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Anbieter-Vergleich für Direktvermarkter

Farmerino vs. CrowdFarming: eigener Hofladen statt EU-Marktplatz

CrowdFarming ist ein kuratierter EU-Marktplatz mit zentraler Reichweite und einem Auswahlverfahren für Erzeuger. Farmerino ist eine Software für den eigenen Online-Hofladen unter der Marke des Betriebs. Sie unterstützt Abholung, eigene Lieferung und DPD-Paketversand. Farmerino berechnet einen gedeckelten Anteil je Verkauf und separat ausgewiesene Kundenentgelte. CrowdFarming arbeitet nach den ausgewerteten Anbieterangaben mit Provision sowie Kosten für Zahlungsabwicklung, Kommissionierung und Verpackung. Der Vergleich ordnet Kosten, Vertriebswege, Markenführung und Aufnahmeprozess ein.

Direktvermarktungs-Software im Vergleich

Worum geht es?

CrowdFarming ist ein 2017 in Valencia gegründeter, kuratierter europäischer Direktvermarktungs-Marktplatz mit eigener Marke und eigenem Kundenstamm: Verbraucher übernehmen eine Patenschaft (adoptieren einen Baum, ein Tier oder eine Parzelle) oder bestellen Boxen vor, und der Erzeuger versendet die Ernte EU-weit direkt aus dem Hof. Es ist keine Self-Service-Shop-Software für den eigenen Hofladen-Kanal, sondern eine Plattform, die Reichweite, Logistik, Zahlungsabwicklung und Endkunden-Support mitbringt. Erzeuger bewerben sich und werden selektiv durch Agronomen aufgenommen. Das Erlösmodell ist eine Provision auf den vom Erzeuger festgelegten Preis (im Jahresschnitt rund 22 Prozent, zur Einführung auf 16 Prozent reduziert, bei Niedrigpreisprodukten bis 32 Prozent). Hinzu kommen die über Stripe Connect abgewickelte Zahlungsabwicklung (laut Anbieter rund 4 Prozent des Endpreises. Im Rechenbeispiel etwa 0,30 Euro pro Kilogramm) sowie Kommissionierung und Verpackung mit rund 3 bis 4 Euro pro Kiste – die Kosten stapeln sich also auf den Warenwert. Eine Monats- oder Setup-Gebühr ist nicht ausgewiesen. Gebühren fallen nur bei Verkauf an.

Farmerino und CrowdFarming im direkten Vergleich

Stand Juni 2026. Alle Angaben zu CrowdFarming in diesem Vergleich beruhen auf öffentlich verfügbaren Anbieterangaben und können sich ändern. Die Quellen stehen am Seitenende.

Kriterium Farmerino CrowdFarming
ZielgruppePrivat, Gastro, Großhandelselektiv, EU-Versand
Farmerino: Erzeuger regionaler Lebensmittel in Deutschland – Landwirte und Bauernhöfe, Imker und Kleinerzeuger, Käsereien und Molkereien, Bäckereien und Hofläden, Fischer und Räuchereien sowie Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften – unabhängig von Betriebsgröße oder Technikwissen. Verkauft wird an Privatkunden, Gastronomie und Großhändler – anders als im klassischen Großhandel bestimmt der Hof dabei selbst seinen Preis.
CrowdFarming: Nachhaltig oder ökologisch wirtschaftende Höfe, die einen eigenen Direktverkaufskanal aufbauen und EU-weit versenden können – typisch Zitrus, Oliven und Olivenöl, Käse, Fleisch, Nüsse, Kaffee oder Schokolade mit gutem Versandprofil und überregionaler Nachfrage. Die Aufnahme erfolgt selektiv durch Agronomen.
Einrichtungonline + UnterstützungBewerbung + Auswahl
Farmerino: Das Konto wird online ohne Kreditkarte angelegt. Bis der Hofladen veröffentlicht werden kann, müssen Produkte, Bilder, Pflichtangaben, Vertriebsweg und Zahlungsstatus vollständig sein. Wie lange das dauert, hängt vom Sortiment und den vorhandenen Daten ab. Persönliche Unterstützung per WhatsApp, Telefon oder E-Mail ist auf Wunsch verfügbar.
CrowdFarming: Erzeuger bewerben sich über ein Bewerbungsformular bzw. das Connect-Portal. CrowdFarming prüft das Projekt und richtet danach die Erzeugerseite mit Profil, Hoffotos und Projektbeschreibung ein. Die Aufnahme erfolgt auf Auswahl – nicht jeder Hof wird angenommen.
Kostenmodell3,9 % zzgl. USt. · max. 149 €/Mo~22 % + Zahlung + Verpackung
Farmerino: Es gibt keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr. Farmerino berechnet 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 € pro Monat und Verkäufer. Der Kunde trägt zusätzlich 0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Es gibt keine Mindestlaufzeit. Die optionale Tresen-Kasse ist ein separates Paket für 99 € pro Monat zzgl. USt.
CrowdFarming: Eine Provision auf den vom Landwirt festgelegten Preis – im Jahresdurchschnitt rund 22 Prozent für die CrowdFarming-Dienstleistungen, zur Einführung auf 16 Prozent reduziert, bei Produkten mit niedrigen Produktionskosten bis zu 32 Prozent. Diese Kosten stapeln sich auf den Warenwert: Hinzu kommen Zahlungsabwicklung/Betrugsschutz mit rund 4 Prozent des Endpreises (im Rechenbeispiel etwa 0,30 Euro pro Kilogramm) sowie Kommissionierung und Verpackung mit rund 3 bis 4 Euro pro Kiste (im Rechenbeispiel etwa 1,00 Euro pro Kilogramm). Eine Monats- oder Setup-Gebühr ist nicht ausgewiesen. Gebühren fallen nur bei Verkauf an.
Inklusiv-Leistungen / ZusatzkostenvorhandenHofladen inklusivenicht vorhandenkein Funktionsbaukasten
Farmerino: Im Grundmodell enthalten sind der Online-Hofladen, Abholung, eigene Lieferung, DPD-Paketversand, Tourenplanung, LMIV-Felder, Varianten und Preisstaffeln, variable Gewichtsabrechnung, Pfandverwaltung, Stripe-Zahlung sowie CSV-, PDF- und DATEV-Export. Persönliche Unterstützung ist auf Wunsch verfügbar. Optionale Pakete werden separat berechnet. Die Tresen-Kasse kostet 99 € pro Monat zzgl. USt.
CrowdFarming: Über die Provision hinaus sind die Zahlungsabwicklung (laut Anbieter rund 4 Prozent des Endpreises) sowie Kommissionierung und Verpackung (rund 3 bis 4 Euro pro Kiste) separate, zusätzliche Kostenblöcke, die je verkaufter Ware anfallen und sich auf den Warenwert addieren. Eine erzeugerseitige Self-Service-Steuerung von Funktionen wie LMIV-Feldern, Pfand, variabler Gewichtsabrechnung oder DATEV-Export im eigenen Shop ist nicht dokumentiert. Das Modell ist ein zentral betriebener Versand-Marktplatz, kein Funktionsbaukasten für den eigenen Hofladen.
Vertragsbindungvorhandenkeinenicht eindeutig belegtnicht ausgewiesen
Farmerino: Es gibt keine Mindestlaufzeit. Du kannst jederzeit kündigen. Die 3,9 % zzgl. USt. fallen nur bei abgeschlossenen Bestellungen an.
CrowdFarming: Eine erzeugerseitige Mindestlaufzeit, Exklusivität oder Kündigungsfrist ist nicht eindeutig ausgewiesen – die auffindbaren Vertragstexte regeln primär das saisonale Adoptionsverhältnis der Verbraucher, nicht die Konditionen des teilnehmenden Hofs.
Abholung am Hofvorhandenfrei kombinierbarnicht vorhandennicht vorgesehen
Farmerino: Abholung am Hof als einer von drei frei kombinierbaren Vertriebswegen. Liefer- und Abholbedingungen mit Mindestbestellwerten pro Vertriebsweg definierbar.
CrowdFarming: Eine lokale Abholung am Hof ist im CrowdFarming-Modell nicht vorgesehen – das Kernmodell ist EU-weiter Direktversand. Eine lokale Abholung über die Schwärmereien ist ein eigener, davon getrennter Vertriebsweg. Die Konditionen für Erzeuger sind öffentlich nicht abschließend detailliert.
Eigene Lieferungvorhandenmit Liefergebietennicht vorhandenzentral gesteuert
Farmerino: Eigene Lieferung als eigener Vertriebsweg. Liefergebiete nach Entfernung oder Postleitzahl definierbar, mit Mindestbestellwerten.
CrowdFarming: Es gibt keine erzeugereigene lokale Liefertour: CrowdFarming bündelt alle Bestellungen, bestimmt zentral die Liefertage und versendet gruppiert per Spedition. Die Liefersteuerung liegt bei CrowdFarming, nicht beim einzelnen Hof.
Tourenplanungvorhandennicht vorhanden
Farmerino: Automatische Tourenplanung mit Routenoptimierung nach dem Milchmann-Prinzip. Das System berechnet aus den bestätigten Bestellungen eine Routenreihenfolge und erstellt Picklisten und Lieferscheine.
CrowdFarming: CrowdFarming bündelt die Bestellungen zentral und koordiniert die Liefertermine mit dem Landwirt. Die Tourensteuerung erfolgt zentral und nicht als erzeugereigene Routenoptimierung für lokale Liefertouren. Eine Hofladen-Abhol- oder Eigentour-Funktion im klassischen Sinn ist nicht vorgesehen.
Paketversand / KühlversandvorhandenDPD + Kühlklassennicht eindeutig belegtzentral, ohne Kühlklassen
Farmerino: Bundesweiter DPD-Paketversand mit automatischer Erkennung der Temperaturklasse (gekühlt, tiefgekühlt oder Raumtemperatur), Paket-Splitting bei Gewichts- oder Größenlimit, Versandlabel- und Batch-Label-Erstellung, Paketvorlagen, Sendungsverfolgung und Abholung am Hof.
CrowdFarming: EU-weiter Versand ist der Kern des Modells: CrowdFarming bündelt Bestellungen, versendet gruppiert an festgelegten Tagen und übernimmt Verpackung (inklusive recyceltem Material) und Versandetiketten. Eine erzeugerseitige Steuerung von Temperaturklassen oder Paket-Splitting im eigenen Shop ist nicht dokumentiert.
LMIV / Varianten / Pfandvorhandennicht vorhandennicht dokumentiert
Farmerino: LMIV-Felder direkt am Artikel (Allergene, Nährwerte, Herkunft, Zutaten, sichtbar vor dem Kauf). Artikelvarianten nach Gewicht, Sorte oder Größe mit eigenem Preis und Bestand, Preisstaffeln und Mengenrabatt. Variable Gewichtsabrechnung mit automatischer Rückzahlung des Reservierungspuffers. Integriertes Pfandsystem – alles ab Werk im Preis enthalten, ohne Zusatz-App.
CrowdFarming: Der Landwirt legt seinen Kilopreis zu Saisonbeginn selbst fest und erhält ihn vollständig. Erzeugerseitige Detailfunktionen wie LMIV-Pflichtfelder, ein integriertes Pfandsystem, gewichtsbasierte Abrechnung (variables Gewicht) und Produkt-Varianten auf Artikelebene sind nicht dokumentiert – das Modell ist ein zentral gesteuerter Versand-Marktplatz, kein lokaler Hofladen-Kanal.
ZahlungsabwicklungvorhandenStripe, täglichStripe Connect, ~14 Tage
Farmerino: Die Zahlungsabwicklung läuft über Stripe. Im Checkout stehen Kreditkarte, Link, Klarna, Amazon Pay und Revolut Pay zur Verfügung. Apple Pay und Google Pay hängen von Endgerät, Browser und Stripe-Verfügbarkeit ab. Auszahlungen erfolgen täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung.
CrowdFarming: Die Zahlungsabwicklung läuft über Stripe Connect (inklusive PayPal und SEPA) mit dem Stripe-eigenen Betrugsschutz (Stripe Radar, den Farmerinos Stripe-Anbindung ebenfalls mitbringt) und automatischer Währungsumrechnung für den EU-weiten Verkauf. Die im Kostenmodell genannte Zahlungsabwicklung (laut Anbieter rund 4 Prozent des Endpreises) ist die Gebühr für genau diese über Stripe Connect abgewickelte Zahlung, kein zusätzlicher Kostenblock. Die Auszahlung an die Landwirte erfolgt in rund 14 Tagen – nach eigener Darstellung 89 Prozent schneller als in traditionellen Lieferketten.
Datenexport / BuchhaltungvorhandenCSV/PDF/DATEVnicht eindeutig belegtkein DATEV
Farmerino: Export der Transaktionsdaten als CSV, PDF und im DATEV-Format für Buchhaltung und Steuerberater. Bewertungssystem mit Antwortmöglichkeit des Anbieters.
CrowdFarming: Erzeugern stehen in der Farmer Zone Dashboards, Auftragsfilter und Auszahlungsinformationen zur Verfügung. Ein DATEV-konformer Export oder eine strukturierte Buchhaltungs-Schnittstelle für Erzeuger ist nicht dokumentiert – Rechnungen und Auszahlungsinfos laufen über die Farmer Zone und Stripe.
Persönliche BegleitungvorhandenSupport auf Wunschnicht eindeutig belegtzentral, kein fester
Farmerino: Persönliche Unterstützung per WhatsApp, Telefon oder E-Mail ist auf Wunsch verfügbar. Fragen zu Einrichtung und Arbeitsabläufen können direkt mit einem Mitarbeiter geklärt werden.
CrowdFarming: CrowdFarming bietet Endkunden-Support, agronomische Begleitung, Marketing sowie Web- und Software-Werkzeuge. Diese Leistungen laufen zentral über die Plattform. Ein fester deutschsprachiger Onboarding-Ansprechpartner pro Erzeuger ist nicht beschrieben.
Kassensystemvorhanden99 €/Monat zzgl. USt. · ohne Transaktionsgebührnicht vorhanden
Farmerino: Geräteunabhängige Web-Bargeldkasse für den Tresenverkauf am Hofladen: Artikel antippen, Barcode scannen, Wiegeware nach Gewicht, bar kassieren mit Rückgeld, Beleg und Tagesabschluss, über das eigene Tablet oder Smartphone und ohne proprietäre Kassenhardware. Vorhandene Geräte lassen sich weiterverwenden: handelsübliche Barcode-Scanner arbeiten treiberlos als Tastatur (HID), Etikettenwaagen kommen über den gedruckten Instore-Barcode mit Gewicht oder Preis in die Bon-Zeile, Tresenwaagen live über die serielle Verbindung. Mehrere Kassen je Hof sind möglich, jede mit eigenem TSE-Client, eigener Belegnummernreihe, eigenem Tagesabschluss und eigenem DSFinV-K-Abschluss. Das Kassensystem-Paket kostet 99 € im Monat zzgl. USt. und enthält die erste Kasse. Jede weitere kostet 25 € im Monat zzgl. USt., berechnet ab der nächsten Abrechnung. Auf Bargeld fällt keine Transaktionsgebühr an.
CrowdFarming: CrowdFarming ist ein EU-Online-Marktplatz mit Versand ab Hof. Kunden bestellen und bezahlen online vorab. Ein eigenes Vor-Ort-Kassensystem für den Hofladen-Tresen ist im Modell nicht vorgesehen.
Gebündelte Lieferung und Fahrerleistungenvorhandenein Gebiet, mehrere Höfenicht vorhanden
Farmerino: Freigegeben ist derzeit die Vermittlung von Fahrleistungen. Ein Fahrbetrieb veröffentlicht Gebiet, Fahrtage und Stopp-Kapazität. Mehrere Höfe im selben Umkreis können sich damit verknüpfen. Bestätigte Bestellungen werden zu einer gemeinsamen Route zusammengeführt. Die Kapazitätsgrenze gilt über alle verknüpften Höfe. Das Fahrtentgelt für den einzelnen Hof wird aus dessen Entfernung zur Gebietsmitte und dem hinterlegten Kilometersatz berechnet. Die Kundschaft erhält ein aus der Route berechnetes Zwei-Stunden-Fenster. Leergut kann bei der Übergabe erfasst und der Bestellung gutgeschrieben werden. Hof und Fahrbetrieb schließen den vorgesehenen Auftragsverarbeitungsvertrag im Konto. Bei einem Abrechnungswiderspruch wird die Auszahlung bis zur Klärung angehalten. Der Hof zahlt für die Vermittlung nichts. Vom Fahrtentgelt behält Farmerino einen Plattformanteil von 3,9 % zzgl. USt. ein. Diesen Anteil trägt der Fahrbetrieb. Lohnschlachtung, Zerlegung und sechzehn weitere Gewerke sind technisch vorbereitet, aber noch nicht freigegeben.
CrowdFarming: CrowdFarming ist ein Online-Marktplatz mit Versand ab Hof. Eine Vermittlung von Fahrleistungen zwischen Höfen und unabhängigen Fahrbetrieben ist im Modell nicht beschrieben.
vorhanden nicht vorhanden nicht eindeutig belegt Zeile anklicken für Details und Quelle

Wann passt Farmerino besser?

  • Du willst einen eigenen Online-Hofladen unter deiner Marke betreiben statt über einen fremden Marktplatz mit dessen Markenauftritt zu verkaufen.
  • Dir ist ein planbarer Preis wichtig, mit 3,9 % zzgl. USt. je Verkauf auf abgeschlossene Bestellungen und einem Deckel von 149 € pro Monat und Verkäufer – statt einer Provision plus separater Zahlungs- und Verpackungskosten, die sich auf den Warenwert stapeln.
  • Du möchtest Abholung am Hof, eigene Lieferung mit Tourenplanung und bundesweiten Paketversand frei kombinieren statt dich auf den zentral gesteuerten EU-Versand festzulegen.
  • Du verkaufst gewichtsvariable Produkte (z. B. Fleisch oder Käselaibe) oder Pfandartikel und brauchst variable Gewichtsabrechnung, Varianten und ein integriertes Pfandsystem ab Werk.
  • Du brauchst LMIV-Pflichtangaben (Allergene, Nährwerte, Herkunft) direkt am Artikel und einen DATEV-Export für Buchhaltung und Steuerberater.
  • Du möchtest ein Konto ohne Auswahlverfahren anlegen. Vor der Veröffentlichung vervollständigst du Produkte, Pflichtangaben, Vertriebsweg und Zahlungsstatus.
  • Du verkaufst überwiegend regional und brauchst die lokale Abholung und eigene Lieferung als Kanal, die im CrowdFarming-Versandmodell nicht vorgesehen sind.
  • Du willst am Hofladen-Tresen bar kassieren: Das Kassensystem-Paket verbindet eine geräteunabhängige Kasse mit gebührenfreier Barzahlung, für 99 € im Monat zzgl. USt.
  • Du willst vorhandene Kassen-Hardware weiterverwenden: Barcode-Scanner arbeiten treiberlos als Tastatur, Etikettenwaagen über den Instore-Barcode und Tresenwaagen live über die serielle Verbindung. Für Tresen, Hofcafé und Marktstand legst du mehrere Kassen an, jede weitere für 25 € im Monat zzgl. USt.

Wechsel oder Parallelbetrieb schrittweise umsetzen

Ein Parallelbetrieb ist technisch möglich. Du kannst regionale Abholung und eigene Lieferung über Farmerino organisieren und eine bestehende CrowdFarming-Teilnahme für den EU-Versand weiterführen. Produkte, Preise, Bestände und Bestellungen müssen dann in beiden Systemen abgestimmt werden. Prüfe vorab die für deinen Hof geltenden CrowdFarming-Bedingungen, insbesondere mögliche Exklusivität oder saisonale Bindung.

Häufige Fragen

Ist Farmerino eine gute CrowdFarming Alternative?

Das hängt von deinem Vertriebsmodell ab. CrowdFarming ist ein kuratierter EU-Marktplatz mit eigener Marke und eigener Reichweite, auf den du dich bewirbst und über den du EU-weit versendest. Die Aufnahme erfolgt selektiv durch Agronomen. Farmerino ist eine eigenständige Software für deinen eigenen Online-Hofladen unter deiner Marke, mit der du Abholung am Hof, eigene Lieferung mit Tourenplanung und bundesweiten Paketversand frei kombinierst – mit einem bestellabhängigen Kostenmodell ohne Monatsgebühr. Wenn du einen eigenen Shop, regionale Abholung und eigene Lieferung, LMIV-Felder, Pfand und variable Gewichtsabrechnung brauchst oder unabhängig von einem Marktplatz verkaufen willst, ist Farmerino eine sinnvolle Alternative.

Was kostet Farmerino im Vergleich zu CrowdFarming?

Es gibt keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr. Farmerino berechnet 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 € pro Monat und Verkäufer. Der Kunde trägt zusätzlich 0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Es gibt keine Mindestlaufzeit. Die optionale Tresen-Kasse ist ein separates Paket für 99 € pro Monat zzgl. USt. CrowdFarming zieht eine Provision auf den vom Landwirt festgelegten Preis ein (im Jahresschnitt rund 22 Prozent, zur Einführung 16 Prozent, bei Niedrigpreisprodukten bis 32 Prozent) und berechnet zusätzlich Zahlungsabwicklung (laut Anbieter rund 4 Prozent des Endpreises) sowie Kommissionierung und Verpackung (rund 3 bis 4 Euro pro Kiste). Eine Monats- oder Setup-Gebühr ist nicht ausgewiesen. Die prozentuale Belastung des Warenwerts fällt bei CrowdFarming deutlich höher aus, und die Zusatzkosten für Zahlungsabwicklung sowie Kommissionierung und Verpackung stapeln sich obendrauf. Bitte prüfe die jeweils aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter.

Welche Kosten fallen bei Farmerino zusätzlich an?

Es gibt keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr. Farmerino berechnet 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 € pro Monat und Verkäufer. Der Kunde trägt zusätzlich 0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Es gibt keine Mindestlaufzeit. Die optionale Tresen-Kasse ist ein separates Paket für 99 € pro Monat zzgl. USt. Im Grundmodell enthalten sind der Online-Hofladen, Abholung, eigene Lieferung, DPD-Paketversand, Tourenplanung, LMIV-Felder, Varianten und Preisstaffeln, variable Gewichtsabrechnung, Pfandverwaltung, Stripe-Zahlung sowie CSV-, PDF- und DATEV-Export. Persönliche Unterstützung ist auf Wunsch verfügbar. Optionale Pakete werden separat berechnet. Die Tresen-Kasse kostet 99 € pro Monat zzgl. USt.

Wie unterscheidet sich die Reichweite von CrowdFarming und Farmerino?

CrowdFarming bündelt Angebote unter der Marke des Marktplatzes und bringt eine bestehende EU-weite Nachfrage mit. Bei Farmerino betreibst du einen Hofladen unter deiner eigenen Marke. Der Shop kann über indexierte Hof-, Stadt- und Regionsseiten sowie die Umkreissuche gefunden werden. Diese Auffindbarkeit ersetzt keine eigene Vermarktung und garantiert keine Bestellungen. Wer darüber hinaus auffallen will, kann Werbung und Aktionen dazubuchen: Farmerino bewirbt den Hof oder einzelne Produkte extern, das Budget bestimmt der Hof, und Farmerino schlägt nichts darauf auf.

Kann ich bei Farmerino regional abholen lassen und selbst liefern?

Ja. Bei Farmerino sind die Abholung am Hof und die eigene Lieferung zwei von drei frei kombinierbaren Vertriebswegen, mit Liefergebieten nach Entfernung oder Postleitzahl, Mindestbestellwerten und automatischer Tourenplanung nach dem Milchmann-Prinzip – ohne Aufpreis im Funktionsumfang enthalten. CrowdFarming ist ein zentral gesteuerter EU-Versand-Marktplatz. Eine lokale Abholung am Hof oder eine erzeugereigene Liefertour ist im Modell nicht vorgesehen, und die Liefersteuerung liegt zentral bei CrowdFarming. Eine lokale Abholung über die Schwärmereien ist ein davon getrennter Vertriebsweg. Die Details für Erzeuger sind öffentlich nicht abschließend beschrieben.

Unterstützt CrowdFarming LMIV-Kennzeichnung, Pfand und Gewichtsabrechnung wie Farmerino?

Bei Farmerino sind LMIV-Felder (Allergene, Nährwerte, Herkunft, Zutaten) direkt am Artikel enthalten und vor dem Kauf sichtbar, dazu Artikelvarianten, variable Gewichtsabrechnung und ein integriertes Pfandsystem – alles ohne Zusatz-App und ohne Aufpreis. Bei CrowdFarming sind diese erzeugerseitigen Detailfunktionen für die DACH-Direktvermarktung nicht dokumentiert. CrowdFarming ist ein zentral gesteuerter Versand-Marktplatz, und ob bzw. wie diese Anforderungen abgebildet werden, ist nicht eindeutig.

Muss ich mich bewerben, um Farmerino oder CrowdFarming zu nutzen?

Für ein Farmerino-Konto gibt es kein Auswahlverfahren. Vor der Veröffentlichung müssen Produkte, Bilder, Pflichtangaben, Vertriebsweg und Zahlungsstatus vollständig sein. Bei CrowdFarming bewerben sich Erzeuger über ein Formular. Nach den ausgewerteten Angaben prüft CrowdFarming das Projekt und entscheidet über die Aufnahme.

Wie werden Erzeuger bei Farmerino und CrowdFarming ausgezahlt?

Bei Farmerino erfolgt die Auszahlung über Stripe täglich, mit einer Sicherheitsverzögerung von 14 Tagen als Rückgabefrist zur Absicherung vor Stornierungen. CrowdFarming zahlt ebenfalls über Stripe (Stripe Connect) aus, mit einer Auszahlung an die Landwirte in rund 14 Tagen – nach eigener Darstellung 89 Prozent schneller als traditionelle Lieferketten. Beide Anbieter nutzen damit Stripe, der wesentliche Unterschied liegt nicht in der Auszahlung, sondern im Geschäftsmodell und in der Gebührenstruktur.

Wie hängen CrowdFarming und Marktschwärmer zusammen?

Das Schwärmereien-Angebot gehört zu CrowdFarming und bildet den lokalen Abholkanal. Das klassische CrowdFarming-Modell ist auf EU-weiten Versand ausgerichtet. Der Ratgeber Marktschwärmer ist jetzt CrowdFarming (/ratgeber/marktschwaermer-crowdfarming-uebernahme) ordnet die Folgen für Konditionen, Kundenbeziehung und Sortiment ein. Farmerino bleibt davon unabhängig und stellt einen eigenen Online-Hofladen ohne Monatsgebühr und ohne Mindestlaufzeit bereit.

Muss ich bei Farmerino meine Kunden selbst gewinnen?

Nein, nicht allein. Dein Hofladen ist Teil von farmerino.de und wird darüber gefunden: Jeder aktive Hofladen bekommt eine eigene, von Suchmaschinen indexierte Seite, erscheint auf den Stadt- und Regionsseiten und ist über die Umkreissuche auffindbar - Kunden, die nach regionalen Lebensmitteln in ihrer Nähe suchen, landen so direkt bei dir. Dazu kommen die Themenseiten der Plattform, etwa der Saisonkalender und die Ratgeber, über die Verbraucher auf die angeschlossenen Höfe stoßen. Zusätzlich arbeitet Farmerino mit reichweitenstarken Communities aus dem Umfeld bewusster, regionaler Ernährung zusammen. Die erste feste Kooperation umfasst rund 45.000 Mitglieder. Wer darüber hinaus auffallen will, kann Werbung und Aktionen dazubuchen: Farmerino bewirbt den Hof oder einzelne Produkte extern, das Budget bestimmt der Hof, und Farmerino schlägt nichts darauf auf. Dein eigenes Marketing bleibt daneben wertvoll, und wer seine Stammkunden mitbringt, startet schneller. Der Unterschied ist, dass du nicht ausschließlich darauf angewiesen bist - anders als bei reiner Shop-Software, die dir nur die Werkzeuge gibt.

Quellen

Stand Juni 2026. Angaben zu CrowdFarming stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen und können sich ändern.