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Anbieter-Vergleich für Direktvermarkter

Farmerino vs. Marktschwärmer: zwei Wege in die Direktvermarktung

Farmerino und Marktschwärmer unterstützen unterschiedliche Vertriebsmodelle. Marktschwärmer organisiert den vorab bezahlten Verkauf mit wöchentlicher Abholung an einem gemeinsamen Standort. Farmerino stellt jedem Betrieb einen eigenen Online-Hofladen mit Abholung, eigener Lieferung und DPD-Paketversand bereit. Farmerino berechnet 3,9 % des Netto-Warenwerts abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 € pro Monat und Verkäufer. Hinzu kommen die separat vom Kunden getragenen Entgelte. Für Marktschwärmer nennt die ausgewertete Quelle eine Servicegebühr von 18,35 % des Netto-Umsatzes. Die folgenden Kriterien zeigen, welches Modell zum Betrieb und zu den geplanten Vertriebswegen passt.

Direktvermarktungs-Software im Vergleich

Worum geht es?

Marktschwärmer ist ein bundesweites Netzwerk, das regionale Erzeuger, lokale Gastgeber sowie Kunden direkt miteinander verbindet. Eine unabhängige Quelle (oekolandbau.de) beschreibt das Konzept als Mischung aus Onlinehandel und Bauernmarkt mit wöchentlicher Abholung an einem zentralen Ort. Das Angebot ist inzwischen Teil von CrowdFarming. Was das für Erzeuger bedeutet, ordnet der Ratgeber <a href="/ratgeber/marktschwaermer-crowdfarming-uebernahme">Marktschwärmer ist jetzt CrowdFarming</a> ein. Prüfe die aktuellen Bedingungen im Zweifel direkt beim Anbieter.

Farmerino und Marktschwärmer im direkten Vergleich

Stand Juni 2026. Alle Angaben zu Marktschwärmer in diesem Vergleich beruhen auf öffentlich verfügbaren Anbieterangaben und können sich ändern. Die Quellen stehen am Seitenende.

Kriterium Farmerino Marktschwärmer
ZielgruppePrivat, Gastro, GroßhandelErzeuger + Gastgeber
Farmerino: Erzeuger regionaler Lebensmittel in Deutschland - Landwirte und Bauernhöfe, Imker und Kleinerzeuger, Käsereien und Molkereien, Bäckereien und Hofläden, Fischer und Räuchereien sowie Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften - unabhängig von Betriebsgröße oder Technikwissen. Verkauft wird an Privatkunden, Gastronomie und Großhändler - anders als im klassischen Großhandel bestimmt der Hof dabei selbst seinen Preis.
Marktschwärmer: Regionale Lebensmittelerzeuger, lokale Gastgeber (Betreiber der Schwärmereien) sowie Mitglieder und Kunden, die regionale, nachhaltige Lebensmittel suchen.
Einrichtungonline + Unterstützungmit Doku-Prüfung
Farmerino: Das Konto wird online ohne Kreditkarte angelegt. Bis der Hofladen veröffentlicht werden kann, müssen Produkte, Bilder, Pflichtangaben, Vertriebsweg und Zahlungsstatus vollständig sein. Wie lange das dauert, hängt vom Sortiment und den vorhandenen Daten ab. Persönliche Unterstützung per WhatsApp, Telefon oder E-Mail ist auf Wunsch verfügbar.
Marktschwärmer: Konto anlegen, Geschäftsunterlagen einreichen, Dokumentenprüfung durchlaufen und danach mit dem Verkauf starten. Welche Pflichtdokumente konkret verlangt werden, ist nicht eindeutig.
Kostenmodell3,9 % · max. 149 €/Mo18,35 % · ungedeckelt
Farmerino: Es gibt keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr. Farmerino berechnet 3,9 % des Netto-Warenwerts abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 € pro Monat und Verkäufer. Der Kunde trägt zusätzlich 0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Es gibt keine Mindestlaufzeit. Die optionale Tresen-Kasse ist ein separates Paket für 99 € pro Monat.
Marktschwärmer: Vom Netto-Umsatz des Erzeugers wird bei jedem Verkauf eine Servicegebühr von 18,35 Prozent abgezogen, die sich aus zwei Teilen aufstapelt (8,35 Prozent für die Gastgeber der Schwärmerei plus 10,0 Prozent für Marktschwärmer). Dem Erzeuger verbleiben 81,65 Prozent seiner Einnahmen abzüglich Steuern. Diese prozentuale Gebühr ist nicht gedeckelt und steigt mit dem Umsatz absolut weiter an. Ob darüber hinaus Einstiegs-, Listungs- oder Fixgebühren anfallen, ist nicht eindeutig.
Inklusiv-Leistungen / ZusatzkostenvorhandenHofladen inklusivenicht eindeutig belegtnicht eindeutig
Farmerino: Im Grundmodell enthalten sind der Online-Hofladen, Abholung, eigene Lieferung, DPD-Paketversand, Tourenplanung, LMIV-Felder, Varianten und Preisstaffeln, variable Gewichtsabrechnung, Pfandverwaltung, Stripe-Zahlung sowie CSV-, PDF- und DATEV-Export. Persönliche Unterstützung ist auf Wunsch verfügbar. Optionale Pakete werden separat berechnet. Die Tresen-Kasse kostet 99 € pro Monat.
Marktschwärmer: Die Servicegebühr von 18,35 Prozent finanziert Technik, Support und die lokale Schwärmerei. Welche Funktionen darin enthalten sind und ob einzelne Leistungen (etwa erweiterter Versand oder Zusatzdienste) separat berechnet werden, ist nicht eindeutig. Ein bundesweiter Direkt-Paketversand, automatische Tourenoptimierung, LMIV-Felder, Gewichtsvarianten und ein integriertes Pfandsystem auf Artikelebene sind nicht beschrieben.
Vertragsbindungvorhandenkeinenicht eindeutig belegtnicht eindeutig
Farmerino: Es gibt keine Mindestlaufzeit. Du kannst jederzeit kündigen. Die 3,9 % fallen nur bei abgeschlossenen Bestellungen an.
Marktschwärmer: Eine vertragliche Bindung oder Mindestlaufzeit für Erzeuger ist nicht eindeutig beziffert. Für Kunden ist die Mitgliedschaft kostenlos und unverbindlich, ohne Mindestumsatz.
Abholungvorhandenfrei kombinierbarvorhandenfester Wochentakt
Farmerino: Abholung am Hof als einer von drei Vertriebswegen, einzeln oder kombiniert nutzbar. Liefer- und Abholbedingungen mit Mindestbestellwerten pro Vertriebsweg definierbar.
Marktschwärmer: Die wöchentliche Abholung in der Schwärmerei ist der Hauptvertriebskanal: Kunden bestellen und bezahlen vorab online, Erzeuger liefern einmal pro Woche an einen zentral gelegenen Ort, wo die Kunden ihre Bestellung innerhalb eines kurzen Zeitfensters von rund zwei Stunden abholen. Zusätzliche Abholpunkte sind als Ergänzung möglich.
Eigene Lieferungvorhandenmit Liefergebietennicht eindeutig belegtDetails unklar
Farmerino: Eigene Lieferung als eigener Vertriebsweg. Liefergebiete nach Entfernung oder Postleitzahl definierbar, mit Mindestbestellwerten.
Marktschwärmer: Viele Schwärmereien bieten zusätzlich einen Lieferservice an. Details und Konditionen dieses Lieferservice sind nicht eindeutig.
Tourenplanungvorhandennicht vorhanden
Farmerino: Automatische Tourenplanung mit Routenoptimierung nach dem Milchmann-Prinzip. Das System berechnet aus den bestätigten Bestellungen eine Routenreihenfolge und erstellt Picklisten und Lieferscheine.
Marktschwärmer: Erzeuger erhalten bei Verkaufsschluss früh morgens eine Bestellliste mit Bestellnummern, Kundennamen und einer Gesamtübersicht der verkauften Produkte. Eine automatische Routenoptimierung für eigene Liefertouren ist nicht beschrieben.
Paketversand / KühlversandvorhandenDPD + Kühlklassennicht eindeutig belegteingeschränkt
Farmerino: Bundesweiter DPD-Paketversand mit automatischer Erkennung der Temperaturklasse (gekühlt, tiefgekühlt oder Raumtemperatur), Paket-Splitting bei Gewichts- oder Größenlimit, Versandlabel- und Batch-Label-Erstellung, Paketvorlagen, Sendungsverfolgung und Abholung am Hof.
Marktschwärmer: Versand ist nur eingeschränkt vorgesehen: Erzeuger können als sogenannte Gastschwärmer höchstens jede zweite Woche je Schwärmerei an überregionalen Verkäufen teilnehmen, sofern sie versandfähige Produkte anbieten und zuverlässigen, rechtzeitigen Versand garantieren. Ob darüber hinaus ein echter bundesweiter Direkt-Paketversand an Endkunden angeboten wird, sowie die konkreten Versandkosten, sind nicht eindeutig.
LMIV / Varianten / Pfandvorhandennicht eindeutig belegtnicht eindeutig
Farmerino: LMIV-Felder direkt am Artikel (Allergene, Nährwerte, Herkunft, Zutaten, Verpackungseinheiten, sichtbar vor dem Kauf). Artikelvarianten nach Gewicht, Sorte oder Größe mit eigenem Preis und Bestand, Preisstaffeln und Mengenrabatt. Variable Gewichtsabrechnung mit automatischer Rückzahlung des Reservierungspuffers. Integriertes Pfandsystem mit Bestandsübersicht je Pfandart nach Umlauf und Verfügbarkeit.
Marktschwärmer: Erzeuger legen ihre Verkaufspreise eigenständig fest und können den Produktkatalog jederzeit saisonal anpassen. Ob vergleichbare LMIV-Felder, Gewichtsvarianten und ein integriertes Pfandsystem auf Artikelebene zur Verfügung stehen, ist nicht eindeutig.
ZahlungsabwicklungvorhandenStripe, täglichnicht eindeutig belegtAuszahlung unklar
Farmerino: Die Zahlungsabwicklung läuft über Stripe. Im Checkout stehen Kreditkarte, Link, Klarna, Amazon Pay und Revolut Pay zur Verfügung. Apple Pay und Google Pay hängen von Endgerät, Browser und Stripe-Verfügbarkeit ab. Auszahlungen erfolgen täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung.
Marktschwärmer: Kunden bezahlen ihren Einkauf online vorab. Der Zahlungsverkehr wird über einen externen Zahlungsdienstleister abgewickelt und Erzeuger erhalten ihre Einnahmen abzüglich der Servicegebühr automatisch ausgezahlt. Die Auszahlungsfrist an Erzeuger sowie die genaue Liste der akzeptierten Kunden-Zahlungsarten sind nicht eindeutig.
BewertungenvorhandenShop-BewertungvorhandenProdukt-Bewertung
Farmerino: Bewertungssystem für den Shop: Kundinnen und Kunden bewerten nach einer gelieferten Bestellung mit ein bis fünf Sternen und Kommentar, der Hof kann öffentlich antworten. Die Bewertungen bleiben dauerhaft am Shop und fließen in die Gesamtbewertung des Hofladens ein.
Marktschwärmer: Mitglieder können gekaufte Produkte bewerten. Die Bewertungen sind öffentlich unter dem jeweiligen Produkt sichtbar, und Erzeuger können öffentlich darauf antworten. Die Bewertung bezieht sich damit auf einzelne Produkte innerhalb des Netzwerks, nicht auf einen eigenen Shop des Erzeugers.
Datenexport / AnalyticsvorhandenCSV/PDF/DATEVnicht eindeutig belegtnur Bestellliste
Farmerino: Export der Transaktionsdaten als CSV, PDF und im DATEV-Format für Buchhaltung und Steuerberater.
Marktschwärmer: Erzeuger erhalten zu jeder Verteilung eine Bestellliste mit Gesamtübersicht der verkauften Produkte. Ein Datenexport im DATEV-Format oder vergleichbare Buchhaltungs-Exporte sind nicht eindeutig.
Persönliche BegleitungvorhandenSupport auf Wunschnicht eindeutig belegtkein dedizierter
Farmerino: Persönliche Unterstützung per WhatsApp, Telefon oder E-Mail ist auf Wunsch verfügbar. Fragen zu Einrichtung und Arbeitsabläufen können direkt mit einem Mitarbeiter geklärt werden.
Marktschwärmer: Der Marktschwärmer-Anteil finanziert unter anderem technischen Support, und die lokalen Gastgeber koordinieren wöchentlich Online-Verkauf und Verteilung vor Ort. Ein dedizierter persönlicher Onboarding-Ansprechpartner pro Erzeuger ist nicht eindeutig beschrieben.
Kassensystemvorhanden99 € · ohne Transaktionsgebührnicht vorhanden
Farmerino: Geräteunabhängige Web-Bargeldkasse für den Tresenverkauf am Hofladen: Artikel antippen, Barcode scannen, Wiegeware nach Gewicht, bar kassieren mit Rückgeld, Beleg und Tagesabschluss - über das eigene Tablet oder Smartphone, ohne proprietäre Kassenhardware. Vorhandene Geräte lassen sich weiterverwenden: handelsübliche Barcode-Scanner arbeiten treiberlos als Tastatur (HID), Etikettenwaagen kommen über den gedruckten Instore-Barcode mit Gewicht oder Preis in die Bon-Zeile, Tresenwaagen live über die serielle Verbindung. Mehrere Kassen je Hof sind möglich - jede mit eigenem TSE-Client, eigener Belegnummernreihe, eigenem Tagesabschluss und eigenem DSFinV-K-Abschluss. Die erste Kasse ist enthalten, jede weitere kostet 25 Euro im Monat ab der nächsten Abrechnung. Die gebührenfreie Bargeldannahme ist enthalten: 99 Euro im Monat, keine Transaktionsgebühr auf Bargeld.
Marktschwärmer: Marktschwärmer ist ein Abhol-Netzwerk mit wöchentlicher Verteilung in einer Schwärmerei. Kunden bestellen und bezahlen vorab online. Ein eigenes Vor-Ort-Kassensystem (Bargeldkasse für den Hofladen-Tresen) ist im Modell nicht vorgesehen.
Gebündelte Lieferung und Fahrerleistungenvorhandenein Gebiet, mehrere Höfenicht vorhanden
Farmerino: Freigegeben ist derzeit die Vermittlung von Fahrleistungen. Ein Fahrbetrieb veröffentlicht Gebiet, Fahrtage und Stopp-Kapazität. Mehrere Höfe im selben Umkreis können sich damit verknüpfen. Bestätigte Bestellungen werden zu einer gemeinsamen Route zusammengeführt. Die Kapazitätsgrenze gilt über alle verknüpften Höfe. Das Fahrtentgelt für den einzelnen Hof wird aus dessen Entfernung zur Gebietsmitte und dem hinterlegten Kilometersatz berechnet. Die Kundschaft erhält ein aus der Route berechnetes Zwei-Stunden-Fenster. Leergut kann bei der Übergabe erfasst und der Bestellung gutgeschrieben werden. Hof und Fahrbetrieb schließen den vorgesehenen Auftragsverarbeitungsvertrag im Konto. Bei einem Abrechnungswiderspruch wird die Auszahlung bis zur Klärung angehalten. Der Hof zahlt für die Vermittlung nichts. Vom Fahrtentgelt behält Farmerino einen Plattformanteil von 3,9 % des Fahrtentgelts ein. Diesen Anteil trägt der Fahrbetrieb. Lohnschlachtung, Zerlegung und sechzehn weitere Gewerke sind technisch vorbereitet, aber noch nicht freigegeben.
Marktschwärmer: Marktschwärmer vermittelt den Verkauf regionaler Lebensmittel über Schwärmereien. Eine Vermittlung von Fahrleistungen zwischen Höfen und unabhängigen Fahrbetrieben ist im Modell nicht beschrieben.
vorhanden nicht vorhanden nicht eindeutig belegt Zeile anklicken für Details und Quelle

Wann passt Farmerino besser?

  • Du willst einen eigenen Online-Hofladen unter deiner Marke betreiben statt über ein gemeinsames Netzwerk zu verkaufen.
  • Du möchtest bundesweit per Paket versenden - inklusive Kühl- und Tiefkühlversand, Paket-Splitting und Sendungsverfolgung.
  • Du willst Abholung, eigene Lieferung und Versand frei kombinieren statt dich auf eine wöchentliche Abholung festzulegen.
  • Du brauchst automatische Tourenplanung mit Routenoptimierung für eigene Liefertouren.
  • Du verkaufst gewichtsvariable Produkte (z. B. Fleisch oder Käselaibe) und brauchst variable Gewichtsabrechnung, Varianten und ein Pfandsystem.
  • Dir ist ein bestellabhängiges Kostenmodell ohne fixe Plattformgebühr wichtig: 3,9 % des Netto-Warenwerts abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 €/Monat. Optionale Pakete werden separat berechnet.
  • Du möchtest LMIV-Pflichtangaben direkt am Artikel pflegen und Buchhaltungsdaten als CSV, PDF oder DATEV exportieren.
  • Du willst am Hofladen-Tresen bar kassieren: Das Kassensystem-Paket verbindet eine geräteunabhängige Kasse mit gebührenfreier Barzahlung - 99 Euro im Monat, ohne Transaktionsgebühr auf Bargeld.
  • Du willst vorhandene Kassen-Hardware weiterverwenden: Barcode-Scanner arbeiten treiberlos als Tastatur, Etikettenwaagen über den Instore-Barcode und Tresenwaagen live über die serielle Verbindung - und für Tresen, Hofcafé und Marktstand lassen sich mehrere Kassen anlegen, jede weitere für 25 Euro im Monat.

Wechsel oder Parallelbetrieb schrittweise umsetzen

Ein Parallelbetrieb ist technisch möglich. Farmerino hat keine Mindestlaufzeit und keine fixe Plattformgebühr für den Online-Hofladen. Du kannst zunächst nur einen Kanal abbilden, während bestehende Abholung oder Schwärmerei weiterläuft. Im Grundmodell fallen Verkäufergebühren erst bei abgeschlossenen Bestellungen an. Optionale Pakete werden separat berechnet. Plane die doppelte Produkt- und Bestellpflege ein und prüfe die Teilnahmebedingungen des bestehenden Anbieters.

Häufige Fragen

Ist Farmerino eine gute Marktschwärmer Alternative?

Das hängt von deinem Vertriebsmodell ab. Marktschwärmer ist auf lokale Gemeinschaften mit wöchentlicher Abholung in einer Schwärmerei ausgerichtet. Farmerino ist eine eigenständige Online-Hofladen-Software, mit der du unter deiner eigenen Marke verkaufst und Abholung, eigene Lieferung und bundesweiten Paketversand frei kombinierst. Wenn du einen eigenen Shop, Kühlversand und automatische Tourenplanung brauchst oder unabhängig von einem Netzwerk verkaufen möchtest, ist Farmerino eine sinnvolle Alternative.

Was kostet Farmerino im Vergleich zu Marktschwärmer?

Es gibt keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr. Farmerino berechnet 3,9 % des Netto-Warenwerts abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 € pro Monat und Verkäufer. Der Kunde trägt zusätzlich 0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Es gibt keine Mindestlaufzeit. Die optionale Tresen-Kasse ist ein separates Paket für 99 € pro Monat. Marktschwärmer zieht bei jedem Verkauf eine Servicegebühr von 18,35 Prozent vom Netto-Umsatz ab (8,35 Prozent für die Gastgeber, 10,0 Prozent für Marktschwärmer), sodass dem Erzeuger 81,65 Prozent abzüglich Steuern verbleiben. Ob bei Marktschwärmer zusätzliche Fixgebühren anfallen, ist nicht eindeutig. Bitte prüfe die jeweils aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter.

Welche Kosten fallen bei Farmerino zusätzlich an?

Es gibt keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr. Farmerino berechnet 3,9 % des Netto-Warenwerts abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 € pro Monat und Verkäufer. Der Kunde trägt zusätzlich 0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Es gibt keine Mindestlaufzeit. Die optionale Tresen-Kasse ist ein separates Paket für 99 € pro Monat. Im Grundmodell enthalten sind der Online-Hofladen, Abholung, eigene Lieferung, DPD-Paketversand, Tourenplanung, LMIV-Felder, Varianten und Preisstaffeln, variable Gewichtsabrechnung, Pfandverwaltung, Stripe-Zahlung sowie CSV-, PDF- und DATEV-Export. Persönliche Unterstützung ist auf Wunsch verfügbar. Optionale Pakete werden separat berechnet. Die Tresen-Kasse kostet 99 € pro Monat.

Kann ich bei Farmerino bundesweit per Paket versenden?

Ja. Farmerino bietet bundesweiten DPD-Paketversand mit automatischer Erkennung der Temperaturklasse (gekühlt, tiefgekühlt oder Raumtemperatur), Paket-Splitting, Versand- und Batch-Labels, Paketvorlagen sowie Sendungsverfolgung. Bei Marktschwärmer ist Versand nur eingeschränkt über das Gastschwärmer-Modell vorgesehen (höchstens jede zweite Woche je Schwärmerei). Ein darüber hinausgehender bundesweiter Direkt-Paketversand an Endkunden ist nicht eindeutig.

Wie funktioniert die Abholung bei beiden Anbietern?

Bei Farmerino ist die Abholung am Hof einer von drei Vertriebswegen und frei mit eigener Lieferung und Versand kombinierbar, inklusive Mindestbestellwerten pro Kanal. Bei Marktschwärmer ist die wöchentliche Abholung in der Schwärmerei der Hauptvertriebskanal: Kunden bestellen und bezahlen vorab online und holen ihre Bestellung innerhalb eines kurzen Zeitfensters von rund zwei Stunden an einem zentralen Ort ab.

Muss ich mich bei Farmerino vertraglich binden?

Nein. Farmerino hat keine Mindestlaufzeit und ist jederzeit kündbar. Das Konto wird online ohne Kreditkarte angelegt. Für das Onboarding bei Marktschwärmer ist das Einreichen von Geschäftsunterlagen und eine Dokumentenprüfung vorgesehen. Ob für Erzeuger eine vertragliche Mindestbindung besteht, ist nicht eindeutig.

Kann ich Farmerino und Marktschwärmer gleichzeitig nutzen?

Ein Parallelbetrieb ist grundsätzlich möglich, da Farmerino ohne Mindestlaufzeit und ohne Monatsgebühr auskommt und Gebühren nur bei abgeschlossenen Bestellungen anfallen. Du kannst zum Beispiel deine regionale Abholung über eine Schwärmerei beibehalten und parallel einen eigenen Farmerino-Shop für den bundesweiten Versand aufbauen. Prüfe vorab die Teilnahmebedingungen deines bestehenden Anbieters, um sicherzugehen, dass ein Parallelvertrieb zulässig ist.

Wie werden Erzeuger bei Farmerino ausgezahlt?

Die Auszahlung erfolgt über Stripe täglich, mit einer Sicherheitsverzögerung von 14 Tagen als Rückgabefrist zur Absicherung vor Stornierungen. Marktschwärmer wickelt Zahlungen über einen externen Zahlungsdienstleister ab. Die genaue Auszahlungsfrist an Erzeuger ist nicht eindeutig.

Marktschwärmer gehört jetzt zu CrowdFarming - was heißt das für Erzeuger?

Was sich durch die Zugehörigkeit zu CrowdFarming für Erzeuger ändert - Konditionen, Kundenbeziehung, Sortiment und Ansprechpartner - ordnet der Ratgeber Marktschwärmer ist jetzt CrowdFarming ein (/ratgeber/marktschwaermer-crowdfarming-uebernahme). Unabhängig davon bleibt Farmerino eine eigenständige Alternative: ein eigener Online-Hofladen unter deiner Marke, ohne Mindestlaufzeit und ohne Monatsgebühr, als Ersatz oder im Parallelbetrieb nutzbar.

Muss ich bei Farmerino meine Kunden selbst gewinnen?

Nein, nicht allein. Dein Hofladen ist Teil von farmerino.de und wird darüber gefunden: Jeder aktive Hofladen bekommt eine eigene, von Suchmaschinen indexierte Seite, erscheint auf den Stadt- und Regionsseiten und ist über die Umkreissuche auffindbar - Kunden, die nach regionalen Lebensmitteln in ihrer Nähe suchen, landen so direkt bei dir. Dazu kommen die Themenseiten der Plattform, etwa der Saisonkalender und die Ratgeber, über die Verbraucher auf die angeschlossenen Höfe stoßen. Zusätzlich arbeitet Farmerino mit reichweitenstarken Communities aus dem Umfeld bewusster, regionaler Ernährung zusammen. Die erste feste Kooperation umfasst rund 45.000 Mitglieder. Wer darüber hinaus auffallen will, kann Werbung und Aktionen dazubuchen: Farmerino bewirbt den Hof oder einzelne Produkte extern, das Budget bestimmt der Hof, und Farmerino schlägt nichts darauf auf. Dein eigenes Marketing bleibt daneben wertvoll, und wer seine Stammkunden mitbringt, startet schneller. Der Unterschied ist, dass du nicht ausschließlich darauf angewiesen bist - anders als bei reiner Shop-Software, die dir nur die Werkzeuge gibt.

Quellen

Stand Juni 2026. Angaben zu Marktschwärmer stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen und können sich ändern.