Warum ein eigener Lieferdienst statt fremder Plattform
Wer regionale Lebensmittel direkt liefert, hat zwei grundsätzliche Wege: den eigenen Lieferdienst über den eigenen Hofladen-Shop oder die Vermittlung über eine fremde Lieferplattform. Der Unterschied liegt vor allem in der Marge und in der Frage, wem die Kundenbeziehung gehört.
Plattform-Provisionen schmälern die Marge deutlich. Im Gastronomie-Liefermarkt liegen die Provisionen je nach Modell und Vertrag in einer breiten Spanne: bei Lieferando etwa rund 13 Prozent, wenn das Restaurant selbst ausliefert, bis zu etwa 30 Prozent mit Plattform-Kurier (laut heise); bei Uber Eats und Wolt werden je nach Servicegrad rund 15 bis 30 Prozent genannt. Diese Sätze sind vertraglich und standortabhängig, zeigen aber die Größenordnung: Ein erheblicher Teil der Wertschöpfung wandert an die Plattform.
Volle Marge bei Farmerino statt prozentualer Plattform-Abgabe. Farmerino erhebt keine Einrichtungsgebühr und keine Monatsgebühr, es gibt keinen Vertrag und du kannst jederzeit kündigen. Fällig wird nur eine Transaktionsgebühr von 8 bis 10 Prozent auf den Netto-Warenwert und ausschließlich bei erfolgreichen Verkäufen (Start bei 10 Prozent, über das Empfehlungsprogramm und ab 5.000 Euro qualifizierendem Umsatz bis auf 8 Prozent reduzierbar). Hinzu kommen 0,25 Euro Bearbeitungsgebühr pro Bestellung, die der Kunde als separaten Posten trägt. Unterm Strich behältst du als Verkäufer rund 90 bis 92 Prozent des Warenwerts.
Die Kundenbeziehung bleibt bei dir. Im eigenen, gebrandeten Hofladen-Shop sind es deine Kunden, deine Daten und deine Wiederbestell-Logik. Genau hier liegt der zweite Hebel: Abo-Synergie. Mit Warenkorb-Abonnements können Kunden ihren Einkauf als wiederkehrende Bestellung einrichten, etwa als wöchentliche Kiste. Das macht die Auslastung deiner Liefertouren planbar und senkt die Akquisekosten je Lieferung. Wie ein solches Abo- und Kistenmodell konkret funktioniert, zeigt der Lexikonbeitrag zur Abokiste.
Eine in der Praxis bewährte Strategie ist der Hybrid-Ansatz: Plattformen oder Marktplätze können zur Neukundengewinnung dienen, während Stammkunden gezielt auf den eigenen, gebührenärmeren Direktkanal migriert werden. Mehr zur grundsätzlichen Vermarktung über das Internet findest du im Ratgeber Online-Hofladen erstellen.
Liefergebiet, feste Liefertage und Mindestbestellwert festlegen
Bevor das erste Paket gepackt wird, braucht ein Lieferdienst drei klare Rahmenparameter: Wohin du lieferst, wann du lieferst und ab welchem Bestellwert sich eine Lieferung lohnt. Diese drei Stellschrauben entscheiden über die Rentabilität.
Liefergebiet nach Entfernung oder PLZ. In Farmerino legst du Liefergebiete nach Entfernung oder Postleitzahl fest und hinterlegst je Gebiet einen Mindestbestellwert. Praxisbeispiele aus der Direktvermarktung zeigen die übliche Spanne: Bio-Höfe liefern häufig in einem Umkreis von bis zu rund 100 Kilometern um den Hof, eingeteilt in PLZ-Touren. Je enger das Gebiet, desto kürzer die Fahrtwege und desto besser die Wirtschaftlichkeit je Stopp.
Feste Liefertage je Gebiet. Regionale Bio-Kisten werden in der Praxis typischerweise einmal pro Woche an einem festen Wochentag je PLZ-Gebiet ausgeliefert. Feste Liefertage bündeln Bestellungen räumlich und zeitlich, das ist die Voraussetzung für effiziente Touren. Farmerino unterstützt dieses Muster, indem du saisonale und wochentagsbasierte Verfügbarkeiten am Artikel steuerst und Vorbestellungen zulässt.
Mindestbestellwert und Liefergebühr. Ein Mindestbestellwert verhindert unrentable Kleinstlieferungen. Reale Beispiele aus der Direktvermarktung liegen oft bei rund 18 bis 30 Euro Mindestbestellwert; eine Servicepauschale von etwa 3,50 Euro pro Lieferung entfällt häufig ab einer höheren Schwelle (in Beispielen etwa ab 50 bis 69 Euro). Eine bewährte Faustregel aus diesen Daten: Mindestbestellwert rund 18 bis 30 Euro, kleine Liefergebühr, die ab einem größeren Warenkorb entfällt, Frequenz einmal pro Woche je Tour.
Die folgende Tabelle fasst typische Praxiswerte regionaler Direktvermarkter zusammen. Es handelt sich um Orientierungswerte aus öffentlichen Beispielen, nicht um Vorgaben:
| Parameter | Typischer Praxiswert (Orientierung) |
|---|---|
| Mindestbestellwert | ca. 18 bis 30 Euro |
| Liefergebühr / Servicepauschale | ca. 3,50 Euro, entfällt oft ab ca. 50 bis 69 Euro |
| Lieferfrequenz | 1x pro Woche je PLZ-/Tour-Gebiet |
| Liefergebiet-Radius | bis ca. 100 km um den Hof |
Pfand für Mehrwegkisten und isolierte Boxen lohnt sich ebenfalls: In Beispielen werden etwa 8 Euro Pfand für eine Mehrweg-Lieferkiste und ein höheres Pfand für Kühlboxen erhoben. Das integrierte Pfandsystem bildet das direkt ab.
Effiziente Tourenplanung als Rentabilitäts-Schlüssel
Die letzte Meile ist der teuerste Teil jeder Lieferung. Genau hier entscheidet sich, ob ein Hof-Lieferdienst Geld verdient oder zusetzt. Der zentrale Hebel heißt Tourenplanung.
Was Routenoptimierung bringt. Branchenquellen beziffern das Einsparpotenzial auf der letzten Meile unterschiedlich: Für kleinere Fuhrparks werden rund 15 bis 25 Prozent der Transportkosten genannt, als optimistische Obergrenze unter Idealbedingungen bis zu etwa 49 Prozent (laut Satlog). In anderen Quellen kursieren Bänder um 20 bis 35 Prozent; sehr hohe Einzelwerte einzelner Software-Anbieter sind eher als Marketing-Obergrenze zu lesen. Die Kernhebel sind in jedem Fall dieselben: weniger Kilometer bedeuten weniger Kraftstoff und Verschleiß, weniger Fahrzeit bedeutet weniger Arbeitsstunden.
Das Milchmann-Prinzip. Farmerino plant deine Lieferungen automatisch nach dem Milchmann-Prinzip: feste Touren, feste Liefertage, gebündelte Stopps in geografischer Nähe. Statt jede Bestellung einzeln und spontan anzufahren, wird ein ganzes Gebiet an einem Tag in einer optimierten Reihenfolge bedient, so wie der klassische Milchmann seine Runde gedreht hat. Genau diese Bündelung macht aus vielen kleinen Einzelfahrten eine rentable Tour. Eine kurze Einordnung des Begriffs findest du im Lexikon zum Milchmann-Prinzip.
Picklisten und Lieferscheine ohne Handarbeit. Zu jeder Tour erzeugt Farmerino automatisch Picklisten für das Kommissionieren und Lieferscheine für die Auslieferung. Das reduziert Fehler beim Packen, beschleunigt die Vorbereitung und macht die Tour für Fahrerinnen und Fahrer nachvollziehbar. So wird aus der Bestellflut eine geordnete, abarbeitbare Liste, der eigentliche Schlüssel zur Skalierbarkeit.
Praktische Tourenplanung berücksichtigt Zeitfenster, Fahrzeugkapazität und die geografische Lage der Stopps. Indem du Liefergebiete und feste Liefertage sauber definierst (siehe vorheriger Abschnitt), schaffst du die Datenbasis, auf der die automatische Planung ihre volle Wirkung entfaltet.
Bestellung, Zahlung und wiederkehrende Lieferungen
Ein Lieferdienst lebt von einem reibungslosen Bestell- und Bezahlvorgang und von Stammkunden, die regelmäßig nachbestellen. Farmerino deckt beides ab.
Bestellung ohne Hürden. Kunden bestellen im eigenen, gebrandeten Hofladen-Shop, wahlweise mit Konto oder als Gastbestellung ohne Registrierung. Artikel lassen sich mit Varianten (Gewicht, Sorte, Größe), Preisstaffeln und Mengenrabatten sowie variabler Gewichtsabrechnung anlegen, was bei frischen, gewichtsvariablen Lebensmitteln entscheidend ist. Saisonale und wochentagsbasierte Verfügbarkeiten steuern, was wann bestellbar ist.
Integrierte Zahlung über Stripe. Bezahlt wird über Stripe mit Kreditkarte, Klarna, Amazon Pay und Revolut Pay; Apple Pay und Google Pay stehen geräteabhängig zur Verfügung. Die Auszahlung erfolgt laut Anbieterangabe täglich mit einer Sicherheitsverzögerung von 14 Tagen. Für die Buchhaltung lassen sich Daten als CSV, PDF oder DATEV exportieren.
Wiederkehrende Lieferungen über Warenkorb-Abos. Der wirtschaftliche Kern eines Lieferdienstes sind planbare, wiederkehrende Bestellungen. Mit Warenkorb-Abonnements richten Kunden ihren Einkauf als wiederkehrende Bestellung ein, klassisch als wöchentliche oder zweiwöchentliche Kiste. Das füllt deine Touren verlässlich, glättet die Nachfrage und senkt die Kosten je Stopp. Wie ein Abo- und Kistenmodell aussieht, vertieft der Lexikonbeitrag zur Abokiste.
Ein Bewertungssystem stärkt das Vertrauen neuer Kunden, und bis zum ersten Verkauf steht dir ein persönlicher Ansprechpartner per WhatsApp, Telefon oder E-Mail zur Seite. Die technische Einrichtung des Shops selbst dauert laut Anbieterangabe unter zwei Minuten, ohne Kreditkarte und ohne Technikkenntnisse. Was die Direktvermarktung-Software im Detail leistet, ist im entsprechenden Ratgeber zusammengefasst.
Eigene Lieferung oder Paketversand: wann was sinnvoll ist
Eigene Lieferung und bundesweiter Paketversand sind keine Konkurrenz, sondern ergänzen sich. Farmerino bietet drei frei kombinierbare Vertriebswege: Abholung am Hof, eigene Lieferung und DPD-Paketversand. Welcher Weg passt, hängt von Distanz, Bestelldichte und Produktart ab.
Eigene Lieferung ist stark im regionalen Umkreis. Solange Kunden räumlich gebündelt und in erreichbarer Nähe wohnen, spielt die eigene Tour ihre Vorteile aus: keine Versandkosten je Paket, persönlicher Kontakt, Mehrwegkisten statt Einwegverpackung und volle Kontrolle über die Kühlung. Genau dafür sind Liefergebiete, feste Liefertage und das Milchmann-Prinzip gemacht.
Paketversand erschließt Kunden außerhalb der Tour. Für Bestellungen außerhalb deiner Liefergebiete, für Einzelbestellungen ohne Tour-Bündelung und für bundesweite Reichweite ist der DPD-Paketversand der passende Weg. Farmerino bringt dafür eine Temperaturklassen-Logik mit (Raumtemperatur, gekühlt oder geeignete Frischeartikel), dazu Paket-Splitting, Versand- und Batch-Labels sowie Sendungsverfolgung. So lassen sich auch temperaturempfindliche Produkte versenden, sofern Produkt, Verpackung, Versanddauer und Anbieterfreigabe dafür geeignet sind.
Abholung am Hof als dritter Weg. Die Abholung am Hof kommt komplett ohne Liefer- oder Versandkosten aus und eignet sich für Kunden in unmittelbarer Nähe. In der Praxis bewährt sich die Kombination: Abholung für die Nachbarschaft, eigene Lieferung für die Region, Paketversand für den Rest Deutschlands.
Eine grobe Orientierung zur Entscheidung:
- Eigene Lieferung, wenn Bestellungen sich räumlich bündeln lassen und feste Liefertage je Gebiet greifen.
- Paketversand, wenn ein Kunde außerhalb der Tour liegt, eine Einzelbestellung aufgibt oder bundesweit beliefert werden soll.
- Abholung am Hof, wenn der Kunde ohnehin in der Nähe ist und Wege sparen will.
Recht und Kühlkette bei der eigenen Lieferung
Wer leicht verderbliche Lebensmittel selbst ausliefert, trägt Verantwortung für die ununterbrochene Kühlkette. Die folgenden Hinweise sind eine Orientierung und ausdrücklich keine Rechtsberatung; im Zweifel solltest du die konkreten Anforderungen mit der zuständigen Lebensmittelüberwachung oder fachkundiger Beratung klären.
Rechtsrahmen in Grundzügen. Maßgeblich sind in der Regel die EU-Verordnungen zur Lebensmittelhygiene (insbesondere (EG) 852/2004 mit der Pflicht zu HACCP-basierten Eigenkontrollen sowie (EG) 853/2004 für Lebensmittel tierischen Ursprungs), national ergänzt unter anderem durch die Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) und die Tier-LMHV. Welche Pflichten im Einzelfall greifen, hängt stark von Produktart und Betrieb ab.
Höchsttemperaturen als Anhaltspunkt. Die folgenden Werte werden in mehreren Quellen genannt und dienen der groben Orientierung. Verbindlich ist im Zweifel der jeweilige Verordnungstext beziehungsweise eine Herstellerangabe; einzelne Werte können je nach Quelle und Produkt abweichen:
| Produkt | Häufig genannte Höchsttemperatur (Orientierung) |
|---|---|
| Hackfleisch | in der Regel sehr niedrig, oft ca. +2 Grad genannt |
| Frisches Fleisch (Rind, Schwein) | häufig ca. +7 Grad |
| Geflügelfleisch | häufig ca. +4 Grad (Verordnungstext im Zweifel prüfen) |
| Frischer Fisch / Meeresfrüchte | häufig 0 bis +2 Grad (auf Schmelzeis) |
| Milch und Milchprodukte | je nach Quelle ca. +6 bis +8 Grad |
| Leicht verderbliche Fertigpackungen | Herstellerangabe maßgeblich, sonst oft max. +7 Grad |
| Tiefkühlware | in der Regel höchstens minus 18 Grad |
Praxis für den Transport. Bewährt hat sich, das Fahrzeug vor dem Beladen vorzukühlen, die Temperatur während der Tour zu kontrollieren und größere Schwankungen zu vermeiden. In der Praxis kommen je nach Sortiment Kühlfahrzeuge sowie isolierte Kühl- oder Styroporboxen zum Einsatz; reale Hof-Lieferdienste erheben für solche Boxen oft ein gesondertes Pfand. Eine HACCP-gestützte Eigenkontrolle und eine Temperaturdokumentation gehören in der Regel dazu; für bestimmte Tiefkühl-Transporte ab einer gewissen Fahrzeug- oder Lagergröße kann eine Aufzeichnungspflicht bestehen. Mehr Hintergrund bietet der Lexikonbeitrag zur Kühlkette.
Steuer und Kleinunternehmer. Auch die steuerliche Seite gehört geklärt. Farmerino bildet die Kleinunternehmer-Regelung nach Paragraf 19 UStG ab; ob sie für dich passt, ist eine Frage des Einzelfalls und gehört mit einer Steuerberatung besprochen. Die Plattform ist DSGVO-konform, nutzt SSL-Verschlüsselung und hat ihren Serverstandort in Deutschland.
Den vollständigen Überblick über Produktpflege mit LMIV-Feldern (Allergene, Nährwerte, Herkunft, Zutaten) und alle Funktionen findest du unter Funktionen. Wer parallel über einen stationären Verkauf nachdenkt, findet im Lexikon zum Hofladen ergänzende Hinweise.
In unter zwei Minuten zum eigenen Hof-Lieferdienst
Der Einstieg ist bewusst niedrigschwellig gehalten. Du legst dein Konto laut Anbieterangabe in unter zwei Minuten an, ohne Kreditkarte und ohne Technikkenntnisse, und erhältst sofort deinen eigenen, gebrandeten Online-Hofladen. Liefergebiete, feste Liefertage, Mindestbestellwerte und Abo-Modelle richtest du danach Schritt für Schritt ein.
Eine bewährte Reihenfolge für den Start:
- Shop anlegen und Sortiment mit Varianten, Preisen und LMIV-Angaben einpflegen, siehe Online-Hofladen erstellen.
- Liefergebiete nach Entfernung oder PLZ definieren und je Gebiet einen Mindestbestellwert hinterlegen.
- Feste Liefertage festlegen, damit Bestellungen sich zu rentablen Touren bündeln.
- Warenkorb-Abos aktivieren, um wiederkehrende Lieferungen und planbare Auslastung aufzubauen.
- Bei Bedarf DPD-Paketversand ergänzen, um Kunden außerhalb der Liefergebiete zu erreichen.
Es gibt keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr, keinen Vertrag und keine Mindestlaufzeit; Gebühren fallen nur bei erfolgreichen Verkäufen an. Damit trägst du kein finanzielles Risiko, während du deinen Lieferdienst aufbaust. Bis zum ersten Verkauf begleitet dich ein persönlicher Ansprechpartner. Mehr über das Partnerprogramm erfährst du unter Partner werden, oder du startest direkt über Partner registrieren.
Häufige Fragen
Was kostet ein Lieferdienst über Farmerino?
Es gibt keine Einrichtungsgebühr und keine Monatsgebühr, keinen Vertrag und keine Mindestlaufzeit. Fällig wird nur eine Transaktionsgebühr von 8 bis 10 Prozent auf den Netto-Warenwert, und das ausschließlich bei erfolgreichen Verkäufen (Start bei 10 Prozent, über das Empfehlungsprogramm und ab 5.000 Euro qualifizierendem Umsatz bis auf 8 Prozent reduzierbar). Hinzu kommen 0,25 Euro Bearbeitungsgebühr pro Bestellung, die der Kunde als separaten Posten trägt. Als Verkäufer behältst du damit rund 90 bis 92 Prozent.
Wie funktioniert die Tourenplanung nach dem Milchmann-Prinzip?
Farmerino bündelt Bestellungen je Liefergebiet zu festen Touren an festen Liefertagen und plant die Stopps in einer optimierten Reihenfolge, ähnlich der klassischen Milchmann-Runde. Zu jeder Tour werden automatisch Picklisten für das Kommissionieren und Lieferscheine für die Auslieferung erzeugt. Diese Bündelung kürzt Fahrtwege und macht viele Einzelfahrten zu einer rentablen Tour. Branchenquellen nennen für optimierte Tourenplanung je nach Fuhrpark Einsparungen von rund 15 bis 25 Prozent auf der letzten Meile, unter Idealbedingungen auch mehr.
Wie lege ich Liefergebiet und Mindestbestellwert fest?
In Farmerino definierst du Liefergebiete nach Entfernung oder Postleitzahl und hinterlegst je Gebiet einen Mindestbestellwert. Praxiswerte regionaler Direktvermarkter liegen oft bei rund 18 bis 30 Euro Mindestbestellwert, einer kleinen Liefergebühr von etwa 3,50 Euro, die ab einem höheren Warenkorb entfällt, und einer Lieferfrequenz von einmal pro Woche je Tour. Das sind Orientierungswerte aus öffentlichen Beispielen, keine Vorgaben.
Wann sollte ich eigene Lieferung und wann Paketversand nutzen?
Eigene Lieferung lohnt sich, wenn Bestellungen sich räumlich bündeln lassen und feste Liefertage je Gebiet greifen, weil dann keine Versandkosten je Paket anfallen und die Kühlung in deiner Hand bleibt. Bundesweiter DPD-Paketversand passt für Kunden außerhalb deiner Liefergebiete, für Einzelbestellungen und für Reichweite über die Region hinaus. Die Abholung am Hof ist der dritte Weg für Kunden in unmittelbarer Nähe. Alle drei Vertriebswege sind bei Farmerino frei kombinierbar.
Kann ich wiederkehrende Lieferungen wie ein Abo anbieten?
Ja. Mit Warenkorb-Abonnements können Kunden ihren Einkauf als wiederkehrende Bestellung einrichten, etwa als wöchentliche oder zweiwöchentliche Kiste. Das füllt deine Liefertouren verlässlich, glättet die Nachfrage und senkt die Kosten je Stopp. Wie ein Abo- und Kistenmodell aufgesetzt wird, beschreibt der Lexikonbeitrag zur Abokiste im Detail.
Wie wird bei der Lieferung bezahlt und wann bekomme ich mein Geld?
Die Zahlung ist über Stripe integriert und umfasst Kreditkarte, Klarna, Amazon Pay und Revolut Pay; Apple Pay und Google Pay stehen geräteabhängig zur Verfügung. Die Auszahlung erfolgt laut Anbieterangabe täglich mit einer Sicherheitsverzögerung von 14 Tagen. Für die Buchhaltung lassen sich Daten als CSV, PDF oder DATEV exportieren.
Was muss ich bei der Kühlkette rechtlich beachten?
Bei leicht verderblichen Lebensmitteln ist eine ununterbrochene Kühlkette in der Regel Pflicht, und je nach Produkt gelten unterschiedliche Höchsttemperaturen sowie HACCP-gestützte Eigenkontrollen und Temperaturdokumentation. In der Praxis kühlt man das Fahrzeug vor, kontrolliert die Temperatur während der Tour und nutzt Kühlfahrzeuge oder isolierte Boxen. Das ist eine Orientierung und keine Rechtsberatung; die konkreten Anforderungen solltest du im Zweifel mit der Lebensmittelüberwachung oder fachkundiger Beratung klären.
Brauche ich Technikkenntnisse, um zu starten?
Nein. Das Konto ist laut Anbieterangabe in unter zwei Minuten angelegt, ohne Kreditkarte und ohne Technikkenntnisse, und du erhältst sofort einen eigenen, gebrandeten Online-Hofladen. Liefergebiete, Liefertage, Mindestbestellwerte und Abos richtest du danach Schritt für Schritt ein. Bis zum ersten Verkauf steht dir ein persönlicher Ansprechpartner per WhatsApp, Telefon oder E-Mail zur Seite.
Bereit für deinen eigenen Online-Hofladen?
Starte ohne Einrichtungsgebühr, ohne Monatsgebühr und ohne Vertrag. Du zahlst nur bei erfolgreichen Verkäufen, und ein persönlicher Ansprechpartner begleitet dich bis zum ersten Verkauf.