Zum Inhalt springen
Anbieter-Vergleich für Direktvermarkter

Farmerino vs. Shopify: Hof-Spezialist gegen Shop-Baukasten

Beide Systeme ermöglichen einen Online-Shop unter der eigenen Marke. Farmerino ist auf Lebensmittel-Direktvermarktung zugeschnitten und bildet LMIV-Felder, Kühlversand, Tourenplanung, Pfand und variable Gewichte im Grundmodell ab. Shopify ist ein branchenoffener Shop-Baukasten. Welche Erweiterungen und Rechtstexte zusätzlich benötigt werden, hängt dort vom Shop ab. Farmerino arbeitet ohne Einrichtungs- und Monatsgebühr mit einem gedeckelten Anteil je Verkauf. Shopify rechnet über einen gewählten Abotarif sowie gegebenenfalls Zahlungs-, App- und Theme-Kosten ab. Der Vergleich trennt belegte Funktionen, Kosten und Einrichtungsaufwand.

Direktvermarktungs-Software im Vergleich

Worum geht es?

Shopify ist eine kommerzielle E-Commerce-Plattform (Shop-Baukasten), mit der Unternehmen jeder Branche einen eigenen Online-Shop aufbauen und betreiben - mit Themes, App-Store, integrierter Zahlungsabwicklung (Shopify Payments) und Verkauf über Web, Social Media und Ladenkasse (POS). Shopify ist bewusst branchenunabhängig: Es ist kein auf landwirtschaftliche Direktvermarktung oder Lebensmittel zugeschnittenes System, sondern eine generische Basis, die über Erweiterungen an einzelne Branchen angepasst wird. Hof- und Lebensmittel-Funktionen wie LMIV-Kennzeichnung, Kühlversand mit Temperaturklassen, Tourenplanung, Pfand oder die Abrechnung nach Gewicht sind dadurch jeweils ein eigener, kostenpflichtiger App-Posten oder Eigenbau. Der von Shopify selbst veröffentlichte Landwirt-Beitrag beschreibt eine Erfolgsgeschichte mit App-Kombinationen, aber keine eigens landwirtschaftliche Funktion.

Farmerino und Shopify im direkten Vergleich

Stand Juni 2026. Alle Angaben zu Shopify in diesem Vergleich beruhen auf öffentlich verfügbaren Anbieterangaben und können sich ändern. Die Quellen stehen am Seitenende.

Kriterium Farmerino Shopify
ZielgruppePrivat, Gastro, Großhandelbranchenunabhängig
Farmerino: Erzeuger regionaler Lebensmittel in Deutschland - Landwirte und Bauernhöfe, Imker und Kleinerzeuger, Käsereien und Molkereien, Bäckereien und Hofläden, Fischer und Räuchereien sowie Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften - unabhängig von Betriebsgröße oder Technikwissen. Verkauft wird an Privatkunden, Gastronomie und Großhändler - anders als im klassischen Großhandel bestimmt der Hof dabei selbst seinen Preis.
Shopify: Unternehmen und Händler nahezu jeder Branche weltweit, die einen eigenen Online-Shop betreiben wollen. Es handelt sich um einen branchenunabhängigen Baukasten ohne speziellen Fokus auf landwirtschaftliche Direktvermarktung oder Lebensmittel.
Einrichtungonline + UnterstützungTheme + App-Stack
Farmerino: Das Konto wird online ohne Kreditkarte angelegt. Bis der Hofladen veröffentlicht werden kann, müssen Produkte, Bilder, Pflichtangaben, Vertriebsweg und Zahlungsstatus vollständig sein. Wie lange das dauert, hängt vom Sortiment und den vorhandenen Daten ab. Persönliche Unterstützung per WhatsApp, Telefon oder E-Mail ist auf Wunsch verfügbar.
Shopify: Ein Testkonto wird online angelegt. Für einen verkaufsfertigen deutschen Lebensmittel-Shop müssen anschließend Theme, benötigte Apps und Rechtstexte ausgewählt und eingerichtet werden. Der Aufwand hängt vom gewählten App-Stack und Sortiment ab.
Kostenmodell3,9 % · max. 149 €/Moab 36 €/Mo + Apps
Farmerino: Es gibt keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr. Farmerino berechnet 3,9 % des Netto-Warenwerts abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 € pro Monat und Verkäufer. Der Kunde trägt zusätzlich 0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Es gibt keine Mindestlaufzeit. Die optionale Tresen-Kasse ist ein separates Paket für 99 € pro Monat.
Shopify: Es fällt ein monatliches Abo an: Basic 36 Euro pro Monat (monatliche Zahlung) bzw. rund 25 Euro pro Monat bei jährlicher Vorauszahlung mit 12-Monats-Bindung. Höhere Tarife (Grow, Advanced, Plus) sind teurer. Hinzu kommen monatliche Kosten für kostenpflichtige Apps, einmalige Theme-Kosten (offizielle Premium-Themes als einmaliger Kauf, Richtwert rund 100 bis 400 Euro) und deutsche Rechtstexte (ab rund 9,90 € pro Monat). Realistische Gesamtkosten kleiner Shops liegen laut verschiedenen Branchenquellen grob bei 80 € pro Monat bei minimalem App-Einsatz bis über 300 € pro Monat bei vollem Hof-App-Stack - fix und auch ohne Verkauf. Hinweis: Die genannten EUR-Abo-Preise gelten für deutsche Konten mit EUR-Abrechnung. Theme- und App-Preise werden teils in USD ausgewiesen und können daher je nach Wechselkurs leicht abweichen.
Inklusiv-Leistungen / ZusatzkostenvorhandenHofladen inklusivenicht eindeutig belegtnur per App
Farmerino: Im Grundmodell enthalten sind der Online-Hofladen, Abholung, eigene Lieferung, DPD-Paketversand, Tourenplanung, LMIV-Felder, Varianten und Preisstaffeln, variable Gewichtsabrechnung, Pfandverwaltung, Stripe-Zahlung sowie CSV-, PDF- und DATEV-Export. Persönliche Unterstützung ist auf Wunsch verfügbar. Optionale Pakete werden separat berechnet. Die Tresen-Kasse kostet 99 € pro Monat.
Shopify: Die Hof-Spezialfunktionen (LMIV-Kennzeichnung, Tourenplanung, Pfand, Abrechnung nach Gewicht, Kühlversand-Logik) sind bei Shopify nicht nativ enthalten, sondern jeweils ein eigener Posten: meist eine separate, kostenpflichtige Dritt-App, dazu Theme-Kauf und deutsche Rechtstexte. Jede zusätzliche Hof-Funktion ist damit tendenziell ein weiterer monatlicher App-Kostenpunkt, der zum Grund-Abo hinzukommt.
Vertragsbindungvorhandenkeinenicht eindeutig belegtAbo, ggf. Jahresbindung
Farmerino: Es gibt keine Mindestlaufzeit. Du kannst jederzeit kündigen. Die 3,9 % fallen nur bei abgeschlossenen Bestellungen an.
Shopify: Monatlich kündbares Abo. Der Rabatt auf den Monatspreis (z. B. Basic 36 auf rund 25 Euro) gilt jedoch nur bei jährlicher Vorauszahlung mit 12-Monats-Bindung. Das Abo läuft unabhängig vom Umsatz weiter.
Abholung am Hofvorhandenfrei kombinierbarnicht eindeutig belegtnur Basis
Farmerino: Abholung am Hof als einer von drei frei kombinierbaren Vertriebswegen. Abhol- und Mindestbestellbedingungen pro Vertriebsweg definierbar.
Shopify: Über die Funktion lokale Abholung grundsätzlich möglich (Kunde wählt im Checkout Abholung statt Versand). Spezifische Hofladen-Logik wie kanalabhängige Mindestbestellwerte oder Abholfenster pro Vertriebsweg ist nicht eindeutig nativ abgebildet und ggf. Nur per App.
Eigene Lieferungvorhandenmit Liefergebietenvorhandenohne Routenopt.
Farmerino: Eigene Lieferung als eigener Vertriebsweg. Liefergebiete nach Entfernung oder Postleitzahl definierbar, mit Mindestbestellwerten.
Shopify: Über die Funktion lokale Lieferung möglich, mit Liefergebiet nach Postleitzahl oder Radius und Mindestbestellwert. Eine reine Gebiets- und Versandbedingungs-Definition, ohne Routenoptimierung.
Tourenplanungvorhandennicht vorhandennur per App
Farmerino: Automatische Tourenplanung mit Routenoptimierung nach dem Milchmann-Prinzip im Preis enthalten. Das System berechnet aus den bestätigten Bestellungen eine Routenreihenfolge und erstellt Picklisten und Lieferscheine.
Shopify: Keine native Routenoptimierung. Shopify definiert nur das Liefergebiet. Echte Tourenplanung ist nur über kostenpflichtige Dritt-Apps (z. B. EasyRoutes, Route-Planner) oder externe Direktvermarkter-Software möglich - in der Regel mit zusätzlichen monatlichen Kosten.
Paketversand / KühlversandvorhandenDPD + Kühlklassennicht eindeutig belegtohne Kühlklassen
Farmerino: Bundesweiter DPD-Paketversand mit automatischer Erkennung der Temperaturklasse (gekühlt, tiefgekühlt oder Raumtemperatur), Paket-Splitting bei Gewichts- oder Größenlimit, Versandlabel- und Batch-Label-Erstellung, Paketvorlagen, Sendungsverfolgung und Abholung am Hof - ohne Zusatz-App im Preis enthalten.
Shopify: Genereller Versand mit Carriern und Labels möglich. Eine native Temperaturklassen-Logik für Kühl- und Tiefkühlversand ist jedoch nicht vorhanden. Als Behelf können Bestellungen per Automatisierung (Shopify Flow) lediglich als gekühlter Versand markiert werden - eine reine Kennzeichnung ohne Versandklassen- oder Kühlketten-Steuerung. Verpackung und Kühlkette bleiben extern.
LMIV / Varianten / Pfandvorhandennicht vorhandennur per App
Farmerino: LMIV-Felder direkt am Artikel (Allergene, Nährwerte, Herkunft, Zutaten, sichtbar vor dem Kauf). Artikelvarianten nach Gewicht, Sorte oder Größe mit eigenem Preis und Bestand, Preisstaffeln und Mengenrabatt. Variable Gewichtsabrechnung sowie ein integriertes Pfandsystem - alles ohne Zusatz-App im Preis enthalten.
Shopify: Weder eine LMIV-Pflichtkennzeichnung (14 Allergene, Nährwerte) noch ein Pfandsystem noch die Abrechnung nach variablem Gewicht sind nativ vorhanden. Alle drei sind nur über kostenpflichtige Dritt-Apps (z. B. ein LMIV-Assistent, Pfand-Apps, Sell-by-Weight-Apps) abbildbar - jede ein eigener Kostenpunkt. Mehrere Gewichts-Apps sind primär auf die Ladenkasse (POS) ausgelegt. Ob sie auch den Online-Checkout abdecken, ist im Einzelfall vor Auswahl zu prüfen.
ZahlungsabwicklungvorhandenStripe, täglichShopify Payments + Gebühr
Farmerino: Die Zahlungsabwicklung läuft über Stripe. Im Checkout stehen Kreditkarte, Link, Klarna, Amazon Pay und Revolut Pay zur Verfügung. Apple Pay und Google Pay hängen von Endgerät, Browser und Stripe-Verfügbarkeit ab. Auszahlungen erfolgen täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung.
Shopify: Abwicklung über Shopify Payments mit Kartengebühr (Basic online rund 2,1 Prozent plus 0,30 Euro je Transaktion, in höheren Tarifen geringer). Wird statt Shopify Payments ein externer Zahlungsanbieter genutzt, fällt ein zusätzlicher, planabhängig gestaffelter Aufschlag an (Basic rund 2 Prozent, Grow 1 Prozent, Advanced 0,6 Prozent), der mit Shopify Payments entfällt und zu den Gebühren des externen Dienstleisters hinzukommt.
Datenexport / BuchhaltungvorhandenCSV/PDF/DATEVnicht eindeutig belegtDATEV nur per App
Farmerino: Export der Transaktionsdaten als CSV, PDF und im DATEV-Format für Buchhaltung und Steuerberater - im Preis enthalten.
Shopify: Standard-Exporte (z. B. CSV) und ein großes App-Ökosystem für Buchhaltung. Ob ein DATEV-konformer Export ohne Zusatz-App enthalten ist, ist nicht eindeutig und in der Regel über deutsche Buchhaltungs-Apps abzudecken.
Persönliche BegleitungvorhandenSupport auf Wunschnicht eindeutig belegtkein fester
Farmerino: Persönliche Unterstützung per WhatsApp, Telefon oder E-Mail ist auf Wunsch verfügbar. Fragen zu Einrichtung und Arbeitsabläufen können direkt mit einem Mitarbeiter geklärt werden.
Shopify: 24/7-Support (u. a. Chat) sowie umfangreiche Hilfe-Center, Foren und ein großes Partner-/Agentur-Netzwerk. Ein fester, persönlicher deutschsprachiger Onboarding-Ansprechpartner pro Erzeuger bis zum ersten Verkauf ist nicht Teil der Standardtarife.
Kassensystemvorhanden99 € · ohne Transaktionsgebührnicht eindeutig belegtPOS mit Gebühren
Farmerino: Geräteunabhängige Web-Bargeldkasse für den Tresenverkauf am Hofladen: Artikel antippen, Barcode scannen, Wiegeware nach Gewicht, bar kassieren mit Rückgeld, Beleg und Tagesabschluss - über das eigene Tablet oder Smartphone, ohne proprietäre Kassenhardware. Vorhandene Geräte lassen sich weiterverwenden: handelsübliche Barcode-Scanner arbeiten treiberlos als Tastatur (HID), Etikettenwaagen kommen über den gedruckten Instore-Barcode mit Gewicht oder Preis in die Bon-Zeile, Tresenwaagen live über die serielle Verbindung. Mehrere Kassen je Hof sind möglich - jede mit eigenem TSE-Client, eigener Belegnummernreihe, eigenem Tagesabschluss und eigenem DSFinV-K-Abschluss. Die erste Kasse ist enthalten, jede weitere kostet 25 Euro im Monat ab der nächsten Abrechnung. Die gebührenfreie Bargeldannahme ist enthalten: 99 Euro im Monat, keine Transaktionsgebühr auf Bargeld.
Shopify: Shopify bietet mit Shopify POS ein Vor-Ort-Kassensystem - dabei fallen jedoch Kartenzahlungs- bzw. Transaktionsgebühren an, und der volle POS-Funktionsumfang (POS Pro) ist ein kostenpflichtiges Zusatzmodul. Ein gebührenfreier Bargeld-Tarif zum Festpreis ist nicht vorgesehen.
Gebündelte Lieferung und Fahrerleistungenvorhandenein Gebiet, mehrere Höfenicht vorhanden
Farmerino: Freigegeben ist derzeit die Vermittlung von Fahrleistungen. Ein Fahrbetrieb veröffentlicht Gebiet, Fahrtage und Stopp-Kapazität. Mehrere Höfe im selben Umkreis können sich damit verknüpfen. Bestätigte Bestellungen werden zu einer gemeinsamen Route zusammengeführt. Die Kapazitätsgrenze gilt über alle verknüpften Höfe. Das Fahrtentgelt für den einzelnen Hof wird aus dessen Entfernung zur Gebietsmitte und dem hinterlegten Kilometersatz berechnet. Die Kundschaft erhält ein aus der Route berechnetes Zwei-Stunden-Fenster. Leergut kann bei der Übergabe erfasst und der Bestellung gutgeschrieben werden. Hof und Fahrbetrieb schließen den vorgesehenen Auftragsverarbeitungsvertrag im Konto. Bei einem Abrechnungswiderspruch wird die Auszahlung bis zur Klärung angehalten. Der Hof zahlt für die Vermittlung nichts. Vom Fahrtentgelt behält Farmerino einen Plattformanteil von 3,9 % des Fahrtentgelts ein. Diesen Anteil trägt der Fahrbetrieb. Lohnschlachtung, Zerlegung und sechzehn weitere Gewerke sind technisch vorbereitet, aber noch nicht freigegeben.
Shopify: Shopify ist ein branchenunabhängiger Shop-Baukasten. Eine Vermittlung von Fahrleistungen zwischen Höfen und unabhängigen Fahrbetrieben ist nicht Bestandteil des Systems. Solche Abläufe müssten über Apps oder eine eigene Entwicklung abgebildet werden.
vorhanden nicht vorhanden nicht eindeutig belegt Zeile anklicken für Details und Quelle

Wann passt Farmerino besser?

  • Du willst ein bestellabhängiges Kostenmodell ohne fixe Plattformgebühr: 3,9 % des Netto-Warenwerts abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 €/Monat. Optionale Pakete werden separat berechnet.
  • Du verkaufst frische, regionale Lebensmittel und brauchst LMIV-Pflichtangaben (Allergene, Nährwerte, Herkunft) direkt am Artikel - ohne einen kostenpflichtigen App-Stack dafür zusammenzubauen.
  • Du brauchst echten Kühl- und Tiefkühlversand mit automatischer Temperaturklassen-Erkennung, Paket-Splitting und Sendungsverfolgung statt nur einer Versand-Markierung.
  • Du lieferst selbst aus und willst automatische Tourenplanung mit Routenoptimierung (Milchmann-Prinzip), Picklisten und Lieferscheinen - ohne separate Routen-App.
  • Du verkaufst gewichtsvariable Produkte (z. B. Fleisch oder Käselaibe) oder mit Pfand und brauchst variable Gewichtsabrechnung und ein integriertes Pfandsystem ab Werk, nicht als Zusatzmodul.
  • Du möchtest die Hofladen-Grundfunktionen ohne eigenen Theme- und App-Stack nutzen und bei der Einrichtung auf Wunsch persönliche Unterstützung erhalten.
  • Du willst am Hofladen-Tresen bar kassieren: Das Kassensystem-Paket verbindet eine geräteunabhängige Kasse mit gebührenfreier Barzahlung - 99 Euro im Monat, ohne Transaktionsgebühr auf Bargeld.
  • Du willst vorhandene Kassen-Hardware weiterverwenden: Barcode-Scanner arbeiten treiberlos als Tastatur, Etikettenwaagen über den Instore-Barcode und Tresenwaagen live über die serielle Verbindung - und für Tresen, Hofcafé und Marktstand lassen sich mehrere Kassen anlegen, jede weitere für 25 Euro im Monat.

Wechsel oder Parallelbetrieb schrittweise umsetzen

Ein Parallelbetrieb ist technisch möglich. Farmerino hat keine Mindestlaufzeit und keine fixe Plattformgebühr für den Online-Hofladen. Du kannst es zunächst für ausgewählte frische, kühlpflichtige oder gewichtsvariable Produkte nutzen, während der bestehende Shopify-Shop weiterläuft. Im Grundmodell fallen Verkäufergebühren erst bei abgeschlossenen Bestellungen an. Optionale Pakete werden separat berechnet. Berücksichtige die doppelte Produkt-, Bestands- und Bestellpflege sowie die Bedingungen und Datenexporte des Shopify-Tarifs.

Häufige Fragen

Ist Farmerino eine gute Shopify Alternative?

Das hängt davon ab, was du verkaufst. Shopify ist ein universeller Shop-Baukasten für nahezu jede Branche, der Hof- und Lebensmittel-Funktionen (LMIV-Kennzeichnung, Kühlversand mit Temperaturklassen, Tourenplanung, Pfand, Gewichtsabrechnung) nicht nativ enthält, sondern über kostenpflichtige Apps abbildet. Farmerino ist auf Erzeuger regionaler Lebensmittel spezialisiert und bringt genau diese Funktionen ohne App-Stack in einem Preis mit. Wenn du frische, kühlpflichtige oder gewichtsvariable Lebensmittel direkt vermarktest, ist Farmerino eine sinnvolle Alternative.

Was kostet Farmerino im Vergleich zu Shopify?

Es gibt keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr. Farmerino berechnet 3,9 % des Netto-Warenwerts abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 € pro Monat und Verkäufer. Der Kunde trägt zusätzlich 0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Es gibt keine Mindestlaufzeit. Die optionale Tresen-Kasse ist ein separates Paket für 99 € pro Monat. Shopify kostet ein monatliches Abo plus Zahlungsentgelte und gegebenenfalls Apps, Theme und weitere Dienste. Der wesentliche Unterschied liegt in der Kostenstruktur: Farmerinos Grundmodell ist bestellabhängig, Shopify arbeitet mit einem gewählten Abotarif und zusätzlichen, konfigurationsabhängigen Posten. Bitte prüfe die aktuellen Konditionen und den tatsächlich benötigten Funktionsumfang direkt beim Anbieter.

Welche Kosten fallen bei Farmerino zusätzlich an?

Es gibt keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr. Farmerino berechnet 3,9 % des Netto-Warenwerts abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 € pro Monat und Verkäufer. Der Kunde trägt zusätzlich 0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Es gibt keine Mindestlaufzeit. Die optionale Tresen-Kasse ist ein separates Paket für 99 € pro Monat. Im Grundmodell enthalten sind der Online-Hofladen, Abholung, eigene Lieferung, DPD-Paketversand, Tourenplanung, LMIV-Felder, Varianten und Preisstaffeln, variable Gewichtsabrechnung, Pfandverwaltung, Stripe-Zahlung sowie CSV-, PDF- und DATEV-Export. Persönliche Unterstützung ist auf Wunsch verfügbar. Optionale Pakete werden separat berechnet. Die Tresen-Kasse kostet 99 € pro Monat.

Hat Shopify eine LMIV-Kennzeichnung für Lebensmittel?

Shopify bringt keine native LMIV-Pflichtkennzeichnung (14 Allergene, Nährwerte, Herkunft) mit. Sie lässt sich nur über eine kostenpflichtige Dritt-App nachrüsten - ein zusätzlicher Kostenpunkt zum Abo. Bei Farmerino sind die LMIV-Felder direkt am Artikel enthalten und werden vor dem Kauf angezeigt - ohne Zusatz-App und ohne Aufpreis.

Kann ich mit Shopify gekühlte oder tiefgekühlte Lebensmittel versenden?

Versand mit Carriern und Labels ist bei Shopify grundsätzlich möglich, eine native Logik für Temperaturklassen (gekühlt, tiefgekühlt, Raumtemperatur) gibt es jedoch nicht. Als Behelf lassen sich Bestellungen per Automatisierung lediglich als gekühlter Versand markieren - das ist eine reine Kennzeichnung ohne Steuerung von Versandklasse oder Kühlkette. Farmerino erkennt die Temperaturklasse automatisch und unterstützt Paket-Splitting sowie Sendungsverfolgung im bundesweiten DPD-Versand - ohne Zusatz-App.

Bietet Shopify eine Tourenplanung für die eigene Lieferung?

Shopify kann ein lokales Liefergebiet nach Postleitzahl oder Radius definieren, eine echte Routenoptimierung für eigene Liefertouren ist jedoch nicht nativ enthalten und nur über kostenpflichtige Dritt-Apps oder externe Software möglich. Farmerino bietet eine automatische Tourenplanung nach dem Milchmann-Prinzip mit Picklisten und Lieferscheinen direkt im System, ohne Zusatzkosten.

Muss ich mich bei Farmerino oder Shopify vertraglich binden?

Farmerino hat keine Mindestlaufzeit und ist jederzeit kündbar. Das Konto wird online ohne Kreditkarte angelegt. Shopify ist monatlich kündbar, der vergünstigte Monatspreis gilt jedoch nur bei jährlicher Vorauszahlung mit 12-Monats-Bindung, und das Abo läuft unabhängig vom Umsatz weiter.

Kann ich Farmerino und Shopify gleichzeitig nutzen?

Ein Parallelbetrieb ist grundsätzlich möglich, da Farmerino ohne Mindestlaufzeit und ohne Monatsgebühr auskommt und Gebühren nur bei abgeschlossenen Bestellungen anfallen. Du kannst zum Beispiel einen bestehenden Shopify-Shop für lagerfähige oder internationale Sortimente behalten und Farmerino parallel für deine frischen, kühlpflichtigen Hof-Produkte mit LMIV, Kühlversand und Tourenplanung nutzen. Prüfe vorab die Bedingungen deines Shopify-Abos.

Muss ich bei Farmerino meine Kunden selbst gewinnen?

Nein, nicht allein. Dein Hofladen ist Teil von farmerino.de und wird darüber gefunden: Jeder aktive Hofladen bekommt eine eigene, von Suchmaschinen indexierte Seite, erscheint auf den Stadt- und Regionsseiten und ist über die Umkreissuche auffindbar - Kunden, die nach regionalen Lebensmitteln in ihrer Nähe suchen, landen so direkt bei dir. Dazu kommen die Themenseiten der Plattform, etwa der Saisonkalender und die Ratgeber, über die Verbraucher auf die angeschlossenen Höfe stoßen. Zusätzlich arbeitet Farmerino mit reichweitenstarken Communities aus dem Umfeld bewusster, regionaler Ernährung zusammen. Die erste feste Kooperation umfasst rund 45.000 Mitglieder. Wer darüber hinaus auffallen will, kann Werbung und Aktionen dazubuchen: Farmerino bewirbt den Hof oder einzelne Produkte extern, das Budget bestimmt der Hof, und Farmerino schlägt nichts darauf auf. Dein eigenes Marketing bleibt daneben wertvoll, und wer seine Stammkunden mitbringt, startet schneller. Der Unterschied ist, dass du nicht ausschließlich darauf angewiesen bist - anders als bei reiner Shop-Software, die dir nur die Werkzeuge gibt.

Quellen

Stand Juni 2026. Angaben zu Shopify stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen und können sich ändern.