Was bedeutet Ab-Hof-Verkauf online?
Beim Ab-Hof-Verkauf online bestellt die Kundschaft vorab und wählt ein vom Betrieb angebotenes Abholfenster. Der Shop nimmt Bestellungen unabhängig von der Besetzung des Hofladens an. Übergabe und Zahlung folgen dem eingerichteten Ablauf.
Prüfe den Nutzen anhand konkreter Kennzahlen:
- Bestellungen außerhalb der Öffnungszeiten: Anzahl und Abschlussrate getrennt auswerten.
- Wiederkehrende Bestellungen: Mengen, Ausführung, Zahlung, Pausen und Kündigungen erfassen.
- Auslastung der Abholfenster: Warte-, Bereitstellungs- und Übergabezeit messen.
- Saison- und Chargenware: bestellte Mengen mit Ernte, Produktion und Restware vergleichen.
Der Online-Hofladen stellt Bestell- und Termindaten bereit. Ob Absatz, Leerlauf oder Restware sich verändern, zeigt erst der Vergleich mit deinem bisherigen Ablauf. Mehr dazu im Lexikonbeitrag zum Ab-Hof-Verkauf.
Primärquellen (Orientierung, keine Rechtsberatung): LMIV – VO (EU) Nr. 1169/2011; BVL; DSGVO.
Welche Abläufe die Online-Erweiterung verändert
Online-Vorbestellung ergänzt die Laufkundschaft um bestätigte Mengen und Abholfenster. Vergleiche den Ablauf vor und nach der Einführung anhand von Bestellmenge, Restware, Wartezeit und Arbeitszeit:
- Verkauf unabhängig von Öffnungszeiten. Dein Shop nimmt Bestellungen entgegen, auch nachts, sonntags und mitten in der Erntezeit. Deine Kundschaft kauft, wann es ihr passt – nicht nur, wenn dein Hofladen offen hat.
- Bestellmengen vorab. Vorbestellungen zeigen bestätigte Mengen. Nutze sie als Planungswert für Ernte, Verarbeitung und Packen. Eine bestimmte Reduktion von Restware oder entgangenem Umsatz wird nicht zugesichert.
- Definierte Abholfenster. Du legst Zeitfenster fest und siehst, welche Bestellungen dort abgeholt werden sollen. Personal- und Übergabeaufwand planst du anhand der tatsächlichen Auslastung.
- Deckungsbeitrag je Vertriebsweg. Bei Farmerino kennst du die Plattformkosten vorab. Ob der Direktverkauf wirtschaftlicher ist, zeigt der Deckungsbeitrag nach allen betrieblichen Kosten.
- Wiederbestellungen. Wiederkehrende Kunden können Bestellungen erneut aufgeben oder einen festen Rhythmus nutzen.
Der wichtigste Punkt: Du gibst nichts auf, was deinen Ab-Hof-Verkauf ausmacht – den persönlichen Kontakt bei der Abholung, die frische Ware, das Vertrauen. Ob Wartezeit oder Leerlauf sinken, zeigt der Vergleich deiner Betriebsdaten.
So läuft die Online-Vorbestellung mit Abholung am Hof
Damit klar wird, dass hier kein komplizierter Webshop nötig ist, hier der Ablauf aus zwei Perspektiven – deiner und der deiner Kundschaft. Der Ablauf ist für beide Seiten klar gegliedert.
So erlebt es deine Kundschaft:
- Sie öffnet deinen Online-Hofladen über einen Link – aus deinem WhatsApp-Status, von einem Flyer am Hoftor oder aus einer regionalen Suche.
- Sie legt Eier, Gemüse, Käse oder ein Fleischpaket in den Warenkorb – auch als Gast ohne Registrierung.
- Sie wählt "Abholung am Hof" und ein Abholfenster, das du angeboten hast, und bezahlt direkt online.
- Sie holt die fertig gepackte Bestellung bei dir ab – kein Anstehen, kein Suchen, kein "leider gerade aus".
So erlebst du es:
- Die Bestellung läuft mit klarem Status und Benachrichtigung bei dir ein – du siehst sofort, was wann abgeholt wird.
- Du packst nach Pickliste, stellst die Ware bereit und hakst die Abholung ab.
- Die Auszahlung deiner Einnahmen erfolgt über Stripe täglich, mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung innerhalb der Widerrufsfrist.
Du legst dabei selbst fest, an welchen Wochentagen oder in welcher Saison ein Produkt verfügbar ist und ob Vorbestellungen möglich sind – etwa für Ware, die du erst auf Bestellung erntest oder schlachtest. Für Gläser, Kisten oder Kühltaschen lässt sich ein Pfandsystem hinterlegen. Den vollständigen Funktionsumfang findest du auf der Seite Funktionen.
Praxisbeispiele: Ab-Hof-Verkauf online für verschiedene Höfe
Der Ab-Hof-Verkauf sieht auf jedem Hof anders aus. Hier ein paar konkrete Bilder, damit du deinen eigenen Fall wiedererkennst – und siehst, wie die Online-Erweiterung jeweils greift.
- Der Eier- und Milchhof mit Selbstbedienung. Statt nur des Automaten am Hoftor bietest du online die ganze Palette an: Wochenbestellung für Eier, Rohmilch, Butter und Quark, Abholung freitags. Die Stammkundschaft bestellt sonntags fürs ganze Wochenende, du packst gebündelt.
- Die Gärtnerei mit Saisonware. Im Frühjahr Spargel, im Herbst Kürbis und Kohl. Über saisonale Verfügbarkeit schaltest du Produkte nur dann frei, wenn sie reif sind, und nimmst Vorbestellungen für die erste Ernte schon vorher entgegen.
- Der Hof mit eigener Schlachtung. Fleischpakete verkaufst du in Chargen. Mit Vorbestellung und variabler Gewichtsabrechnung (Abrechnung nach tatsächlichem Schlachtgewicht) weißt du vor dem Schlachttermin, wie viel gebraucht wird – kein Überschuss in der Truhe.
- Der Hof, der seine Gemüsekiste digital macht. Aus der losen WhatsApp-Liste wird ein Abo für die Gemüsekiste mit festem Rhythmus und Abholung am Hof – mit festem Rhythmus für Betrieb und Kundschaft.
In allen Fällen bleibt der Hof der Held der Geschichte. Die Plattform sorgt nur dafür, dass Bestellung, Bezahlung und Abholfenster sauber zusammenlaufen, während du dich um Ernte, Tiere und Ware kümmerst.
Abholung am Hof, Lieferung oder Versand – du kombinierst, was passt
Ab-Hof-Verkauf online heißt nicht, dass du dich auf Abholung festlegen musst. Du startest mit dem, was zu deinem Hof passt, und schaltest später dazu, was sinnvoll wird. Drei Vertriebswege stehen einzeln oder kombiniert bereit:
| Vertriebsweg | Wann er sich anbietet |
|---|---|
| Abholung am Hof | Dein Kern: Vorbestellung online, Abholung im selbst gesetzten Zeitfenster. Kein Versandaufwand, voller persönlicher Kontakt. |
| Eigene Lieferung | Du fährst ohnehin eine Runde durch die Region. Die automatische Tourenplanung nach dem Milchmann-Prinzip bündelt Bestellungen samt Pickliste und Lieferschein. |
| DPD-Versand | Du willst über die Region hinaus verkaufen. Bundesweiter Paketversand mit Temperaturklassen für gekühlte, tiefgekühlte oder Raumtemperatur-Ware. |
Viele Höfe beginnen rein mit der Abholung am Hof, weil sie ohne zusätzlichen Aufwand auskommt, und ergänzen erst dann Lieferung oder einen kleinen Lieferdienst, wenn die Nachfrage da ist. Du musst nichts auf einmal aufbauen – jeder Kanal lässt sich jederzeit dazuschalten.
Was kostet der Ab-Hof-Verkauf online?
Für den Online-Hofladen fallen keine Einrichtungs- oder monatlichen Plattformgebühren und keine Mindestlaufzeit an. Bei abgeschlossenen Bestellungen behält Farmerino 3,9 % zzgl. USt. vom Netto-Warenwert, gedeckelt auf 149 € pro Monat.
| Posten | Höhe | Wer trägt ihn |
|---|---|---|
| Einrichtung / monatliche Plattformgebühr | 0 € | – |
| Plattform-Marge | 3,9 % zzgl. USt. vom Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen, höchstens 149 €/Monat | Hof |
| Bearbeitungsgebühr | 0,25 € je Bestellung | Kunde |
| Zahlungsentgelt | 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang | Kunde |
Bereitstellung, Kühlung, Übergabe, Arbeitszeit und optionale Pakete kalkulierst du separat. Vergleiche den Deckungsbeitrag der Online-Abholung mit Laufkundschaft, Markt und Lieferung anhand deiner eigenen Zahlen.
Online-Hofladen anlegen – und wo es danach weitergeht
Diese Seite zeigt dir das Prinzip: warum sich der Ab-Hof-Verkauf online lohnt und wie Vorbestellung mit Abholung funktioniert. Wenn du den nächsten Schritt suchst – das konkrete Anlegen Schritt für Schritt – findest du die ausführliche Anleitung mit Checkliste, Rechtlichem und Kostenmodell auf der Seite Online-Hofladen erstellen. Dort wird genau erklärt, was du brauchst (Produkte, ein paar Fotos, eine Bankverbindung) und wie du Schritt für Schritt zum ersten Verkauf kommst.
Falls du eher noch am Anfang stehst und überlegst, ob ein Hofladen für dich überhaupt das Richtige ist, hilft dir der Ratgeber Hofladen eröffnen bei Konzept, Standort und Sortiment. Und wenn du wissen willst, welche Funktionen dein Online-Hofladen alles mitbringt – von der Produktverwaltung über Stripe-Zahlungen bis zum Bewertungssystem – dann schau auf die Seite Funktionen.
Kurz zur Orientierung, damit du die passende Seite ansteuerst:
- Du willst das Prinzip verstehen (Vorbestellung, Abholung, Leerlauf vermeiden): Du bist hier richtig.
- Du willst jetzt anlegen (Schritt für Schritt zum Shop): Online-Hofladen erstellen.
- Du verkaufst auch online verschickt oder willst breiter starten: Lebensmittel online verkaufen.
Jetzt deinen Ab-Hof-Verkauf online erweitern
Du kennst jetzt den Weg: Vorbestellung statt Wartespiel, Abholung am Hof statt Leerlauf, deine Ware online verfügbar, auch wenn der Hofladen gerade nicht besetzt ist. Der nächste Schritt ist klein und ohne fixe Plattformkosten – du legst dein Konto an, stellst deine ersten Produkte ein und gibst deinen Shop frei. Keine Mindestlaufzeit, keine Kreditkarte, keine Monatsgebühr.
So geht es weiter:
- Konto anlegen: Konto anlegen und direkt online registrieren – dann deine Produkte und Abholfenster einrichten.
- Erst mehr erfahren: Auf Partner werden siehst du, wie der Einstieg abläuft, und auf Online-Hofladen erstellen die genaue Anleitung.
- Region prüfen: Über Höfe in der Umgebung siehst du, wie regionale Kundschaft Direktvermarkter in ihrer Nähe findet.
Aus deinem bestehenden Hofladen wird so ein Verkaufskanal, der nie schließt – direkt vom Hof, für deinen Betrieb steuerbar und für deine Kundschaft jederzeit erreichbar. Wenn die erforderlichen Angaben vorliegen, kannst du das Konto anlegen und den Shop einrichten.
Häufige Fragen
Was bedeutet Ab-Hof-Verkauf online genau?
Ab-Hof-Verkauf online heißt, dass deine Kundschaft deine Hofprodukte vorab über einen eigenen Online-Hofladen bestellt und die Ware zu einem festen Abholfenster direkt bei dir am Hof abholt. Der Direktverkauf vom Erzeuger bleibt unverändert – neu ist nur, dass die Bestellung digital vorausläuft. So kaufen Menschen bei dir, auch wenn der Hofladen gerade nicht besetzt ist, und du weißt im Voraus, was gebraucht wird.
Muss ich meinen klassischen Hofladen aufgeben, wenn ich online verkaufe?
Nein. Der Online-Hofladen ersetzt deinen Hofladen nicht, sondern verlängert ihn. Der persönliche Kontakt bei der Abholung, die frische Ware und das Vertrauen bleiben. Du nimmst nur das Warten auf Laufkundschaft und den Leerlauf heraus, weil Bestellungen vorab einlaufen und du gezielt packst.
Wie funktioniert die Abholung am Hof bei einer Online-Bestellung?
Deine Kundschaft legt Produkte in den Warenkorb, wählt "Abholung am Hof" und ein von dir angebotenes Abholfenster und bezahlt direkt online. Die Bestellung läuft mit klarem Status bei dir ein, du packst nach Pickliste und stellst die Ware bereit. Zur vereinbarten Zeit holt die Kundschaft die fertig gepackte Bestellung ab – ohne Anstehen und ohne dass etwas ausverkauft ist.
Was kostet der Ab-Hof-Verkauf online bei Farmerino?
Der Einstieg ist kostenlos: keine Einrichtungsgebühr, keine Monatsgebühr und keine Mindestlaufzeit. Es fällt nur eine Plattform-Marge von 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert an, und das ausschließlich bei abgeschlossenen Bestellungen. Der Satz ist für alle Verkäufer gleich, ohne Rabatte und auf 149 € pro Monat gedeckelt (ab rund 3.820 € Netto-Warenwert im Monat zahlst du nie mehr als 149 €). Zusätzlich trägt der Kunde zwei Kundenentgelte (0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang) als separate Posten.
Kann ich Vorbestellungen für saisonale Ware oder Schlachttermine anbieten?
Ja. Du legst pro Produkt fest, an welchen Wochentagen oder in welcher Saison es verfügbar ist und ob Vorbestellungen möglich sind. Für Ware, die du erst auf Bestellung erntest oder schlachtest, nimmst du Vorbestellungen schon vorher entgegen und kennst die Menge, bevor du produzierst. Bei Fleisch hilft zusätzlich die variable Gewichtsabrechnung nach tatsächlichem Schlachtgewicht.
Wie nutze ich Online-Vorbestellungen für Mengen- und Abholplanung?
Vorbestellungen zeigen dir, welche Menge zu welchen Abholfenstern geordert wurde. Damit kannst du Bereitstellung und Personal auf bestätigte Bestellungen ausrichten. Ob Restware, Wartezeit oder entgangener Umsatz sich verändern, vergleichst du mit deinen bisherigen Verkaufsdaten.
Brauche ich technische Kenntnisse, um meinen Ab-Hof-Verkauf online zu erweitern?
Nein. Du brauchst keine Programmierkenntnisse, keine eigene Domain und kein Hosting. Das Konto ist direkt online angelegt. Danach stellst du Produkte, Fotos und Abholfenster ein. Die gesamte Technik – Shop, Zahlung über Stripe und Versandlogik – stellt die Plattform bereit, du füllst nur deinen Shop.
Wann bekomme ich mein Geld aus den Online-Bestellungen?
Die Zahlung läuft über Stripe. Die Auszahlung deiner Einnahmen erfolgt täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung innerhalb der Widerrufsfrist. In der Finanzübersicht siehst du alle Einnahmen und kannst sie bei Bedarf exportieren.
Kann ich neben der Abholung am Hof auch liefern oder versenden?
Ja. Du kombinierst drei Vertriebswege einzeln oder zusammen: Abholung am Hof, eigene Lieferung mit automatischer Tourenplanung nach dem Milchmann-Prinzip und bundesweiter DPD-Versand mit Temperaturklassen. Viele Höfe starten rein mit der Abholung und schalten Lieferung oder Versand erst dann dazu, wenn die Nachfrage da ist.
Wie viel meiner Einnahmen bleibt beim Direktverkauf ab Hof bei mir?
Im Direktverkauf setzt du den Endpreis selbst. Für die Wirtschaftlichkeit zählt der Deckungsbeitrag nach Arbeitszeit, Verpackung, Zahlung, Logistik und Plattformkosten.
Dein Rechenbeispiel
Rechne aus, was bei dir bleibt
Bei Farmerino zahlst du 0 € Einrichtung und 0 € im Monat. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht. Farmerino behält 3,9 % je abgeschlossenem Verkauf zuzüglich Umsatzsteuer, gedeckelt auf 149 € im Monat. Stelle deinen geplanten Netto-Warenwert ein und sieh den Betrag nach diesem Abzug.
Anteil (3,9 %, höchstens 149 €)
98 €
pro Monat, zzgl. USt.
Bleibt bei dir
2.384 €
pro Monat
Hochgerechnet
28.608 €
pro Jahr
Der Rechner berücksichtigt ausschließlich den Anteil von 3,9 %, gedeckelt auf 149 € im Monat, samt der Umsatzsteuer darauf. „Bleibt bei dir“ ist der Warenwert nach diesem Abzug. Eigene Kosten, Rückerstattungen und optionale Pakete sind nicht enthalten. Die separat ausgewiesenen Bearbeitungs- und Zahlungsentgelte trägt der Kunde. Ab rund 3.820 € Netto-Warenwert bleibt es bei 149 € Anteil.
Konto anlegenBereit für deinen eigenen Online-Hofladen?
Farmerino erhebt keine Einrichtungs- oder Monatsgebühr und hat keine Mindestlaufzeit. Vom Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen behält Farmerino 3,9 % zzgl. USt., gedeckelt auf 149 € pro Monat. Unterstützung bei der Einrichtung kannst du kostenlos anfragen.
