Wie verändert eine Abo-Gemüsekiste Planung und Bestellrhythmus?
Die Abo- oder Biokiste ist ein etablierter Weg der Direktvermarktung. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (laut landwirtschaft.de, BLE) ordnet sie ausdrücklich als neueres Modell der Direktvermarktung ein, gleichberechtigt neben Hofladen, Wochenmarkt, Verkaufswagen und Ab-Hof-Verkauf. Der entscheidende Unterschied zum tagesaktuellen Verkauf liegt in der Wiederkehr: Eine Abo-Kiste ist eine regelmäßige, wiederkehrende Bestellung statt eines Einzelkaufs.
Diese vier Wirkungen solltest du im Betrieb prüfen:
- Vorab sichtbare Mengen: Aktive wiederkehrende Bestellungen zeigen vor dem Liefertag, wie viele Kisten in welcher Größe vorgesehen sind. Berücksichtige Pausen, Kündigungen und Ausfälle, bevor du daraus Anbau- oder Ernteentscheidungen ableitest.
- Wiederkehrender Bestellrhythmus: Geplante Bestellungen lassen sich periodisch abbilden. Der tatsächliche Zahlungseingang hängt von ausgeführten Bestellungen und erfolgreicher Zahlung ab. Farmerino zahlt über Stripe täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung aus.
- Wiederbestellung: Kundschaft kann denselben Warenkorb in einem gewählten Rhythmus erneut bestellen und verwalten. Ob daraus eine dauerhaft aktive Kundenbeziehung entsteht, zeigt die Wiederbestellrate.
- Abgleich von Bestellung und Produktion: Vorab sichtbare Bestellmengen können die Mengenplanung unterstützen. Ob dadurch Restware sinkt, hängt unter anderem von Ernte, Ausfällen, Stornierungen und zusätzlichem Absatz ab.
Wichtig als ehrliche Einordnung: Der Mechanismus dieser Vorteile ist gut belegt, harte Prozentzahlen zum Markt sind es nicht. Eine belastbare Statistik zum Anteil der Höfe mit Abo-Kisten lag in der Recherche nicht vor. Verstehe die Punkte oben deshalb als bewährte Wirkprinzipien, nicht als garantierte Renditeversprechen. Wie die Abo-Kiste sich von verwandten Modellen wie der Solidarischen Landwirtschaft abgrenzt, klären wir weiter unten.
Primärquellen (Orientierung, keine Rechtsberatung): LMIV – VO (EU) Nr. 1169/2011; DSGVO; BLE.
Schritt für Schritt: Abo-Kiste mit Warenkorb-Abonnements aufbauen
Technisch ist eine Abo-Kiste bei Farmerino kein Sonderprodukt, sondern ein normaler Warenkorb, den die Kundschaft als wiederkehrende Bestellung einrichtet. Über die Warenkorb-Abonnements wird aus einem einmaligen Einkauf eine regelmäßige Lieferung. So gehst du vor:
- Konto anlegen (online). Du registrierst dich direkt online, ohne Kreditkarte und ohne Technikkenntnisse, und bekommst deinen eigenen gebrandeten Online-Hofladen. Direkt loslegen kannst du über Konto anlegen.
- Kistenprodukte anlegen. Du legst deine Kisten als Artikel an, zum Beispiel "Gemüsekiste klein", "Gemüsekiste Familie" oder "Gemüse-Obst-Kiste". Über Artikelvarianten bildest du Größen und Sorten ab, über Preisstaffeln und Mengenrabatt feinere Abstufungen. Für lose abgewogene Bestandteile nutzt du die variable Gewichtsabrechnung.
- LMIV-Angaben pflegen. Die LMIV-Felder für Allergene, Nährwerte, Herkunft und Zutaten sind direkt am Artikel hinterlegt. Das ist gerade bei Kisten mit verarbeiteten Beilagen (Brot, Käse, Aufstriche) relevant.
- Verfügbarkeit und Saison steuern. Über saisonale und wochentagsbasierte Verfügbarkeit legst du fest, wann eine Kiste bestellbar ist. So bildest du feste Liefertage je Tour ab und steuerst, was zur jeweiligen Saison in die Kiste kommt. Vorbestellungen sind ebenfalls möglich.
- Pfand und Mehrweg einrichten. Wenn du Mehrwegkisten, Gläser oder Kühltaschen einsetzt, aktivierst du das Pfandsystem, damit Leergut sauber verwaltet wird.
- Vertriebsweg und Zahlung aktivieren. Du wählst Abholung, eigene Lieferung und/oder Versand (siehe Abschnitt Logistik) und richtest die Zahlung über Stripe ein. Damit Kunden ihren Warenkorb als Abo einrichten können, ist nur ein freigeschalteter, bestellbarer Shop nötig.
- Shop teilen und Abos laufen lassen. Du teilst den Link, die Kundschaft füllt den Warenkorb und richtet ihn als wiederkehrende Bestellung ein. Auch eine Gastbestellung ohne Registrierung ist für den Einstieg möglich.
Für die Einrichtung kannst du kostenlose Unterstützung per Telefon, Videoanruf oder Nachricht anfragen. Mehr zum grundsätzlichen Aufbau eines Shops findest du im Ratgeber Direktvermarktungs-Software.
Kistengrößen, feste vs. flexible Kiste, Saison und Preise
Bevor du Kisten anlegst, triffst du zwei Grundentscheidungen: das Kistenkonzept (fest oder flexibel) und die Größenstaffel. Beide Varianten sind marktüblich und werden oft parallel angeboten.
Feste (kuratierte) Kiste
Den Inhalt gibst du als Anbieter saisonal vor, etwa als "Saisonale Köstlichkeiten" oder "Bio-Kiste Saisonal" (so real bei oeko-gartenbau.com und Freshquita). Planungsmerkmal: Du steuerst die Zusammenstellung und siehst die bestellten Kisten vor dem Liefertag. Ernteabweichungen, Pausen und Zusatzverkäufe bleiben zu berücksichtigen. Du bildest die feste Kiste als Artikel mit fixem Inhalt ab und passt sie über die saisonale Verfügbarkeit an.
Flexible (Wunsch-)Kiste
Hier stellt die Kundschaft aus deinem Sortiment selbst zusammen oder ergänzt eine Basiskiste mit Add-ons. Große Anbieter führen dafür sehr breite Sortimente (Märkische Kiste: Zusammenstellung aus rund 2.000 Bio-Artikeln). Planungsmerkmal: Die Kundschaft hat mehr Auswahl, während du mehr Varianten pflegst. Ob sich Zufriedenheit oder Warenkorbwert verändern, misst du anhand deiner Daten. Eine mögliche Mischform ist ein festes Kistengerüst plus wöchentliche Anpassung und Add-ons (so bei gemuese-im-abo.de). Diese Mischform bildest du über Basisartikel plus zubuchbare Varianten ab.
Größen und Lieferrhythmus
Übliche Lieferrhythmen sind wöchentlich, zweiwöchentlich, dreiwöchentlich oder nach Bedarf, meist mit festem Liefertag je Tour und Region. Größen werden häufig nach Haushaltsgröße gestaffelt. Als regionaler Einzelbeispiel-Anker (gemuese-im-abo.de, Freiburg, nicht repräsentativ): sechs Standardgrößen, klein bzw. für 1 bis 3 Personen, Familie für 3 bis 4 und groß für 4 bis 5 Personen, dazu separate Obstkisten.
Preise festlegen
Konkrete Preise sind stark regional. Manche Anbieter nennen Preise und Mindestwerte gar nicht öffentlich, andere bewegen sich (Beispiel gemuese-im-abo.de) im niedrigen zweistelligen Eurobereich je Standardkiste mit einem Mindestbestellwert für die Wunschkiste. Verallgemeinere diese Beträge nicht, sondern kalkuliere aus deinen Kosten: Wareneinsatz, Verpackung, Pfand, Logistik und deine Arbeitszeit. Über Farmerino setzt du die Preise selbst. Die Plattform schreibt dir keine Verkaufspreise vor.
| Kriterium | Feste Kiste | Flexible Kiste |
|---|---|---|
| Vorab sichtbare Bestellmengen | nach Bestellschluss | nach Bestellschluss, je Zusammenstellung |
| Steuerung der Zusammenstellung | durch den Betrieb | durch die Kundschaft |
| Aufwand Sortimentspflege | gering | höher |
| Wahlfreiheit für Kundschaft | gering | hoch |
| Umsetzung bei Farmerino | Artikel mit fixem Inhalt | Basisartikel plus zubuchbare Varianten |
Gelegentliche Extra-Portionen sind eine mögliche Kulanzleistung. Kalkuliere Kosten und dokumentiere anschließend, ob sie sich auf Rückmeldungen oder Wiederbestellungen auswirken.
Logistik: Abholung, Lieferung und Versand mit Tourenplanung
Die Logistik entscheidet, ob ein Kisten-Abo trägt. Farmerino bietet dafür drei frei kombinierbare Vertriebswege, die du einzeln oder zusammen nutzt.
Abholung am Hof
Die einfachste Variante: Kunden bestellen ihre Kiste und holen sie zu festen Zeiten am Hof oder an einem Abholpunkt ab. Damit entfällt eine eigene Zustelltour. Aufwand für Bereitstellung und Übergabe bleibt bestehen.
Eigene Lieferung mit automatischer Tourenplanung
Für die klassische Kistenlieferung nach Hause definierst du Liefergebiete nach Entfernung oder PLZ samt Mindestbestellwerten. Die Touren plant das System automatisch nach dem Milchmann-Prinzip und erzeugt Picklisten und Lieferscheine. Genau das ist der Kern eines Kistenmodells mit festen Liefertagen je Region: Du packst nach Pickliste und fährst eine optimierte Route, statt jede Bestellung einzeln zu disponieren. So lässt sich der Aufwand pro Kiste niedrig halten.
Bundesweiter DPD-Paketversand
Für Kundschaft außerhalb deiner Liefergebiete steht der DPD-Paketversand bereit, mit automatischer Temperaturklassen-Erkennung (gekühlt, tiefgekühlt, Raumtemperatur), Paket-Splitting, Versand- und Batch-Labels sowie Sendungsverfolgung. Damit erweiterst du ein regionales Kisten-Abo bei Bedarf um haltbarere Spezialitäten für den überregionalen Versand. Hintergrund dazu im Lexikon unter Postversand frischer Lebensmittel.
Praxistipp zu Deadlines: Plane vor jedem Liefertag eine Annahme- und Änderungsfrist ein. Viele Anbieter setzen feste Cut-offs (Beispiel: Montagslieferungen müssen bis Sonntag morgens geändert oder abbestellt werden, laut gemuese-im-abo.de und oeko-gartenbau.com). So hast du verlässliche Mengen, bevor du Touren packst, und vermeidest kurzfristige Lücken oder Überschüsse.
Die Tour, die sich für deine Kisten allein nicht lohnt
Beim Kistenabo ist die Lieferung nicht ein Extra, sondern das Produkt. Und sie ist die Stelle, an der die Rechnung kippt: Zwanzig Kisten in einem Umkreis von dreißig Kilometern sind ein halber Arbeitstag plus Fahrzeug. Bei acht Euro Marge je Kiste bleibt davon wenig übrig - und mit jeder Kündigung wird die Tour unwirtschaftlicher, nicht nur kleiner.
Geteilt sieht die Rechnung anders aus. Auf Farmerino gehört das Liefergebiet dem Fahrbetrieb, nicht einem einzelnen Hof. Er nennt seine Tage und seine Kapazität, mehrere Höfe im selben Umkreis übernehmen dasselbe Gebiet, und am Liefertag laufen ihre Bestellungen über eine gemeinsame Route. Deine zwanzig Kisten fahren dann nicht allein durch die Gegend, sondern zusammen mit dem Brot der Bäckerei und dem Käse vom Nachbarhof.
Für deine Abonnenten ändert sich dadurch nichts Sichtbares außer der Verlässlichkeit: Sie bekommen ein Zwei-Stunden-Fenster, berechnet aus der Route - keine Ortung, kein „irgendwann heute". Leergut nimmt der Fahrer an der Tür mit, die Pfandgutschrift steht sofort in der Bestellung. Das ist beim Kistenabo kein Detail: Wer wöchentlich liefert, sammelt sonst wöchentlich Kisten im Hof.
Zahlung und wiederkehrende Bestellungen abrechnen
Ein Abo braucht eine Zahlung, die ohne ständiges Nachfassen funktioniert. Bei Farmerino läuft die Bezahlung integriert über Stripe und umfasst laut Funktionsumfang Kreditkarte, Link, Klarna, Amazon Pay und Revolut Pay — Apple Pay und Google Pay je nach Endgerät. Die wiederkehrende Bestellung richtet die Kundschaft selbst über die Warenkorb-Abonnements ein, indem sie ihren Warenkorb als Abo speichert.
So fließt das Geld zu dir: Die Auszahlung erfolgt täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung (innerhalb der üblichen Widerrufsfrist). In der Finanzübersicht siehst du alle Einnahmen und exportierst sie bei Bedarf als CSV, PDF oder DATEV, was die Buchhaltung beim laufenden Abo-Geschäft vereinfacht.
Was dich das Modell kostet: Es gibt keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr und keine Mindestlaufzeit. Du kannst jederzeit kündigen. Fällig wird nur eine Plattform-Marge von 3,9 % auf den Netto-Warenwert, ausschließlich bei abgeschlossenen Bestellungen. Der Satz ist für alle Verkäufer gleich, ohne Rabatte und auf 149 € pro Monat gedeckelt (ab rund 3.820 € Netto-Warenwert im Monat zahlst du nie mehr als 149 €). Zusätzlich trägt der Kunde zwei Kundenentgelte (0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang) als separate Posten. Sie mindern deinen Erlös nicht. Wie viel nach weiteren betrieblichen Kosten verbleibt, zeigt deine Deckungsbeitragsrechnung.
| Posten | Höhe | Wer trägt ihn |
|---|---|---|
| Einrichtungsgebühr | 0 Euro | — |
| Monatsgebühr | 0 Euro | — |
| Plattform-Marge | 3,9 % vom Netto-Warenwert, nur bei abgeschlossenen Bestellungen, gedeckelt auf 149 €/Monat | Verkäufer |
| Bearbeitungsgebühr | 0,25 € je Bestellung | Kunde |
| Zahlungsentgelt | 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang | Kunde |
Hinweis zur Steuer: Die Kleinunternehmer-Regelung nach Paragraf 19 UStG ist abgebildet, Steuernummer oder USt-IdNr. lassen sich hinterlegen. Die Datenhaltung erfolgt in Deutschland und die Übertragung ist verschlüsselt. Die datenschutzrechtliche Prüfung des eigenen Angebots bleibt beim Betrieb.
Rechtliche Prüfung für Abo-Kisten
Fernabsatz, Widerruf, Kündigung, Laufzeit und Pflichtangaben hängen von Vertragsmodell und konkretem Kisteninhalt ab. Bei frischer, gemischter und haltbarer Ware können unterschiedliche Regeln greifen. Pauschale Aussagen für jede Abo-Kiste sind deshalb nicht belastbar.
- Vertragsmodell dokumentieren: Einzellieferung, wiederkehrende Bestellung, Laufzeit, Pause, Änderung und Kündigung eindeutig beschreiben.
- Inhalt prüfen: Frische, schnell verderbliche und haltbare Bestandteile getrennt bewerten lassen.
- Rechtstexte abstimmen: Widerrufsbelehrung, AGB, Produktinformation und Bestellbestätigung müssen zusammenpassen.
- Fachkundig prüfen: Lass die konkrete Gestaltung vor Veröffentlichung rechtlich prüfen. Bei lebensmittelrechtlichen Fragen ist die zuständige Überwachung Ansprechpartner.
Farmerino stellt Produkt-, Bestell- und Vertragsfelder bereit. Die rechtliche Einordnung und korrekte Befüllung bleiben beim Betrieb. Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung.
Abgrenzung: Abo-Kiste, Solawi und Marktschwärmer
Damit du das passende Modell wählst, hilft die Abgrenzung zu verwandten Wegen. Alle haben gemeinsam, dass sie Erzeuger und Endkunde direkter verbinden, unterscheiden sich aber in Finanzierung und Risiko.
- Abo-Kiste: wiederkehrende Bestellung mit Lieferung oder Abholung, ohne Vorfinanzierung. Du behältst die Preishoheit und das normale unternehmerische Risiko. Das ist das hier beschriebene Modell und das, was die Abokiste ausmacht.
- Solidarische Landwirtschaft (Solawi): Eine Verbrauchergemeinschaft finanziert die Jahreskosten des Betriebs vorab und teilt das Ernterisiko mit. Dadurch werden Finanzierung und Risiko anders verteilt als beim klassischen Kisten-Abo. Umfang, Laufzeit und Planungssicherheit ergeben sich aus der konkreten Vereinbarung. Mehr dazu unter Solidarische Landwirtschaft und Ernteanteil.
- Marktschwärmer: Online-Bestellung mit wöchentlicher lokaler Abholung an einem Treffpunkt. Fairer Marktzugang besonders für kleine und mittlere Betriebe (siehe Marktschwärmerei). Wichtig als Ehrlichkeitshinweis: Die oft kolportierte Provisionshöhe von Marktschwärmer konnte in der Recherche nicht aus einer Primärquelle bestätigt werden. Prüfe sie vor einer Entscheidung selbst.
In der Praxis schließen sich diese Wege nicht aus. Du kannst eine Abo-Kiste mit deinem bestehenden Hofladen, einem Marktstand oder Versand kombinieren. Wenn du mehrere Vertriebswege bündeln willst, hilft dir der Ratgeber Lebensmittel-Lieferdienst aufbauen bei der Logistik, und der allgemeine Einstieg ins Onlinegeschäft steht im Ratgeber Lebensmittel online verkaufen.
Jetzt deine Abo-Kiste starten
Du hast jetzt den kompletten Bauplan: warum das Abo-Modell stark ist, wie du es mit Warenkorb-Abonnements aufbaust, welche Größen und Preise sinnvoll sind, wie Logistik und Zahlung laufen und worauf du beim Widerruf achten solltest. Der nächste Schritt ist klein und ohne fixe Plattformkosten.
- Konto anlegen: Konto anlegen und direkt online registrieren, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kreditkarte.
- Erst mehr erfahren: Auf Partner werden erfährst du, wie der Einstieg abläuft, und auf Funktionen siehst du alle Werkzeuge im Detail.
- Unterstützung: Für die Einrichtung kannst du kostenlose Unterstützung per Telefon, Videoanruf oder Nachricht anfragen.
Aus Produkten, Liefertagen und Kistengrößen entsteht ein wiederkehrender Bestellablauf. Bewerte Absatz, Wiederbestellrate, Restware und Deckungsbeitrag anschließend anhand deiner Betriebsdaten. Du verkaufst direkt, ohne Zwischenhandel, an Kunden in deiner Region und bundesweit.
Häufige Fragen
Was ist der Vorteil einer Abo-Kiste gegenüber dem normalen Verkauf?
Eine Abo-Kiste ist eine wiederkehrende Bestellung statt eines Einzelkaufs. Aktive Bestellungen zeigen Mengen und Termine vor dem Liefertag und können so Produktion und Tourenplanung unterstützen. Cashflow, Kundenbindung und Restware hängen weiterhin von Ausführung, Zahlung, Kündigungen, Ernte und zusätzlichem Absatz ab. Behördliche Quellen (laut landwirtschaft.de der BLE) ordnen die Abo- oder Biokiste ausdrücklich als etabliertes Modell der Direktvermarktung ein. Harte Marktzahlen zum Anteil der Höfe mit Abo-Kisten lagen allerdings nicht vor, daher sind das bewährte Wirkprinzipien und keine garantierten Renditeversprechen.
Wie richte ich bei Farmerino eine Gemüsekiste als Abo ein?
Du legst deine Kisten als normale Artikel an (zum Beispiel klein, Familie, groß) und nutzt Artikelvarianten für Größen und Sorten. Die Kundschaft richtet ihren Warenkorb dann selbst als wiederkehrende Bestellung über die Warenkorb-Abonnements ein. Ein Sonderprodukt brauchst du dafür nicht, nur einen freigeschalteten, bestellbaren Shop. Das Konto ist direkt online angelegt, ohne Technikkenntnisse.
Feste oder flexible Kiste: Was ist besser für meinen Hof?
Beides ist marktüblich und wird oft parallel angeboten. Bei einer festen Kiste steuerst du die Zusammenstellung. Bei einer flexiblen Wunschkiste wählt die Kundschaft aus mehr Varianten. Vergleiche Pflegeaufwand, Bestellwert, Abweichungen und Restware mit deinen eigenen Daten. Auch ein festes Kistengerüst mit wöchentlichen Add-ons ist möglich. Bei Farmerino bildest du das über Basisartikel und zubuchbare Varianten ab.
Wie organisiere ich die Lieferung der Kisten?
Du hast drei frei kombinierbare Wege: Abholung am Hof oder an einem Abholpunkt, eigene Lieferung mit Liefergebieten nach Entfernung oder PLZ und Mindestbestellwerten sowie bundesweiter DPD-Paketversand. Für die eigene Lieferung plant das System die Touren automatisch nach dem Milchmann-Prinzip und erstellt Picklisten und Lieferscheine. So fährst du eine optimierte Route mit festen Liefertagen je Region, statt jede Bestellung einzeln zu disponieren.
Wie werden wiederkehrende Bestellungen bezahlt und wann bekomme ich mein Geld?
Die Zahlung läuft integriert über Stripe und umfasst laut Funktionsumfang Kreditkarte, Link, Klarna, Amazon Pay und Revolut Pay — Apple Pay und Google Pay je nach Endgerät. Die Kundschaft richtet die wiederkehrende Bestellung selbst über die Warenkorb-Abonnements ein. Die Auszahlung erfolgt täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung. In der Finanzübersicht siehst du alle Einnahmen und kannst sie als CSV, PDF oder DATEV exportieren.
Wie ist das Widerrufsrecht bei einer Abo-Gemüsekiste zu behandeln?
Das hängt von Vertragsmodell, Laufzeit, Kündigungsregel und konkretem Kisteninhalt ab. Frische, schnell verderbliche, gemischte und haltbare Ware kann unterschiedlich zu behandeln sein. Lass Widerrufsbelehrung, AGB, Produktinformation und Bestellbestätigung für dein Angebot rechtlich prüfen. Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung.
Was gilt, wenn meine Kiste auch haltbare Produkte enthält?
Bewerte frische und haltbare Bestandteile nicht pauschal als einheitlichen Fall. Dokumentiere Inhalt und Vertragsmodell und lass prüfen, welche Informations-, Widerrufs- und Kündigungsregeln für die konkrete Mischkiste gelten. Farmerino stellt die Felder bereit. Die rechtliche Verantwortung bleibt beim Betrieb.
Wie unterscheidet sich die Abo-Kiste von einer Solawi?
Bei der Abo-Kiste handelt es sich um eine wiederkehrende Bestellung ohne Vorfinanzierung. Du behältst die Preishoheit und das normale unternehmerische Risiko. Bei der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) finanziert eine Verbrauchergemeinschaft die Jahreskosten vorab und teilt das Ernterisiko, wodurch sich Finanzierung und Risiko anders verteilen, aber ein anderes Vertrags- und Finanzierungsmodell ist. Beide Wege lassen sich mit Hofladen, Marktstand oder Versand kombinieren.
Was kostet es, eine Abo-Kiste über Farmerino anzubieten?
Es gibt keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr und keine Mindestlaufzeit. Du kannst jederzeit kündigen. Fällig wird nur eine Plattform-Marge von 3,9 % auf den Netto-Warenwert, für alle Verkäufer gleich und ausschließlich bei abgeschlossenen Bestellungen, gedeckelt auf 149 €/Monat (ab rund 3.820 € Netto-Warenwert im Monat zahlst du nie mehr als 149 €). Zusätzlich trägt der Kunde zwei Kundenentgelte (0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang) als separate Posten. Wie viel nach weiteren betrieblichen Kosten verbleibt, zeigt deine Deckungsbeitragsrechnung.
Dein Rechenbeispiel
Rechne aus, was bei dir bleibt
Bei Farmerino zahlst du 0 € Einrichtung und 0 € im Monat. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht. Farmerino behält 3,9 % je abgeschlossenem Verkauf, gedeckelt auf 149 € im Monat. Stelle deinen geplanten Netto-Warenwert ein und sieh den Betrag nach diesem Abzug.
Anteil (3,9 %, höchstens 149 €)
98 €
pro Monat
Bleibt bei dir
2.402 €
pro Monat
Hochgerechnet
28.830 €
pro Jahr
Der Rechner berücksichtigt ausschließlich den Anteil von 3,9 %, gedeckelt auf 149 € im Monat. Eigene Kosten, Steuern, Rückerstattungen sowie optionale Pakete sind nicht enthalten. Die separat ausgewiesenen Bearbeitungs- und Zahlungsentgelte trägt der Kunde. Ab rund 3.820 € Netto-Warenwert bleibt es bei 149 €.
Konto anlegenBereit für deinen eigenen Online-Hofladen?
Farmerino erhebt keine Einrichtungs- oder Monatsgebühr und hat keine Mindestlaufzeit. Vom Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen behält Farmerino 3,9 %, gedeckelt auf 149 € pro Monat. Unterstützung bei der Einrichtung kannst du kostenlos anfragen.
