Lohnt sich ein Hofladen? Marge und Direktvermarktung ehrlich gerechnet
Die wichtigste Frage zuerst: Rechnet sich der Aufwand? Das stärkste Argument für einen Hofladen liegt im Erzeugeranteil am Verbraucherpreis. Im klassischen Absatz über Handel und Verarbeitung bleibt dem Betrieb nur ein kleiner Teil des Endpreises - der große Rest entfällt auf Verarbeitung, Logistik und Handel.
Laut Auswertungen des Thünen-Instituts und des Deutschen Bauernverbands erreichte der Anteil der Landwirtschaft an den Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel im Schnitt rund 22 Prozent (Bezugsjahr 2021) - Anfang der 1970er-Jahre waren es noch fast die Hälfte. Nach Produktgruppe verschiebt sich das Bild deutlich:
- Eier: rund 43 Prozent - hoher Erzeugeranteil
- Milch und Milchprodukte: rund 39 Prozent
- Fleisch: rund 20 Prozent
- Brot und Brötchen: nur etwa 5 Prozent - am stärksten verarbeitet
Die Faustregel: Je stärker ein Produkt verarbeitet wird, desto kleiner der Anteil, der beim Erzeuger landet. Diese Zahlen sind als Größenordnung zu lesen und werden jährlich neu erhoben; einzelne Jahrgänge können abweichen. Prüfe den aktuellen Stand bei Bedarf an der Primärquelle.
Die Direktvermarktungs-These: Wer einen Hofladen betreibt, realisiert tendenziell den Endverbraucherpreis statt des Erzeugerpreises und behält die Handelsspanne im Betrieb. Im Gegenzug übernimmst du Aufgaben, die sonst der Handel erledigt - Verkauf, Präsentation, gegebenenfalls Verarbeitung und Personal. Eine seriöse, allgemeingültige Margenzahl für "den" Hofladen gibt es nicht, weil sie stark von Sortiment, Standort und Eigenleistung abhängt. Eine ehrliche Kalkulation ist deshalb Pflicht, bevor du startest.
Der Markt spricht für den Einstieg: In Deutschland gibt es laut Branchenauswertungen rund 33.000 direktvermarktende Betriebe (2023), das sind etwa 12 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe. Laut Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse kaufen rund 24 Prozent der Befragten zumindest gelegentlich direkt beim Erzeuger oder im Hofladen. Die Nachfrage nach regionalen, transparenten Lebensmitteln ist also real - und sie wächst über den digitalen Kanal weiter. Wie du beide Welten verbindest, zeigt unser Ratgeber zur Direktvermarktung-Software.
In 6 Schritten zum eigenen Hofladen
Ein Hofladen entsteht nicht über Nacht, aber der Weg ist planbar. Die folgenden sechs Schritte bauen aufeinander auf - von der Idee bis zur Eröffnung. Den Online-Teil kannst du parallel oder direkt im Anschluss aufsetzen, weil er deutlich schneller startet als der Ladenbau.
Konzept und Zielgruppe. Kläre zuerst, wer bei dir kaufen soll: Nahversorgung im Dorf, Genuss- und Spezialitätenkundschaft, Pendler auf dem Heimweg? Daraus folgen Sortiment, Lage, Öffnungszeiten und Preisniveau. Ein scharfes Profil - zum Beispiel "der einzige Hof mit eigener Käserei in der Region" - verkauft sich leichter als ein beliebiges Vollsortiment. Eine Einordnung der Vertriebsformen gibt der Lexikoneintrag zur Direktvermarktung.
Standort und Raum. Der Klassiker ist ein abgetrennter Raum am Hof - umgebaute Milchkammer, Scheunenteil oder Anbau. Achte auf Erreichbarkeit, Parkmöglichkeiten und Sichtbarkeit von der Straße. Plane Kühl- und Tiefkühltechnik, Regale, Theke, Waage und Kasse ein. Tipp: Klein und sauber starten ist besser als groß und halbleer.
Recht und Anmeldung. Je nach Konzept brauchst du eine Gewerbeanzeige, die Registrierung als Lebensmittelunternehmer und weitere Meldungen (Details im nächsten Abschnitt). Diesen Schritt früh angehen, weil Behördengänge Zeit kosten.
Sortiment festlegen. Beginne mit deinen eigenen Erzeugnissen und ergänze gezielt, was deine Zielgruppe erwartet. Beachte dabei die Schwelle zwischen reiner Eigenerzeugung und Zukauf fremder Ware - sie entscheidet mit über deinen Rechtsstatus (siehe unten).
Online dazu nehmen. Ein eigener Online-Hofladen ist die günstigste Reichweiten-Erweiterung, die du bauen kannst. Du nimmst Vorbestellungen für die Abholung an, lieferst in deinem Umkreis oder versendest bundesweit. Bei Farmerino legst du das Konto laut Anbieterangabe in unter 2 Minuten an, ohne Vertrag und ohne Technikkenntnisse. Mehr dazu im Leitfaden Online-Hofladen erstellen.
Eröffnen und bekanntmachen. Lege einen Eröffnungstermin fest, lade Nachbarschaft, Stammkunden und lokale Presse ein und mache den Laden online wie offline sichtbar. Wie du danach dauerhaft Kundschaft gewinnst, steht im Abschnitt zum Marketing weiter unten.
Wer den Markttag als zusätzliches Standbein plant, findet im Ratgeber Wochenmarkt organisieren die passende Ergänzung - Hofladen und Marktstand lassen sich gut kombinieren.
Recht, Hygiene und Anmeldung: die Orientierung (keine Rechtsberatung)
Ein Hofladen berührt mehrere Rechtskreise gleichzeitig. Die folgenden Punkte geben dir eine Orientierung, damit du weißt, wonach du fragen musst - sie ersetzen aber keine verbindliche Auskunft. Kläre deinen konkreten Fall im Zweifel mit der Lebensmittelüberwachung, der Landwirtschaftskammer, dem Gewerbe-/Bauamt oder einer fachkundigen Beratung.
Landwirtschaftliche Urproduktion oder Gewerbe?
Der entscheidende Punkt ist, ob dein Verkauf noch unter die landwirtschaftliche Urproduktion fällt oder zum Gewerbebetrieb wird. In der Regel gilt: Wer ausschließlich selbsterzeugte, unverarbeitete Produkte ab Hof verkauft (etwa Kartoffeln, Obst, Eier, Milch), braucht häufig keine Gewerbeanzeige. Sobald du jedoch eigene Produkte verarbeitest (zum Beispiel Marmelade oder Wurst), in einem offenen Ladengeschäft mit Sortiment verkaufst oder fremde Ware in nennenswertem Umfang zukaufst, wird je nach Fall eine Gewerbeanzeige nach Paragraf 14 Gewerbeordnung fällig.
Für den Zukauf nennen Ratgeber unterschiedliche Schwellen aus zwei verschiedenen Rechtskreisen, die oft vermischt werden: Im Gewerberecht wird häufig eine Gewerbeanzeige genannt, wenn der Einkaufswert zugekaufter Ware rund 10 Prozent des Gesamtumsatzes übersteigt. Im Einkommensteuerrecht kursieren Grenzen von etwa einem Drittel des Netto-Gesamtumsatzes beziehungsweise rund 51.500 Euro mit einer Mehrjahresbetrachtung. Diese Werte sind als grobe Orientierung zu verstehen; die genaue Anwendung (brutto/netto, Mehrjahresregel, Einzelfall) gehört in die Hände von Steuerberatung oder Landwirtschaftskammer.
Welche Behörden typischerweise beteiligt sind
- Gewerbe-/Ordnungsamt: Gewerbeanzeige, sofern keine reine Urproduktion vorliegt.
- Veterinär- bzw. Lebensmittelüberwachungsamt: In der Regel ist eine Registrierung als Lebensmittelunternehmer erforderlich (nach EU-Lebensmittelhygienerecht); bei tierischen Lebensmitteln können zusätzliche Anforderungen gelten.
- Gesundheitsamt: Häufig ist eine Erstbelehrung nach Infektionsschutzgesetz nötig, wenn mit offenen, leicht verderblichen Lebensmitteln umgegangen wird; Folgebelehrungen in der Regel alle zwei Jahre.
- Bauamt: Die Nutzungsänderung eines landwirtschaftlichen Gebäudes (Stall, Scheune, Milchkammer) in einen Hofladen ist häufig baugenehmigungspflichtig - auch Werbeschilder können es sein. Vorab klären.
- Verpackungsregister: Wer verpackte Ware an Endverbraucher abgibt, muss sich je nach Fall im Verpackungsregister (LUCID) nach dem Verpackungsgesetz registrieren.
Pflichten im laufenden Betrieb
- Hygiene: Personal- und Raumhygiene, Lagerung und Transport sowie ein Eigenkontrollsystem nach HACCP-Grundsätzen sind in der Regel erforderlich.
- Kennzeichnung (LMIV): Pflichtangaben wie Bezeichnung, Zutaten, Allergene, Mindesthaltbarkeit und - bei verpackter Ware - Nährwerte. Mehr im Eintrag zur LMIV, ergänzt um Herkunftskennzeichnung und Rückverfolgbarkeit.
- Eichrecht: Waagen für den Verkauf an Kundschaft müssen in der Regel geeicht und eichfähig sein; bei Fertigpackungen ist die korrekte Füllmengenangabe zu beachten.
- Preisauszeichnung: Endpreise inklusive Mehrwertsteuer und - bei verpackter Ware - der Grundpreis je Mengeneinheit nach Preisangabenverordnung.
- Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen: Hier gibt es je nach Bundesland Ausnahmen für Direktvermarkter (oft begrenzte Stundenfenster, etwa für frische Milch und selbsterzeugte Produkte). Die genauen Zeiten regelt das jeweilige Landesrecht und variiert - frage bei deiner Gemeinde nach.
Typische Fallstricke bei einzelnen Produkten
Einige Sortimente haben Sonderregeln, die in der Praxis oft übersehen werden:
- Rohmilch: Die Abgabe ist in der Regel vorab anzuzeigen und häufig nur am Ort der Milchgewinnung zulässig; ein Hinweis wie "Rohmilch, vor dem Verzehr abkochen" ist üblicherweise Pflicht. Ein Rohmilchautomat abseits des Erzeugerorts ist meist unzulässig. Details im Lexikon zur Milchtankstelle.
- Eier: Der Direktverkauf unsortierter Eier ab Hof oder in der Region ist häufig ohne Packstellenzulassung möglich; wer nach Güte- und Gewichtsklassen sortiert, braucht in der Regel eine Packstellenzulassung.
- Fleisch: Die Verarbeitung zu Wurst und Co. ist in aller Regel gewerblich und löst zusätzliche Registrierungs- und Hygienepflichten aus.
Noch einmal klar gesagt: Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Welche Pflichten in deinem konkreten Fall gelten, klärst du am besten mit der zuständigen Lebensmittelüberwachung oder einer fachkundigen Beratung, bevor du eröffnest.
Sortiment und Preise: was rein gehört und wie du kalkulierst
Das Sortiment ist das Herz deines Hofladens. Es entscheidet darüber, ob Kundschaft den Weg auf sich nimmt und wiederkommt. Die Kunst liegt in der Mischung aus eigenem Schwerpunkt und sinnvoller Ergänzung.
Womit du startest
- Deine Eigenerzeugnisse als Anker: das, wofür dein Hof steht - Gemüse, Obst, Eier, Fleisch, Käse, Honig oder Backwaren. Diese Produkte tragen deine Geschichte und deine Marge.
- Saisonale Schwerpunkte: Spargel und Erdbeeren im Frühsommer, Kürbis und Kohl im Herbst. Ein Saisonkalender hilft, das Angebot zu takten und Frische zu signalisieren.
- Gezielte Ergänzungen: Produkte benachbarter Höfe (Milch, Käse, Wurst), die dein Angebot abrunden. Behalte dabei den Zukauf-Anteil im Blick, weil er - wie oben beschrieben - deinen Rechtsstatus beeinflussen kann.
- Verarbeitete Spezialitäten: Marmeladen, Aufstriche, eingelegtes Gemüse - sie heben den durchschnittlichen Bon und differenzieren dich. Beachte hier die zusätzlichen Hygiene- und Kennzeichnungspflichten.
Wie du Preise kalkulierst
Eine seriöse Kalkulation deckt mehr ab als nur den Wareneinsatz. Rechne ein:
- Wareneinsatz beziehungsweise Erzeugungskosten je Produkt,
- deine Arbeitszeit für Erzeugung, Verarbeitung, Verkauf und Ladenpflege,
- Fixkosten wie Kühltechnik, Strom, Verpackung und gegebenenfalls Personal,
- einen Aufschlag, der den Mehrwert von Frische, Herkunft und Beratung widerspiegelt.
Direkt vom Hof muss nicht teurer sein als der Supermarkt, weil die Handelsstufen entfallen - aber du verkaufst Qualität und Transparenz, nicht den niedrigsten Preis. Ein eigener Online-Hofladen hilft dir bei der Preispflege: Du hinterlegst Staffelpreise und Mengenrabatte, nutzt die variable Gewichtsabrechnung (zum Beispiel Fleisch nach Schlachtgewicht) und steuerst die saisonale und wochentagsbasierte Verfügbarkeit. Ein optionales Pfandsystem für Gläser und Kühltaschen ist ebenfalls eingebaut. So bleibt die Preisgestaltung online wie offline konsistent.
Online dazu: der eigene Online-Hofladen und drei Vertriebswege
Der Laden vor Ort hat zwei strukturelle Schwächen: feste Öffnungszeiten und schwer planbare Nachfrage. Genau hier setzt ein eigener Online-Hofladen an. Er ersetzt deinen Laden nicht, sondern verlängert ihn - faktisch auf sieben Tage die Woche - und macht dich über deinen Umkreis hinaus sichtbar. Mit Farmerino bekommst du einen eigenen gebrandeten Online-Hofladen, ohne dass du Domain, Hosting, Shop-Software oder eine Zahlungsabwicklung selbst zusammenbauen musst.
Drei frei kombinierbare Vertriebswege
Du wählst einen Weg oder kombinierst alle drei - je nachdem, was zu deinem Hof passt:
Abholung am Hof. Kundinnen und Kunden bestellen und bezahlen online und holen ihre Ware zum vereinbarten Zeitpunkt im Hofladen ab. Das senkt Wartezeiten und du kennst die Mengen im Voraus - das reduziert Restware und Lebensmittelverschwendung. Hintergrund im Lexikon zum Ab-Hof-Verkauf.
Eigene Lieferung. Du definierst Liefergebiete nach Entfernung oder Postleitzahl und legst Mindestbestellwerte fest. Die automatische Tourenplanung nach dem Milchmann-Prinzip bündelt Bestellungen zu effizienten Routen und erzeugt Picklisten und Lieferscheine.
Bundesweiter Paketversand mit DPD. Für Kundschaft außerhalb deines Umkreises versendest du deutschlandweit. Das System erkennt automatisch die passende Temperaturklasse (gekühlt, tiefgekühlt oder Raumtemperatur), übernimmt Paket-Splitting, erstellt Versand- und Batch-Labels und liefert Sendungsverfolgung. Mehr zur durchgängigen Kühlkette im Lexikon.
Funktionen, die zum Hofladen passen
Damit der Online-Teil genauso sauber läuft wie dein Laden, sind die Direktvermarktungs-Spezifika bereits eingebaut: LMIV-Felder direkt am Artikel (Allergene, Nährwerte, Herkunft, Zutaten), Artikelvarianten nach Gewicht, Sorte oder Größe, Vorbestellungen, Gastbestellung ohne Registrierung sowie Warenkorb-Abonnements, mit denen Kundschaft den Einkauf als wiederkehrende Bestellung im Kisten- oder Abo-Modell einrichtet. Die Zahlung läuft integriert über Stripe (Kreditkarte, Klarna, Amazon Pay, Revolut Pay; Apple und Google Pay je nach Endgerät). Die Auszahlung erfolgt laut Anbieterangabe täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung. Für die Buchhaltung exportierst du als CSV, PDF oder DATEV. Die Plattform ist DSGVO-konform, SSL-verschlüsselt und betreibt ihre Server in Deutschland; die Kleinunternehmer-Regelung nach Paragraf 19 UStG ist abgebildet.
Einen vollständigen Überblick über alle Funktionen findest du auf der Seite Funktionen. Wer das Geschäft breiter denkt, kombiniert den Hofladen zusätzlich mit einer Gemüsekiste oder baut ihn zum Lebensmittel-Lieferdienst aus.
Marketing und Kundengewinnung: so füllt sich dein Hofladen
Der beste Laden bringt nichts, wenn niemand von ihm weiß. Kundengewinnung ist kein einmaliges Ereignis zur Eröffnung, sondern eine laufende Aufgabe. Die gute Nachricht: Als regionaler Erzeuger hast du eine Geschichte, die große Handelsketten nicht erzählen können - nutze sie.
Vor Ort sichtbar werden
- Beschilderung an der Straße: klar, gut lesbar, mit Öffnungszeiten. Beachte, dass Werbeschilder je nach Fall genehmigungspflichtig sein können.
- Eröffnungstag: Lade Nachbarschaft, bestehende Stammkunden und die lokale Presse ein. Eine Verkostung senkt die Hemmschwelle und schafft die ersten Wiederkäufer.
- Mundpropaganda gezielt anstoßen: Stammkunden, die zufrieden sind, bringen neue Kundschaft. Ein Empfehlungsprogramm verstärkt diesen Effekt.
Online gefunden werden
- Eigener Online-Hofladen als digitale Visitenkarte: Den Link teilst du per WhatsApp, auf Social Media, auf Flyern am Hof und am Marktstand. Jede Bestellung lässt sich auch als Gast ohne Registrierung auslösen, was die Hürde minimal hält.
- Reichweite einer regionalen Plattform nutzen: Ein einzelner, selbst gebauter Shop muss seine gesamte Kundschaft allein gewinnen. Eine Plattform bringt bereits Kundinnen und Kunden mit, die gezielt nach Direktvermarktern in ihrer Nähe suchen.
- Bewertungen aufbauen: Das integrierte Bewertungssystem schafft Vertrauen bei neuer Kundschaft - und du kannst auf Bewertungen antworten.
Kundschaft binden statt nur gewinnen
Günstiger als jede Neukundengewinnung ist es, bestehende Kundschaft zu halten. Hier helfen Warenkorb-Abonnements: Wer seinen Wocheneinkauf als wiederkehrende Bestellung einrichtet, kommt planbar wieder. Saisonale Verfügbarkeiten und Vorbestellungen geben dir zudem einen Anlass, Kundschaft aktiv anzusprechen ("Spargel ist da"). Aus Laufkundschaft werden so planbare Stammkunden.
Den ganzen Weg bis zum ersten Verkauf begleitet dich bei Farmerino ein persönlicher Ansprechpartner per WhatsApp, Telefon oder E-Mail. Wer den Online-Verkauf grundsätzlich vertiefen will, findet im Ratgeber Lebensmittel online verkaufen weitere Hebel.
Jetzt deinen Hofladen online erweitern
Der Laden vor Ort ist Vertrauensanker und Begegnungsort - der Online-Hofladen macht daraus ein Geschäft, das rund um die Uhr erreichbar ist und über deinen Umkreis hinausreicht. Während der Ladenbau Wochen dauern kann, ist der digitale Teil schnell startklar: Konto laut Anbieterangabe in unter 2 Minuten, ohne Kreditkarte, ohne Technikkenntnisse.
So sieht das Kostenmodell aus: keine Einrichtungsgebühr, keine Monatsgebühr, kein Vertrag, jederzeit kündbar. Es fällt nur eine Transaktionsgebühr von 8 bis 10 Prozent auf den Netto-Warenwert an - und das ausschließlich bei erfolgreichen Verkäufen. Der Start liegt bei 10 Prozent; über das Empfehlungsprogramm und einen Volumenrabatt ab 5.000 Euro qualifizierendem Umsatz ist die Gebühr bis auf 8 Prozent reduzierbar. Zusätzlich trägt der Kunde 0,25 Euro Bearbeitungsgebühr pro Bestellung als separaten Posten - das belastet deinen Erlös nicht. Unterm Strich behältst du rund 90 bis 92 Prozent.
So geht es weiter:
- Sofort loslegen: Kostenlos starten und in unter 2 Minuten registrieren.
- Erst mehr erfahren: Auf Partner werden siehst du, wie der Einstieg abläuft, und unter Funktionen findest du alle Möglichkeiten im Detail.
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Häufige Fragen
Lohnt sich ein eigener Hofladen wirklich?
Das hängt von Sortiment, Standort und deiner Eigenleistung ab - eine pauschale Margenzahl gibt es nicht. Der wirtschaftliche Kern: Im Handel bleibt dem Erzeuger im Schnitt nur rund ein Fünftel des Verbraucherpreises (Bezugsjahr 2021, je nach Produktgruppe deutlich mehr oder weniger). Mit einem Hofladen realisierst du tendenziell den Endverbraucherpreis statt des Erzeugerpreises und behältst die Handelsspanne, übernimmst aber Verkauf, Präsentation und gegebenenfalls Verarbeitung selbst. Eine ehrliche Kalkulation mit Wareneinsatz, Arbeitszeit und Fixkosten ist deshalb vor dem Start Pflicht.
Brauche ich für einen Hofladen eine Gewerbeanmeldung?
Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung: In der Regel braucht es keine Gewerbeanzeige, solange du ausschließlich selbsterzeugte, unverarbeitete Produkte ab Hof verkaufst (landwirtschaftliche Urproduktion). Sobald du eigene Produkte verarbeitest, ein offenes Ladengeschäft mit Sortiment betreibst oder fremde Ware in nennenswertem Umfang zukaufst, wird je nach Fall eine Gewerbeanzeige nach Paragraf 14 Gewerbeordnung fällig. Weil die Schwellen (etwa rund 10 Prozent Zukaufanteil im Gewerberecht oder steuerliche Grenzen) im Einzelfall komplex sind, kläre deine Situation mit Gewerbeamt, Landwirtschaftskammer oder Steuerberatung.
Welche Behörden muss ich für einen Hofladen kontaktieren?
Typischerweise sind mehrere Stellen gleichzeitig zuständig: das Gewerbe- beziehungsweise Ordnungsamt (sofern keine reine Urproduktion vorliegt), das Veterinär- oder Lebensmittelüberwachungsamt für die Registrierung als Lebensmittelunternehmer, das Gesundheitsamt für die Belehrung nach Infektionsschutzgesetz, häufig das Bauamt für die Nutzungsänderung des Gebäudes und je nach Fall das Verpackungsregister. Welche Meldungen in deinem konkreten Fall nötig sind, bestätigt dir am verlässlichsten die zuständige Lebensmittelüberwachung.
Welche Hygiene- und Kennzeichnungspflichten gelten im Hofladen?
In der Regel sind Personal- und Raumhygiene, eine durchgehende Kühlkette für verderbliche Ware und ein Eigenkontrollsystem nach HACCP-Grundsätzen erforderlich. Bei der Kennzeichnung greift die LMIV mit Pflichtangaben wie Bezeichnung, Zutaten, Allergenen, Mindesthaltbarkeit und - bei verpackter Ware - Nährwerten. Hinzu kommen häufig Eichrecht für Waagen und die Preisauszeichnung inklusive Grundpreis. Das ist eine Orientierung; die verbindlichen Anforderungen für deinen Betrieb klärst du mit der Lebensmittelüberwachung.
Wie baue ich das Sortiment für meinen Hofladen auf?
Starte mit deinen Eigenerzeugnissen als Anker und setze saisonale Schwerpunkte. Ergänze gezielt, was deine Zielgruppe erwartet - etwa Produkte benachbarter Höfe oder eigene verarbeitete Spezialitäten, die den durchschnittlichen Einkauf heben. Behalte dabei den Anteil zugekaufter Ware im Blick, weil er deinen Rechtsstatus zwischen Urproduktion und Gewerbe beeinflussen kann. Klein und mit klarem Profil zu starten, ist meist sinnvoller als ein beliebiges Vollsortiment.
Wie ergänze ich meinen Hofladen um einen Online-Shop?
Mit einem eigenen Online-Hofladen, der den Laden vor Ort verlängert. Bei Farmerino legst du das Konto laut Anbieterangabe in unter 2 Minuten an, ohne Technikkenntnisse und ohne Vertrag, und erhältst einen eigenen gebrandeten Shop. Du kombinierst drei Vertriebswege frei: Abholung am Hof mit Vorbestellung, eigene Lieferung mit automatischer Tourenplanung nach dem Milchmann-Prinzip und bundesweiten DPD-Paketversand mit automatischer Temperaturklassen-Erkennung. Direktvermarktungs-Spezifika wie LMIV-Felder, variable Gewichtsabrechnung und Warenkorb-Abos sind bereits eingebaut.
Was kostet ein Online-Hofladen bei Farmerino?
Es gibt keine Einrichtungs- und keine Monatsgebühr, keinen Vertrag und du kannst jederzeit kündigen. Fällig wird nur eine Transaktionsgebühr von 8 bis 10 Prozent auf den Netto-Warenwert, und das ausschließlich bei erfolgreichen Verkäufen. Der Start liegt bei 10 Prozent und ist über das Empfehlungsprogramm sowie einen Volumenrabatt ab 5.000 Euro qualifizierendem Umsatz bis auf 8 Prozent reduzierbar. Zusätzlich trägt der Kunde 0,25 Euro Bearbeitungsgebühr pro Bestellung. Unterm Strich behältst du rund 90 bis 92 Prozent.
Wie mache ich meinen Hofladen bekannt und gewinne Kundschaft?
Vor Ort wirken klare Straßenbeschilderung, ein Eröffnungstag mit Verkostung und gezielte Mundpropaganda. Online teilst du den Link deines Online-Hofladens per WhatsApp, Social Media und auf Flyern, nutzt die Reichweite einer regionalen Plattform, die bereits suchende Kundschaft mitbringt, und baust über ein Bewertungssystem Vertrauen auf. Für die Bindung sorgen Warenkorb-Abos und saisonale Vorbestellungen, mit denen aus Laufkundschaft planbare Stammkunden werden. Bis zum ersten Verkauf begleitet dich ein persönlicher Ansprechpartner.
Bereit für deinen eigenen Online-Hofladen?
Starte ohne Einrichtungsgebühr, ohne Monatsgebühr und ohne Vertrag. Du zahlst nur bei erfolgreichen Verkäufen, und ein persönlicher Ansprechpartner begleitet dich bis zum ersten Verkauf.