Wie verkaufe ich Fleisch online direkt vom Hof?
Fleisch online verkaufen bedeutet, dass du deine eigenen Fleisch- und Wurstwaren über einen Online-Hofladen direkt an Endkunden verkaufst – ohne Schlachthof-Kondition und ohne Zwischenhandel. Der Kunde bestellt online ein Fleischpaket, ein Mischpaket oder einzelne Teilstücke, du lieferst per gekühltem Paketversand, zur Abholung ab Hof oder per eigener Tour. Bei einem Direktvermarkter-Modell wie Farmerino bleibt dabei der nach deinen übrigen Kosten verbleibende Anteil bei dir auf dem Hof – bei transparent ausgewiesenen Plattformkosten.
Der entscheidende Unterschied zum klassischen Verkauf: Du setzt deinen eigenen Preis, baust einen direkten Draht zu Stammkunden auf und entscheidest selbst, was in welches Paket kommt. Auf dieser Seite gehen wir der Reihe nach durch, wie du Pakete schnürst, frische Ware sicher versendest, Vorbestellungen rund um deinen Schlachttermin steuerst und was rechtlich wichtig ist. Wenn dich vor allem das Wie-anlegen interessiert, ist der Beitrag Online-Hofladen erstellen der passende nächste Schritt.
Primärquellen (Orientierung, keine Rechtsberatung): LMIV – VO (EU) Nr. 1169/2011; BMEL-Leitsätze Fleisch und Fleischerzeugnisse (PDF); BVL.
Fleisch-Direktverkauf mit anderen Absatzwegen vergleichen
Beim Direktverkauf setzt du den Endpreis und übernimmst Produktpflege, Vorbestellung, Zerlegung oder Paketbildung, Kennzeichnung, Verpackung, Kühlung, Logistik und Kundenservice. Beim Verkauf an Schlachthof, Verarbeiter oder Handel gelten andere Preise und Aufwände.
Vorbestellungen zeigen die bestellte Menge vor dem Schlachttermin. Produktionsabweichungen, Stornierungen, Zahlungsausfälle und die Verwertung aller Teilstücke bleiben zu berücksichtigen.
Vergleiche je Vertriebsweg: Netto-Verkaufspreis, Absatzmenge, Verwertung je Teilstück, Arbeitszeit, Schlachtung, Zerlegung, Verpackung, Kühlung, Logistik, Zahlungs- und Plattformkosten sowie Abschriften.
Ob der Direktverkauf einen höheren Deckungsbeitrag liefert und als zusätzlicher Kanal tragfähig ist, zeigen nur deine Betriebszahlen. Der Vergleich der Vertriebswege liefert dafür ein Raster.
Fleischpakete und Mischpakete schnüren, die sich verkaufen
Der Verkauf einzelner Edelteile allein geht selten auf – irgendwer muss auch Hackfleisch, Suppenfleisch und die weniger gefragten Stücke abnehmen. Die Lösung, mit der Direktvermarkter ein ganzes Tier verwerten, heißt Mischpaket. Du stellst ausgewogene Pakete zusammen, in denen Edelteile, Kochfleisch und Wurst in einem fairen Verhältnis stecken. So vermarktest du das ganze Tier, nicht nur die Filets.
Bewährte Paket-Varianten, die du in deinem Shop anlegen kannst:
- Mischpaket nach Gewicht – zum Beispiel ein 5-kg-, 10-kg- oder 20-kg-Paket Rind oder Schwein, querbeet durch alle Teilstücke. Ideal für Familien, die Gefrierplatz haben.
- Viertel- und halbe Tiere – für Stammkunden, die gleich auf Vorrat kaufen. Hier ist Vorbestellung Pflicht, weil du erst nach Eingang der Bestellungen schlachtest.
- Themenpakete – Grillpaket, Schmorpaket, Wurstpaket oder ein Probierpaket für Neukunden, die deinen Hof erst kennenlernen.
- Einzelteile und Wurst – Bratwurst, Salami, Leberkäse, Schinken oder einzelne Edelteile für den spontanen Bedarf zwischendurch.
In deinem Online-Hofladen legst du jedes Paket als eigenen Artikel mit Foto, Beschreibung und Preis an. Weil Fleisch selten exakt gleich schwer ist, kannst du Varianten nach Gewicht und eine variable Gewichtsabrechnung nutzen – der Kunde bestellt ein Paket "ca. 10 kg", abgerechnet wird nach tatsächlichem Schlachtgewicht. Mengenrabatte für größere Pakete vergibst du mit ein paar Klicks. Eine gute Produktbeschreibung erzählt dazu deine Geschichte: Rasse, Haltung, Fütterung, Reifezeit. Genau das ist es, was deine Kunden im Supermarkt nicht bekommen – und wofür sie gern einen fairen Preis zahlen.
Kühlversand, Abholung oder Lieferung: deinen Weg zum Kunden wählen
Frisches Fleisch stellt eine Frage in den Mittelpunkt, die du früh klären solltest: Wie kommt die Ware zum Kunden, ohne dass die Kühlkette reißt? Die gute Nachricht ist, dass du dich nicht festlegen musst. Du kannst alle Wege einzeln oder kombiniert anbieten und deinen Kunden die Wahl lassen.
Abholung ab Hof – der einfachste Start
Der Kunde bestellt und bezahlt online und holt sein Paket zu einem festen Abholfenster bei dir ab. Kein Versandaufwand, keine Kühlbox, kein Versandweg. Die Ware geht direkt aus deiner Kühlung in seine Kühltasche. Für viele Höfe ist das der unkomplizierteste Einstieg, besonders mit Stammkunden aus der Region. Mehr dazu im Lexikon zum Ab-Hof-Verkauf.
Eigene Lieferung mit Tourenplanung
Wer ohnehin in der Region unterwegs ist, liefert selbst. Mit einer automatischen Tourenplanung nach dem Milchmann-Prinzip werden Bestellungen zu effizienten Touren gebündelt, inklusive Pickliste und Lieferschein. So bringst du gekühlte Ware persönlich an die Haustür – ein starkes Bindungssignal an deine Kundschaft.
Bundesweiter Kühlversand per DPD
Willst du über deine Region hinaus verkaufen, versendest du per Paketdienst. Frischfleisch reist gekühlt: in isolierter Verpackung mit Kühlmittel, sodass die Kühlkette bis zur Haustür hält. Üblich ist der Versand zum Wochenanfang, damit kein Paket übers Wochenende im Verteilzentrum liegt. In deinem Shop sind Temperaturklassen für gekühlte und tiefgekühlte Ware sowie Sendungsverfolgung über DPD bereits vorgesehen – du musst die Versandlogik nicht selbst zusammenbauen. Hintergründe zum sicheren Verschicken frischer Ware findest du im Lexikon zum Postversand frischer Lebensmittel.
Praktisch heißt das: Du startest oft mit Abholung, ergänzt die Lieferung in deinem Umkreis und schaltest den Kühlversand dazu, sobald die Nachfrage über die Region hinauswächst. Alle drei Wege laufen im selben Shop zusammen.
Frische und Kühlkette beim Fleischversand
Beim Fleischversand müssen Temperaturführung, Verpackung, Versanddauer und Übergabe zum konkreten Produkt passen. Kläre die verbindlichen Grenzwerte und Kontrollen mit der zuständigen Lebensmittelüberwachung.
- Temperaturführung: Lege Sollbereiche, Messpunkte und Maßnahmen bei Abweichungen fest.
- Verpackung: Validiere Isolierung, Kühlmittel und Packaufbau für die vorgesehene Laufzeit und Außentemperatur.
- Versandtage: Plane Abholung, Regellaufzeit, Wochenenden und Feiertage so, dass die zulässige Dauer nicht überschritten wird.
- Übergabe: Informiere die Kundschaft über Zustelltermin, Annahme und notwendige Lagerung.
Farmerino stellt Temperaturklassen, Verfügbarkeitstage und Sendungsverfolgung für den Versandprozess bereit. Auswahl, Verpackungsfreigabe, Temperaturkontrolle und Dokumentation bleiben beim Betrieb. Dieser Abschnitt ist eine Orientierung und keine lebensmittelrechtliche Beratung.
Vorbestellung rund um den Schlachttermin clever steuern
Fleisch tickt anders als Lagerware. Du kannst nicht 200 Pakete auf Vorrat halten – du schlachtest in Zyklen, und jedes Tier liefert eine begrenzte, gemischte Menge an Teilstücken. Genau hier wird die Vorbestellung zu einem Werkzeug für die Mengenplanung. Sie dreht die Logik um: Erst kennst du die Nachfrage, dann schlachtest du bedarfsgerecht.
So nutzt du Vorbestellungen für deinen Schlachtrhythmus:
- Vorbestellfenster öffnen: Du kündigst den nächsten Schlachttermin an und nimmst bis zu einem Stichtag Vorbestellungen für Viertel, Hälften oder Mischpakete entgegen. Der Kunde reserviert, du planst.
- Saisonale und wochentagsbasierte Verfügbarkeit: Du legst je Produkt fest, wann es bestellbar ist – etwa Mischpakete nur im Vorbestellfenster, Wurst dagegen ganzjährig auf Lager.
- Bestellmengen vor dem Schlachttermin sichtbar machen: Vorbestellungen zeigen die georderte Menge. Vergleiche sie mit der tatsächlichen Ausbeute und dokumentiere Abweichungen sowie Restmengen.
- Bestellwert und Wiederbestellungen auswerten: Kundschaft kann wiederkehrende Bestellungen einrichten. Bestellwert, Ausführungsquote und Wiederbestellrate wertest du getrennt aus.
Statt Bestellungen über WhatsApp-Listen, Zettel oder Excel zu sammeln, bündelt dein Online-Hofladen alles an einer Stelle: Vorbestellungen, Abholfenster, Zahlungen und Benachrichtigungen. Du behältst den Überblick, der Kunde bekommt Klarheit, und du bereitest den Schlachttermin mit dokumentierten Bestellmengen vor. Wer regelmäßig Pakete in festem Rhythmus anbietet, kann das sogar als Abo abbilden – ähnlich der bekannten Gemüsekiste, nur eben mit Fleisch.
Vorverkauf, Charge und Dienstleister: von der Mindestmenge bis zum Etikett
Wenn du mit einem zugelassenen Schlacht- oder Zerlegepartner arbeitest, hängt der Vorverkauf oft an einer bestätigten Mindestmenge und einer Charge. Farmerino bereitet diesen Ablauf technisch vor, hat den Schlacht- und Zerlegeweg aber noch nicht freigeschaltet. Der Endkunde kauft weiterhin bei dir als Hof, nicht beim Fleischerbetrieb.
Was du praktisch steuerst:
- Mindestmenge und Shortfall: Unterschreitet die Ist-Menge die Mindestmenge, läuft die Logik wie bei einer geplatzten Schlachtung – mit Pflichtgrund und Kundenhinweis. Orientierung dazu in der AGB-Sektion Schlachtdienst.
- Charge und Rückverfolgbarkeit: Losnummer und Zuordnung der Teilstücke bleiben am Auftrag. StockLots speisen den Shop nach Ist-Gewicht.
- Rezepturen und LMIV: Aus Rezepturen lassen sich Zutatenliste und Allergene auf die Artikelvariante schreiben – Pflichtangaben bleiben deine Verantwortung als Inverkehrbringer.
- Chargenetiketten: Druckbare Vorlagen mit Los und EU-Zulassung des Dienstleisters – immer fachlich prüfen, bevor sie an die Ware gehen.
Nach der Freigabe soll Farmerino keinen Plattformanteil an der Dienstleistungsvergütung einbehalten. Den aktuellen Produktstatus dokumentiert die Seite Funktionen.
Rechtliche Basics für den Fleischverkauf – kurz und praxisnah
Fleisch ist sensible Ware, und der Gesetzgeber schaut beim Verkauf genauer hin als bei Honig oder Marmelade. Das soll dich nicht abschrecken – die meisten Pflichten kennst du aus deinem bestehenden Verkauf, und der Online-Teil ergänzt sie nur um wenige Punkte. Hier der Überblick, ohne Rechtsberatung zu sein.
- Betrieb registrieren und Zulassung: Dein Lebensmittelbetrieb muss bei der zuständigen Behörde registriert sein. Für die Verarbeitung von Fleisch und für Wurstwaren gelten besondere Hygiene- und gegebenenfalls Zulassungsanforderungen – das klärst du mit deiner Veterinär- beziehungsweise Lebensmittelüberwachung.
- Durchgehende Kühlkette: Die Pflicht zur lückenlosen Kühlung gilt rechtlich, nicht nur als guter Vorsatz. Versand und Lagerung müssen die vorgeschriebenen Temperaturen einhalten.
- Kennzeichnung nach LMIV: Pflichtangaben wie Bezeichnung, Zutaten, Allergene und – bei verpackter Ware – Nährwerte müssen vor dem Kaufabschluss sichtbar sein. Die passenden LMIV-Felder sind direkt am Artikel hinterlegt.
- Herkunft und Rückverfolgbarkeit: Bei Fleisch ist die Herkunftskennzeichnung besonders relevant. Eine saubere Rückverfolgbarkeit ist Pflicht und zugleich ein Vertrauensanker.
- Fernabsatz-Pflichten: Beim Onlineverkauf kommen Impressum, DSGVO-konformer Datenschutz und Widerrufshinweise dazu. Farmerino betreibt die Datenhaltung in Deutschland und verschlüsselt die Übertragung. Deine eigenen Datenschutzinformationen bleiben in deiner Verantwortung.
Farmerino stellt strukturierte Felder bereit. Die inhaltliche und rechtliche Verantwortung bleibt bei deinem Betrieb. Für rechtsverbindliche Auskünfte zu deinem konkreten Fall – gerade bei Fleischverarbeitung und Zulassung – sprich mit deiner Lebensmittelüberwachung oder einer fachkundigen Beratung. Dieser Abschnitt ist eine Orientierung, kein Rechtsrat.
Was kostet es, Fleisch über Farmerino zu verkaufen?
Für den Online-Hofladen fallen keine Einrichtungs- oder monatlichen Plattformgebühren und keine Mindestlaufzeit an. Bei abgeschlossenen Bestellungen behält Farmerino 3,9 % zzgl. USt. vom Netto-Warenwert, gedeckelt auf 149 € pro Monat.
- Plattform-Marge: 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen.
- Obergrenze: höchstens 149 € Plattform-Marge pro Verkäufer und Monat.
- Kundenentgelte: 0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Im Checkout separat ausgewiesen.
- Auszahlung: über Stripe täglich angestoßen, mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung.
Optionale Pakete, Schlachtung und Zerlegung, Verpackung, Kühlung, Logistik, Zahlungs- und Arbeitskosten kalkulierst du separat. Entscheidend ist der Deckungsbeitrag je Paket und Vertriebsweg, nicht allein die Plattform-Marge. Die aktuellen Konditionen stehen auf Partner werden.
Was dein Online-Hofladen für den Fleischverkauf alles kann
Der Funktionsumfang berücksichtigt die Besonderheiten, die Fleischverkauf von gewöhnlichem Onlinehandel unterscheiden. Du musst nichts zusammenbasteln – die Bausteine sind eingebaut.
- Variable Gewichtsabrechnung: Pakete "ca. 10 kg" werden nach tatsächlichem Schlachtgewicht abgerechnet – ohne Nachrechnen von Hand.
- Varianten und Staffelpreise: Teilstücke, Paketgrößen und Mengenrabatte nach Gewicht, Sorte oder Größe.
- Vorbestellung und Saison-Verfügbarkeit: Vorbestellfenster zum Schlachttermin, wochentags- und saisonbasierte Freigabe je Produkt.
- Drei Vertriebswege: Abholung ab Hof, eigene Lieferung mit Tourenplanung und bundesweiter DPD-Kühlversand mit Temperaturklassen und Sendungsverfolgung.
- Abo-Pakete: wiederkehrende Fleischpakete als Abo abbilden, ähnlich der Gemüsekiste.
- Zahlung und Finanzen: Stripe-Zahlungen, Gastbestellung ohne Registrierung, tagesgenaue Auszahlung und Finanzübersicht mit CSV-, PDF- oder DATEV-Export.
- Vertrauen und Sicherheit: Bewertungssystem mit Anbieter-Antworten, Analytics-Dashboard und MFA-Sicherheit für dein Konto.
Den vollständigen Überblick mit allen Funktionen findest du auf der Seite Funktionen. Wenn du tiefer in die Logik der Direktvermarktung einsteigen willst, ist der Leitfaden Direktvermarktungs-Software der passende Pillar dazu.
Fleisch-Sortiment vorbereitet einrichten
Kläre vor der Veröffentlichung Schlachtung, Zerlegung, Kennzeichnung, Gewichtsabrechnung, Kühlkette, Verpackung und zulässige Vertriebswege. Lege anschließend ein begrenztes Testsortiment mit vollständigen Produktdaten an.
- Konto anlegen: Konto anlegen – ohne Mindestlaufzeit oder Kreditkarte.
- Einrichtung ansehen: Online-Hofladen erstellen beschreibt den Aufbau.
- Konditionen prüfen: Auf Partner werden findest du Gebühren und Voraussetzungen.
Vergleiche nach dem Test bestellte und tatsächlich abgerechnete Gewichte, Verwertung, Kühl- und Logistikkosten, Reklamationen, Arbeitszeit und Deckungsbeitrag.
Häufige Fragen
Darf ich Fleisch und Wurst überhaupt online verkaufen?
Ja, das ist erlaubt. Es gelten dieselben Regeln wie beim Verkauf vor Ort, plus einige Fernabsatz-Pflichten, weil online bestellt wird. Dein Lebensmittelbetrieb muss bei der zuständigen Behörde registriert sein, und für die Verarbeitung von Fleisch und Wurst gelten besondere Hygiene- und gegebenenfalls Zulassungsanforderungen. Diese klärst du mit deiner Veterinär- beziehungsweise Lebensmittelüberwachung. Für deinen konkreten Fall hol dir im Zweifel fachkundige Beratung.
Wie versende ich frisches Fleisch, ohne dass die Kühlkette reißt?
Frisches Fleisch reist in isolierten Boxen mit Kühlakkus oder Trockeneis, abgestimmt auf die Transportdauer. Üblich ist der Versand zum Wochenanfang, damit kein Paket übers Wochenende stillsteht. In deinem Online-Hofladen sind Temperaturklassen für gekühlte und tiefgekühlte Ware sowie DPD-Sendungsverfolgung bereits vorgesehen, sodass du die Versandlogik nicht selbst zusammenbauen musst. Vakuumiertes Frischfleisch hält mehrere Tage, tiefgekühlte Ware ist beim Versand robuster.
Kann ich Fleisch auch nur zur Abholung ab Hof anbieten, ohne Versand?
Ja. Du wählst aus drei Vertriebswegen, einzeln oder kombiniert: Abholung ab Hof, eigene Lieferung mit automatischer Tourenplanung und bundesweiter DPD-Kühlversand. Bei Abholung entfällt der Paketversand. Lege Abholfenster, Bereitstellung, Kühlung und dokumentierte Übergabe passend zu deinem Betrieb fest. Du kannst Lieferung und Versand später jederzeit dazuschalten.
Wie funktioniert die Abrechnung, wenn ein Fleischpaket nie exakt gleich schwer ist?
Dafür gibt es die variable Gewichtsabrechnung. Du legst ein Paket mit einem ungefähren Gewicht an, zum Beispiel "ca. 10 kg", und abgerechnet wird nach dem tatsächlichen Schlachtgewicht. Auch Varianten nach Gewicht, Sorte oder Teilstück sowie Mengenrabatte für größere Pakete lassen sich anlegen. So bildest du die Realität deiner Ware ab, ohne von Hand nachzurechnen.
Wie passt der Onlineverkauf zu meinem Schlachttermin?
Öffne für den nächsten Schlachttermin ein Vorbestellfenster mit Stichtag, Kontingent, Gewichtsspanne und vorgesehenem Abhol- oder Liefertermin. Danach kennst du die bestellte Menge. Produktionsabweichungen, Stornierungen, Zahlungsausfälle, Restware und die Verwertung aller Teilstücke bleiben separat zu planen.
Was kostet es, Fleisch über Farmerino zu verkaufen?
Für den Online-Hofladen gilt: 0 € Einrichtung, 0 € pro Monat, keine Mindestlaufzeit. Es fällt nur eine Plattform-Marge von 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert an, und das ausschließlich bei abgeschlossenen Bestellungen. Der Satz ist für alle Verkäufer gleich, ohne Rabatte und auf 149 € pro Monat gedeckelt (ab rund 3.820 € Netto-Warenwert im Monat zahlst du nie mehr als 149 €). Zusätzlich trägt der Kunde zwei Kundenentgelte (0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang), nicht dein Hof.
Wie viel der Wertschöpfung bleibt beim Direktverkauf bei mir?
Beim Verkauf über einen Online-Hofladen mit Farmerino bleibt der nach deinen übrigen Kosten verbleibende Anteil beim Erzeuger. Pauschale Vergleichsquoten sind ohne Produkt, Region und Vertragsmodell nicht belastbar. Mit jedem direkt verkauften Paket holst du dir also den Anteil zurück, der vorher beim Zwischenhandel hängen geblieben ist.
Kann ich Fleischpakete als regelmäßiges Abo anbieten?
Ja. Wiederkehrende Fleischpakete lassen sich als Abo abbilden, ähnlich der bekannten Gemüsekiste. Kunden bestellen in festem Rhythmus, du planst deine Schlachtmengen entsprechend, und der Erlös wird planbarer. Das stärkt die Kundenbindung und glättet deine Nachfrage über das Jahr.
Brauche ich technische Kenntnisse oder eine eigene Website?
Nein. Du brauchst keine Programmierkenntnisse, keine eigene Domain und kein eigenes Hosting. Farmerino stellt Shop, Zahlungsanbindung sowie Versand- und Temperaturklassenlogik bereit. Du pflegst Sortiment, Bilder, Beschreibungen, Pflichtangaben und Vertriebswege. Für die Einrichtung kannst du kostenlose Unterstützung anfragen.
Wie bekomme ich mein Geld und welche Zahlungsarten kann ich anbieten?
Die Zahlung läuft über Stripe und umfasst unter anderem Kreditkarte, Link, Klarna, Amazon Pay und Revolut Pay – Apple Pay und Google Pay je nach Endgerät. Die Auszahlung erfolgt täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung innerhalb der Widerrufsfrist. In der Finanzübersicht siehst du alle Einnahmen und kannst sie als CSV, PDF oder DATEV exportieren.
Dein Rechenbeispiel
Rechne aus, was bei dir bleibt
Bei Farmerino zahlst du 0 € Einrichtung und 0 € im Monat. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht. Farmerino behält 3,9 % je abgeschlossenem Verkauf zuzüglich Umsatzsteuer, gedeckelt auf 149 € im Monat. Stelle deinen geplanten Netto-Warenwert ein und sieh den Betrag nach diesem Abzug.
Anteil (3,9 %, höchstens 149 €)
98 €
pro Monat, zzgl. USt.
Bleibt bei dir
2.384 €
pro Monat
Hochgerechnet
28.608 €
pro Jahr
Der Rechner berücksichtigt ausschließlich den Anteil von 3,9 %, gedeckelt auf 149 € im Monat, samt der Umsatzsteuer darauf. „Bleibt bei dir“ ist der Warenwert nach diesem Abzug. Eigene Kosten, Rückerstattungen und optionale Pakete sind nicht enthalten. Die separat ausgewiesenen Bearbeitungs- und Zahlungsentgelte trägt der Kunde. Ab rund 3.820 € Netto-Warenwert bleibt es bei 149 € Anteil.
Konto anlegenBereit für deinen eigenen Online-Hofladen?
Farmerino erhebt keine Einrichtungs- oder Monatsgebühr und hat keine Mindestlaufzeit. Vom Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen behält Farmerino 3,9 % zzgl. USt., gedeckelt auf 149 € pro Monat. Unterstützung bei der Einrichtung kannst du kostenlos anfragen.
