Was bedeutet es, Direktvermarktung von Null aufzubauen?
Direktvermarktung aufbauen heißt: Du verkaufst deine selbst erzeugten Lebensmittel ohne Zwischenhandel direkt an deine Kunden – ab Hof, per Lieferung, per Versand oder am Marktstand. Der entscheidende Vorteil liegt in der Wertschöpfung. Pauschale Erzeugeranteile sind ohne Produkt, Region und Vertragsmodell nicht belastbar. Im eigenen Online-Hofladen setzt du den Verkaufspreis selbst. Für die Wirtschaftlichkeit zählen zusätzlich Arbeitszeit, Verpackung, Logistik, Zahlungs- und Plattformkosten. Genau dafür baust du Direktvermarktung auf: Du behältst die Marge, den Kundenkontakt und die Kontrolle über deinen Preis.
Der Aufbau folgt einer überschaubaren Logik, die dieser Ratgeber in der realen Reihenfolge durchgeht: Erst klärst du dein Sortiment und deine Preise, dann wählst du deine Vertriebswege, dann gewinnst du Kunden und gehst online. Du musst nicht alles auf einmal stemmen. Viele Höfe starten mit Ab-Hof-Verkauf oder einem Marktstand und ergänzen Schritt für Schritt um Lieferung und Online-Bestellung. Wichtig ist, dass du von Anfang an in Kanälen denkst, die zusammenspielen – nicht in einzelnen Inseln.
Dieser Leitfaden ist bewusst ein Strategie-Überblick und kein Behörden-Handbuch. Wo es konkret wird – etwa beim Anlegen des Shops oder bei den rechtlichen Pflichten – verweisen wir auf die passenden Detailseiten, damit du nicht den Faden verlierst.
Primärquellen (Orientierung, keine Rechtsberatung): BLE; LMIV – VO (EU) Nr. 1169/2011; BVL.
Schritt 1: Sortiment und Positionierung festlegen
Bevor du an Preise oder Kanäle denkst, brauchst du Klarheit darüber, was du verkaufst und für wen. Das klingt banal, ist aber der häufigste Stolperstein. Wer alles anbietet, wird austauschbar. Wer eine klare Linie hat, bleibt im Kopf.
So findest du dein Sortiment:
- Starte mit deinen Stärken. Was erzeugst du in verlässlicher Qualität und Menge? Gemüse, Obst, Fleisch, Käse, Eier, Honig, Backwaren – das, was du ohnehin am besten kannst, ist dein Kern.
- Denke in Saison und Verfügbarkeit. Frische Direktvermarktung lebt vom Rhythmus der Jahreszeiten. Plane ein Grundsortiment, das ganzjährig trägt (zum Beispiel Eier, Lagergemüse, haltbare Produkte), und ergänze es um Saison-Highlights, die Aufmerksamkeit bringen.
- Veredle, wo es sich lohnt. Aus Milch wird Käse, aus Obst wird Saft oder Marmelade, aus dem Tier werden vorportionierte Pakete. Verarbeitete Produkte heben deine Marge und machen dich unabhängiger vom Tagespreis – achte dabei auf die jeweiligen rechtlichen Anforderungen.
- Finde deinen Unterschied. Bio, alte Sorten, besondere Tierhaltung, eine Region, eine Geschichte – das ist es, was Kunden bewusst zu dir und nicht in den Supermarkt führt.
Halte dein Startsortiment lieber schlank als überladen. Du kannst jederzeit erweitern, und ein klar erkennbarer Hof verkauft leichter als ein Gemischtwarenladen. Wenn du später online gehst, ist die Zahl der Produkte in deinem Online-Hofladen übrigens nicht begrenzt – du kannst also klein anfangen und in Ruhe wachsen.
Schritt 2: Preise kalkulieren und deine Marge sichern
Bei der Preisfrage geben sich viele Direktvermarkter unter Wert weg – aus Sorge, "zu teuer" zu sein. Dabei ist der ganze Sinn der Direktvermarktung, dass ein fairer Preis bei dir bleibt statt beim Zwischenhandel. Dein Ziel ist ein Preis, der deine Arbeit wirklich abbildet und trotzdem für deine Region stimmig ist.
So kalkulierst du sauber:
- Vollkosten ehrlich erfassen. Saatgut, Futter, Tierarzt, Energie, Verpackung, Anfahrt – und vor allem deine eigene Arbeitszeit. Arbeitszeit ist kein Geschenk. Sie gehört in jeden Preis.
- Marge aufschlagen. Auf die Vollkosten kommt dein Gewinnanteil. Genau hier zahlt sich Direktvermarktung aus: Der Aufschlag, der sonst beim Handel landet, bleibt bei dir.
- Markt prüfen, aber nicht kopieren. Schau, was vergleichbare Höfe und der gehobene Handel in deiner Region nehmen. Deine Frische und Herkunft rechtfertigen oft einen Preis über dem Supermarkt – kommuniziere den Wert, dann trägt ihn der Kunde mit.
Was am Ende bei dir bleibt, hängt auch von den Vertriebskosten ab. Ein Beispiel zur Orientierung, wie sich der Anteil beim Erzeuger über die Kanäle unterscheidet:
Vergleiche die Vertriebswege mit deinen eigenen Zahlen: Netto-Verkaufspreis, Absatzmenge, Arbeitszeit, Verpackung, Logistik, Zahlungs- und Plattformkosten sowie Abschriften. Pauschale Erzeugeranteile sind ohne Produkt, Region und Vertragsmodell nicht belastbar.
Die hohe Wertschöpfung über den eigenen Online-Hofladen kommt daher, dass keine Fixkosten und keine Mindestlaufzeit anfallen – nur eine Plattform-Marge von 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 €/Monat. Eine ausführliche Gegenüberstellung der Vertriebsmodelle findest du auf der Seite Vergleich.
Schritt 3: Die richtigen Vertriebswege wählen
Jetzt entscheidest du, wie deine Ware zum Kunden kommt. Du musst dich nicht auf einen Kanal festlegen – im Gegenteil: Mehrere Vertriebswege können Abhängigkeiten verteilen, verursachen aber jeweils eigene Kosten und Abläufe.
Die vier klassischen Wege im Überblick:
- Abholung / Ab-Hof-Verkauf. Der unkomplizierteste Einstieg: Kunden holen direkt bei dir ab. Geringe Kosten, hoher Vertrauensgewinn, kein Versandaufwand. Ideal, um klein zu starten.
- Lieferung in der Region. Du fährst feste Touren und bringst die Ware nach Hause – das moderne Milchmann-Prinzip. Stark für Stammkunden und Abo-Kisten. Ein Detail-Leitfaden dazu ist Lebensmittel-Lieferdienst aufbauen.
- Versand (postalisch / DPD). Damit erreichst du Kundschaft bundesweit, auch außerhalb deiner Region – besonders für haltbare oder hochwertige Spezialitäten. Für frische Ware brauchst du eine durchdachte Kühlkette.
- Marktstand / Foodtruck. Direkter Kontakt, Laufkundschaft, planbare Markttage. Wie du einen Stand aufbaust, steht im Ratgeber Wochenmarkt organisieren.
Ein bewährter Aufbaupfad: Starte mit Ab-Hof oder Markt, weil das am wenigsten Technik braucht. Sobald du Stammkunden hast, ergänze Lieferung und Online-Bestellung, damit Kunden auch zwischen den Markttagen bei dir kaufen können. Ein Online-Hofladen bündelt alle vier Wege in einem System – Abholung, Lieferung mit automatischer Tourenplanung und DPD-Versand lassen sich einzeln oder kombiniert aktivieren.
Schritt 4: Wiederkehrende Bestellungen und Abo-Kisten einrichten
Wiederkehrende Bestellungen können die Mengenplanung ergänzen. Wer planbare Abnahme hat, kann gezielter erzeugen, weniger wegwerfen und ruhiger kalkulieren. Genau dafür sind wiederkehrende Bestellmodelle gemacht.
Ein mögliches Modell: die Abo-Kiste. Deine Kunden abonnieren zum Beispiel eine Gemüsekiste, die regelmäßig befüllt und geliefert oder zur Abholung bereitgestellt wird. Der Vorteil für dich:
- Wiederkehrende Bestellungen. Du weißt im Voraus, wie viele Kisten du packst, und produzierst gezielter.
- Vorbestellte Mengen. Vorbestellte Mengen reduzieren Lebensmittelverschwendung spürbar.
- Fester Bestellrhythmus. Die Kundschaft wählt einen wiederkehrenden Rhythmus.
Wie du ein solches Modell konkret aufsetzt, vom Inhalt der Kiste bis zur Lieferlogistik, beschreibt der Verkäufer-Ratgeber Gemüsekiste anbieten. In einem Online-Hofladen lassen sich solche Warenkorb-Abos direkt abbilden, sodass Zahlung und Lieferrhythmus im selben System verwaltet werden. Neben der Abo-Kiste lohnt sich die Vorbestellung mit fester Abholung: Kunden bestellen unter der Woche online und holen am Markttag oder am Hof ab – das verlängert deine "Öffnungszeit" faktisch auf sieben Tage.
Schritt 5: Die ersten Kunden gewinnen
Für den Absatz brauchst du neben dem Sortiment einen nachvollziehbaren Weg zur Zielgruppe. Lege fest, über welche lokalen und digitalen Kanäle du deinen Betrieb erreichbar machst.
So gewinnst du deine ersten Kunden:
- Sichtbar werden vor Ort. Hofschild, Flyer im Dorf, ein Aushang beim Bäcker, Mundpropaganda. Empfehlungen können die lokale Sichtbarkeit ergänzen.
- Online auffindbar sein. Viele Menschen suchen gezielt nach "Lebensmittel direkt vom Bauernhof" oder Höfen in ihrer Nähe. Über ein Verzeichnis wie Landwirte in der Umgebung finden dich Kunden, die aktiv nach regionaler Ware suchen.
- Den Link teilen. Sobald du einen Online-Hofladen hast, teilst du den Shop-Link per WhatsApp, in lokalen Gruppen und auf Social Media. Ein Shop-Link führt direkt zum aktuellen Sortiment und den verfügbaren Bestellwegen.
- Vertrauen sichtbar machen. Echte Fotos vom Hof, eine ehrliche Geschichte, transparente Herkunft und Bewertungen zufriedener Kunden bauen genau das Vertrauen auf, das Direktvermarktung ausmacht.
Ein großer Unterschied zum Eigenbau einer Website: Eine regionale Plattform kann zusätzliche Auffindbarkeit über Hof-, Regions- und Produktsuchen schaffen. Reichweite und Bestellungen sind nicht garantiert. Kunden können regionale Höfe und Produkte über die Produktsuche entdecken und landen direkt bei dir.
Schritt 6: Online gehen – deine Roadmap direkt online zum Start
Wenn Sortiment, Preise, Kanäle und die ersten Kunden stehen, ist der digitale Schritt der Multiplikator: Ein eigener Online-Hofladen verlängert deine Verkaufszeit auf sieben Tage, nimmt Bestellungen rund um die Uhr an und automatisiert Zahlung, Touren und Versand. Für die Einrichtung brauchst du keine eigene Domain oder Programmierung. Produkte, Pflichtangaben, Vertriebsweg und Zahlungsstatus müssen vor der Veröffentlichung vollständig sein.
Deine Roadmap zum eigenen Online-Hofladen:
- Konto anlegen (online). Du legst dein Konto mit E-Mail und Passwort an – ohne Mindestlaufzeit, ohne Kreditkarte. Hier geht es los: Konto anlegen.
- Hof-Profil anlegen. Gib deinem Hofladen einen Namen, lade ein paar Fotos hoch, beschreibe deinen Betrieb und lege deine Region und dein Liefer- beziehungsweise Abholgebiet fest.
- Produkte einstellen. Du legst Artikel mit Bild und Preis an, nutzt bei Bedarf Varianten nach Gewicht, Sorte oder Größe sowie Staffelpreise und trägst Pflichtangaben direkt am Artikel ein. Die Zahl der Produkte ist nicht begrenzt.
- Vertriebswege aktivieren. Schalte Abholung am Hof, eigene Lieferung mit automatischer Tourenplanung und/oder bundesweiten DPD-Versand frei – einzeln oder kombiniert. Abo-Kisten und Vorbestellungen lassen sich hier hinterlegen.
- Zahlung einrichten. Die Stripe-Zahlung wird automatisch eingerichtet. Die Auszahlung erfolgt täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung. Die zwei Kundenentgelte (0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang) trägt der Kunde, nicht du.
- Shop live schalten und teilen. Freischalten und Shop-Link teilen. Danach können Kunden über die aktivierten Vertriebswege bestellen – auch als Gast ohne Registrierung.
Eine ausführliche Anleitung mit jedem Klick findest du auf der Seite Online-Hofladen erstellen. Welche Software-Funktionen dahinterstecken und worauf du bei der Auswahl achten solltest, vertieft der Pillar-Ratgeber Direktvermarktungs-Software.
Wenn die Lieferung zum Engpass wird
Die meisten Betriebe wachsen erst am Sortiment und dann an der Logistik. Solange zehn Bestellungen die Woche zusammenkommen, fährt der Junior sie eben aus. Bei vierzig ist das ein halber Arbeitstag, bei achtzig eine Stelle – und die rechnet sich erst deutlich später, als sie nötig wird. Diese Lücke ist die Stelle, an der Direktvermarktung typischerweise stockt.
Die Zwischenstufe heißt geteiltes Gebiet. Statt selbst einzustellen oder gar nicht zu liefern, übernimmst du auf Farmerino ein Gebiet, das ein Fahrbetrieb veröffentlicht hat: Er nennt seine Tage, seine Stopp-Kapazität und sein Mindestentgelt, mehrere Höfe im selben Umkreis nutzen dasselbe Gebiet, und die Bestellungen laufen am Liefertag über eine gemeinsame Route. Du kaufst dir Lieferfähigkeit ein, ohne sie vorzufinanzieren.
Zwei Zahlen helfen bei der Auswahl: Der Fahrbetrieb zeigt, wie viele Stopps er an einem Tag schafft – und diese Grenze wird über alle Höfe zusammen gezählt, nicht je Hof, sodass dir niemand einen überbuchten Fahrer verkauft. Ab fünf abgeschlossenen Touren siehst du außerdem seine Zuverlässigkeitsquote: keine Sterne, sondern der Anteil zugesagter Touren, die er tatsächlich gefahren ist.
Häufige Fehler beim Aufbau – und wie du sie vermeidest
Aus den Erfahrungen vieler Höfe lassen sich ein paar typische Stolpersteine ableiten. Wer sie kennt, spart sich Lehrgeld und erkennt Abweichungen früher.
- Zu breit starten. Ein überladenes Sortiment verwässert deine Linie und überfordert dich logistisch. Starte fokussiert und wachse aus der Nachfrage heraus.
- Sich unter Wert verkaufen. Wer die eigene Arbeitszeit nicht einrechnet, arbeitet auf Dauer drauf. Kalkuliere deine Vollkosten ehrlich und steh zu deinem Preis – dein Wert ist die Frische und Herkunft, die kein Supermarkt bietet.
- Restware nicht steuern. Ohne Vorbestellung produzierst du auf Verdacht. Abo-Kisten und Vorbestellungen machen die Menge planbar und senken die Verschwendung.
- Den digitalen Schritt aufschieben. Viele warten zu lange mit dem Online-Hofladen, weil sie "Technik" befürchten. Dabei ist das Konto direkt online angelegt – und der Online-Kanal sollte anhand von Nachfrage, Aufwand und Kosten geplant werden.
- In Insellösungen denken. Markt, Hofladen, Lieferung und Online getrennt zu führen kostet Zeit und Nerven. Ein gemeinsames System kann doppelte Pflege reduzieren.
Der rote Faden bei all dem: Du bist der Profi für deine Produkte – die Technik und Logistik soll dir den Rücken freihalten, nicht zur zweiten Vollzeitstelle werden. Genau dafür ist eine fertige Plattform gedacht.
Jetzt deine Direktvermarktung starten
Du hast jetzt den ganzen Weg vor Augen: Sortiment und Positionierung, eine faire Preiskalkulation, die passenden Vertriebswege, Stammkundenbindung über Abo-Kisten, die ersten Kunden und den Schritt online. Als Nächstes kannst du Kostenmodell, benötigte Funktionen und Einrichtungsdaten anhand deines Betriebs prüfen.
So machst du jetzt weiter:
- Konto anlegen: Konto anlegen und direkt online deinen Online-Hofladen anlegen – 0 € Einrichtung, 0 € pro Monat, keine Mindestlaufzeit.
- Erst mehr erfahren: Auf Partner werden siehst du, wie der Einstieg abläuft und welche Konditionen gelten.
- Tiefer einsteigen: Der Pillar-Ratgeber Direktvermarktungs-Software erklärt, worauf es bei der Werkzeugauswahl ankommt.
Du machst die gute Ware – Farmerino ist nur das Werkzeug, das deine Direktvermarktung trägt. Wenn das Modell passt, kannst du den Shop registrieren und die erforderlichen Angaben einrichten.
Schritt für Schritt
- 1
Konto anlegen
Lege dein Konto mit E-Mail und Passwort an. Es gibt keine Mindestlaufzeit. Eine Kreditkarte ist für die Registrierung nicht erforderlich.
- 2
Hof-Profil anlegen
Hof-Profil anlegen. Gib deinem Hofladen einen Namen, lade ein paar Fotos hoch, beschreibe deinen Betrieb und lege deine Region und dein Liefer- beziehungsweise Abholgebiet fest.
- 3
Produkte einstellen
Produkte einstellen. Du legst Artikel mit Bild und Preis an, nutzt bei Bedarf Varianten nach Gewicht, Sorte oder Größe sowie Staffelpreise und trägst Pflichtangaben direkt am Artikel ein. Die Zahl der Produkte ist nicht begrenzt.
- 4
Vertriebswege aktivieren
Vertriebswege aktivieren. Schalte Abholung am Hof, eigene Lieferung mit automatischer Tourenplanung und/oder bundesweiten DPD-Versand frei – einzeln oder kombiniert. Abo-Kisten und Vorbestellungen lassen sich hier hinterlegen.
- 5
Zahlung einrichten
Zahlung einrichten. Die Stripe-Zahlung wird automatisch eingerichtet. Die Auszahlung erfolgt täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung. Die zwei Kundenentgelte (0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang) trägt der Kunde, nicht du.
- 6
Shop live schalten und teilen
Shop live schalten und teilen. Freischalten und Shop-Link teilen. Danach können Kunden über die aktivierten Vertriebswege bestellen – auch als Gast ohne Registrierung.
Häufige Fragen
Wie baue ich Direktvermarktung von Null auf?
In dieser Reihenfolge: Erst legst du Sortiment und Positionierung fest, dann kalkulierst du faire Preise inklusive deiner Arbeitszeit, dann wählst du deine Vertriebswege (Abholung, Lieferung, Versand, Markt). Anschließend gewinnst du die ersten Kunden und gehst online mit einem eigenen Hofladen. Du musst nicht alles auf einmal stemmen – viele Höfe starten mit Ab-Hof-Verkauf und ergänzen Schritt für Schritt um Lieferung und Online-Bestellung.
Lohnt sich Direktvermarktung finanziell?
Der finanzielle Reiz liegt in der Wertschöpfung. Ein pauschaler Vergleich ist nicht seriös. Rechne jeden Kanal mit deinen Preisen, Kosten, Mengen und Arbeitszeiten durch. Voraussetzung ist eine ehrliche Kalkulation, die deine Vollkosten und deine Arbeitszeit einrechnet.
Welche Vertriebswege gibt es in der Direktvermarktung?
Die vier klassischen Wege sind Abholung beziehungsweise Ab-Hof-Verkauf, Lieferung in der Region nach dem Milchmann-Prinzip, Versand per Post oder DPD sowie der Marktstand oder Foodtruck. Die stabilsten Direktvermarkter kombinieren mehrere Wege, weil das die Nachfrage glättet und unabhängig von einem einzelnen Kanal macht. In einem Online-Hofladen lassen sich Abholung, Lieferung und DPD-Versand einzeln oder kombiniert aktivieren.
Wie kalkuliere ich faire Preise für die Direktvermarktung?
Erfasse zuerst alle Vollkosten ehrlich – Material, Futter, Energie, Verpackung, Anfahrt und vor allem deine eigene Arbeitszeit. Darauf schlägst du deine Marge auf. Prüfe dann zur Orientierung, was vergleichbare Höfe und der gehobene Handel in deiner Region nehmen, ohne sie blind zu kopieren. Deine Frische und Herkunft rechtfertigen oft einen Preis über dem Supermarkt – kommuniziere den Wert, dann trägt ihn der Kunde mit.
Was kostet es, mit Farmerino Direktvermarktung online aufzubauen?
Für den Online-Hofladen gilt: 0 € Einrichtung, 0 € pro Monat, keine Mindestlaufzeit. Es fällt nur eine Plattform-Marge von 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert an, und das ausschließlich bei abgeschlossenen Bestellungen. Der Satz ist für alle Verkäufer gleich, ohne Rabatte und auf 149 € pro Monat gedeckelt – ab rund 3.820 € Netto-Warenwert im Monat zahlst du nie mehr als 149 €. Die zwei Kundenentgelte (0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang) trägt der Kunde.
Brauche ich technische Kenntnisse, um meine Direktvermarktung online zu bringen?
Nein. Du brauchst keine Programmierkenntnisse, keine eigene Domain und kein Hosting. Die gesamte Technik – Shop, Zahlung, Tourenplanung, Versand – stellt die Plattform bereit. Das Konto ist direkt online angelegt, und du füllst deinen Online-Hofladen nur mit deinen Produkten und ein paar Fotos. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du auf der Seite Online-Hofladen erstellen.
Wie gewinne ich die ersten Kunden für meine Direktvermarktung?
Werde lokal sichtbar über Hofschild, Flyer und Mundpropaganda, sei online auffindbar über ein Verzeichnis regionaler Höfe und teile deinen Shop-Link per WhatsApp, in lokalen Gruppen und auf Social Media. Echte Fotos, eine ehrliche Geschichte und transparente Herkunft bauen das Vertrauen auf, das Direktvermarktung ausmacht. Eine regionale Plattform kann den Betrieb über Hof-, Produkt- und Umgebungssuchen auffindbar machen. Reichweite oder Bestellungen werden nicht zugesichert.
Soll ich mit Markt, Hofladen oder Online-Verkauf starten?
Ein bewährter Aufbaupfad ist, mit Ab-Hof-Verkauf oder einem Marktstand zu beginnen, weil dieser Kanal im Vergleich oft wenig zusätzliche Technik erfordert und den direkten Kundenkontakt ermöglicht. Sobald du Stammkunden hast, ergänzt du Lieferung und Online-Bestellung, damit Kunden auch zwischen den Markttagen bei dir kaufen können. Wichtig ist, die Kanäle als zusammenspielendes System zu denken statt als getrennte Inseln.
Wie reduziere ich Restware und Lebensmittelverschwendung in der Direktvermarktung?
Der wirksamste Hebel sind planbare, wiederkehrende Bestellungen. Abo-Kisten und Vorbestellungen mit fester Abholung sorgen dafür, dass du die Mengen im Voraus kennst, gezielter produzierst und weniger überschüssige Ware mitnimmst. In einem Online-Hofladen lassen sich solche Warenkorb-Abos direkt abbilden, sodass Zahlung und Lieferrhythmus im selben System verwaltet werden.
Dein Rechenbeispiel
Rechne aus, was bei dir bleibt
Bei Farmerino zahlst du 0 € Einrichtung und 0 € im Monat. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht. Farmerino behält 3,9 % je abgeschlossenem Verkauf zuzüglich Umsatzsteuer, gedeckelt auf 149 € im Monat. Stelle deinen geplanten Netto-Warenwert ein und sieh den Betrag nach diesem Abzug.
Anteil (3,9 %, höchstens 149 €)
98 €
pro Monat, zzgl. USt.
Bleibt bei dir
2.384 €
pro Monat
Hochgerechnet
28.608 €
pro Jahr
Der Rechner berücksichtigt ausschließlich den Anteil von 3,9 %, gedeckelt auf 149 € im Monat, samt der Umsatzsteuer darauf. „Bleibt bei dir“ ist der Warenwert nach diesem Abzug. Eigene Kosten, Rückerstattungen und optionale Pakete sind nicht enthalten. Die separat ausgewiesenen Bearbeitungs- und Zahlungsentgelte trägt der Kunde. Ab rund 3.820 € Netto-Warenwert bleibt es bei 149 € Anteil.
Konto anlegenBereit für deinen eigenen Online-Hofladen?
Farmerino erhebt keine Einrichtungs- oder Monatsgebühr und hat keine Mindestlaufzeit. Vom Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen behält Farmerino 3,9 % zzgl. USt., gedeckelt auf 149 € pro Monat. Unterstützung bei der Einrichtung kannst du kostenlos anfragen.
