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Anbieter-Vergleich für Direktvermarkter

Farmerino vs. CrowdFarming: eigener Hofladen statt EU-Marktplatz

Der Kernunterschied ist das Kostenmodell: Bei Farmerino zahlst du EINEN Preis und alle Funktionen sind inklusive - 3,9 Prozent Plattform-Marge auf den Netto-Warenwert, gedeckelt auf 149 Euro pro Monat und Verkäufer, nur bei erfolgreichen Verkäufen, plus 0,25 Euro pro Bestellung, die der Kunde trägt. Keine Einrichtungs- oder Setup-Gebühr, keine Monatsgebühr, keine Zusatzmodule, keine App-Kosten, keine Fixkosten ohne Umsatz, jederzeit kündbar. Bei CrowdFarming stapeln sich die Kosten dagegen auf den Warenwert: eine Provision auf den Erzeugerpreis (im Jahresschnitt rund 22 Prozent) plus Zahlungsabwicklung (laut Anbieter rund 4 Prozent des Endpreises; im Rechenbeispiel etwa 0,30 Euro pro Kilogramm) plus Kommissionierung und Verpackung (rund 3 bis 4 Euro pro Kiste). Auch der Charakter ist grundverschieden: CrowdFarming ist ein kuratierter europäischer Direktvermarktungs-Marktplatz mit eigener Marke und eigener Reichweite, auf dem Verbraucher einen Baum adoptieren oder Boxen vorbestellen und der Erzeuger nach selektiver Aufnahme durch Agronomen EU-weit aus dem Hof versendet. Farmerino ist eine Software für deinen eigenen, gebrandeten Online-Hofladen mit drei frei kombinierbaren Vertriebswegen - Abholung am Hof, eigener Lieferung mit Tourenplanung und bundesweitem DPD-Paketversand mit Temperaturklassen. Dieser Vergleich stellt beide nach öffentlich verfügbaren Angaben gegenüber und zeigt, warum Farmerino für deinen Betrieb die richtige Wahl ist.

Direktvermarktungs-Software im Vergleich

Worum geht es?

CrowdFarming ist ein 2017 in Valencia gegründeter, kuratierter europäischer Direktvermarktungs-Marktplatz mit eigener Marke und eigenem Kundenstamm: Verbraucher übernehmen eine Patenschaft (adoptieren einen Baum, ein Tier oder eine Parzelle) oder bestellen Boxen vor, und der Erzeuger versendet die Ernte EU-weit direkt aus dem Hof. Es ist keine Self-Service-Shop-Software für den eigenen Hofladen-Kanal, sondern eine Plattform, die Reichweite, Logistik, Zahlungsabwicklung und Endkunden-Support mitbringt; Erzeuger bewerben sich und werden selektiv durch Agronomen aufgenommen. Das Erlösmodell ist eine Provision auf den vom Erzeuger festgelegten Preis (im Jahresschnitt rund 22 Prozent, zur Einführung auf 16 Prozent reduziert, bei Niedrigpreisprodukten bis 32 Prozent); hinzu kommen die über Stripe Connect abgewickelte Zahlungsabwicklung (laut Anbieter rund 4 Prozent des Endpreises; im Rechenbeispiel etwa 0,30 Euro pro Kilogramm) sowie Kommissionierung und Verpackung mit rund 3 bis 4 Euro pro Kiste - die Kosten stapeln sich also auf den Warenwert. Eine Monats- oder Setup-Gebühr ist nicht ausgewiesen; Gebühren fallen nur bei Verkauf an. Im September 2025 wurde die Übernahme von La Ruche Qui Dit Oui! (in Deutschland Marktschwärmer) angekündigt; zusammen sprechen die Anbieter laut Bericht von agrarheute von über 10.000 Landwirten und rund 1,5 Millionen Kunden.

Farmerino und CrowdFarming im direkten Vergleich

Stand Juni 2026. Alle Angaben zu CrowdFarming in diesem Vergleich beruhen auf öffentlich verfügbaren Anbieterangaben und können sich ändern; Quellen am Seitenende.

Kriterium Farmerino CrowdFarming
ZielgruppePrivat, Gastro, Großhandelselektiv, EU-Versand
Farmerino: Erzeuger regionaler Lebensmittel in Deutschland - Landwirte und Bauernhöfe, Imker und Kleinerzeuger, Käsereien und Molkereien, Bäckereien und Hofläden, Fischer und Räuchereien sowie Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften - unabhängig von Betriebsgröße oder Technikwissen. Verkauft wird an Privatkunden, Gastronomie und Großhändler - anders als im klassischen Großhandel bestimmt der Hof dabei selbst seinen Preis.
CrowdFarming: Nachhaltig oder ökologisch wirtschaftende Höfe, die einen eigenen Direktverkaufskanal aufbauen und EU-weit versenden können - typisch Zitrus, Oliven und Olivenöl, Käse, Fleisch, Nüsse, Kaffee oder Schokolade mit gutem Versandprofil und überregionaler Nachfrage; die Aufnahme erfolgt selektiv durch Agronomen.
Einrichtung2 Min + BegleitungBewerbung + Auswahl
Farmerino: Die Registrierung dauert unter 2 Minuten - ohne Vertrag, ohne Kreditkarte und ohne technische Vorkenntnisse; eigener gebrandeter Online-Hofladen unter deiner Marke, alle Hof-Funktionen ab Start enthalten. Die vollständige Einrichtung kannst du auf Wunsch gemeinsam mit einem persönlichen Ansprechpartner machen - ohne Aufpreis.
CrowdFarming: Erzeuger bewerben sich über ein Bewerbungsformular bzw. das Connect-Portal; CrowdFarming prüft das Projekt und richtet danach die Erzeugerseite mit Profil, Hoffotos und Projektbeschreibung ein. Die Aufnahme erfolgt auf Auswahl - nicht jeder Hof wird angenommen.
Kostenmodell3,9 % · max. 149 €/Mo~22 % + Zahlung + Verpackung
Farmerino: Ein Preis, alle Funktionen inklusive: keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr, keine Zusatzmodule, keine Setup- oder App-Kosten, keine Fixkosten ohne Umsatz. Eine Plattform-Marge von 3,9 Prozent auf den Netto-Warenwert, für alle Verkäufer gleich, fällig nur bei erfolgreichen Verkäufen und gedeckelt auf 149 Euro pro Monat und Verkäufer - ab rund 3.820 Euro Monatsumsatz zahlst du nie mehr als 149 Euro. Zusätzlich 0,25 Euro Plattformgebühr pro Bestellung, die der Kunde als separater Posten trägt und die den Erlös des Verkäufers nicht belastet. Dem Verkäufer bleibt damit der Großteil seines Umsatzes.
CrowdFarming: Eine Provision auf den vom Landwirt festgelegten Preis - im Jahresdurchschnitt rund 22 Prozent für die CrowdFarming-Dienstleistungen, zur Einführung auf 16 Prozent reduziert, bei Produkten mit niedrigen Produktionskosten bis zu 32 Prozent. Diese Kosten stapeln sich auf den Warenwert: Hinzu kommen Zahlungsabwicklung/Betrugsschutz mit rund 4 Prozent des Endpreises (im Rechenbeispiel etwa 0,30 Euro pro Kilogramm) sowie Kommissionierung und Verpackung mit rund 3 bis 4 Euro pro Kiste (im Rechenbeispiel etwa 1,00 Euro pro Kilogramm). Eine Monats- oder Setup-Gebühr ist nicht ausgewiesen; Gebühren fallen nur bei Verkauf an.
Inklusiv-Leistungen / Zusatzkostenvorhandenalles inklusivenicht vorhandenkein Funktionsbaukasten
Farmerino: Alles im Preis enthalten, ohne Aufpreis (farmerino.de/funktionen): drei Vertriebswege (Abholung, eigene Lieferung, DPD-Paketversand), automatische Tourenplanung mit Picklisten und Lieferscheinen, DPD-Kühl- und Tiefkühlversand mit Temperaturklassen und Paket-Splitting, LMIV-Felder, Artikelvarianten und Preisstaffeln, variable Gewichtsabrechnung, integriertes Pfandsystem, Stripe-Zahlung, CSV-/PDF-/DATEV-Export, Bewertungssystem und persönlicher Ansprechpartner. Keine kostenpflichtigen Zusatzmodule, keine App-Kosten, keine Setup-Gebühr - der einzige zusätzliche Posten ist die 0,25 Euro pro Bestellung, die der Kunde trägt.
CrowdFarming: Über die Provision hinaus sind die Zahlungsabwicklung (laut Anbieter rund 4 Prozent des Endpreises) sowie Kommissionierung und Verpackung (rund 3 bis 4 Euro pro Kiste) separate, zusätzliche Kostenblöcke, die je verkaufter Ware anfallen und sich auf den Warenwert addieren. Eine producerseitige Self-Service-Steuerung von Funktionen wie LMIV-Feldern, Pfand, variabler Gewichtsabrechnung oder DATEV-Export im eigenen Shop ist nicht dokumentiert; das Modell ist ein zentral betriebener Versand-Marktplatz, kein Funktionsbaukasten für den eigenen Hofladen.
Vertragsbindungvorhandenkeinenicht eindeutig belegtnicht ausgewiesen
Farmerino: Kein Vertrag, keine Mindestlaufzeit, jederzeit kündbar; Gebühren entstehen nur bei tatsächlichen Verkäufen.
CrowdFarming: Eine erzeugerseitige Mindestlaufzeit, Exklusivität oder Kündigungsfrist ist nicht eindeutig ausgewiesen - die auffindbaren Vertragstexte regeln primär das saisonale Adoptionsverhältnis der Verbraucher, nicht die Konditionen des teilnehmenden Hofs.
Abholung am Hofvorhandenfrei kombinierbarnicht vorhandennicht vorgesehen
Farmerino: Abholung am Hof als einer von drei frei kombinierbaren Vertriebswegen; Liefer- und Abholbedingungen mit Mindestbestellwerten pro Vertriebsweg definierbar.
CrowdFarming: Eine lokale Abholung am Hof ist im CrowdFarming-Modell nicht vorgesehen - das Kernmodell ist EU-weiter Direktversand. Nach der angekündigten Marktschwärmer-Übernahme könnte lokale Abholung künftig über die Schwärmereien laufen; die genaue Integration und die Konditionen für Erzeuger sind im Juni 2026 öffentlich nicht abschließend detailliert.
Eigene Lieferungvorhandenmit Liefergebietennicht vorhandenzentral gesteuert
Farmerino: Eigene Lieferung als eigener Vertriebsweg; Liefergebiete nach Entfernung oder Postleitzahl definierbar, mit Mindestbestellwerten.
CrowdFarming: Es gibt keine erzeugereigene lokale Liefertour: CrowdFarming bündelt alle Bestellungen, bestimmt zentral die Liefertage und versendet gruppiert per Spedition; die Liefersteuerung liegt bei CrowdFarming, nicht beim einzelnen Hof.
Tourenplanungvorhandennicht vorhanden
Farmerino: Automatische Tourenplanung mit Routenoptimierung nach dem Milchmann-Prinzip; das System fasst alle Bestellungen eines Tages zur effizientesten Route zusammen und erstellt Picklisten und Lieferscheine.
CrowdFarming: CrowdFarming bündelt die Bestellungen zentral und koordiniert die Liefertermine mit dem Landwirt; die Tourensteuerung erfolgt zentral und nicht als erzeugereigene Routenoptimierung für lokale Liefertouren. Eine Hofladen-Abhol- oder Eigentour-Funktion im klassischen Sinn ist nicht vorgesehen.
Paketversand / KühlversandvorhandenDPD + Kühlklassennicht eindeutig belegtzentral, ohne Kühlklassen
Farmerino: Bundesweiter DPD-Paketversand mit automatischer Erkennung der Temperaturklasse (gekühlt, tiefgekühlt oder Raumtemperatur), Paket-Splitting bei Gewichts- oder Größenlimit, Versandlabel- und Batch-Label-Erstellung, Paketvorlagen, Sendungsverfolgung und Abholung am Hof.
CrowdFarming: EU-weiter Versand ist der Kern des Modells: CrowdFarming bündelt Bestellungen, versendet gruppiert an festgelegten Tagen und übernimmt Verpackung (inklusive recyceltem Material) und Versandetiketten; Eine erzeugerseitige Steuerung von Temperaturklassen oder Paket-Splitting im eigenen Shop ist nicht dokumentiert.
LMIV / Varianten / Pfandvorhandennicht vorhandennicht dokumentiert
Farmerino: LMIV-Felder direkt am Artikel (Allergene, Nährwerte, Herkunft, Zutaten, sichtbar vor dem Kauf); Artikelvarianten nach Gewicht, Sorte oder Größe mit eigenem Preis und Bestand, Preisstaffeln und Mengenrabatt; variable Gewichtsabrechnung mit automatischer Rückzahlung des Reservierungspuffers; integriertes Pfandsystem - alles ab Werk im Preis enthalten, ohne Zusatz-App.
CrowdFarming: Der Landwirt legt seinen Kilopreis zu Saisonbeginn selbst fest und erhält ihn vollständig; producer-seitige Detailfunktionen wie LMIV-Pflichtfelder, ein integriertes Pfandsystem, gewichtsbasierte Abrechnung (variables Gewicht) und Produkt-Varianten auf Artikelebene sind nicht dokumentiert - das Modell ist ein zentral gesteuerter Versand-Marktplatz, kein lokaler Hofladen-Kanal.
ZahlungsabwicklungvorhandenStripe, täglichStripe Connect, ~14 Tage
Farmerino: Sichere Zahlungsabwicklung über Stripe; im Checkout stehen Kreditkarte, Link, Klarna, Amazon Pay und Revolut Pay zur Verfügung, je nach Endgerät zusätzlich Apple Pay und Google Pay. Auszahlung täglich mit einer Sicherheitsverzögerung von 14 Tagen (Rückgabefrist).
CrowdFarming: Die Zahlungsabwicklung läuft über Stripe Connect (inklusive PayPal und SEPA) mit dem Stripe-eigenen Betrugsschutz (Stripe Radar, den Farmerinos Stripe-Anbindung ebenfalls mitbringt) und automatischer Währungsumrechnung für den EU-weiten Verkauf; die im Kostenmodell genannte Zahlungsabwicklung (laut Anbieter rund 4 Prozent des Endpreises) ist die Gebühr für genau diese über Stripe Connect abgewickelte Zahlung, kein zusätzlicher Kostenblock. Die Auszahlung an die Landwirte erfolgt in rund 14 Tagen - nach eigener Darstellung 89 Prozent schneller als in traditionellen Lieferketten.
Datenexport / BuchhaltungvorhandenCSV/PDF/DATEVnicht eindeutig belegtkein DATEV
Farmerino: Export der Transaktionsdaten als CSV, PDF und im DATEV-Format für Buchhaltung und Steuerberater; Bewertungssystem mit Antwortmöglichkeit des Anbieters.
CrowdFarming: Erzeugern stehen in der Farmer Zone Dashboards, Auftragsfilter und Auszahlungsinformationen zur Verfügung; ein DATEV-konformer Export oder eine strukturierte Buchhaltungs-Schnittstelle für Erzeuger ist nicht dokumentiert - Rechnungen und Auszahlungsinfos laufen über die Farmer Zone und Stripe.
Persönliche Begleitungvorhandenfester Ansprechpartnernicht eindeutig belegtzentral, kein fester
Farmerino: Persönlicher Ansprechpartner ab der Registrierung per WhatsApp, Telefon oder E-Mail, der das Onboarding bis zum ersten Verkauf begleitet; DSGVO-konform, Serverstandort Deutschland.
CrowdFarming: CrowdFarming übernimmt den Endkunden-Support für die teilnehmenden Erzeuger und bietet agronomische Begleitung, Marketing sowie Web- und Software-Tools; der Betrieb wird damit dem Hof weitgehend abgenommen, läuft aber zentral über die Plattform und nicht über einen festen deutschsprachigen Onboarding-Ansprechpartner pro Erzeuger.
Kassensystemvorhanden99 € · ohne Transaktionsgebührnicht vorhanden
Farmerino: Geräteunabhängige Web-Bargeldkasse für den Tresenverkauf am Hofladen: Artikel antippen, Wiegeware nach Gewicht, bar kassieren mit Rückgeld, Beleg und Tagesabschluss - über das eigene Tablet oder Smartphone, ohne Zusatz-Hardware. Die gebührenfreie Bargeldannahme ist enthalten: 99 Euro im Monat, keine Transaktionsgebühr auf Bargeld (ab Mitte Juli verfügbar).
CrowdFarming: CrowdFarming ist ein EU-Online-Marktplatz mit Versand ab Hof; Kunden bestellen und bezahlen online vorab. Ein eigenes Vor-Ort-Kassensystem für den Hofladen-Tresen ist im Modell nicht vorgesehen.
vorhanden nicht vorhanden nicht eindeutig belegt Zeile anklicken für Details und Quelle

Wann passt Farmerino besser?

  • Du willst einen eigenen Online-Hofladen unter deiner Marke betreiben statt über einen fremden Marktplatz mit dessen Markenauftritt zu verkaufen.
  • Dir ist ein planbarer Preis wichtig, bei dem alles drin ist: 3,9 Prozent gedeckelt auf 149 Euro im Monat, alle Funktionen inklusive, keine Modul-, App- oder Setup-Kosten und keine Fixkosten ohne Umsatz - statt einer Provision plus separater Zahlungs- und Verpackungskosten, die sich auf den Warenwert stapeln.
  • Du möchtest Abholung am Hof, eigene Lieferung mit Tourenplanung und bundesweiten Paketversand frei kombinieren statt dich auf den zentral gesteuerten EU-Versand festzulegen.
  • Du verkaufst gewichtsvariable Produkte (z. B. Fleisch oder Käselaibe) oder Pfandartikel und brauchst variable Gewichtsabrechnung, Varianten und ein integriertes Pfandsystem ab Werk.
  • Du brauchst LMIV-Pflichtangaben (Allergene, Nährwerte, Herkunft) direkt am Artikel und einen DATEV-Export für Buchhaltung und Steuerberater.
  • Du willst sofort und ohne Auswahlverfahren starten - Konto in unter 2 Minuten, ohne Bewerbung und ohne Agronomen-Prüfung.
  • Du verkaufst überwiegend regional und brauchst die lokale Abholung und eigene Lieferung als Kanal, die im CrowdFarming-Versandmodell nicht vorgesehen sind.
  • Du willst am Hofladen-Tresen bar kassieren: Das Kassensystem-Paket verbindet eine geräteunabhängige Kasse mit gebührenfreier Barzahlung - 99 Euro im Monat, ohne Transaktionsgebühr auf Bargeld, ab Mitte Juli verfügbar.

Wechsel oder Parallelbetrieb ohne Risiko

Ein Wechsel oder Parallelbetrieb ist risikoarm möglich. Farmerino hat keinen Vertrag, keine Mindestlaufzeit und keine Monatsgebühr - du kannst ein Konto in unter 2 Minuten anlegen und Farmerino zunächst nur für einen Kanal nutzen (etwa die regionale Abholung und eigene Lieferung), während deine bestehende CrowdFarming-Teilnahme für den überregionalen Versand unverändert weiterläuft. Da bei Farmerino Gebühren nur bei erfolgreichen Verkäufen anfallen und alle Funktionen ohne Zusatzmodule oder Setup-Kosten im Preis enthalten sind, entstehen ohne Umsatz keine Kosten, und ein persönlicher Ansprechpartner begleitet das Onboarding bis zum ersten Verkauf. So kannst du beide Modelle nebeneinander betreiben und erst dann entscheiden, ob du komplett wechselst oder dauerhaft zweigleisig fährst. Weil die erzeugerseitigen Vertrags- und Kündigungsbedingungen von CrowdFarming nicht eindeutig veröffentlicht sind, prüfe vor einem Parallelbetrieb oder Wechsel die für deinen Hof geltenden Teilnahmebedingungen direkt beim Anbieter - insbesondere eine etwaige Exklusivität oder saisonale Bindung.

Häufige Fragen

Ist Farmerino eine gute CrowdFarming Alternative?

Das hängt von deinem Vertriebsmodell ab. CrowdFarming ist ein kuratierter EU-Marktplatz mit eigener Marke und eigener Reichweite, auf den du dich bewirbst und über den du EU-weit versendest; die Aufnahme erfolgt selektiv durch Agronomen. Farmerino ist eine eigenständige Software für deinen eigenen Online-Hofladen unter deiner Marke, mit der du Abholung am Hof, eigene Lieferung mit Tourenplanung und bundesweiten Paketversand frei kombinierst - zu einem Preis, in dem alle Funktionen inklusive sind. Wenn du einen eigenen Shop, regionale Abholung und eigene Lieferung, LMIV-Felder, Pfand und variable Gewichtsabrechnung brauchst oder unabhängig von einem Marktplatz verkaufen willst, ist Farmerino eine sinnvolle Alternative.

Was kostet Farmerino im Vergleich zu CrowdFarming?

Farmerino berechnet einen Preis, in dem alle Funktionen enthalten sind: keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr, sondern eine Plattform-Marge von 3,9 Prozent auf den Netto-Warenwert (nur bei erfolgreichen Verkäufen, für alle Verkäufer gleich), gedeckelt auf 149 Euro pro Monat und Verkäufer, plus 0,25 Euro Plattformgebühr pro Bestellung, die der Kunde separat trägt; dem Verkäufer bleibt damit der Großteil seines Umsatzes. CrowdFarming zieht eine Provision auf den vom Landwirt festgelegten Preis ein (im Jahresschnitt rund 22 Prozent, zur Einführung 16 Prozent, bei Niedrigpreisprodukten bis 32 Prozent) und berechnet zusätzlich Zahlungsabwicklung (laut Anbieter rund 4 Prozent des Endpreises) sowie Kommissionierung und Verpackung (rund 3 bis 4 Euro pro Kiste); eine Monats- oder Setup-Gebühr ist nicht ausgewiesen. Die prozentuale Belastung des Warenwerts fällt bei CrowdFarming deutlich höher aus, und die Zusatzkosten für Zahlungsabwicklung sowie Kommissionierung und Verpackung stapeln sich obendrauf. Bitte prüfe die jeweils aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter.

Kommen bei Farmerino versteckte Kosten oder kostenpflichtige Zusatzmodule dazu?

Nein. Bei Farmerino ist alles in einem Preis enthalten: die drei Vertriebswege (Abholung, eigene Lieferung, DPD-Paketversand), Tourenplanung, Kühl- und Tiefkühlversand mit Temperaturklassen, LMIV-Felder, Varianten und Preisstaffeln, variable Gewichtsabrechnung, integriertes Pfandsystem, Stripe-Zahlung, CSV-/PDF-/DATEV-Export, Bewertungssystem und persönlicher Ansprechpartner (farmerino.de/funktionen). Es gibt keine Einrichtungs- oder Setup-Gebühr, keine Monatsgebühr, keine kostenpflichtigen Zusatzmodule, keine App-Kosten und keine Fixkosten ohne Umsatz. Die Plattform-Marge von 3,9 Prozent fällt nur bei erfolgreichen Verkäufen an und ist auf 149 Euro pro Monat und Verkäufer gedeckelt; der einzige weitere Posten sind 0,25 Euro pro Bestellung, die der Kunde trägt - nicht der Verkäufer. Jederzeit kündbar.

Bringt Farmerino wie CrowdFarming eigene Reichweite und Kunden mit?

Nein, und das ist der wichtigste Unterschied. CrowdFarming ist ein Marktplatz mit eigenem Kundenstamm (gemeinsam mit Marktschwärmer laut agrarheute rund 1,5 Millionen Kunden, Stand 2025) und stellt Reichweite, Marketing und Bekanntmachung bereit. Farmerino ist eine Software für deinen eigenen Online-Hofladen unter deiner Marke - du baust deine Kundschaft selbst auf und bleibst dafür unabhängig, behältst die volle Kontrolle über Marke und Kundenbeziehung und zahlst keine Provision auf den Warenwert.

Kann ich bei Farmerino regional abholen lassen und selbst liefern?

Ja. Bei Farmerino sind die Abholung am Hof und die eigene Lieferung zwei von drei frei kombinierbaren Vertriebswegen, mit Liefergebieten nach Entfernung oder Postleitzahl, Mindestbestellwerten und automatischer Tourenplanung nach dem Milchmann-Prinzip - ohne Aufpreis im Funktionsumfang enthalten. CrowdFarming ist ein zentral gesteuerter EU-Versand-Marktplatz; eine lokale Abholung am Hof oder eine erzeugereigene Liefertour ist im Modell nicht vorgesehen, und die Liefersteuerung liegt zentral bei CrowdFarming. Nach der angekündigten Marktschwärmer-Übernahme könnte lokale Abholung künftig über die Schwärmereien laufen, die Details für Erzeuger sind im Juni 2026 jedoch öffentlich nicht abschließend beschrieben.

Unterstützt CrowdFarming LMIV-Kennzeichnung, Pfand und Gewichtsabrechnung wie Farmerino?

Bei Farmerino sind LMIV-Felder (Allergene, Nährwerte, Herkunft, Zutaten) direkt am Artikel enthalten und vor dem Kauf sichtbar, dazu Artikelvarianten, variable Gewichtsabrechnung und ein integriertes Pfandsystem - alles ohne Zusatz-App und ohne Aufpreis. Bei CrowdFarming sind diese producer-seitigen Detailfunktionen für die DACH-Direktvermarktung nicht dokumentiert; CrowdFarming ist ein zentral gesteuerter Versand-Marktplatz, und ob bzw. wie diese Anforderungen abgebildet werden, ist nicht eindeutig.

Muss ich mich bewerben, um Farmerino oder CrowdFarming zu nutzen?

Bei Farmerino nicht: Das Konto wird in unter 2 Minuten ohne Bewerbung, ohne Vertrag und ohne Kreditkarte erstellt, und alle Hof-Funktionen sind ab Start verfügbar. Bei CrowdFarming bewerben sich Erzeuger über ein Bewerbungsformular; Agronomen wählen die Erzeuger aus und nicht jeder Hof wird aufgenommen, sodass die Teilnahme selektiv und an eine Projektprüfung gebunden ist.

Wie werden Erzeuger bei Farmerino und CrowdFarming ausgezahlt?

Bei Farmerino erfolgt die Auszahlung über Stripe täglich, mit einer Sicherheitsverzögerung von 14 Tagen als Rückgabefrist zur Absicherung vor Stornierungen. CrowdFarming zahlt ebenfalls über Stripe (Stripe Connect) aus, mit einer Auszahlung an die Landwirte in rund 14 Tagen - nach eigener Darstellung 89 Prozent schneller als traditionelle Lieferketten. Beide Anbieter nutzen damit Stripe, der wesentliche Unterschied liegt nicht in der Auszahlung, sondern im Geschäftsmodell und in der Gebührenstruktur.

Was bedeutet die CrowdFarming-Übernahme von Marktschwärmer für Erzeuger?

Im September 2025 wurde laut Bericht von top agrar und agrarheute angekündigt, dass CrowdFarming La Ruche Qui Dit Oui! (in Deutschland Marktschwärmer) übernimmt; gemeinsam sprechen die Anbieter von über 10.000 Landwirten und rund 1,5 Millionen Kunden. Marktschwärmer soll dabei das lokale Abhol-Netzwerk über die Schwärmereien bleiben, CrowdFarming der EU-Versand-Kanal. Für Erzeuger wirft eine solche Konsolidierung Fragen zu künftigen Konditionen, Ansprechpartnern und zur Integration der beiden Modelle auf; verlässliche Details waren im Juni 2026 öffentlich nicht abschließend kommuniziert - prüfe die aktuellen Bedingungen direkt beim Anbieter. Unabhängig davon bleibt Farmerino eine eigenständige Alternative: ein eigener Online-Hofladen unter deiner Marke, ohne Vertrag und ohne Monatsgebühr, mit allen Funktionen im Preis inklusive, als Ersatz oder im Parallelbetrieb nutzbar.

Quellen

Stand Juni 2026. Angaben zu CrowdFarming stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen und können sich ändern.