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Handwerk & Direktvermarktung

Lebensmittelhandwerk online verkaufen: von der Backstube bis zur Käserei

Kurzantwort: Lebensmittelhandwerk – Bäckerei, Metzgerei, Hofkäserei, Imkerei und verwandte Betriebe – lässt sich über einen eigenen Online-Hofladen direkt vermarkten: mit Vorbestellung, Abholung, regionaler Lieferung und Versand, ohne dass du einen generischen Shop zusammenbasteln musst. Du behältst Preis und Kundenbeziehung. Bei Farmerino fallen keine Einrichtungs- oder monatlichen Plattformgebühren an. Berechnet werden 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 €/Monat. Dieser Ratgeber zeigt, wie Handwerksbetriebe Online-Direktvermarktung sinnvoll aufsetzen.

· Gründer

Aktualisiert am

Lebensmittelhandwerk online verkaufen: von der Backstube bis zur Käserei

Wie verkauft Lebensmittelhandwerk online über einen eigenen Hofladen?

Kunden bestellen vor dem Back-, Schlacht- oder Abfülltag. Der Betrieb sieht bestellte Mengen und Termine vorab. Diese Daten können in die Produktionsplanung einfließen, garantieren aber weder Abnahme noch geringere Restmengen. Ein Online-Hofladen ergänzt Theke, Markt und Hofverkauf um Produktinformationen, Bestellung, Zahlung und Vertriebswege.

Vertiefende Branchen-Seiten: Brot und Backwaren, Käse, Fleisch, Honig.

Primärquellen (Orientierung, keine Rechtsberatung): LMIV – VO (EU) Nr. 1169/2011; BMEL-Leitsätze Fleisch (PDF); BVL.

Welche Betriebe gehören zum Lebensmittelhandwerk?

Dazu zählen typischerweise:

  • Bäckereien und Hofbäckereien – Brot, Brötchen, Feingebäck mit Backtagen
  • Metzgereien und Hofmetzgereien – Fleisch, Wurst, Pakete, Vorbestellung zum Schlachttermin
  • Käsereien und Hofmolkereien – Sorten, Reifegrade, Kühlversand
  • Imkereien – Honig, Wachs, Ablegerprodukte
  • Weitere Manufakturen – Marmeladen, Öle, Räucherware, Nudeln, Getränke – sofern selbst hergestellt oder klar als Hof-/Manufakturware geführt

Gemeinsam ist der Fokus auf handwerklicher Herstellung und direktem Kundenkontakt. Abgrenzung zum reinen Handel: Wer überwiegend zugekaufte Markenware weiterverkauft, hat andere Anforderungen – dieser Ratgeber richtet sich an Erzeuger und Handwerksbetriebe mit eigener Herstellung.

Welche Abläufe Online-Direktvermarktung abbildet

Theke und Markt bleiben Verkaufspunkte. Der Online-Hofladen ergänzt sie um Bestellannahme und strukturierte Auftragsdaten.

BausteinPrüfbarer Nutzen
Vorbestellungbestellte Mengen vor Back-, Schnitt- oder Abfülltag sichtbar
Abholung / TourTermine, Stopps, Picklisten und Lieferscheine bereitstellen
Eigene PreisePreis je Artikel festlegen und Deckungsbeitrag messen
Abo / Kistewiederkehrende Mengen und Termine abbilden – Ausführung und Zahlung bleiben variabel

Ob Produktionsabweichung, Restware, Arbeitszeit oder Wiederbestellrate sich verändern, wertest du im Betrieb aus. Zum Vergleich: Direktvermarktung vs. Handel und Direktvermarktungs-Software.

So setzt du den Online-Hofladen fürs Handwerk auf

Der Aufbau folgt dem gleichen Gerüst wie andere Direktvermarkter – mit Fokus auf Rhythmus und Kennzeichnung:

  1. Registrieren unter Partner registrieren (online, ohne Mindestlaufzeit).
  2. Profil & Marke: Name, Fotos aus Backstube/Käserei/Metzgerei, kurze Handwerksgeschichte.
  3. Artikel anlegen: Sorten, Varianten (Gewicht, Größe), Preise. LMIV-Felder für Allergene und Zutaten – zentral bei Getreide, Milch, Nüssen.
  4. Verfügbarkeit: Backtage, Schlachtfenster, Saison über Verfügbarkeitstage und Vorbestellung.
  5. Wege aktivieren: Abholung, Lieferung, Versand – einzeln oder kombiniert.

Detailanleitung: Online-Hofladen erstellen. Was du brauchst: Hofladen – was brauchst du?

Frische-Logistik: Abholung, Tour, Kühlversand

Handwerksware ist oft empfindlich. Wähle Wege, die zur Haltbarkeit passen:

  • Abholung am Produktionstag – ideal für Brot und viele Frischeprodukte.
  • Eigene Tour mit Tourenplanung – gebündelte Stopps in der Region.
  • Versand – für geeignet verpackten Käse, Honig, Dauerbackwaren oder Tiefkühlfleisch. Temperaturklassen und Kühlkette beachten.
  • Pfand für Gläser und Boxen über das Pfandsystem.

Recht und Kennzeichnung im Lebensmittelhandwerk (Orientierung)

Es gelten Lebensmittelrecht, Hygiene und – online – Fernabsatzpflichten. Typische Schwerpunkte:

  • Betrieb registrieren bei der zuständigen Lebensmittelüberwachung. Zulassungen je nach Tätigkeit (z. B. Fleischverarbeitung) klären.
  • LMIV: Allergene und Pflichtangaben vor dem Kauf sichtbar – Felder am Artikel nutzen (LMIV).
  • Impressum, Datenschutz, Widerruf: Teil des Online-Verkaufs. Farmerino betreibt die Datenhaltung in Deutschland.
  • Kasse vor Ort: Wenn du elektronisch kassierst, gelten TSE-Themen – siehe Hofladen-Kasse.

Keine Rechtsberatung: Im Zweifel Behörde oder Fachberatung fragen. Rahmen: Direktvermarktung Recht.

Kostenmodell für Lebensmittelhandwerk

Vergleiche die Modelle über Saison und Gesamtjahr mit denselben Funktionen.

  • 0 € Einrichtung, 0 € monatliche Plattformgebühr, keine Mindestlaufzeit für den Online-Hofladen.
  • 3,9 % Plattform-Marge zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 €/Monat.
  • 0,25 € Bearbeitungsgebühr je Bestellung trägt der Kunde.
  • Zahlungsentgelt: Der Kunde trägt 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang.
  • Auszahlung wird täglich über Stripe angestoßen, mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung.

Optionale Pakete, Verpackung, Logistik, Arbeitszeit und andere betriebliche Kosten rechnest du separat. Konditionen: Partner werden, Funktionen: Funktionen.

Jetzt dein Lebensmittelhandwerk online stellen

Leg dein Konto an, stelle deine Kernsorten ein und öffne das erste Vorbestellfenster für den nächsten Back-, Schnitt- oder Abfülltag. Keine Mindestlaufzeit, kein Setup-Honorar.

Häufige Fragen

Was zählt alles zum Lebensmittelhandwerk in der Direktvermarktung?

Typisch sind Bäckereien, Metzgereien, Käsereien, Imkereien und verwandte Manufakturen mit eigener Herstellung – oft in Kombination mit Hofverkauf. Entscheidend ist handwerkliche Erzeugung plus direkter Verkauf an Endkunden, nicht der reine Weiterverkauf fremder Markenware.

Kann eine Hofbäckerei oder Metzgerei online verkaufen, ohne einen eigenen Webshop zu bauen?

Ja. Ein fertiger Online-Hofladen stellt Shop, Zahlung und Vertriebswege bereit. Du legst Sorten, Verfügbarkeit und Abholung oder Lieferung an – ohne eigene Domain oder Programmierkenntnisse. Bei Farmerino legst du das Konto online an. Die Veröffentlichung erfolgt nach vollständiger Einrichtung.

Wie hilft Vorbestellung dem Lebensmittelhandwerk?

Kundschaft bestellt vor dem Produktions- oder Verkaufstag. Du siehst bestellte Mengen vor dem Produktions- oder Verkaufstag und kannst Backen, Schneiden oder Abfüllen daran ausrichten. Ob Retouren, Lebensmittelverschwendung oder Warenkorbwert sich verändern, prüfst du anhand deiner Betriebsdaten.

Welche Vertriebswege eignen sich für frische Handwerksware?

Abholung am Produktionstag, regionale Lieferung mit Tourenplanung und – wo die Ware es erlaubt – Paketversand mit passender Temperaturklasse. Viele Betriebe starten mit Abholung und ergänzen Tour oder Versand später.

Was kostet der Verkauf über Farmerino für Handwerksbetriebe?

0 € Einrichtung, 0 € Monatsgebühr, keine Mindestlaufzeit. Es fällt 3,9 % Plattform-Marge zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert nur bei abgeschlossenen Bestellungen an, gedeckelt auf 149 €/Monat. Die zwei Kundenentgelte (0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang) trägt der Kunde.

Wie gebe ich Allergene und Zutaten online korrekt an?

Über die LMIV-Felder direkt am Artikel. Besonders bei Getreide, Milch, Ei, Nüssen und Sesam müssen Allergene vor dem Kauf sichtbar sein. Für den konkreten Betrieb bleibt die Lebensmittelüberwachung bzw. Fachberatung die verbindliche Instanz.

Kann ich Brot-, Käse- oder Honig-Abos anbieten?

Ja. Wiederkehrende Bestellungen lassen sich als Abo bzw. Kistenmodell abbilden – analog zur Gemüsekiste. Aktive wiederkehrende Bestellungen zeigen vorgesehene Mengen für Backtage oder Abfüllrhythmen. Eine bestimmte Auslastung oder Kundenbindung wird nicht zugesichert.

Brauche ich für den Online-Verkauf eine eigene Kasse mit TSE?

Online-Bestellungen und Kartenzahlung über die Plattform sind vom stationären Kassieren zu unterscheiden. Wenn du vor Ort elektronisch kassierst, können TSE- und Kassenvorgaben greifen – siehe den Ratgeber zur Hofladen-Kasse. Im Zweifel Steuerberatung oder Finanzamt fragen.

Dein Rechenbeispiel

Rechne aus, was bei dir bleibt

Bei Farmerino zahlst du 0 € Einrichtung und 0 € im Monat. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht. Farmerino behält 3,9 % je abgeschlossenem Verkauf zuzüglich Umsatzsteuer, gedeckelt auf 149 € im Monat. Stelle deinen geplanten Netto-Warenwert ein und sieh den Betrag nach diesem Abzug.

200 €15.000 €

Anteil (3,9 %, höchstens 149 €)

98 €

pro Monat, zzgl. USt.

Bleibt bei dir

2.384 €

pro Monat

Hochgerechnet

28.608 €

pro Jahr

Der Rechner berücksichtigt ausschließlich den Anteil von 3,9 %, gedeckelt auf 149 € im Monat, samt der Umsatzsteuer darauf. „Bleibt bei dir“ ist der Warenwert nach diesem Abzug. Eigene Kosten, Rückerstattungen und optionale Pakete sind nicht enthalten. Die separat ausgewiesenen Bearbeitungs- und Zahlungsentgelte trägt der Kunde. Ab rund 3.820 € Netto-Warenwert bleibt es bei 149 € Anteil.

Konto anlegen

Bereit für deinen eigenen Online-Hofladen?

Farmerino erhebt keine Einrichtungs- oder Monatsgebühr und hat keine Mindestlaufzeit. Vom Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen behält Farmerino 3,9 % zzgl. USt., gedeckelt auf 149 € pro Monat. Unterstützung bei der Einrichtung kannst du kostenlos anfragen.