Honig online verkaufen: die kurze Antwort für Imker
Für den Online-Verkauf brauchst du ein vollständiges Sortiment, korrekte Pflichtangaben, geeignete Verpackung, einen Vertriebsweg und eine belastbare Kalkulation. Welche gewerbe-, steuer- und lebensmittelrechtlichen Anforderungen für deinen Betrieb gelten, klärst du mit den zuständigen Stellen oder deiner Fachberatung.
Farmerino stellt dafür einen Online-Hofladen ohne Einrichtungs- und monatliche Plattformgebühr bereit. Die Plattform-Marge beträgt 3,9 % zzgl. USt. vom Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen und höchstens 149 €/Monat. Du setzt den Produktpreis selbst. Ob der Kanal wirtschaftlich ist, hängt von Absatz, Arbeitszeit und deinen weiteren Kosten ab.
Direktverkauf und Wiederverkauf belastbar vergleichen
Beim Direktverkauf bestimmst du Endpreis und Produktdarstellung selbst, übernimmst aber auch Shop-Pflege, Verpackung, Versand, Kundenservice und Reklamationen. Beim Wiederverkauf liegen einzelne Aufgaben beim Handel. Dafür gelten dessen Einkaufspreise und Konditionen.
Vergleiche beide Wege mit deinen eigenen Zahlen: Netto-Verkaufspreis, Absatzmenge, Arbeitszeit, Verpackung, Logistik, Zahlungs- und Plattformkosten, Reklamationen und Abschriften. Pauschale Erzeugeranteile sind ohne Produkt, Region und Vertrag nicht belastbar.
Ein Online-Hofladen kann Hofverkauf oder Wochenmarktstand als zusätzlicher Bestellkanal ergänzen. Welche Bestellungen tatsächlich darüber entstehen, misst du über Zugriffsquelle, Abschlussrate, Warenkorbwert und Deckungsbeitrag. Mehr zur Direktvermarktungs-Software steht im Leitfaden.
Sorten, Glasgrößen und Varianten richtig anlegen
Honig ist kein Einheitsprodukt – und genau das ist deine Stärke im Direktverkauf. Frühtrachthonig, Sommerblüten, Wald-, Linden-, Raps- oder Akazienhonig, dazu cremig gerührt oder flüssig, im 250-, 500- oder 1000-Gramm-Glas: Diese Vielfalt willst du sauber abbilden, ohne dass dein Shop unübersichtlich wird.
In deinem Online-Hofladen legst du das über Varianten und Staffelpreise an. So gehst du vor:
- Eine Produktseite pro Sorte – zum Beispiel "Sommerblütenhonig" – mit Foto, kurzer Geschmacksbeschreibung und Herkunft (Trachtquelle, Region).
- Glasgrößen als Varianten – 250 g, 500 g, 1 kg – jeweils mit eigenem Preis. Der Kunde wählt direkt am Artikel, du brauchst keine Dubletten.
- Mengenrabatte über Staffelpreise – ab drei oder sechs Gläsern ein günstigerer Stückpreis, ideal für Stammkunden und kleine Wiederverkäufer, die du selbst belieferst.
- Saisonale Verfügbarkeit – ist die Frühtracht ausverkauft, schaltest du sie über Verfügbarkeit und Vorbestellung auf "vorbestellbar" oder pausierst sie, bis die neue Ernte da ist.
Die Zahl der Produkte ist nicht begrenzt – egal ob du drei Sorten oder fünfzehn führst. Den vollen Funktionsumfang für Produkte und Varianten siehst du auf der Seite Funktionen.
Bruchsicher versenden: Honig im Glas heil verschicken
Beim Honigversand ist der Bruchschutz zentral. Ein zerbrochenes Glas im Paket bedeutet eine klebrige Bescherung, eine Reklamation und einen enttäuschten Kunden. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Verpackung und dem integrierten Versand geht das zuverlässig gut – und du hast den ganzen Ablauf in einem System.
So verschickst du Honig sicher:
- Stabiler Karton mit Polsterung – jedes Glas einzeln in Luftpolster oder Wellpappe, Zwischenräume mit Polstermaterial füllen, sodass nichts wackelt. Mehrglas-Pakete mit Gittereinsätzen trennen die Gläser.
- Dicht verschlossen – Deckel fest, bei Bedarf zusätzlich Banderole oder Schrumpffolie, damit auch bei Temperaturschwankungen nichts austritt.
- DPD-Versand direkt eingebaut – du erstellst das Versandlabel im Shop, der Kunde bekommt eine Sendungsverfolgung. Honig ist lange haltbar und nicht kühlpflichtig, deshalb ist der normale Paketversand für dich der einfachste Weg.
- Paket-Splitting bei großen Bestellungen – bestellt jemand zwölf Gläser, teilt das System schwere Sendungen sauber auf, damit Gewichtsgrenzen und Tarife passen.
Neben dem Versand bietest du parallel Abholung ab Hof und eigene Lieferung in deiner Region an – einzeln oder kombiniert. So bedienst du den Nachbarn, der vorbeikommt, genauso wie den Kunden drei Bundesländer weiter. Mehr zu den drei Vertriebswegen steht im Ratgeber Online-Hofladen erstellen.
Kennzeichnung kurz: was aufs Honigglas und in den Shop muss
Honig ist in Deutschland gut geregelt – die Honigverordnung und die LMIV geben den Rahmen vor. Keine Sorge, das ist Routine, und die passenden Felder sind in deinem Online-Hofladen direkt am Artikel hinterlegt, sodass du nichts vergisst. Das Wichtigste in Kürze:
- Verkehrsbezeichnung "Honig" – gegebenenfalls mit zulässiger Sorten- oder Herkunftsangabe (z. B. "Blütenhonig", "Lindenhonig").
- Ursprungsland – bei deutschem Honig vom eigenen Stand also Deutschland. Mischungen sind entsprechend zu kennzeichnen.
- Nettofüllmenge in Gramm sowie Mindesthaltbarkeitsdatum und Loscharge/Charge.
- Name und Anschrift des Imkers oder Abfüllers (verantwortlicher Lebensmittelunternehmer).
- Lagerhinweis wie "kühl und trocken lagern" ist üblich. Bei Honig sind keine Zutaten- oder Allergenlisten im klassischen Sinn nötig, da es ein Einzutaten-Erzeugnis ist.
Diese Pflichtangaben müssen im Online-Verkauf schon vor dem Kauf sichtbar sein – dafür sind die Produktfelder in Farmerino vorgesehen. Für deinen konkreten Fall (etwa bei zugekaufter Ware oder besonderen Auslobungen) gibt dir deine Lebensmittelüberwachung oder ein Imkerverband verbindliche Auskunft. Eine saubere Herkunftskennzeichnung ist eine Pflichtangabe und macht den Warenursprung nachvollziehbar.
Wenn das Glas den Versand nicht wert ist
Honig ist haltbar und damit ein guter Versandartikel – solange die Bestellung groß genug ist. Bei einem einzelnen 500-Gramm-Glas frisst das bruchsichere Paket die Marge auf, und dem Kunden ist das Porto im Verhältnis zum Warenwert zu hoch. Genau diese kleinen Bestellungen sind aber die, mit denen Stammkunden anfangen.
Im Umkreis ist die geteilte Route die Antwort. Ein Fahrbetrieb veröffentlicht auf Farmerino ein Gebiet. Du übernimmst es, und am Liefertag laufen die Bestellungen aller Höfe dieses Gebiets über eine Tour. Statt jedes Glas einzeln zu verpacken, gibst du mehrere Bestellungen an einen Fahrer, der ohnehin durch die Ortschaft fährt. Kein Bruchrisiko im Sortierzentrum und keine Füllchips.
Für den Fernversand bleibt alles wie gehabt – beide Wege stehen im Shop nebeneinander, und der Kunde sieht beim Bestellen, was für seine Adresse gilt. Was du beim Etikett beachten musst (Sorte, Herkunft, Mindesthaltbarkeit, Los), steht im Abschnitt zur Kennzeichnung weiter oben und ändert sich durch den Lieferweg nicht.
Kosten und Auszahlung nachvollziehbar kalkulieren
Für den Online-Hofladen fallen keine Einrichtungs- oder monatlichen Plattformgebühren und keine Mindestlaufzeit an. Bei abgeschlossenen Bestellungen beträgt die Plattform-Marge 3,9 % zzgl. USt. vom Netto-Warenwert, gedeckelt auf 149 € pro Monat.
- Kundenentgelte: 0,25 € je Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang werden separat im Checkout ausgewiesen.
- Auszahlung: wird täglich über Stripe angestoßen, mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung.
- Auswertung: Verkäufe und Auszahlungen stehen in der Finanzübersicht und lassen sich als CSV, PDF oder DATEV exportieren.
Bei 8 € Netto-Warenwert beträgt die Plattform-Marge 0,31 €. Vor weiteren betrieblichen Kosten verbleiben 7,69 € dieses Warenwerts. Verpackung, Arbeitszeit, Logistik, Zahlungs- und optionale Paketkosten gehören zusätzlich in die Deckungsbeitragsrechnung.
Wiederkäufe messen und Bestellrhythmen abbilden
Ob Käufer erneut bestellen, ist eine Kennzahl und kein Automatismus. Erfasse Wiederkaufsrate, Zeitraum bis zur Folgebestellung, durchschnittlichen Warenkorb und Deckungsbeitrag.
- Lieferabos: Ein Honig- oder Imkerei-Abo bildet festgelegte Mengen und Ausführungstermine ab. Jede Ausführung bleibt von Verfügbarkeit und Zahlung abhängig.
- Bewertungen: Kunden können Sterne und Text hinterlassen. Du kannst öffentlich antworten.
- Analytics: Werte Absatz je Sorte, Bestellzeitpunkte und Zugriffsquellen aus und gleiche sie mit Bestand und Abfüllplanung ab.
- Zugriffsschutz: Konten lassen sich mit MFA absichern. Der Serverstandort ist Deutschland.
Die regionale Umkreissuche ist ein zusätzlicher Auffindbarkeitsweg. Sie garantiert weder Reichweite noch Bestellungen. Teile deinen Shop deshalb auch über deine eigenen Kanäle.
Honig-Sortiment strukturiert einrichten
Bereite vor der Veröffentlichung Produktfotos, Sorten, Glasgrößen, Preise, Verfügbarkeiten, Pflichtangaben, Verpackung und Vertriebswege vor. Eine Kreditkarte ist für die Registrierung nicht erforderlich.
So geht es weiter:
- Konto anlegen: Konto anlegen und die Betriebsdaten hinterlegen.
- Konditionen prüfen: Partner werden beschreibt Ablauf und Kosten, Funktionen den Funktionsumfang.
- Einrichtung planen: Online-Hofladen erstellen führt vom Profil bis zum Vertriebsweg.
Veröffentliche erst, wenn Produktinformationen, Kennzeichnung, Bestand, Zahlung und Lieferung vollständig geprüft sind. Messe anschließend Absatz, Reklamationen, Arbeitszeit und Deckungsbeitrag des neuen Kanals.
Häufige Fragen
Welche Voraussetzungen gelten für den Online-Verkauf von Honig?
Das hängt von Betrieb, Sortiment, Zukauf, Vertriebsweg und steuerlicher Einordnung ab. Kläre Registrierung und Lebensmittelüberwachung, Kennzeichnung nach den für dich geltenden Vorgaben sowie Gewerbe- und Steuerfragen mit zuständiger Behörde, Steuerberatung oder Imkerverband. Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.
Was kostet es, meinen Honig über Farmerino online zu verkaufen?
Das Erstellen und Betreiben des Online-Hofladens kostet nichts fix: keine Einrichtungsgebühr, keine Monatsgebühr, keine Mindestlaufzeit. Fällig wird nur eine Plattform-Marge von 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert, für alle Verkäufer gleich und ausschließlich bei abgeschlossenen Bestellungen, gedeckelt auf 149 €/Monat (ab rund 3.820 € Netto-Warenwert im Monat zahlst du nie mehr als 149 €). Zusätzlich trägt der Kunde zwei Kundenentgelte (0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang) – nicht du.
Wie verschicke ich Honig bruchsicher, ohne dass Gläser kaputtgehen?
Verpacke jedes Glas einzeln in Luftpolster oder Wellpappe, fülle Zwischenräume aus, sodass nichts wackelt, und verschließe die Deckel fest. Honig ist lange haltbar und nicht kühlpflichtig, daher reicht der normale Paketversand. Den DPD-Versand inklusive Label und Sendungsverfolgung erstellst du direkt im Shop, bei großen Bestellungen teilt das System schwere Sendungen automatisch auf.
Kann ich verschiedene Honigsorten und Glasgrößen abbilden?
Ja. Du legst pro Sorte eine Produktseite an – etwa Frühtracht, Sommerblüten, Lindenhonig – und fügst die Glasgrößen 250 g, 500 g und 1 kg als Varianten mit eigenem Preis hinzu. Über Staffelpreise vergibst du Mengenrabatte ab mehreren Gläsern. Die Zahl der Produkte ist nicht begrenzt, und ausverkaufte Sorten schaltest du auf vorbestellbar oder pausierst sie bis zur nächsten Ernte.
Was muss bei der Kennzeichnung von Honig im Online-Shop stehen?
Pflicht sind unter anderem die Verkehrsbezeichnung Honig (ggf. mit Sorte), das Ursprungsland, die Nettofüllmenge, das Mindesthaltbarkeitsdatum mit Charge sowie Name und Anschrift des Imkers oder Abfüllers. Diese Angaben müssen im Online-Verkauf schon vor dem Kauf sichtbar sein – die passenden Felder sind in Farmerino direkt am Artikel hinterlegt. Verbindliche Auskunft für deinen Fall gibt dir die Lebensmittelüberwachung oder dein Imkerverband.
Wie viel von meinem Verkaufspreis bleibt beim Direktverkauf bei mir?
Farmerino berechnet 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 €/Monat. Wie viel nach allen Kosten verbleibt, hängt unter anderem von Arbeitszeit, Glas, Etikett, Verpackung, Versand, Zahlungsabwicklung, Reklamationen, Steuern und Abschriften ab. Vergleiche Absatzwege deshalb über ihren Deckungsbeitrag.
Wann bekomme ich mein Geld aus den Honig-Verkäufen ausgezahlt?
Die Auszahlung erfolgt täglich über Stripe, mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung innerhalb der Widerrufsfrist. In der Finanzübersicht siehst du jeden Verkauf und kannst die Daten als CSV, PDF oder DATEV exportieren. Dafür hinterlegst du einmalig deine Bankverbindung.
Brauche ich eine eigene Website oder Technikkenntnisse?
Nein. Du brauchst keine eigene Domain, kein Hosting und keine Programmierkenntnisse. Den Online-Hofladen richtest du direkt online ein, indem du Hof-Profil, Honigsorten und Fotos einträgst. Die gesamte Technik – Shop, Zahlung, Versandlogik – stellt die Plattform bereit.
Dein Rechenbeispiel
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Bei Farmerino zahlst du 0 € Einrichtung und 0 € im Monat. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht. Farmerino behält 3,9 % je abgeschlossenem Verkauf zuzüglich Umsatzsteuer, gedeckelt auf 149 € im Monat. Stelle deinen geplanten Netto-Warenwert ein und sieh den Betrag nach diesem Abzug.
Anteil (3,9 %, höchstens 149 €)
98 €
pro Monat, zzgl. USt.
Bleibt bei dir
2.384 €
pro Monat
Hochgerechnet
28.608 €
pro Jahr
Der Rechner berücksichtigt ausschließlich den Anteil von 3,9 %, gedeckelt auf 149 € im Monat, samt der Umsatzsteuer darauf. „Bleibt bei dir“ ist der Warenwert nach diesem Abzug. Eigene Kosten, Rückerstattungen und optionale Pakete sind nicht enthalten. Die separat ausgewiesenen Bearbeitungs- und Zahlungsentgelte trägt der Kunde. Ab rund 3.820 € Netto-Warenwert bleibt es bei 149 € Anteil.
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Farmerino erhebt keine Einrichtungs- oder Monatsgebühr und hat keine Mindestlaufzeit. Vom Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen behält Farmerino 3,9 % zzgl. USt., gedeckelt auf 149 € pro Monat. Unterstützung bei der Einrichtung kannst du kostenlos anfragen.
