Zum Inhalt springen
Anbieter-Vergleich für Direktvermarkter

Farmerino vs. Shopify: Hof-Spezialist gegen Shop-Baukasten

Farmerino und Shopify führen beide zu einem eigenen Online-Shop unter deiner Marke - der Unterschied liegt im Preis- und Funktionsmodell. Bei Farmerino sind die Hof-Funktionen (LMIV-Kennzeichnung, Kühlversand mit Temperaturklassen, Tourenplanung, Pfand, Abrechnung nach Gewicht) in einem einzigen, erfolgsbasierten Preis enthalten - 3,9 Prozent auf den Netto-Warenwert, gedeckelt auf 149 Euro pro Monat und Verkäufer, nur bei tatsächlichen Verkäufen, ohne Setup-, Monats- oder App-Kosten. Shopify ist ein branchenunabhängiger Shop-Baukasten, der genau diese Hof-Funktionen nicht nativ mitbringt; sie werden über kostenpflichtige Apps abgebildet, dazu kommen Monats-Abo, Theme-Kauf und deutsche Rechtstexte - laut verschiedenen Branchenquellen grob 80 bis 400 Euro pro Monat, fix und auch ohne Verkauf. Kurz: ein Preis mit allem drin gegen ein Abo plus gestapelte Zusatzkosten. Dieser Vergleich stellt beide nach öffentlich verfügbaren Angaben gegenüber und zeigt, warum Farmerino für die Lebensmittel-Direktvermarktung die richtige Wahl ist.

Direktvermarktungs-Software im Vergleich

Worum geht es?

Shopify ist eine kommerzielle E-Commerce-Plattform (Shop-Baukasten), mit der Unternehmen jeder Branche einen eigenen Online-Shop aufbauen und betreiben - mit Themes, App-Store, integrierter Zahlungsabwicklung (Shopify Payments) und Verkauf über Web, Social Media und Ladenkasse (POS). Shopify ist bewusst branchenunabhängig: Es ist kein auf landwirtschaftliche Direktvermarktung oder Lebensmittel zugeschnittenes System, sondern eine generische Basis, die über Erweiterungen an einzelne Branchen angepasst wird. Hof- und Lebensmittel-Funktionen wie LMIV-Kennzeichnung, Kühlversand mit Temperaturklassen, Tourenplanung, Pfand oder die Abrechnung nach Gewicht sind dadurch jeweils ein eigener, kostenpflichtiger App-Posten oder Eigenbau. Der von Shopify selbst veröffentlichte Landwirt-Beitrag beschreibt eine Erfolgsgeschichte mit App-Kombinationen, aber keine eigens landwirtschaftliche Funktion.

Farmerino und Shopify im direkten Vergleich

Stand Juni 2026. Alle Angaben zu Shopify in diesem Vergleich beruhen auf öffentlich verfügbaren Anbieterangaben und können sich ändern; Quellen am Seitenende.

Kriterium Farmerino Shopify
ZielgruppePrivat, Gastro, Großhandelbranchenunabhängig
Farmerino: Erzeuger regionaler Lebensmittel in Deutschland - Landwirte und Bauernhöfe, Imker und Kleinerzeuger, Käsereien und Molkereien, Bäckereien und Hofläden, Fischer und Räuchereien sowie Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften - unabhängig von Betriebsgröße oder Technikwissen. Verkauft wird an Privatkunden, Gastronomie und Großhändler - anders als im klassischen Großhandel bestimmt der Hof dabei selbst seinen Preis.
Shopify: Unternehmen und Händler nahezu jeder Branche weltweit, die einen eigenen Online-Shop betreiben wollen; es handelt sich um einen branchenunabhängigen Baukasten ohne speziellen Fokus auf landwirtschaftliche Direktvermarktung oder Lebensmittel.
Einrichtung2 Min + BegleitungTheme + App-Stack
Farmerino: Die Registrierung dauert unter 2 Minuten - ohne Vertrag, ohne Kreditkarte und ohne technische Vorkenntnisse; alle Hof-Funktionen sind ab Start enthalten, es muss kein App-Stack zusammengesetzt werden. Die vollständige Einrichtung kannst du auf Wunsch gemeinsam mit einem persönlichen Ansprechpartner machen - ohne Aufpreis.
Shopify: Test-Account schnell angelegt; ein verkaufsfertiger, deutscher Lebensmittel-Shop erfordert darüber hinaus Theme-Auswahl bzw. -Kauf, Einrichtung mehrerer kostenpflichtiger Apps (z. B. für LMIV, Pfand, Tourenplanung) und rechtssichere deutsche Rechtstexte; der Gesamtaufwand bis zur Verkaufsbereitschaft ist je nach App-Stack höher.
Kostenmodell3,9 % · max. 149 €/Moab 36 €/Mo + Apps
Farmerino: Ein Preis, alle Funktionen inklusive: keine Einrichtungs-/Setup-Gebühr, keine Monatsgebühr, keine Zusatzmodule und keine App-Kosten. Eine Plattform-Marge von 3,9 Prozent auf den Netto-Warenwert, für alle Verkäufer gleich, fällig nur bei erfolgreichen Verkäufen und gedeckelt auf 149 Euro pro Monat und Verkäufer - ab rund 3.820 Euro Monatsumsatz zahlst du nie mehr als 149 Euro. Keine Fixkosten ohne Umsatz. Zusätzlich 0,25 Euro Plattformgebühr pro Bestellung, die der Kunde als separater Posten trägt und die den Erlös des Verkäufers nicht belastet. Dem Verkäufer bleibt damit der Großteil seines Umsatzes.
Shopify: Es fällt ein monatliches Abo an: Basic 36 Euro pro Monat (monatliche Zahlung) bzw. rund 25 Euro pro Monat bei jährlicher Vorauszahlung mit 12-Monats-Bindung; höhere Tarife (Grow, Advanced, Plus) sind teurer. Hinzu kommen monatliche Kosten für kostenpflichtige Apps, einmalige Theme-Kosten (offizielle Premium-Themes als einmaliger Kauf, Richtwert rund 100 bis 400 Euro) und deutsche Rechtstexte (ab rund 9,90 Euro pro Monat); realistische Gesamtkosten kleiner Shops liegen laut verschiedenen Branchenquellen grob bei 80 Euro pro Monat bei minimalem App-Einsatz bis über 300 Euro pro Monat bei vollem Hof-App-Stack - fix und auch ohne Verkauf. Hinweis: Die genannten EUR-Abo-Preise gelten für deutsche Konten mit EUR-Abrechnung; Theme- und App-Preise werden teils in USD ausgewiesen und können daher je nach Wechselkurs leicht abweichen.
Inklusiv-Leistungen / Zusatzkostenvorhandenalles inklusivenicht eindeutig belegtnur per App
Farmerino: Bei Farmerino im Preis enthalten, ohne Aufpreis: drei Vertriebswege (Abholung am Hof, eigene Lieferung mit Liefergebieten, bundesweiter DPD-Paketversand), automatische Tourenplanung, DPD-Kühl-/Tiefkühlversand mit Temperaturklassen, LMIV-Felder am Artikel, Artikelvarianten und Preisstaffeln, variable Gewichtsabrechnung, integriertes Pfandsystem, Stripe-Zahlung, CSV-/PDF-/DATEV-Export, Bewertungssystem und persönlicher Ansprechpartner. Keine dieser Funktionen ist ein gesonderter Kostenpunkt (https://farmerino.de/funktionen).
Shopify: Die Hof-Spezialfunktionen (LMIV-Kennzeichnung, Tourenplanung, Pfand, Abrechnung nach Gewicht, Kühlversand-Logik) sind bei Shopify nicht nativ enthalten, sondern jeweils ein eigener Posten: meist eine separate, kostenpflichtige Dritt-App, dazu Theme-Kauf und deutsche Rechtstexte. Jede zusätzliche Hof-Funktion ist damit tendenziell ein weiterer monatlicher App-Kostenpunkt, der zum Grund-Abo hinzukommt.
Vertragsbindungvorhandenkeinenicht eindeutig belegtAbo, ggf. Jahresbindung
Farmerino: Kein Vertrag, keine Mindestlaufzeit, jederzeit kündbar; Gebühren entstehen nur bei tatsächlichen Verkäufen.
Shopify: Monatlich kündbares Abo; der Rabatt auf den Monatspreis (z. B. Basic 36 auf rund 25 Euro) gilt jedoch nur bei jährlicher Vorauszahlung mit 12-Monats-Bindung. Das Abo läuft unabhängig vom Umsatz weiter.
Abholung am Hofvorhandenfrei kombinierbarnicht eindeutig belegtnur Basis
Farmerino: Abholung am Hof als einer von drei frei kombinierbaren Vertriebswegen; Abhol- und Mindestbestellbedingungen pro Vertriebsweg definierbar.
Shopify: Über die Funktion lokale Abholung grundsätzlich möglich (Kunde wählt im Checkout Abholung statt Versand); spezifische Hofladen-Logik wie kanalabhängige Mindestbestellwerte oder Abholfenster pro Vertriebsweg ist nicht eindeutig nativ abgebildet und ggf. nur per App.
Eigene Lieferungvorhandenmit Liefergebietenvorhandenohne Routenopt.
Farmerino: Eigene Lieferung als eigener Vertriebsweg; Liefergebiete nach Entfernung oder Postleitzahl definierbar, mit Mindestbestellwerten.
Shopify: Über die Funktion lokale Lieferung möglich, mit Liefergebiet nach Postleitzahl oder Radius und Mindestbestellwert; eine reine Gebiets- und Versandbedingungs-Definition, ohne Routenoptimierung.
Tourenplanungvorhandennicht vorhandennur per App
Farmerino: Automatische Tourenplanung mit Routenoptimierung nach dem Milchmann-Prinzip im Preis enthalten; das System fasst alle Bestellungen eines Tages zur effizientesten Route zusammen und erstellt Picklisten und Lieferscheine.
Shopify: Keine native Routenoptimierung; Shopify definiert nur das Liefergebiet. Echte Tourenplanung ist nur über kostenpflichtige Dritt-Apps (z. B. EasyRoutes, Route-Planner) oder externe Direktvermarkter-Software möglich - in der Regel mit zusätzlichen monatlichen Kosten.
Paketversand / KühlversandvorhandenDPD + Kühlklassennicht eindeutig belegtohne Kühlklassen
Farmerino: Bundesweiter DPD-Paketversand mit automatischer Erkennung der Temperaturklasse (gekühlt, tiefgekühlt oder Raumtemperatur), Paket-Splitting bei Gewichts- oder Größenlimit, Versandlabel- und Batch-Label-Erstellung, Paketvorlagen, Sendungsverfolgung und Abholung am Hof - ohne Zusatz-App im Preis enthalten.
Shopify: Genereller Versand mit Carriern und Labels möglich; eine native Temperaturklassen-Logik für Kühl- und Tiefkühlversand ist jedoch nicht vorhanden. Als Behelf können Bestellungen per Automatisierung (Shopify Flow) lediglich als gekühlter Versand markiert werden - eine reine Kennzeichnung ohne Versandklassen- oder Kühlketten-Steuerung; Verpackung und Kühlkette bleiben extern.
LMIV / Varianten / Pfandvorhandennicht vorhandennur per App
Farmerino: LMIV-Felder direkt am Artikel (Allergene, Nährwerte, Herkunft, Zutaten, sichtbar vor dem Kauf); Artikelvarianten nach Gewicht, Sorte oder Größe mit eigenem Preis und Bestand, Preisstaffeln und Mengenrabatt; variable Gewichtsabrechnung sowie ein integriertes Pfandsystem - alles ohne Zusatz-App im Preis enthalten.
Shopify: Weder eine LMIV-Pflichtkennzeichnung (14 Allergene, Nährwerte) noch ein Pfandsystem noch die Abrechnung nach variablem Gewicht sind nativ vorhanden; alle drei sind nur über kostenpflichtige Dritt-Apps (z. B. ein LMIV-Assistent, Pfand-Apps, Sell-by-Weight-Apps) abbildbar - jede ein eigener Kostenpunkt. Mehrere Gewichts-Apps sind primär auf die Ladenkasse (POS) ausgelegt; ob sie auch den Online-Checkout abdecken, ist im Einzelfall vor Auswahl zu prüfen.
ZahlungsabwicklungvorhandenStripe, täglichShopify Payments + Gebühr
Farmerino: Sichere Zahlungsabwicklung über Stripe; im Checkout stehen Kreditkarte, Link, Klarna, Amazon Pay und Revolut Pay zur Verfügung, je nach Endgerät zusätzlich Apple Pay und Google Pay. Auszahlung täglich mit einer Sicherheitsverzögerung von 14 Tagen.
Shopify: Abwicklung über Shopify Payments mit Kartengebühr (Basic online rund 2,1 Prozent plus 0,30 Euro je Transaktion, in höheren Tarifen geringer). Wird statt Shopify Payments ein externer Zahlungsanbieter genutzt, fällt ein zusätzlicher, planabhängig gestaffelter Aufschlag an (Basic rund 2 Prozent, Grow 1 Prozent, Advanced 0,6 Prozent), der mit Shopify Payments entfällt und zu den Gebühren des externen Dienstleisters hinzukommt.
Datenexport / BuchhaltungvorhandenCSV/PDF/DATEVnicht eindeutig belegtDATEV nur per App
Farmerino: Export der Transaktionsdaten als CSV, PDF und im DATEV-Format für Buchhaltung und Steuerberater - im Preis enthalten.
Shopify: Standard-Exporte (z. B. CSV) und ein großes App-Ökosystem für Buchhaltung; ob ein DATEV-konformer Export ohne Zusatz-App enthalten ist, ist nicht eindeutig und in der Regel über deutsche Buchhaltungs-Apps abzudecken.
Persönliche Begleitungvorhandenfester Ansprechpartnernicht eindeutig belegtkein fester
Farmerino: Persönlicher Ansprechpartner ab der Registrierung per WhatsApp, Telefon oder E-Mail, der das Onboarding bis zum ersten Verkauf begleitet - ohne Aufpreis.
Shopify: 24/7-Support (u. a. Chat) sowie umfangreiche Hilfe-Center, Foren und ein großes Partner-/Agentur-Netzwerk; ein fester, persönlicher deutschsprachiger Onboarding-Ansprechpartner pro Erzeuger bis zum ersten Verkauf ist nicht Teil der Standardtarife.
Kassensystemvorhanden99 € · ohne Transaktionsgebührnicht eindeutig belegtPOS mit Gebühren
Farmerino: Geräteunabhängige Web-Bargeldkasse für den Tresenverkauf am Hofladen: Artikel antippen, Wiegeware nach Gewicht, bar kassieren mit Rückgeld, Beleg und Tagesabschluss - über das eigene Tablet oder Smartphone, ohne Zusatz-Hardware. Die gebührenfreie Bargeldannahme ist enthalten: 99 Euro im Monat, keine Transaktionsgebühr auf Bargeld (ab Mitte Juli verfügbar).
Shopify: Shopify bietet mit Shopify POS ein Vor-Ort-Kassensystem - dabei fallen jedoch Kartenzahlungs- bzw. Transaktionsgebühren an, und der volle POS-Funktionsumfang (POS Pro) ist ein kostenpflichtiges Zusatzmodul. Ein gebührenfreier Bargeld-Tarif zum Festpreis ist nicht vorgesehen.
vorhanden nicht vorhanden nicht eindeutig belegt Zeile anklicken für Details und Quelle

Wann passt Farmerino besser?

  • Du willst einen planbaren Preis mit allem drin: alle Hof-Funktionen inklusive, ohne Setup-, Monats-, Modul- oder App-Kosten und ohne Fixkosten ohne Umsatz - nur 3,9 Prozent Plattform-Marge, gedeckelt auf 149 Euro im Monat, fällig nur bei erfolgreichen Verkäufen.
  • Du verkaufst frische, regionale Lebensmittel und brauchst LMIV-Pflichtangaben (Allergene, Nährwerte, Herkunft) direkt am Artikel - ohne einen kostenpflichtigen App-Stack dafür zusammenzubauen.
  • Du brauchst echten Kühl- und Tiefkühlversand mit automatischer Temperaturklassen-Erkennung, Paket-Splitting und Sendungsverfolgung statt nur einer Versand-Markierung.
  • Du lieferst selbst aus und willst automatische Tourenplanung mit Routenoptimierung (Milchmann-Prinzip), Picklisten und Lieferscheinen - ohne separate Routen-App.
  • Du verkaufst gewichtsvariable Produkte (z. B. Fleisch oder Käselaibe) oder mit Pfand und brauchst variable Gewichtsabrechnung und ein integriertes Pfandsystem ab Werk, nicht als Zusatzmodul.
  • Du möchtest in unter 2 Minuten und ohne Technikkenntnisse starten und alle Hof-Funktionen sofort nutzen, statt erst Themes und Apps einzurichten - inklusive DATEV-Export und persönlicher Begleitung.
  • Du willst am Hofladen-Tresen bar kassieren: Das Kassensystem-Paket verbindet eine geräteunabhängige Kasse mit gebührenfreier Barzahlung - 99 Euro im Monat, ohne Transaktionsgebühr auf Bargeld, ab Mitte Juli verfügbar.

Wechsel oder Parallelbetrieb ohne Risiko

Ein Wechsel oder Parallelbetrieb ist risikoarm möglich. Farmerino hat keinen Vertrag, keine Mindestlaufzeit und keine Monatsgebühr - du kannst ein Konto in unter 2 Minuten anlegen und Farmerino zunächst nur für deine frischen, kühlpflichtigen oder gewichtsvariablen Produkte nutzen, während dein bestehender Shopify-Shop unverändert weiterläuft. Da bei Farmerino Gebühren nur bei erfolgreichen Verkäufen anfallen und alle Hof-Funktionen ohne Zusatz-App im Preis enthalten sind, entstehen ohne Umsatz keine Kosten, und ein persönlicher Ansprechpartner begleitet das Onboarding bis zum ersten Verkauf. So kannst du beide Systeme nebeneinander betreiben und erst dann entscheiden, ob du komplett wechselst oder dauerhaft zweigleisig fährst. Prüfe vor einer Kündigung deines Shopify-Abos die dort geltenden Bedingungen (insbesondere eine etwaige Jahresbindung bei vorausbezahlten Tarifen) sowie den Export deiner Produkt- und Kundendaten.

Häufige Fragen

Ist Farmerino eine gute Shopify Alternative?

Das hängt davon ab, was du verkaufst. Shopify ist ein universeller Shop-Baukasten für nahezu jede Branche, der Hof- und Lebensmittel-Funktionen (LMIV-Kennzeichnung, Kühlversand mit Temperaturklassen, Tourenplanung, Pfand, Gewichtsabrechnung) nicht nativ enthält, sondern über kostenpflichtige Apps abbildet. Farmerino ist auf Erzeuger regionaler Lebensmittel spezialisiert und bringt genau diese Funktionen ohne App-Stack in einem Preis mit. Wenn du frische, kühlpflichtige oder gewichtsvariable Lebensmittel direkt vermarktest, ist Farmerino eine sinnvolle Alternative.

Was kostet Farmerino im Vergleich zu Shopify?

Farmerino berechnet keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr, sondern eine Plattform-Marge von 3,9 Prozent auf den Netto-Warenwert (nur bei erfolgreichen Verkäufen, für alle Verkäufer gleich), gedeckelt auf 149 Euro pro Monat und Verkäufer, plus 0,25 Euro Plattformgebühr pro Bestellung, die der Kunde separat trägt; alle Funktionen sind in diesem Preis enthalten und dem Verkäufer bleibt der Großteil seines Umsatzes. Shopify kostet ein monatliches Abo (Basic 36 Euro pro Monat, rund 25 Euro pro Monat bei Jahresvorauszahlung) plus Kartengebühren und in der Praxis zusätzliche Kosten für Apps, Theme (einmaliger Kauf) und deutsche Rechtstexte - realistische Gesamtkosten kleiner Shops liegen laut verschiedenen Branchenquellen grob bei 80 bis 400 Euro pro Monat, fix und auch ohne Verkauf. Der wesentliche Unterschied: Bei Farmerino zahlst du erfolgsabhängig einen Preis mit allem drin, bei Shopify fallen Abo- und gestapelte App-Kosten unabhängig vom Umsatz an. Bitte prüfe die jeweils aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter.

Kommen bei Farmerino versteckte Kosten oder kostenpflichtige Zusatzmodule dazu?

Nein. Bei Farmerino ist alles in einem Preis enthalten: keine Einrichtungs-/Setup-Gebühr, keine Monatsgebühr, keine Zusatzmodule und keine App-Kosten, und keine Fixkosten ohne Umsatz. Du zahlst nur die Plattform-Marge von 3,9 Prozent auf den Netto-Warenwert bei erfolgreichen Verkäufen, gedeckelt auf 149 Euro pro Monat und Verkäufer. Die einzige weitere Position sind 0,25 Euro pro Bestellung, die der Kunde als separater Posten trägt und die den Erlös des Verkäufers nicht belastet. Hof-Funktionen wie LMIV, Kühlversand, Tourenplanung, Pfand, Gewichtsabrechnung und DATEV-Export sind ohne Aufpreis dabei (https://farmerino.de/funktionen). Bei Shopify ist das anders: Hof-Funktionen sind in der Regel je ein kostenpflichtiger App-Posten zusätzlich zum Abo.

Hat Shopify eine LMIV-Kennzeichnung für Lebensmittel?

Shopify bringt keine native LMIV-Pflichtkennzeichnung (14 Allergene, Nährwerte, Herkunft) mit; sie lässt sich nur über eine kostenpflichtige Dritt-App nachrüsten - ein zusätzlicher Kostenpunkt zum Abo. Bei Farmerino sind die LMIV-Felder direkt am Artikel enthalten und werden vor dem Kauf angezeigt - ohne Zusatz-App und ohne Aufpreis.

Kann ich mit Shopify gekühlte oder tiefgekühlte Lebensmittel versenden?

Versand mit Carriern und Labels ist bei Shopify grundsätzlich möglich, eine native Logik für Temperaturklassen (gekühlt, tiefgekühlt, Raumtemperatur) gibt es jedoch nicht. Als Behelf lassen sich Bestellungen per Automatisierung lediglich als gekühlter Versand markieren - das ist eine reine Kennzeichnung ohne Steuerung von Versandklasse oder Kühlkette. Farmerino erkennt die Temperaturklasse automatisch und unterstützt Paket-Splitting sowie Sendungsverfolgung im bundesweiten DPD-Versand - ohne Zusatz-App.

Bietet Shopify eine Tourenplanung für die eigene Lieferung?

Shopify kann ein lokales Liefergebiet nach Postleitzahl oder Radius definieren, eine echte Routenoptimierung für eigene Liefertouren ist jedoch nicht nativ enthalten und nur über kostenpflichtige Dritt-Apps oder externe Software möglich. Farmerino bietet eine automatische Tourenplanung nach dem Milchmann-Prinzip mit Picklisten und Lieferscheinen direkt im System, ohne Zusatzkosten.

Muss ich mich bei Farmerino oder Shopify vertraglich binden?

Farmerino hat keinen Vertrag, keine Mindestlaufzeit und ist jederzeit kündbar; das Konto wird in unter 2 Minuten ohne Kreditkarte erstellt. Shopify ist monatlich kündbar, der vergünstigte Monatspreis gilt jedoch nur bei jährlicher Vorauszahlung mit 12-Monats-Bindung, und das Abo läuft unabhängig vom Umsatz weiter.

Kann ich Farmerino und Shopify gleichzeitig nutzen?

Ein Parallelbetrieb ist grundsätzlich möglich, da Farmerino ohne Vertrag und ohne Monatsgebühr auskommt und Gebühren nur bei Verkäufen anfallen. Du kannst zum Beispiel einen bestehenden Shopify-Shop für lagerfähige oder internationale Sortimente behalten und Farmerino parallel für deine frischen, kühlpflichtigen Hof-Produkte mit LMIV, Kühlversand und Tourenplanung nutzen. Prüfe vorab die Bedingungen deines Shopify-Abos.

Quellen

Stand Juni 2026. Angaben zu Shopify stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen und können sich ändern.