Fleisch online verkaufen: so geht es direkt vom Hof
Fleisch online verkaufen bedeutet, dass du deine eigenen Fleisch- und Wurstwaren über einen Online-Hofladen direkt an Endkunden verkaufst - ohne Schlachthof-Kondition und ohne Zwischenhandel. Der Kunde bestellt online ein Fleischpaket, ein Mischpaket oder einzelne Teilstücke, du lieferst per gekühltem Paketversand, zur Abholung ab Hof oder per eigener Tour. Bei einem Direktvermarkter-Modell wie Farmerino bleibt dabei der größte Teil der Wertschöpfung bei dir auf dem Hof - statt der etwa 35 Prozent, die im Großhandel üblich sind.
Der entscheidende Unterschied zum klassischen Verkauf: Du setzt deinen eigenen Preis, baust einen direkten Draht zu Stammkunden auf und entscheidest selbst, was in welches Paket kommt. Auf dieser Seite gehen wir der Reihe nach durch, wie du Pakete schnürst, frische Ware sicher versendest, Vorbestellungen rund um deinen Schlachttermin steuerst und was rechtlich wichtig ist. Wenn dich vor allem das Wie-anlegen interessiert, ist der Beitrag Online-Hofladen erstellen der passende nächste Schritt.
Warum sich der Direktverkauf von Fleisch für deinen Hof lohnt
Du kennst das Gefühl: Wochenlange Arbeit, beste Haltung, ehrliche Aufzucht - und dann bekommst du am Schlachthof einen Kilopreis, der deine Mühe nicht ansatzweise abbildet. Der Zwischenhandel verdient an deinem Tier oft mehr als du selbst. Das ist nicht nur ärgerlich, es ist auch unnötig. Es gibt einen direkteren Weg zu denselben Kunden, die dein Fleisch am Ende ohnehin essen.
Stell dir stattdessen vor: Eine feste Schar Stammkunden, die schon vor dem Schlachttermin ihr Viertelrind oder ihr Schweine-Mischpaket vorbestellt. Du weißt vorab, welche Mengen weggehen, schlachtest bedarfsgerecht, und der Erlös landet zum allergrößten Teil bei dir. Genau das macht den Direktverkauf so attraktiv - und die Zahlen zeigen, warum.
Der Anteil der Wertschöpfung, der beim Erzeuger bleibt, unterscheidet sich je nach Vertriebsweg deutlich:
| Vertriebsweg | Anteil beim Erzeuger (ca.) |
|---|---|
| Großhandel / Schlachthof | ~35 % |
| Supermarkt | ~45 % |
| Wochenmarkt | ~75 % |
| Online-Hofladen mit Farmerino | 3,9 % Marge (Deckel 149 €/Mon.) |
Das ist der Kern: Mit jedem Paket, das du direkt verkaufst, holst du dir den Anteil zurück, der vorher beim Zwischenhandel hängen blieb. Du wirst unabhängiger vom Schlachthof-Preis, baust ein zweites, planbares Standbein neben deinen bestehenden Kanälen auf und bekommst endlich den Gegenwert für die Qualität, die du ohnehin lieferst. Wie sich die Wege im Detail vergleichen, zeigt der Vergleich der Vertriebswege.
Fleischpakete und Mischpakete schnüren, die sich verkaufen
Der Verkauf einzelner Edelteile allein geht selten auf - irgendwer muss auch Hackfleisch, Suppenfleisch und die weniger gefragten Stücke abnehmen. Die Lösung, mit der Direktvermarkter ein ganzes Tier verwerten, heißt Mischpaket. Du stellst ausgewogene Pakete zusammen, in denen Edelteile, Kochfleisch und Wurst in einem fairen Verhältnis stecken. So vermarktest du das ganze Tier, nicht nur die Filets.
Bewährte Paket-Varianten, die du in deinem Shop anlegen kannst:
- Mischpaket nach Gewicht - zum Beispiel ein 5-kg-, 10-kg- oder 20-kg-Paket Rind oder Schwein, querbeet durch alle Teilstücke. Ideal für Familien, die Gefrierplatz haben.
- Viertel- und halbe Tiere - für Stammkunden, die gleich auf Vorrat kaufen. Hier ist Vorbestellung Pflicht, weil du erst nach Eingang der Bestellungen schlachtest.
- Themenpakete - Grillpaket, Schmorpaket, Wurstpaket oder ein Probierpaket für Neukunden, die deinen Hof erst kennenlernen.
- Einzelteile und Wurst - Bratwurst, Salami, Leberkäse, Schinken oder einzelne Edelteile für den spontanen Bedarf zwischendurch.
In deinem Online-Hofladen legst du jedes Paket als eigenen Artikel mit Foto, Beschreibung und Preis an. Weil Fleisch selten exakt gleich schwer ist, kannst du Varianten nach Gewicht und eine variable Gewichtsabrechnung nutzen - der Kunde bestellt ein Paket "ca. 10 kg", abgerechnet wird nach tatsächlichem Schlachtgewicht. Mengenrabatte für größere Pakete vergibst du mit ein paar Klicks. Eine gute Produktbeschreibung erzählt dazu deine Geschichte: Rasse, Haltung, Fütterung, Reifezeit. Genau das ist es, was deine Kunden im Supermarkt nicht bekommen - und wofür sie gern einen fairen Preis zahlen.
Kühlversand, Abholung oder Lieferung: deinen Weg zum Kunden wählen
Frisches Fleisch stellt eine Frage in den Mittelpunkt, die du früh klären solltest: Wie kommt die Ware zum Kunden, ohne dass die Kühlkette reißt? Die gute Nachricht ist, dass du dich nicht festlegen musst. Du kannst alle Wege einzeln oder kombiniert anbieten und deinen Kunden die Wahl lassen.
Abholung ab Hof - der einfachste Start
Der Kunde bestellt und bezahlt online und holt sein Paket zu einem festen Abholfenster bei dir ab. Kein Versandaufwand, keine Kühlbox, kein Risiko unterwegs - die Ware geht direkt aus deiner Kühlung in seine Kühltasche. Für viele Höfe ist das der unkomplizierteste Einstieg, besonders mit Stammkunden aus der Region. Mehr dazu im Lexikon zum Ab-Hof-Verkauf.
Eigene Lieferung mit Tourenplanung
Wer ohnehin in der Region unterwegs ist, liefert selbst. Mit einer automatischen Tourenplanung nach dem Milchmann-Prinzip werden Bestellungen zu effizienten Touren gebündelt, inklusive Pickliste und Lieferschein. So bringst du gekühlte Ware persönlich an die Haustür - ein starkes Bindungssignal an deine Kundschaft.
Bundesweiter Kühlversand per DPD
Willst du über deine Region hinaus verkaufen, versendest du per Paketdienst. Frischfleisch reist gekühlt: in isolierter Verpackung mit Kühlmittel, sodass die Kühlkette bis zur Haustür hält. Üblich ist der Versand zum Wochenanfang, damit kein Paket übers Wochenende im Verteilzentrum liegt. In deinem Shop sind Temperaturklassen für gekühlte und tiefgekühlte Ware sowie Sendungsverfolgung über DPD bereits vorgesehen - du musst die Versandlogik nicht selbst zusammenbauen. Hintergründe zum sicheren Verschicken frischer Ware findest du im Lexikon zum Postversand frischer Lebensmittel.
Praktisch heißt das: Du startest oft mit Abholung, ergänzt die Lieferung in deinem Umkreis und schaltest den Kühlversand dazu, sobald die Nachfrage über die Region hinauswächst. Alle drei Wege laufen im selben Shop zusammen.
Frische und Kühlkette: das A und O beim Fleischversand
Bei keinem anderen Lebensmittel ist die Kühlkette so entscheidend wie bei Fleisch. Ein einziges aufgetautes Paket kostet dich nicht nur die Ware, sondern auch das Vertrauen eines Kunden - und genau dieses Vertrauen ist dein wertvollstes Kapital im Direktverkauf. Deshalb lohnt es sich, hier von Anfang an sauber zu arbeiten.
Worauf es beim frischen Versand ankommt:
- Lückenlose Kühlung: Die Ware muss von der Schlachtung bis zur Übergabe durchgehend gekühlt bleiben. Beim Versand übernehmen das isolierte Boxen mit Kühlakkus oder Trockeneis - abgestimmt auf die geplante Transportdauer.
- Versand am Wochenanfang: Verschicke früh in der Woche, damit kein Paket über das Wochenende stillsteht. Viele Direktvermarkter nehmen Bestellungen bis zu einem festen Tag an und versenden gebündelt.
- Frisch oder tiefgekühlt: Vakuumiertes, gut gereiftes Frischfleisch hält mehrere Tage; tiefgekühlte Ware ist beim Versand deutlich robuster. Lege je Produkt die passende Temperaturklasse fest.
- Klare Kundenkommunikation: Sag dem Kunden, wann das Paket kommt und dass er erreichbar sein sollte. Eine kurze Notiz "bitte sofort kühlen" auf der Box wirkt Wunder.
In deinem Online-Hofladen sind Temperaturklassen, Verfügbarkeitstage und Sendungsverfolgung direkt eingebaut, sodass du den Versand strukturiert steuerst statt improvisierst. Saubere Kühlung ist dabei nicht nur Risikovermeidung - sie ist ein Verkaufsargument. Wer transparent erklärt, wie die Ware frisch ankommt, gewinnt Kunden, die genau diese Sorgfalt suchen.
Vorbestellung rund um den Schlachttermin clever steuern
Fleisch tickt anders als Lagerware. Du kannst nicht einfach 200 Pakete auf Vorrat haben - du schlachtest in Zyklen, und jedes Tier liefert eine begrenzte, gemischte Menge an Teilstücken. Genau hier wird die Vorbestellung zu deinem stärksten Werkzeug. Sie dreht die Logik um: Erst kennst du die Nachfrage, dann schlachtest du bedarfsgerecht.
So nutzt du Vorbestellungen für deinen Schlachtrhythmus:
- Vorbestellfenster öffnen: Du kündigst den nächsten Schlachttermin an und nimmst bis zu einem Stichtag Vorbestellungen für Viertel, Hälften oder Mischpakete entgegen. Der Kunde reserviert, du planst.
- Saisonale und wochentagsbasierte Verfügbarkeit: Du legst je Produkt fest, wann es bestellbar ist - etwa Mischpakete nur im Vorbestellfenster, Wurst dagegen ganzjährig auf Lager.
- Planbare Mengen, weniger Restware: Weil du vorab weißt, was weggeht, vermeidest du Überproduktion und Lebensmittelverschwendung. Du schlachtest, was bestellt ist.
- Höherer Bon, treue Kunden: Vorbesteller kaufen oft gleich größere Pakete und kommen Zyklus für Zyklus wieder. Aus Gelegenheitskäufern werden planbare Stammkunden.
Statt Bestellungen über WhatsApp-Listen, Zettel oder Excel zu sammeln, bündelt dein Online-Hofladen alles an einer Stelle: Vorbestellungen, Abholfenster, Zahlungen und Benachrichtigungen. Du behältst den Überblick, der Kunde bekommt Klarheit, und dein Schlachttermin wird endlich planbar. Wer regelmäßig Pakete in festem Rhythmus anbietet, kann das sogar als Abo abbilden - ähnlich der bekannten Gemüsekiste, nur eben mit Fleisch.
Rechtliche Basics für den Fleischverkauf - kurz und praxisnah
Fleisch ist sensible Ware, und der Gesetzgeber schaut beim Verkauf genauer hin als bei Honig oder Marmelade. Das soll dich nicht abschrecken - die meisten Pflichten kennst du aus deinem bestehenden Verkauf, und der Online-Teil ergänzt sie nur um wenige Punkte. Hier der Überblick, ohne Rechtsberatung zu sein.
- Betrieb registrieren und Zulassung: Dein Lebensmittelbetrieb muss bei der zuständigen Behörde registriert sein. Für die Verarbeitung von Fleisch und für Wurstwaren gelten besondere Hygiene- und gegebenenfalls Zulassungsanforderungen - das klärst du mit deiner Veterinär- beziehungsweise Lebensmittelüberwachung.
- Durchgehende Kühlkette: Die Pflicht zur lückenlosen Kühlung gilt rechtlich, nicht nur als guter Vorsatz. Versand und Lagerung müssen die vorgeschriebenen Temperaturen einhalten.
- Kennzeichnung nach LMIV: Pflichtangaben wie Bezeichnung, Zutaten, Allergene und - bei verpackter Ware - Nährwerte müssen vor dem Kaufabschluss sichtbar sein. Die passenden LMIV-Felder sind direkt am Artikel hinterlegt.
- Herkunft und Rückverfolgbarkeit: Bei Fleisch ist die Herkunftskennzeichnung besonders relevant. Eine saubere Rückverfolgbarkeit ist Pflicht und zugleich ein Vertrauensanker.
- Fernabsatz-Pflichten: Beim Onlineverkauf kommen Impressum, DSGVO-konformer Datenschutz und Widerrufshinweise dazu. Farmerino ist DSGVO-konform, der Serverstandort ist Deutschland und die Verbindung ist SSL-verschlüsselt.
Vieles davon nimmt dir die Plattform strukturell ab, sodass du dich auf deine Ware konzentrieren kannst. Für rechtsverbindliche Auskünfte zu deinem konkreten Fall - gerade bei Fleischverarbeitung und Zulassung - sprich mit deiner Lebensmittelüberwachung oder einer fachkundigen Beratung. Dieser Abschnitt ist eine Orientierung, kein Rechtsrat.
Was kostet es, Fleisch über Farmerino zu verkaufen?
Die ehrlichste Antwort vorweg: für den Start nichts. Kein Setup, keine Monatsgebühr, kein Vertrag. Du gehst kein finanzielles Risiko ein, um deinen Fleischverkauf online zu testen - du zahlst erst, wenn du tatsächlich verkaufst. Das ist genau das Modell, das zu einem Hof passt, der schon genug feste Kosten trägt.
So funktioniert das Kostenmodell:
- 0 Euro Einrichtung, 0 Euro pro Monat, kein Vertrag - jederzeit monatlich kündbar, kein Abo-Zwang.
- Plattform-Marge 3,9 Prozent auf den Netto-Warenwert, nur bei erfolgreichen Verkäufen. Für alle Verkäufer gleich, ohne Rabatte, und auf 149 Euro pro Monat gedeckelt - ab rund 3.820 Euro Monatsumsatz zahlst du nie mehr als 149 Euro.
- 0,25 Euro Bearbeitungsgebühr pro Bestellung - die trägt der Kunde als separater Posten, nicht dein Hof.
- Auszahlung täglich über Stripe, mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung innerhalb der Widerrufsfrist.
Rechne es an einem Mischpaket durch: Verkaufst du ein Paket für 120 Euro, bleiben dir rund 115 Euro - und das ohne Schlachthof, ohne Großhändler dazwischen. Verglichen mit den etwa 35 Prozent Wertschöpfung im Großhandel ist das ein anderer Hebel für deinen Betrieb. Du zahlst eine faire Beteiligung am Erfolg, statt fixe Kosten zu schultern, bevor das erste Paket verkauft ist. Alle Konditionen und Partner-Stufen im Detail findest du auf der Seite Partner werden.
Was dein Online-Hofladen für den Fleischverkauf alles kann
Damit klar ist, dass "in unter 2 Minuten startklar" nicht "abgespeckt" heißt: Dein Online-Hofladen deckt genau die Besonderheiten ab, die Fleischverkauf von gewöhnlichem Onlinehandel unterscheiden. Du musst nichts zusammenbasteln - die Bausteine sind eingebaut.
- Variable Gewichtsabrechnung: Pakete "ca. 10 kg" werden nach tatsächlichem Schlachtgewicht abgerechnet - ohne Nachrechnen von Hand.
- Varianten und Staffelpreise: Teilstücke, Paketgrößen und Mengenrabatte nach Gewicht, Sorte oder Größe.
- Vorbestellung und Saison-Verfügbarkeit: Vorbestellfenster zum Schlachttermin, wochentags- und saisonbasierte Freigabe je Produkt.
- Drei Vertriebswege: Abholung ab Hof, eigene Lieferung mit Tourenplanung und bundesweiter DPD-Kühlversand mit Temperaturklassen und Sendungsverfolgung.
- Abo-Pakete: wiederkehrende Fleischpakete als Abo abbilden, ähnlich der Gemüsekiste.
- Zahlung und Finanzen: Stripe-Zahlungen, Gastbestellung ohne Registrierung, tagesgenaue Auszahlung und Finanzübersicht mit CSV-, PDF- oder DATEV-Export.
- Vertrauen und Sicherheit: Bewertungssystem mit Anbieter-Antworten, Analytics-Dashboard und MFA-Sicherheit für dein Konto.
Den vollständigen Überblick mit allen Funktionen findest du auf der Seite Funktionen. Wenn du tiefer in die Logik der Direktvermarktung einsteigen willst, ist der Leitfaden Direktvermarktungs-Software der passende Pillar dazu.
Jetzt deinen Fleisch-Onlineshop starten
Du hast jetzt alles beisammen: wie du Pakete schnürst, wie die Ware frisch zum Kunden kommt, wie du Vorbestellungen an deinen Schlachtrhythmus koppelst und was rechtlich zählt. Der nächste Schritt ist klein und ohne Risiko - du legst dein Konto an, fügst dein erstes Mischpaket samt Foto hinzu und schaltest deinen Shop frei. Kein Vertrag, keine Kreditkarte, keine Monatsgebühr.
So geht es für deinen Hof weiter:
- Sofort loslegen: Kostenlos starten und in unter 2 Minuten registrieren.
- Erst die Einrichtung ansehen: Im Beitrag Online-Hofladen erstellen siehst du den Aufbau Schritt für Schritt.
- Konditionen prüfen: Auf Partner werden findest du alle Stufen, Gebühren und Vorteile im Detail.
Aus deinem Vieh, deiner Wurst und ein paar Fotos wird heute noch ein eigener Fleisch-Onlineshop. Verkauf direkt, zu deinen Preisen, an Kunden, die deine Arbeit zu schätzen wissen - in deiner Region und bundesweit. Den größten Teil der Wertschöpfung behältst du dort, wo sie hingehört: auf deinem Hof.
Häufige Fragen
Darf ich Fleisch und Wurst überhaupt online verkaufen?
Ja, das ist erlaubt. Es gelten dieselben Regeln wie beim Verkauf vor Ort, plus einige Fernabsatz-Pflichten, weil online bestellt wird. Dein Lebensmittelbetrieb muss bei der zuständigen Behörde registriert sein, und für die Verarbeitung von Fleisch und Wurst gelten besondere Hygiene- und gegebenenfalls Zulassungsanforderungen. Diese klärst du mit deiner Veterinär- beziehungsweise Lebensmittelüberwachung; für deinen konkreten Fall hol dir im Zweifel fachkundige Beratung.
Wie versende ich frisches Fleisch, ohne dass die Kühlkette reißt?
Frisches Fleisch reist in isolierten Boxen mit Kühlakkus oder Trockeneis, abgestimmt auf die Transportdauer. Üblich ist der Versand zum Wochenanfang, damit kein Paket übers Wochenende stillsteht. In deinem Online-Hofladen sind Temperaturklassen für gekühlte und tiefgekühlte Ware sowie DPD-Sendungsverfolgung bereits vorgesehen, sodass du die Versandlogik nicht selbst zusammenbauen musst. Vakuumiertes Frischfleisch hält mehrere Tage, tiefgekühlte Ware ist beim Versand robuster.
Kann ich Fleisch auch nur zur Abholung ab Hof anbieten, ohne Versand?
Ja. Du wählst aus drei Vertriebswegen, einzeln oder kombiniert: Abholung ab Hof, eigene Lieferung mit automatischer Tourenplanung und bundesweiter DPD-Kühlversand. Viele Höfe starten ausschließlich mit Abholung, weil das am einfachsten ist und kein Versandrisiko entsteht - die Ware geht direkt aus deiner Kühlung in die Kühltasche des Kunden. Du kannst Lieferung und Versand später jederzeit dazuschalten.
Wie funktioniert die Abrechnung, wenn ein Fleischpaket nie exakt gleich schwer ist?
Dafür gibt es die variable Gewichtsabrechnung. Du legst ein Paket mit einem ungefähren Gewicht an, zum Beispiel "ca. 10 kg", und abgerechnet wird nach dem tatsächlichen Schlachtgewicht. Auch Varianten nach Gewicht, Sorte oder Teilstück sowie Mengenrabatte für größere Pakete lassen sich anlegen. So bildest du die Realität deiner Ware ab, ohne von Hand nachzurechnen.
Wie passt der Onlineverkauf zu meinem Schlachttermin?
Über Vorbestellungen drehst du die Logik um: Erst öffnest du ein Vorbestellfenster für den nächsten Schlachttermin, nimmst bis zu einem Stichtag Bestellungen für Viertel, Hälften oder Mischpakete entgegen und schlachtest dann bedarfsgerecht. So kennst du die Mengen vorab, vermeidest Überproduktion und Restware und bindest Stammkunden, die Zyklus für Zyklus wiederkommen. Saisonale und wochentagsbasierte Verfügbarkeit steuerst du je Produkt.
Was kostet es, Fleisch über Farmerino zu verkaufen?
Der Start kostet nichts: 0 Euro Einrichtung, 0 Euro pro Monat, kein Vertrag, monatlich kündbar. Es fällt nur eine Plattform-Marge von 3,9 Prozent auf den Netto-Warenwert an, und das ausschließlich bei erfolgreichen Verkäufen. Der Satz ist für alle Verkäufer gleich, ohne Rabatte, und auf 149 Euro pro Monat gedeckelt (ab rund 3.820 Euro Monatsumsatz zahlst du nie mehr als 149 Euro). Zusätzlich trägt der Kunde 0,25 Euro Bearbeitungsgebühr pro Bestellung, nicht dein Hof.
Wie viel der Wertschöpfung bleibt beim Direktverkauf bei mir?
Beim Verkauf über einen Online-Hofladen mit Farmerino bleibt der größte Teil der Wertschöpfung beim Erzeuger. Zum Vergleich: Im Großhandel sind es etwa 35 Prozent, im Supermarkt rund 45 Prozent und am Wochenmarkt etwa 75 Prozent. Mit jedem direkt verkauften Paket holst du dir also den Anteil zurück, der vorher beim Zwischenhandel hängen geblieben ist.
Kann ich Fleischpakete als regelmäßiges Abo anbieten?
Ja. Wiederkehrende Fleischpakete lassen sich als Abo abbilden, ähnlich der bekannten Gemüsekiste. Kunden bestellen in festem Rhythmus, du planst deine Schlachtmengen entsprechend, und der Erlös wird planbarer. Das stärkt die Kundenbindung und glättet deine Nachfrage über das Jahr.
Brauche ich technische Kenntnisse oder eine eigene Website?
Nein. Du brauchst keine Programmierkenntnisse, keine eigene Domain und kein Hosting. Die gesamte Technik - Shop, Zahlung, Versand- und Kühllogik - stellt die Plattform bereit. Du füllst nur deinen Shop mit Paketen, Fotos und Beschreibungen. Das Konto ist laut Anbieterangabe in unter 2 Minuten angelegt, und ein persönlicher Ansprechpartner begleitet dich bis zum ersten Verkauf.
Wie bekomme ich mein Geld und welche Zahlungsarten kann ich anbieten?
Die Zahlung läuft über Stripe und umfasst unter anderem Kreditkarte, Link, Klarna, Amazon Pay und Revolut Pay; Apple Pay und Google Pay je nach Endgerät. Die Auszahlung erfolgt täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung innerhalb der Widerrufsfrist. In der Finanzübersicht siehst du alle Einnahmen und kannst sie als CSV, PDF oder DATEV exportieren.
Dein Rechenbeispiel
Rechne aus, was dir bleibt
Bei Farmerino zahlst du 0 € Einrichtung, 0 € im Monat und bindest dich an keinen Vertrag. Fällig wird nur eine Plattform-Marge von 3,9 % je erfolgreichem Verkauf, gedeckelt auf 149 € im Monat. Stell deinen geplanten Monatsumsatz ein und sieh, was dir bleibt.
Plattform-Marge (3,9 %, max. 149 €)
98 €
pro Monat
Dir bleiben
2.402 €
pro Monat
Hochgerechnet
28.830 €
pro Jahr
Gerechnet mit nur 3,9 % Plattform-Marge (gedeckelt auf 149 € im Monat) - ab rund 3.820 € Monatsumsatz zahlst du nie mehr als 149 €. Keine Fixkosten, keine Vertragsbindung, Zahlung nur bei erfolgreichem Verkauf. Zum Vergleich: über den Zwischenhandel bleibt beim Erzeuger oft nur rund ein Drittel des Endpreises.
Kostenlos startenBereit für deinen eigenen Online-Hofladen?
Starte ohne Einrichtungsgebühr, ohne Monatsgebühr und ohne Vertrag. Du zahlst nur bei erfolgreichen Verkäufen, und ein persönlicher Ansprechpartner begleitet dich bis zum ersten Verkauf.
