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BOFU-Ratgeber für Höfe

Bauernhof online verkaufen: Shop, Zahlung und Vertrieb einrichten

Ein eigener Online-Hofladen ergänzt bestehende Absatzwege um Produktdarstellung, Bestellung, Zahlung, Abholung, Lieferung und Versand. Diese Seite zeigt die erforderlichen Betriebs-, Produkt-, Rechts-, Zahlungs- und Vertriebsdaten sowie die Kennzahlen für den wirtschaftlichen Vergleich. Rechtliche Grundlagen vertieft Lebensmittel online verkaufen .

· Gründer

Aktualisiert am

Bauernhof online verkaufen: Shop, Zahlung und Vertrieb einrichten

Bauernhof online verkaufen: das Wichtigste in Kürze

Beim Online-Direktverkauf bietest du Hofprodukte über einen eigenen Shop an und übernimmst Preis, Datenqualität, Verfügbarkeit und Vertriebsweg. Farmerino verlangt für den Online-Hofladen 0 Euro Einrichtung und 0 Euro monatliche Plattformgebühr, hat keine Mindestlaufzeit und berechnet 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen, höchstens 149 €/Monat.

Ob der Kanal gegenüber Großhandel, Einzelhandel, Markt oder Hofladen wirtschaftlich ist, zeigt der Deckungsbeitrag nach Arbeitszeit, Verpackung, Logistik, Zahlungs- und Plattformkosten. Die technische Einrichtung beschreibt Online-Hofladen erstellen.

Welche Produktarten sich technisch abbilden lassen

Welche Produkte du anbieten darfst und welcher Vertriebsweg geeignet ist, hängt von Betrieb, Verarbeitung, Kennzeichnung, Haltbarkeit und Kühlkette ab. Technisch lassen sich unter anderem abbilden:

  • Frische Erzeugnisse: Obst, Gemüse, Eier, Kartoffeln und Salate mit saisonaler und wochentagsbasierter Verfügbarkeit.
  • Fleisch und Wurst: Artikel, Pakete und variable Gewichtsabrechnung.
  • Verarbeitete Produkte: Käse, Honig, Marmelade, Säfte, Brot, Backwaren und Wein mit Varianten nach Sorte, Gewicht oder Größe.
  • Abo-Kisten: Gemüsekisten oder Mischkisten als wiederkehrende Bestellungen. Mengen und Termine werden vorab sichtbar. Umsatz und Ausführung bleiben variabel. Siehe Gemüsekiste anbieten.

Du pflegst Preise, Staffelungen, Pfand, Verfügbarkeit und Vorbestellungen. Prüfe vor der Veröffentlichung die fachlichen und rechtlichen Voraussetzungen jedes Produkts. Den Funktionsumfang zeigt Funktionen.

Vertriebswege über den Deckungsbeitrag vergleichen

Im Online-Direktverkauf setzt du den Endpreis selbst und übernimmst zusätzliche Aufgaben. Deshalb reicht ein Vergleich von Endkunden- und Abnahmepreis nicht aus.

Erfasse je Vertriebsweg: Netto-Verkaufspreis, Absatzmenge, Arbeitszeit, Verpackung, Logistik, Zahlung, Plattformkosten, Reklamationen und Abschriften.

Bei Farmerino gibt es keine Einrichtungs- oder monatliche Plattformgebühr. Die Plattform-Marge beträgt 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen, höchstens 149 € pro Monat. Der Kunde trägt 0,25 € je Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Wie viel dem Betrieb nach allen Kosten verbleibt, zeigt die Deckungsbeitragsrechnung. Eine Gegenüberstellung findest du auf Vergleich.

Online-Hofladen vollständig einrichten

Für die Einrichtung brauchst du keine eigene Domain oder Programmierung. Erforderlich sind vollständige Betriebsdaten, Produktbilder, Preise, Pflichtangaben, mindestens ein Vertriebsweg und ein eingerichteter Zahlungsstatus.

Lege zuerst das Konto an, vervollständige Hofprofil und Region und erfasse anschließend eine repräsentative Auswahl deiner Produkte. Veröffentlicht wird der Shop erst, wenn die erforderlichen Angaben und Abläufe vollständig sind. Für Einrichtungsfragen kannst du Unterstützung per Telefon, Videoanruf oder Nachricht anfragen.

Für den Online-Hofladen fallen keine Einrichtungs- oder monatlichen Plattformgebühren und keine Mindestlaufzeit an. Bei abgeschlossenen Bestellungen gilt die veröffentlichte Plattform-Marge. Optionale Pakete haben eigene Preise. Die ausführliche Anleitung steht unter Online-Hofladen erstellen.

Lieferung, Abholung, Versand oder Foodtruck frei kombinieren

Dein Hof verkauft nicht wie jeder andere, und das soll deine Plattform auch nicht erzwingen. Bei Farmerino kombinierst du die Vertriebswege so, wie sie zu deiner Region und deinem Alltag passen:

  • Lieferung: eigene Touren mit Liefergebieten nach Entfernung oder Postleitzahl und Mindestbestellwerten. Die Routen plant das System automatisch nach dem Milchmann-Prinzip und erstellt dir Picklisten und Lieferscheine, sodass du eine sinnvolle Strecke fährst statt jede Bestellung einzeln zu disponieren.
  • Abholung und Ab-Hof: Kundschaft bestellt online und holt am Hof oder an einem Abholpunkt ab. Du kannst dich auch ausschließlich darauf beschränken, ganz ohne Versandlogistik.
  • Versand: bundesweiter DPD-Paketversand für haltbare und gekühlte Ware, inklusive Sendungsverfolgung, sodass du auch Kundschaft außerhalb deiner Region erreichst.
  • Foodtruck: wenn du mit dem Wagen unterwegs verkaufst, lässt sich auch dieser Kanal abbilden.

So bleibt dein bewährter Vertrieb erhalten, und der Online-Hofladen ergänzt ihn um einen messbaren Bestellkanal. Wenn du den Liefergedanken systematisch ausbauen willst, hilft dir der Ratgeber Lebensmittel-Lieferdienst aufbauen bei der Logistik.

Bestellungen, Bezahlung und Auswertung an einer Stelle

Bestellungen, Produkt- und Variantenpflege, Lieferungen und Auswertungen laufen in einer gemeinsamen Verwaltung zusammen. Ob das gegenüber deinem bisherigen Ablauf Zeit oder Korrekturen spart, misst du in einem repräsentativen Test.

Zahlungen werden über Stripe abgewickelt. Auszahlungen werden täglich angestoßen, mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung. Zahlungsstatus und Gebühren bleiben in der Finanzübersicht nachvollziehbar. MFA schützt den Kontozugang, ersetzt aber keine betrieblichen Zugriffsregeln.

Kundschaft kann Warenkörbe als wiederkehrende Bestellung einrichten. Aktive Abos zeigen vorgesehene Mengen und Termine. Ausführung, Zahlung, Pausen und Kündigungen bleiben zu berücksichtigen. Wiederbestellrate und Deckungsbeitrag zeigen, ob das Modell für deinen Betrieb funktioniert.

Liefern, ohne einen Fuhrpark zu haben

Fast jeder Betrieb kommt an denselben Punkt: Abholung läuft, Versand deckt die haltbare Ware ab – und dann fragen Kunden nach Lieferung. Für die eigenen Bestellungen eines Tages lohnt sich eine Tour selten. Genau deshalb bleibt es bei vielen Höfen bei der Absage.

Auf Farmerino teilst du dir die Fahrt mit anderen Höfen. Ein Fahrbetrieb veröffentlicht ein Gebiet – wo er fährt, an welchen Tagen, wie viele Stopps er schafft, was ihm eine Fahrt mindestens wert ist. Du übernimmst es, und es wird dein Liefergebiet. Am Liefertag werden die Bestellungen aller Höfe dieses Gebiets zu einer Route zusammengefasst: Der Fahrer lädt bei allen, dann liefert er aus.

Was dazugehört: Der Fahrer sieht die Lieferadressen deiner Kunden, also schließt ihr einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO – beide bestätigen ihn in der Plattform, und erst danach verkauft dein Shop dorthin. Das Fahrtentgelt geht an den Fahrbetrieb, der davon den Plattformanteil abgibt. Wer selbst im Lohn fährt, findet die Gegenseite unter Fahrer werden.

Wann diese Seite passt und wann eine andere besser hilft

Zur Einordnung dient die folgende Abgrenzung. Diese Seite ist für dich, wenn du jetzt loslegen willst, deinen Hof online zu verkaufen, und vor allem wissen möchtest, welchen Nutzen und welchen Aufwand der Online-Vertrieb mit sich bringt. Für angrenzende Fragen gibt es genauere Anlaufstellen:

  • Du willst zuerst die rechtlichen Pflichten verstehen (Registrierung als Lebensmittelunternehmer, LMIV-Kennzeichnung, Widerruf, Kühlversand)? Dann lies Lebensmittel online verkaufen, den rechtlichen Leitfaden für Erzeuger.
  • Du möchtest den Hofladen Schritt für Schritt technisch anlegen? Die Anleitung steht unter Online-Hofladen erstellen.
  • Du suchst die passende Software für Direktvermarktung und willst Auswahlkriterien? Das klärt der Pillar-Ratgeber Direktvermarktungs-Software, ergänzt durch Partner werden.
  • Du willst gezielt eine Abo-Kiste aufbauen? Dafür gibt es Gemüsekiste anbieten.

Kurz gesagt: Auf dieser Seite geht es um Nutzen und Einstieg, die verlinkten Seiten gehen bei Recht, Aufbau und Software in die Tiefe.

Online-Vertrieb mit einem Testsortiment prüfen

Lege zunächst ein repräsentatives Sortiment, aktuelle Bestände, Pflichtangaben, Preise, Vertriebswege und Zahlungsdaten an. Für den Online-Hofladen fällt keine monatliche Plattformgebühr an. Die 3,9-Prozent-Marge ist auf 149 €/Monat gedeckelt.

  • Konto anlegen: Konto anlegen – ohne Mindestlaufzeit oder Kreditkarte.
  • Konditionen und Funktionen prüfen: Siehe Partner werden und Funktionen.
  • Auffindbarkeit ergänzen: Veröffentlichte Höfe können über Höfe in der Umgebung auffindbar sein. Reichweite und Bestellungen sind nicht garantiert.

Erfasse über einen festgelegten Zeitraum Bestellungen, Zugriffsquellen, Arbeitszeit, Reklamationen und Deckungsbeitrag. Erweitere Sortiment und Vertriebsgebiet erst auf Basis dieser Daten.

Häufige Fragen

Was muss vor dem ersten Online-Verkauf eingerichtet sein?

Du legst das Konto online ohne Kreditkarte an. Vor der Veröffentlichung vervollständigst du Hofprofil, Produkte, Bilder, Pflichtangaben, Vertriebsweg und Zahlungsstatus. Wie lange das dauert, hängt vom Sortiment und den vorhandenen Daten ab. Unterstützung per Telefon, Videoanruf oder Nachricht ist auf Wunsch verfügbar.

Was kostet es, den Bauernhof über Farmerino online zu verkaufen?

Es gibt 0 € Einrichtungsgebühr und 0 Euro Monatsgebühr und keine Mindestlaufzeit. Du kannst monatlich kündigen. Fällig wird nur eine Plattform-Marge von 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert, ausschließlich bei abgeschlossenen Bestellungen. Der Satz ist für alle Verkäufer gleich, ohne Rabatte und auf 149 € pro Monat gedeckelt – ab rund 3.820 € Netto-Warenwert im Monat zahlst du nie mehr als 149 €. Die zwei Kundenentgelte (0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang) zahlt dein Kunde.

Wie viel von meinem Umsatz bleibt beim Online-Verkauf bei mir?

Farmerino berechnet 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen, höchstens 149 €/Monat. Wie viel nach Arbeitszeit, Verpackung, Logistik, Zahlung, Steuern, Reklamationen und Abschriften verbleibt, hängt von deinem Betrieb ab. Vergleiche deshalb den Deckungsbeitrag je Absatzweg.

Welche Produkte vom Hof kann ich online verkaufen?

Nahezu dein gesamtes Sortiment: frisches Obst und Gemüse, Eier, Fleisch und Wurst über variable Gewichtsabrechnung, dazu Verarbeitetes wie Käse, Honig, Marmelade, Säfte, Brot oder Wein. Über Artikelvarianten bildest du Sorten, Gewichte und Größen ab, über Preisstaffeln Mengenrabatte und über ein Pfandsystem Mehrweg. Auch Abo-Kisten, Vorbestellungen und saisonale Verfügbarkeit sind möglich.

Wie liefere ich die online verkaufte Ware aus?

Du kombinierst frei aus vier Wegen: eigene Lieferung mit automatischer Tourenplanung nach dem Milchmann-Prinzip samt Picklisten und Lieferscheinen, Abholung am Hof oder an einem Abholpunkt, bundesweiter DPD-Paketversand mit Sendungsverfolgung sowie Foodtruck-Verkauf. Du kannst dich auch nur auf Abholung im Umkreis beschränken, falls du keinen Versand willst. So passt der Online-Kanal zu deiner Region und deinem Alltag.

Wann wird eine Auszahlung angestoßen?

Die Zahlung wird über Stripe abgewickelt. Auszahlungen werden täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung angestoßen. Den tatsächlichen Eingang und deinen Liquiditätsbedarf planst du anhand von Zahlungsstatus, Auszahlungsdatum, Rückerstattungen und offenen Bestellungen.

Worin unterscheidet sich diese Seite vom Ratgeber Lebensmittel online verkaufen?

Diese Seite ist auf den schnellen, konkreten Start und den Nutzen ausgerichtet, also darauf, die Produkte deines Hofs jetzt online zu verkaufen, mit eigener Preisgestaltung und gebündelten Werkzeugen für Shop, Zahlung und Vertrieb. Der Ratgeber Lebensmittel online verkaufen behandelt dagegen die rechtlichen Pflichten im Detail: Registrierung als Lebensmittelunternehmer, LMIV-Kennzeichnung, Widerruf und Kühlversand. Beide ergänzen sich, du kannst sie parallel lesen.

Brauche ich technisches Wissen, um meinen Hof online zu verkaufen?

Nein. Der Online-Hofladen ist so gebaut, dass du keinen Webdesigner und keine Programmierkenntnisse brauchst. Du legst Produkte mit Foto, Preis und Menge an, der Rest ist vorbereitet, vom gebrandeten Shop über Bestellverwaltung und Tourenplanung bis zur Bezahlung. Für die Einrichtung kannst du kostenlose Unterstützung anfragen.

Dein Rechenbeispiel

Rechne aus, was bei dir bleibt

Bei Farmerino zahlst du 0 € Einrichtung und 0 € im Monat. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht. Farmerino behält 3,9 % je abgeschlossenem Verkauf zuzüglich Umsatzsteuer, gedeckelt auf 149 € im Monat. Stelle deinen geplanten Netto-Warenwert ein und sieh den Betrag nach diesem Abzug.

200 €15.000 €

Anteil (3,9 %, höchstens 149 €)

98 €

pro Monat, zzgl. USt.

Bleibt bei dir

2.384 €

pro Monat

Hochgerechnet

28.608 €

pro Jahr

Der Rechner berücksichtigt ausschließlich den Anteil von 3,9 %, gedeckelt auf 149 € im Monat, samt der Umsatzsteuer darauf. „Bleibt bei dir“ ist der Warenwert nach diesem Abzug. Eigene Kosten, Rückerstattungen und optionale Pakete sind nicht enthalten. Die separat ausgewiesenen Bearbeitungs- und Zahlungsentgelte trägt der Kunde. Ab rund 3.820 € Netto-Warenwert bleibt es bei 149 € Anteil.

Konto anlegen

Bereit für deinen eigenen Online-Hofladen?

Farmerino erhebt keine Einrichtungs- oder Monatsgebühr und hat keine Mindestlaufzeit. Vom Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen behält Farmerino 3,9 % zzgl. USt., gedeckelt auf 149 € pro Monat. Unterstützung bei der Einrichtung kannst du kostenlos anfragen.