Tourenplanung und Kühlversand.
RechtssicherheitStellt LMIV-Pflichtangaben am Artikel bereit und unterstützt Steuer- und Datenschutzanforderungen.
Buchhaltung und AuswertungExportiert Transaktionsdaten für den Steuerberater und macht die Geschäftsentwicklung sichtbar.
KundenbindungStärkt über Bewertungen, Rabattcodes und Abos die Wiederkäuferquote.
Bedienung und BetriebSorgt für Mobiltauglichkeit, Skalierbarkeit und alltagstaugliche Einrichtung.

Produkt- und Artikelverwaltung

Hier entscheidet sich, ob die Software die Realität deiner Ware abbildet. Wichtig sind Artikelvarianten nach Gewicht, Sorte oder Größe mit je eigenem Preis und Bestand, die variable Gewichtsabrechnung für Fleisch nach Schlachtgewicht oder Käselaibe (der Reservierungspuffer wird automatisch zurückgezahlt), Preisstaffeln und Mengenrabatt, saisonale und wochentagsbasierte Verfügbarkeit mit Vorbestellungen, automatische Bestandsauffüllung sowie die Verknüpfung von Pfandartikeln.

Bestellabwicklung

Die Software sollte Gastbestellungen ohne Registrierung erlauben, klare Bestellstatus liefern, optional eine automatische Bestellannahme bieten und wiederkehrende Warenkorb-Abonnements für Stammkunden unterstützen. Push-Benachrichtigungen und Bestellnotizen halten dich bei jeder neuen Bestellung auf dem Laufenden.

Zahlungen und Auszahlung

Eine ausgereifte Zahlungsanbindung deckt die gängigen Methoden ab. Bei Farmerino läuft die Abwicklung über Stripe mit Kreditkarte, Giropay, SEPA-Lastschrift, Apple Pay und Google Pay. Die Auszahlung erfolgt laut Anbieterangabe täglich mit einer Sicherheitsverzögerung von 14 Tagen (Rückgabefrist); eine Finanzübersicht schlüsselt Umsatz, offene Bestellungen und Gebühren auf.

Logistik und Versand

Drei Vertriebswege, automatische Tourenplanung, flexible Liefergebiete nach Entfernung oder Postleitzahl und Mindestbestellwerte gehören zum Pflichtprogramm. Für den bundesweiten Versand zählen DPD-Anbindung, Temperaturklassen, Paket-Splitting, Sendungsverfolgung sowie automatisch erzeugte Picklisten und Lieferscheine.

Rechtssicherheit

Die LMIV-Kennzeichnung mit Allergenen, Nährwerten, Herkunftsangaben, Zutaten und Verpackungseinheiten gehört direkt an den Artikel. Wichtig sind außerdem die Unterstützung der Kleinunternehmer-Regelung nach Paragraf 19 UStG, hinterlegbare Steuernummer und USt-IdNr. sowie DSGVO-Konformität und SSL-Verschlüsselung.

Buchhaltung und Auswertung

Ein Export als CSV, PDF und im DATEV-Format erleichtert die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater. Ein Analytics-Dashboard und die vollständige Bestellhistorie machen die Geschäftsentwicklung nachvollziehbar.

Kundenbindung

Ein Bewertungssystem mit Anbieter-Antworten, Rabattcodes und Aktionspreise, eine Wunschliste für Käufer sowie ein Empfehlungsprogramm mit dauerhaft reduzierter Transaktionsgebühr stärken die Wiederkäuferquote.

Bedienung und Betrieb

Mobiltauglichkeit, unbegrenzt anlegbare Produkte und eine Shop-Galerie mit bis zu zehn Bildern erleichtern den Alltag. Bei Farmerino steht ab der Registrierung ein persönlicher Ansprechpartner per WhatsApp, Telefon oder E-Mail zur Seite und begleitet die Einrichtung bis zum ersten Verkauf.

Worauf solltest du bei einer Direktvermarktung Software achten?

Bei der Auswahl einer Direktvermarktung Software entscheidet vor allem, ob das System die Besonderheiten regionaler Lebensmittel abbildet, transparente Kosten hat und dich im Alltag entlastet statt zusätzliche Handarbeit zu erzeugen. Die folgenden Kriterien helfen dir, eine Online-Hofladen Software strukturiert zu vergleichen, bevor du dich entscheidest.

  1. Fachliche Tiefe: Bildet die Software variable Gewichte, saisonale Verfügbarkeit und ein Pfandsystem ab, oder müsstest du das mühsam nachbauen?
  2. Vertriebskanäle: Unterstützt sie alle drei Wege (Abholung, eigene Lieferung, Paketversand) inklusive automatischer Tourenplanung?
  3. Kühlversand: Gibt es Temperaturklassen, Paket-Splitting und Sendungsverfolgung für frische und tiefgekühlte Ware?
  4. Rechtssicherheit: Lassen sich die LMIV-Pflichtangaben direkt am Artikel hinterlegen und vor dem Kauf anzeigen?
  5. Kostenmodell: Ist es transparent und idealerweise erfolgsbasiert, ohne lange Vertragsbindung und ohne versteckte Modulkosten?
  6. Zahlung und Auszahlung: Welche Zahlmethoden gibt es, und wie und wann werden Erlöse ausgezahlt?
  7. Buchhaltung: Bietet die Software einen Export, etwa als CSV, PDF und im DATEV-Format, für den Steuerberater?
  8. Datenschutz und Standort: Ist die Lösung DSGVO-konform und wo stehen die Server?
  9. Support und Onboarding: Gibt es eine persönliche Begleitung bei der Einrichtung statt nur eines anonymen Helpdesks?
  10. Bedienung und Skalierung: Ist die Software mobiltauglich und lassen sich Produkte ohne starre Obergrenze anlegen?

Farmerino erfüllt diese Kriterien für die deutsche Direktvermarktung: variable Gewichte, Saison und Pfand, alle drei Vertriebswege mit Tourenplanung, DPD-Kühlversand, LMIV-Felder am Artikel, ein erfolgsbasiertes Kostenmodell ohne Vertrag, DATEV-Export, DSGVO-Konformität mit Serverstandort Deutschland sowie ein persönlicher Ansprechpartner. Die Details findest du auf der Funktionsübersicht.

Die drei Vertriebskanäle im Detail

Gute Direktvermarktung Software unterstützt drei Vertriebskanäle, die du einzeln oder kombiniert nutzen kannst: Abholung am Hof, eigene Lieferung und bundesweiten Paketversand. Welcher Kanal passt, hängt von Produkt, Haltbarkeit und Reichweite ab. Die folgende Matrix gibt eine schnelle Orientierung.

Produkt und ReichweitePassender Kanal
Frische, kurze Haltbarkeit, lokale KundenAbholung am Hof oder eigene Lieferung
Tagesfrische Nahversorgung im Umkreis von etwa 20 bis 40 KilometernEigene Lieferung mit Tourenplanung
Haltbare oder kühlpflichtige Ware, bundesweite NachfragePaketversand über DPD mit Temperaturklassen

Abholung am Hof

Der Kunde bestellt vorab und holt zum Verfügbarkeits- oder Liefertag ab. Das spart Versandverpackung und ist ideal für frische Ware, kurze Wege und den klassischen Ab-Hof-Verkauf. Über Abholfenster und Mindestbestellwerte steuerst du den Aufwand.

Eigene Lieferung mit Tourenplanung

Bei der eigenen Lieferung fasst die Software viele Bestellungen eines Tages zu einer optimierten Route zusammen, dem sogenannten Milchmann-Prinzip. Du legst Wochentage, Postleitzahl-Gebiete und Uhrzeiten fest, das System berechnet die effizienteste Reihenfolge und erzeugt eine Abfahrts-Checkliste mit Adressen und Kundennotizen. Das eignet sich besonders für die tagesfrische Nahversorgung im Umkreis von etwa 20 bis 40 Kilometern.

Bundesweiter Versand über DPD

Für haltbare und kühlpflichtige Produkte erschließt der Paketversand frischer Lebensmittel Kunden außerhalb des Lieferradius. Farmerino setzt dafür auf DPD mit automatischer Erkennung der Temperaturklasse (gekühlt, tiefgekühlt oder Raumtemperatur), Paket-Splitting bei Gewichts- oder Größenlimit, Versandlabel-Erstellung, Batch-Labels, Paketvorlagen und Abholung direkt am Hof. Die Kühlkette bleibt so über den gesamten Transport gewahrt.

Was kostet Direktvermarktung Software?

Die Kosten für Direktvermarktung Software hängen vom Preismodell ab: verbreitet sind Monatsabos, einmalige Einrichtungsgebühren, transaktionsbasierte Provisionen oder Mischformen aus mehreren davon. Am Markt reichen monatliche Grundgebühren für Warenwirtschaft je nach Funktionsumfang etwa ab dem niedrigen zweistelligen Bereich bis deutlich darüber; einmalige Einrichtungsgebühren bewegen sich von niedrigen dreistelligen bis in den vierstelligen Bereich; transaktionsbasierte Provisionen liegen häufig in einer einstelligen Prozentspanne des Umsatzes; und SB- oder Hardware-Lösungen können fünfstellige Anschaffungskosten verursachen. Wichtig ist, beim Vergleich auf Vertragsbindung, Mindestlaufzeit, versteckte Modulkosten und zusätzliche Zahlungsgebühren zu achten. Die genannten Spannen sind allgemeine Marktorientierungen und keine konkreten Anbieterpreise.

Kostenmodelle im Vergleich

KostenartÜbliche Praxis am MarktFarmerino
Einrichtungsgebührhäufig einmalig, teils dreistellig bis vierstelligkeine
Monatsgebühroft monatliches Grundabokeine
Vertragsbindungteils Mindestlaufzeitkeine, jederzeit kündbar
Provision / Transaktionsgebührverbreitet, einstellige Prozentspanne8 bis 10 Prozent auf den Netto-Warenwert
Gebühr pro Bestellungje nach Anbieter unterschiedlich0,25 Euro, vom Kunden als separater Posten getragen

Worauf du bei Gebühren achten solltest

  • Fixkosten gegen erfolgsbasierte Kosten: Monatsabos und Setup-Gebühren fallen unabhängig vom Verkauf an, eine Provision nur bei tatsächlichem Umsatz.
  • Vertragsbindung und Kündigungsfristen: prüfe Mindestlaufzeiten und ob du jederzeit kündigen kannst.
  • Versteckte Posten: kostenpflichtige Zusatzmodule, Transaktionsgebühren und Zahlungsdienstleister-Kosten summieren sich.

Das Kostenmodell bei Farmerino

Farmerino verzichtet auf Einrichtungsgebühr, Monatsgebühr, Vertrag und Mindestlaufzeit. Stattdessen gilt eine Transaktionsgebühr von 8 bis 10 Prozent auf den Netto-Warenwert, die nur bei erfolgreichen Verkäufen anfällt. Hinzu kommt eine Plattformgebühr von 0,25 Euro pro Bestellung, die als separater Posten vom Kunden getragen wird und deinen Erlös damit nicht zusätzlich belastet. Über das Empfehlungsprogramm lässt sich die Transaktionsgebühr dauerhaft reduzieren. Die genauen Konditionen findest du auf der Seite zu den Partner-Vorteilen.

Damit ist das Preismodell für den Betrieb vollständig erfolgsabhängig: Wer in einem Monat nichts verkauft, zahlt nichts. Diese Logik unterscheidet sich grundlegend von Modellen mit fixen Monats- und Einrichtungskosten.

LMIV und rechtliche Pflichten beim Online-Verkauf

Wer verpackte Lebensmittel online verkauft, muss die Pflichtangaben der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) bereitstellen, und zwar bereits vor dem Kaufabschluss. Eine spezialisierte Hofladen Software sollte diese Felder direkt am Artikel vorsehen, damit die Angaben korrekt und sichtbar sind. Die folgende Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung; im Zweifel solltest du die zuständige Behörde oder eine fachkundige Beratung hinzuziehen.

Typische Pflichtangaben nach LMIV

  • Bezeichnung des Lebensmittels
  • Zutatenverzeichnis
  • die 14 kennzeichnungspflichtigen Hauptallergengruppen (zum Beispiel glutenhaltiges Getreide, Milch, Eier, Erdnüsse, Schalenfrüchte, Soja, Fisch, Krebstiere)
  • Nettofüllmenge und gegebenenfalls Grundpreis (Preis je Kilogramm oder Liter)
  • Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum
  • Name und Anschrift des verantwortlichen Lebensmittelunternehmers
  • gegebenenfalls Nährwertdeklaration und Herkunftsangabe

Besonderheit im Fernabsatz

Beim Online-Verkauf gilt eine zusätzliche Anforderung: Die meisten Pflichtangaben müssen dem Kunden bereits vor Abschluss des Kaufvertrags zur Verfügung stehen, also auf der Produktseite und nicht erst auf der Verpackung nach Lieferung. Dazu gehört auch die Grundpreisangabe, damit Preise pro Kilogramm oder Liter vergleichbar bleiben. Eine spezialisierte Software stellt diese Felder daher unmittelbar an der Artikelanzeige bereit.

Wie Software das abbildet

Farmerino erlaubt es, Allergene, Nährwerte, Herkunftsangaben, Zutaten und Verpackungseinheiten direkt am Artikel zu hinterlegen. Für die Herkunftskennzeichnung und die Rückverfolgbarkeit sind eigene Felder vorgesehen. Hinzu kommen die Unterstützung der Kleinunternehmer-Regelung nach Paragraf 19 UStG, hinterlegbare Steuernummer und USt-IdNr. sowie eine durchgängige SSL-Verschlüsselung und DSGVO-konforme Datenhaltung.

Eigener Webshop oder spezialisierte Software?

Ein generischer Webshop wie eine Standardlösung für Lagerware stößt in der Direktvermarktung schnell an Grenzen, weil er Saison, variables Gewicht, Pfand, Abholfenster, Liefertouren und Kühlversand nicht von Haus aus kennt. Generische Shopsysteme wie Shopify, Shopware oder WooCommerce sind auf gleichbleibende Lagerware ausgelegt; die fehlende Logik landet dann außerhalb der Software in Tabellen, Telefonaten und Nachrichten, und der Online-Vertrieb kostet mehr Zeit als er einbringt.

Direktvermarktung gegen generischen Shop

Anforderung der DirektvermarktungGenerischer WebshopSpezialisierte Software
Variable Gewichte (z. B. Fleisch, Käse)nur mit Aufwand nachbaubarintegriert
Saison und Vorbestellungkein Standardwochentags- und datumsbasiert
Pfand und Mehrwegin der Regel nicht vorgesehenPfandsystem mit Verknüpfung
Abholfenster und Liefertourenkein StandardTourenplanung integriert
Kühlversand mit Temperaturklassennicht vorgesehenautomatische Erkennung
LMIV-Pflichtangaben am Artikelmühsam nachzurüsteneigene Felder am Produkt

Warum Standard-Shops oft nicht reichen

  • Variable Gewichte: Fleisch nach Schlachtgewicht oder Käselaibe lassen sich in starren Festpreis-Systemen kaum sauber abrechnen.
  • Saisonalität und Vorbestellung: Erdbeeren, Spargel oder Schlachttage erfordern wochentags- und datumsbasierte Verfügbarkeit.
  • Pfand und Mehrweg: ein Pfandsystem für Gläser und Kühltaschen fehlt in Standard-Shops in der Regel.
  • Abholfenster und Touren: Routenoptimierung für eigene Lieferungen ist kein Standard-Feature.
  • Kühlversand und LMIV: Temperaturklassen und Pflichtangaben am Artikel müssen mühsam nachgebaut werden.

Wann ein eigener Shop genügt

Für rein lagerfähige, gewichtsfixe Ware ohne Kühlversand und ohne eigene Liefertouren kann ein Standard-Webshop ausreichen. Sobald jedoch Frische, Gewicht, Saison oder Logistik ins Spiel kommen, spielt eine spezialisierte Lösung ihre Stärken aus.

So startest du Schritt für Schritt

Ein Online-Hofladen ist in wenigen Schritten startklar: Sortiment und Kanäle festlegen, Software wählen, registrieren, Zahlung verbinden, Produkte anlegen, Logistik konfigurieren und veröffentlichen. Bei Farmerino erstellst du dein Konto laut Anbieterangabe in unter zwei Minuten, ohne Kreditkarte und ohne Vertrag.

  1. Sortiment und Vertriebskanäle festlegen: entscheide, ob du Abholung, eigene Lieferung, Versand oder eine Kombination anbieten willst.
  2. Software wählen: gleiche deine Anforderungen mit der Funktions-Checkliste und den Auswahlkriterien oben ab.
  3. Kostenlos registrieren: lege dein Konto über die Partner-Registrierung an.
  4. Zahlungskonto verbinden: richte die Stripe-Anbindung für die Auszahlung ein.
  5. Produkte anlegen: erfasse Artikel inklusive Varianten, Preisen und LMIV-Angaben.
  6. Logistik konfigurieren: definiere Liefergebiete, Versandoptionen und Abholfenster.
  7. Shop veröffentlichen: schalte den Online-Hofladen live.
  8. Bestellungen abwickeln: nimm Bestellungen entgegen, liefere oder versende und behalte Umsatz und Auszahlungen im Blick.

Bei der Einrichtung begleitet dich ein persönlicher Ansprechpartner bis zum ersten Verkauf, sodass du nicht mit der Technik allein bleibst.

Farmerino als Direktvermarktung Software im Überblick

Farmerino ist eine speziell für die Direktvermarktung gebaute Hofladen Software, die Online-Hofladen, Produktverwaltung, Bestellungen, Zahlung und alle drei Vertriebswege in einer Plattform vereint. Der Betreiber ist die Farmerino UG (haftungsbeschränkt) mit Serverstandort in Deutschland.

Was Farmerino abdeckt

  • Online-Hofladen mit individueller Shop-Seite, Galerie und unbegrenzt vielen Produkten
  • Artikelvarianten, variable Gewichtsabrechnung, Preisstaffeln, saisonale Verfügbarkeit und Pfand
  • Abholung, eigene Lieferung mit Tourenplanung und bundesweiter DPD-Versand mit Temperaturklassen
  • Stripe-Zahlung, Auszahlung laut Anbieterangabe täglich mit Sicherheitsverzögerung und Export als CSV, PDF und DATEV
  • LMIV-Kennzeichnung, Paragraf 19 UStG, DSGVO-Konformität und SSL-Verschlüsselung
  • persönlicher Ansprechpartner und Onboarding-Begleitung

Geeignet für, mit ehrlichen Grenzen

Farmerino richtet sich an Erzeuger regionaler Lebensmittel in Deutschland, von Landwirten und Imkern über Käsereien und Bäckereien bis zu Fischern, Räuchereien und Genossenschaften. Der Fokus liegt auf der deutschen Direktvermarktung; wer ausschließlich international oder außerhalb des Lebensmittelbereichs verkauft, sollte prüfen, ob die Plattform zum Vorhaben passt. Einen vollständigen Funktionsüberblick findest du auf der Funktionsseite, einen Einstieg über die Seite Partner werden.

Häufige Fragen zu Direktvermarktung Software

Was ist Direktvermarktung Software?

Direktvermarktung Software bündelt einen Online-Hofladen, die Produkt- und Bestellverwaltung, die Zahlung sowie Abholung, Lieferung und Versand in einem System. Sie ist speziell auf Lebensmittel-Erzeuger zugeschnitten und bildet Saisonware, variable Gewichte, Pfand und LMIV-Pflichtangaben ab. Der Begriff Hofladen Software bezeichnet dasselbe.

Was kostet eine Hofladen Software?

Die Kategorie kennt Monatsabos, einmalige Einrichtungsgebühren, transaktionsbasierte Provisionen und Mischformen. Bei Farmerino fallen keine Einrichtungs- oder Monatsgebühren und kein Vertrag an; berechnet werden 8 bis 10 Prozent Transaktionsgebühr auf den Netto-Warenwert bei erfolgreichen Verkäufen. Hinzu kommt eine Plattformgebühr von 0,25 Euro pro Bestellung, die der Kunde als separaten Posten trägt.

Worauf sollte ich bei der Auswahl einer Direktvermarktung Software achten?

Wichtig sind die fachliche Tiefe (variable Gewichte, Saison, Pfand), alle drei Vertriebswege inklusive Tourenplanung, Kühlversand mit Temperaturklassen, LMIV-Felder am Artikel, ein transparentes und idealerweise erfolgsbasiertes Kostenmodell ohne Vertragsbindung, die Zahlmethoden und der Auszahlungsrhythmus, ein Buchhaltungs-Export (etwa DATEV), DSGVO-Konformität samt Serverstandort sowie persönlicher Support und Mobiltauglichkeit.

Welche Funktionen muss eine Direktvermarktung Software haben?

Wichtig sind Artikelvarianten und variable Gewichtsabrechnung, Preisstaffeln, saisonale Verfügbarkeit, ein Pfandsystem, alle drei Vertriebswege mit Tourenplanung, DPD-Versand mit Temperaturklassen, Stripe-Zahlung, LMIV-Kennzeichnung am Artikel sowie ein Export als CSV, PDF und DATEV.

Brauche ich technische Kenntnisse, um zu starten?

Nein. Bei Farmerino begleitet dich ab der Registrierung ein persönlicher Ansprechpartner per WhatsApp, Telefon oder E-Mail und unterstützt die Einrichtung deines Shops bis zum ersten Verkauf, sodass du nicht mit der Technik allein bleibst.

Kann ich Fleisch oder Käse nach Gewicht verkaufen?

Ja. Die variable Gewichtsabrechnung berechnet den Endpreis nach dem tatsächlichen Gewicht, zum Beispiel für Fleisch nach Schlachtgewicht oder für Käselaibe. Ein zunächst reservierter Puffer wird nach der Gewichtserfassung automatisch zurückgezahlt.

Wie funktioniert der Versand kühlpflichtiger Lebensmittel?

Der bundesweite Versand läuft über DPD. Die Software erkennt automatisch, ob ein Produkt gekühlt, tiefgekühlt oder bei Raumtemperatur versendet wird, teilt Großbestellungen per Paket-Splitting auf, erstellt Versandlabels und bietet Sendungsverfolgung sowie Abholung direkt am Hof.

Unterstützt die Software die LMIV-Kennzeichnung?

Ja. Allergene, Nährwerte, Herkunftsangaben, Zutaten und Verpackungseinheiten lassen sich direkt am Artikel hinterlegen, sodass die Pflichtangaben bereits vor dem Kauf sichtbar sind. Diese Übersicht ersetzt jedoch keine Rechtsberatung; im Zweifel solltest du die zuständige Behörde oder eine fachkundige Beratung hinzuziehen.

Wie und wann bekomme ich mein Geld?

Die Zahlungsabwicklung läuft über Stripe. Die Auszahlung erfolgt laut Anbieterangabe täglich mit einer Sicherheitsverzögerung von 14 Tagen (Rückgabefrist). Eine Finanzübersicht schlüsselt Umsatz, offene Bestellungen, Auszahlungshistorie und Gebühren auf, und der Export als CSV, PDF und DATEV unterstützt die Buchhaltung.

Gibt es eine Vertragsbindung oder Mindestlaufzeit?

Bei Farmerino gibt es keinen Vertrag, keine Mindestlaufzeit und keine Monatsgebühr. Das Modell ist erfolgsbasiert: Es fallen nur Gebühren bei tatsächlichen Verkäufen an, und du kannst jederzeit kündigen.

Können Kunden ohne Kundenkonto bestellen?

Ja. Gastbestellungen ohne Registrierung sind möglich, sodass Neukunden ohne Anlegen eines Kontos bestellen können. Stammkunden können ihren Warenkorb zusätzlich als Abonnement speichern und automatisch nachbestellen.

Reicht nicht ein normaler Webshop wie Shopify, Shopware oder WooCommerce?

Generische Shopsysteme wie Shopify, Shopware oder WooCommerce sind auf gleichbleibende Lagerware ausgelegt und kennen von Haus aus keine Saisonalität, kein variables Gewicht, kein Pfandsystem, keine Liefertouren und keinen Kühlversand. Für die Direktvermarktung müsste man diese Funktionen aufwendig nachbauen, weshalb eine spezialisierte Lösung in der Regel besser passt.

Für welche Betriebe eignet sich die Software?

Sie eignet sich für Landwirte und Bauernhöfe, Imker und Kleinerzeuger, Käsereien und Molkereien, Bäckereien und Hofläden, Fischer und Räuchereien sowie Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften, die regionale Lebensmittel in Deutschland direkt vermarkten.

Lohnt sich ein Online-Hofladen überhaupt?

Ein Online-Hofladen schafft einen zusätzlichen Vertriebskanal, bindet Stammkunden über wiederkehrende Bestellungen und macht den Betrieb über die Region hinaus auffindbar. Gleichzeitig braucht er Pflege: Produktpflege, Logistik und Kundenkommunikation kosten Zeit. Eine spezialisierte Software nimmt einen großen Teil dieser Routine ab, ersetzt aber nicht die Entscheidung, den Online-Vertrieb regelmäßig zu betreuen.

Wie starte ich einen Online-Hofladen?

Lege zunächst Sortiment und Vertriebskanäle fest, registriere dich kostenlos, verbinde dein Stripe-Zahlungskonto, lege Produkte inklusive LMIV-Angaben an, konfiguriere Liefergebiete und Versand und veröffentliche den Shop. Ein persönlicher Ansprechpartner begleitet dich bis zum ersten Verkauf.

Bereit für deinen eigenen Online-Hofladen?

Starte ohne Einrichtungsgebühr, ohne Monatsgebühr und ohne Vertrag. Du zahlst nur bei erfolgreichen Verkäufen, und ein persönlicher Ansprechpartner begleitet dich bis zum ersten Verkauf.