
CO₂-Fußabdruck
Gesamtmenge an Treibhausgasen, die durch Produktion, Transport und Konsum eines Lebensmittels verursacht wird.
Was bestimmt den CO₂-Fußabdruck von Lebensmitteln?
Der CO₂-Fußabdruck eines Lebensmittels summiert sämtliche Treibhausgas-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette: vom Ackerbau (Düngemittel, Treibstoff für Traktoren) über die Verarbeitung (Energie für Kühlung, Waschen, Schneiden) und Verpackung (Plastik, Kartonagen) bis zum Transport (Lkw, Schiff, Flugzeug). Bei tierischen Produkten kommen Methan-Emissionen aus der Weidehaltung und Lachgas aus der Düngung von Futterflächen hinzu. Entscheidend ist nicht nur die absolute Distanz, sondern auch das Transportmittel: Ein per Frachtschiff importierter Apfel aus Neuseeland verursacht pro Kilogramm etwa 0,4 kg CO₂-Äquivalente – der Flug-Transport von Frischware wie Spargel oder Beeren schlägt hingegen mit dem Zehn- bis Zwanzigfachen zu Buche. Regionale Produkte über Farmerino vermeiden den Flugtransport komplett, setzen auf kurze Lkw-Wege und minimieren durch die Milchmann-Lieferung mit optimierter Routenführung die Strecken zusätzlich.
CO₂-Vergleich: Regional vs. Global
Eine Studie des IFEU-Instituts zeigt: Ein Kilogramm regionales Bio-Gemüse vom Hofladen verursacht im Schnitt 0,2–0,5 kg CO₂-Äquivalente. Importiertes Gemüse aus Spanien oder den Niederlanden liegt bei 0,6–1,2 kg, südafrikanische oder chilenische Ware bei 2–5 kg. Flug-Obst erreicht sogar 10–15 kg CO₂-Äquivalente pro Kilogramm – ein Faktor von 30 im Vergleich zum regionalen Produkt. Besonders klimaschädlich sind beheizte Gewächshäuser (Tomaten im Winter) und Tiefkühl-Logistik über Kontinente hinweg. Farmerino-Landwirte setzen dagegen auf Saisonalität: Was nicht in der Region wächst, wird nicht im Sortiment geführt. Die kürzeren Transportwege senken automatisch den CO₂-Ausstoß – und der Kunde muss nicht erst auf ein Label schauen, um klimafreundlich einzukaufen.
Bewusst einkaufen mit dem CO₂-Fußabdruck im Blick
Neben der Herkunft spielen Anbauweise und Verarbeitungsgrad eine große Rolle: Bio-Landwirtschaft ohne synthetische Stickstoffdünger und Pestizide reduziert die Emissionen aus der Vorkette enorm. Produkte mit niedrigem Verarbeitungsgrad – also frische Äpfel statt Apfelsaftkonzentrat aus China – sparen Energie für Verarbeitung und Konzentration. Saisonales Einkaufen über den Farmerino Online-Hofladen garantiert Produkte, die ohne beheizte Gewächshäuser und ohne interkontinentale Transporte auskommen. Jeder Einkauf beim regionalen Erzeuger ist aktiver Klimaschutz: kurze Wege, keine Flugware, weniger Kühltransporte und mehr Transparenz über die tatsächlichen Emissionen. Das Hofprofil jedes Landwirts informiert über die Anbaumethoden und gibt Orientierung für eine klimabewusste Ernährung.