Was heißt SoLaWi online organisieren?
Bei einer Solidarischen Landwirtschaft vereinbaren Betrieb und Mitglieder, wie die landwirtschaftliche Produktion finanziert, das Ernteergebnis verteilt und das gemeinsame Risiko geregelt wird. Beitrag, Laufzeit, Verteilung und Rechte ergeben sich aus dem konkreten Modell und den Vereinbarungen.
Online abbilden lassen sich ein wiederkehrender Beitrag, feste Termine für Abholung, Lieferung oder Depot sowie Bestell- und Statusinformationen. Farmerino stellt dafür einen Online-Hofladen ohne Einrichtungs- und monatliche Plattformgebühr bereit. Die Plattform-Marge beträgt 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen und höchstens 149 €/Monat. Ob Abo-Logik und Zahlungsabwicklung rechtlich und steuerlich zu deinem SoLaWi-Modell passen, klärst du vorab fachlich.
Welche Wirkungen du vorab prüfen solltest
Eine SoLaWi verlagert einen Teil der Finanzierung und Abnahme in eine Vereinbarung mit Mitgliedern. Das kann die Saisonplanung verändern, beseitigt aber weder Ernte-, Kosten-, Ausfall- noch Organisationsrisiken.
Prüfe insbesondere:
- Gezeichnete Anteile: Wie viele Anteile sind bis zu welchem Termin verbindlich vereinbart?
- Zahlungszeitpunkte: Welche Beiträge sind tatsächlich eingegangen, und wie werden Ausfälle behandelt?
- Kostendeckung: Decken die vereinbarten Beiträge Saisonkosten, Arbeitslohn, Verteilung und Risikopuffer?
- Mitgliederentwicklung: Wie hoch sind Verlängerung, Kündigung und Auslastung von Saison zu Saison?
- Verwaltungsaufwand: Wie viele Stunden benötigen Kommunikation, Änderungen, Verteilung und Abrechnung?
Das digitale Werkzeug stellt wiederkehrende Vorgänge und Statusdaten bereit. Die wirtschaftliche und gemeinschaftliche Wirkung entsteht aus Modell, Vereinbarungen und Durchführung.
Schritt 1: Dein SoLaWi-Modell festlegen
Halte das Modell schriftlich fest, bevor du Produkte und Verteilwege einrichtest.
Diese Fragen klärst du zuerst:
- Was steckt im Ernteanteil? Definiere Sortiment, saisonale Schwankungen, mögliche Ausfälle und den Umgang mit Zukauf.
- Wie groß ist ein Anteil? Beschreibe Bezugsmenge oder Verteilprinzip für volle und gegebenenfalls kleinere Anteile, ohne einen bestimmten Haushaltsverbrauch zu versprechen.
- Wie viele Anteile kannst du tragen? Kalkuliere Fläche, Ertragsszenarien, Arbeitszeit, Lagerung und Verteilung mit Puffer.
- Feste Anteile oder freier Bezug? Lege fest, ob Mitglieder kuratierte Anteile, Wahlmöglichkeiten oder zusätzliche Einzelkäufe erhalten.
- Welche Saison und Laufzeit? Definiere Beginn, Ende, Zahlungszeitpunkte, Kündigung und Umgang mit Unterbrechungen.
Das dokumentierte Konzept ist die Grundlage für Vereinbarungen, Kalkulation und technische Einrichtung. Der Leitfaden Gemüsekiste anbieten erklärt die Abo-Funktionen. Er ersetzt keine rechtliche Prüfung des SoLaWi-Modells.
Schritt 2: Beiträge kalkulieren
Leite den Beitrag aus dem vereinbarten Modell und dem vollständigen Saisonbudget ab.
- Jahresbudget aufstellen: Erfasse Saatgut, Jungpflanzen, Pacht, Maschinen, Energie, Verpackung, Verteilung, Verwaltung, Risikopuffer und einen kalkulatorischen Lohn für die eigene Arbeit.
- Auslastung ansetzen: Teile nicht blind durch die maximale Kapazität, sondern rechne Szenarien für tatsächlich gezeichnete und bezahlte Anteile.
- Zahlungsplan festlegen: Vergleiche Saison-, Raten- und Monatszahlung hinsichtlich Liquidität, Ausfallrisiko und Verwaltungsaufwand.
- Varianten dokumentieren: Lege Konditionen für kleinere Anteile, solidarische Spannen oder Bieterrunden eindeutig fest.
In Farmerino lässt sich der Beitrag als wiederkehrendes Abo abbilden. Mitglieder tragen zusätzlich 0,25 € Bearbeitungsgebühr je Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Auszahlungen werden täglich über Stripe angestoßen, mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung. Plane Liquidität anhand tatsächlicher Zahlungs- und Auszahlungstermine, nicht allein anhand des eingerichteten Rhythmus.
Schritt 3: SoLaWi online aufsetzen – die Roadmap
Jetzt wird aus dem Konzept eine laufende Organisation. Diese Schritte bauen aufeinander auf. Du kannst jederzeit speichern und später weitermachen. Den wiederkehrenden Beitrag und die feste Verteilung bildest du dabei über Abo-Kisten und Tourenplanung ab.
- Konto anlegen (online). Du legst deinen Online-Hofladen mit E-Mail und Passwort an – direkt online, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kreditkarte. Direkt hier startest du: Konto anlegen.
- Hofprofil und SoLaWi-Geschichte anlegen. Beschreibe deinen Betrieb, lade Bilder hoch und erzähle, was eure Solidarische Landwirtschaft ausmacht. Lege deine Region und dein Liefer- beziehungsweise Abholgebiet fest, damit dich passende Mitglieder in deiner Umgebung finden.
- Anteile als Produkte/Abos anlegen. Lege den vollen und den halben Ernteanteil als Artikel mit deinem kalkulierten Beitrag an. Über die Abo-Kisten-Funktion wird daraus ein wiederkehrender Beitrag – mit dem von dir eingerichteten Rhythmus. Varianten nach Abholtag oder Depot bildest du direkt am Anteil ab.
- Verteilung einrichten. Wähle deinen Vertriebsweg: Abholung am Hof mit festen Abholfenstern, eigene Lieferung mit automatischer Tourenplanung oder Depots als Abholpunkte. Du legst die festen Tage fest, an denen die Anteile bereitstehen.
- Zahlung aktivieren (automatisch). Die Zahlungsabwicklung über Stripe richtet sich automatisch ein. Die wiederkehrenden Beiträge werden so eingezogen, deine Auszahlung läuft täglich mit 14 Tagen Verzögerung.
- Mitglieder einladen und Shop teilen. Schalte den Shop frei und teile den Link – per E-Mail an Interessierte, in Social Media, über einen Aushang am Hof oder am Marktstand. Neue Mitglieder zeichnen ihren Anteil selbst, auch als Gast ohne Konto.
- Saison fahren (laufend). Bestellungen und Beiträge laufen mit klarem Status ein, du packst nach Pickliste, lieferst nach optimierter Tour oder stellst zur Abholung bereit. In der Finanzübersicht siehst du jederzeit, wie viele Anteile gezeichnet sind und was ausgezahlt wird.
Die Einrichtungsdauer hängt von der Zahl der Anteile, Verteilpunkte, Bilder und Pflichtangaben ab. Programmierkenntnisse oder eine eigene Website sind nicht erforderlich.
Schritt 4: Verteilung organisieren – Abholung, Lieferung, Depots
Die wöchentliche Verteilung ist der Punkt, an dem viele SoLaWis im Alltag straucheln – weil sie sich wiederholt. Genau Wiederholbares lässt sich am besten automatisieren. Du hast drei bewährte Wege, die du auch kombinieren kannst.
| Verteilweg | Wie es funktioniert | Passt für |
|---|---|---|
| Abholung am Hof | Mitglieder holen ihren Anteil zu festen Abholfenstern direkt bei dir ab | Höfe mit Laufkundschaft und Mitgliedern in der näheren Umgebung |
| Eigene Lieferung | Du lieferst die Anteile nach optimierter Tourenplanung an die Haustür oder Sammelpunkte | Städtische Mitglieder, größeres Einzugsgebiet |
| Depots | Feste Abholpunkte (Café, Laden, Privatkeller) bündeln mehrere Anteile an einem Ort | Verdichtete Stadtviertel, ehrenamtlich getragene Gruppen |
Mit Farmerino bildest du jeden dieser Wege ab. Besonders entlastend ist die automatische Tourenplanung: Statt jede Woche selbst Adressen zu sortieren, bekommst du eine optimierte Route mit Picklisten und Lieferscheinen. Depots legst du als Abholpunkte mit festen Zeitfenstern an. Brauchst du zusätzlich bundesweiten Versand – etwa für haltbare Produkte aus dem Hofladen neben den Anteilen – steht dir DPD-Versand mit Temperaturklassen zur Verfügung. Ein optionales Pfandsystem für Kisten und Gläser hält dein Mehrweg-Leergut im Blick, statt dass Kisten verloren gehen.
Verteilung, wenn Depots nicht reichen
Depots sind der Klassiker: ein fester Ort, eine feste Zeit, die Mitglieder holen selbst ab. Das ist günstig und stiftet Gemeinschaft – und es ist der häufigste Kündigungsgrund, sobald jemand umzieht, ein Kind bekommt oder die Schicht wechselt. Die Alternative, jedem einzeln zu liefern, sprengt jede Beitragskalkulation.
Dazwischen liegt die geteilte Tour. Auf Farmerino veröffentlicht ein Fahrbetrieb ein Gebiet, und mehrere Betriebe im selben Umkreis nutzen es gemeinsam. Für eine Solawi heißt das: Du kannst einzelnen Mitgliedern Zustellung anbieten, ohne dafür eine eigene Tour zu tragen – die Fahrt teilst du dir mit den anderen Höfen des Gebiets. Depot und Lieferung schließen sich nicht aus. Viele Betriebe fahren beides nebeneinander.
Die Mitglieder bekommen ein Zwei-Stunden-Fenster, das aus der Route berechnet wird – ohne Ortung des Fahrzeugs. Und weil Solawi-Anteile fast immer in Mehrwegkisten gehen: Leergut erfasst der Fahrer an der Tür, und die Gutschrift kommt in die Bestellung, sobald du den Eingang bestätigt hast. Das erspart die Kistenzählerei, die sonst jede Saison mitwächst.
Schritt 5: Kommunikation verbindlich organisieren
Lege fest, welche Informationen Mitglieder wann und über welchen Kanal erhalten. Die Kommunikation sollte zu den Vereinbarungen über Ernte, Risiko, Verteilung und Änderungen passen.
- Wöchentlicher Anteils-Hinweis: Informiere über Inhalt, Abhol- oder Liefertermin und betriebliche Besonderheiten.
- Saison-Transparenz: Dokumentiere Engpässe, Überschüsse und Änderungen nachvollziehbar.
- Termine: Kommuniziere Hoffeste oder Mithilfe-Tage mit Datum, Teilnahmebedingungen und Ansprechpartner.
- Feedback: Bewertungen und direkte Rückmeldungen liefern Hinweise zu Anteilsgröße und Ablauf. Sie ersetzen keine strukturierte Mitgliederbefragung.
Ob Kommunikation die Verlängerungsquote beeinflusst, prüfst du anhand von Rückmeldungen, Kündigungsgründen und tatsächlich erneuerten Anteilen. Bestell- und Umsatzdaten helfen, die Entwicklung der Abos nachzuvollziehen.
Rechtliches und Steuern kurz eingeordnet
Eine SoLaWi ist organisatorisch flexibel, aber ein paar Punkte solltest du sauber klären. Das Ziel hier ist nicht, dich zu verunsichern, sondern dir die Stolpersteine vorab zu zeigen.
- Rechtsform: Viele SoLaWis laufen als Verein, manche als Genossenschaft, manche schlicht als landwirtschaftlicher Betrieb mit Mitgliederverträgen. Welche Form passt, hängt davon ab, wer Risiko und Verantwortung trägt – lass das im Zweifel beraten.
- Beitrag ist kein klassischer Kaufpreis: Im SoLaWi-Gedanken finanzieren Mitglieder den Betrieb, statt einzelne Produkte zu kaufen. Für die steuerliche Behandlung ist die konkrete Ausgestaltung entscheidend.
- Lebensmittelrecht gilt trotzdem: Auch in der SoLaWi brauchst du in der Regel die Registrierung deines Lebensmittelbetriebs und musst Pflichtangaben (etwa Allergene) bereitstellen. Die Felder dafür sind in deinem Online-Hofladen direkt am Artikel hinterlegt.
- Steuern: Steuernummer oder USt-IdNr. lassen sich hinterlegen, auch die Kleinunternehmer-Regelung nach Paragraf 19 UStG ist abgebildet.
Für rechtsverbindliche Auskünfte zu deinem konkreten Fall sprich mit deiner Landwirtschaftskammer, einem Steuerberater oder – bei der Verteilung von Lebensmitteln – deiner Lebensmittelüberwachung. Die meisten dieser Punkte klärst du einmal zu Saisonbeginn und musst sie danach nur pflegen.
SoLaWi-Modell vor der Veröffentlichung prüfen
Dokumentiere zuerst Modell, Beiträge, Laufzeit, Risiko, Zahlungsplan, Verteilung und Kommunikation. Kläre anschließend die rechtliche und steuerliche Einordnung. Erst danach bildest du Anteile und wiederkehrende Termine technisch ab.
So geht es weiter:
- Konto anlegen: Konto anlegen – ohne Kreditkarte, Mindestlaufzeit oder monatliche Plattformgebühr.
- Abo-Funktion prüfen: Gemüsekiste anbieten beschreibt wiederkehrende Bestellungen und ihre Grenzen.
- Werkzeuge abgleichen: Auf Funktionen findest du Tourenplanung, Abo-Kisten, Zahlungen und Analytics. Direktvermarktungs-Software liefert das Vergleichsraster.
Führe vor dem breiten Start einen begrenzten Test mit repräsentativen Anteilen und Verteilwegen durch. Erfasse Zahlungsstatus, Arbeitszeit, Abweichungen, Rückmeldungen und Kosten und passe das Modell auf dieser Grundlage an.
Schritt für Schritt
- 1
Konto anlegen
Lege deinen Online-Hofladen mit E-Mail und Passwort an. Es gibt keine Mindestlaufzeit. Eine Kreditkarte ist für die Registrierung nicht erforderlich.
- 2
Hofprofil und SoLaWi-Geschichte anlegen
Hofprofil und SoLaWi-Geschichte anlegen. Beschreibe deinen Betrieb, lade Bilder hoch und erzähle, was eure Solidarische Landwirtschaft ausmacht. Lege deine Region und dein Liefer- beziehungsweise Abholgebiet fest, damit dich passende Mitglieder in deiner Umgebung finden.
- 3
Anteile als Produkte/Abos anlegen
Anteile als Produkte/Abos anlegen. Lege den vollen und den halben Ernteanteil als Artikel mit deinem kalkulierten Beitrag an. Über die Abo-Kisten-Funktion wird daraus ein wiederkehrender Beitrag – mit dem von dir eingerichteten Rhythmus. Varianten nach Abholtag oder Depot bildest du direkt am Anteil ab.
- 4
Verteilung einrichten
Verteilung einrichten. Wähle deinen Vertriebsweg: Abholung am Hof mit festen Abholfenstern, eigene Lieferung mit automatischer Tourenplanung oder Depots als Abholpunkte. Du legst die festen Tage fest, an denen die Anteile bereitstehen.
- 5
Zahlung aktivieren
Zahlung aktivieren (automatisch). Die Zahlungsabwicklung über Stripe richtet sich automatisch ein. Die wiederkehrenden Beiträge werden so eingezogen, deine Auszahlung läuft täglich mit 14 Tagen Verzögerung.
- 6
Mitglieder einladen und Shop teilen
Mitglieder einladen und Shop teilen. Schalte den Shop frei und teile den Link – per E-Mail an Interessierte, in Social Media, über einen Aushang am Hof oder am Marktstand. Neue Mitglieder zeichnen ihren Anteil selbst, auch als Gast ohne Konto.
- 7
Saison fahren
Saison fahren (laufend). Bestellungen und Beiträge laufen mit klarem Status ein, du packst nach Pickliste, lieferst nach optimierter Tour oder stellst zur Abholung bereit. In der Finanzübersicht siehst du jederzeit, wie viele Anteile gezeichnet sind und was ausgezahlt wird.
Häufige Fragen
Was bedeutet es, eine SoLaWi online zu organisieren?
Eine Solidarische Landwirtschaft online zu organisieren heißt, die wiederkehrenden Aufgaben einer SoLaWi digital abzuwickeln: Mitgliederverwaltung, Beiträge als Abo, die feste Verteilung der Ernteanteile (Abholung, Lieferung oder Depot) und die Kommunikation mit der Gemeinschaft. Statt Zettel, Excel und WhatsApp-Listen bündelst du alles in einem Online-Hofladen. Mit Farmerino richtest du den dafür nötigen Shop direkt online ein.
Was kostet es, eine SoLaWi über Farmerino zu organisieren?
Für den Online-Hofladen gibt es keine Einrichtungs- oder Monatsgebühr und keine Mindestlaufzeit. Farmerino berechnet 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen, gedeckelt auf 149 €/Monat. Zusätzlich trägt das Mitglied zwei Kundenentgelte: 0,25 € Bearbeitungsgebühr je Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang. Optionale Pakete und die Kassenlösung werden separat berechnet. Prüfe das Modell anhand deiner Mitgliederstruktur und der tatsächlich genutzten Bausteine.
Wie kalkuliere ich den Beitrag für einen Ernteanteil fair?
Du rechnest vom Betrieb her, nicht vom einzelnen Produkt: Addiere alle Saisonkosten inklusive eines fairen Lohns für deine eigene Arbeit und teile dieses Budget durch die Zahl der Anteile, die du tragen kannst. Daraus ergibt sich der Jahresbeitrag pro vollem Anteil, den du auf Monate oder Raten umlegen kannst. Halbe Anteile und solidarische Spannen senken die Einstiegshürde.
Wie bilde ich den wiederkehrenden SoLaWi-Beitrag technisch ab?
Du legst den Ernteanteil als Produkt an und machst über die Abo-Kisten-Funktion einen wiederkehrenden Beitrag daraus – mit dem von dir eingerichteten Rhythmus. Die Zahlung läuft über Stripe, die Auszahlung erfolgt täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung. Die Logik ist dieselbe wie bei einer Gemüsekiste im Abo, nur dass der Anteil den ganzen Hof mitfinanziert.
Welche Verteilwege kann ich für die Ernteanteile anbieten?
Du kannst Abholung am Hof mit festen Abholfenstern, eigene Lieferung mit automatischer Tourenplanung und Depots als feste Abholpunkte anbieten – einzeln oder kombiniert. Für haltbare Zusatzprodukte steht außerdem bundesweiter DPD-Versand mit Temperaturklassen bereit. Die Tourenplanung erstellt dir wöchentlich eine optimierte Route mit Picklisten und Lieferscheinen, damit die Verteilung nicht zur Last wird.
Wie halte ich meine SoLaWi-Mitglieder bei der Stange?
Der wichtigste Hebel ist regelmäßige, ehrliche Kommunikation: ein kurzer wöchentlicher Hinweis, was im Anteil ist und warum, plus Transparenz bei Engpässen und Schwemmen. Mitmach-Momente wie Hoffeste binden zusätzlich, und über das Bewertungssystem kannst du auf Rückmeldungen direkt antworten. Bestell- und Umsatzdaten helfen dir, die Entwicklung der Abos nachzuvollziehen.
Brauche ich technische Kenntnisse oder eine eigene Website für eine Online-SoLaWi?
Nein. Du brauchst keine Programmierkenntnisse, keine eigene Domain und kein Hosting. Die Plattform stellt Online-Hofladen, Abos, Verteilwege und Zahlung bereit. Du pflegst Anteile, Fotos und erforderliche Angaben selbst. Die Einrichtungsdauer hängt von deren Umfang ab.
Was muss ich bei einer SoLaWi rechtlich und steuerlich beachten?
Wichtige Punkte sind die Rechtsform (Verein, Genossenschaft oder Betrieb mit Mitgliederverträgen), die steuerliche Einordnung des Beitrags und das Lebensmittelrecht, etwa die Registrierung des Betriebs und Pflichtangaben wie Allergene. Steuernummer oder USt-IdNr. und die Kleinunternehmer-Regelung nach Paragraf 19 UStG lassen sich im Hofladen hinterlegen. Für deinen konkreten Fall sprich mit Landwirtschaftskammer, Steuerberater oder Lebensmittelüberwachung.
Worin unterscheidet sich eine SoLaWi von einer Abo-Gemüsekiste?
Bei einer Abo-Gemüsekiste kauft der Kunde regelmäßig ein definiertes Produkt zum Preis pro Kiste. Bei einer SoLaWi finanziert das Mitglied den ganzen Betrieb für eine Saison im Voraus und teilt sich Ernte und Ernterisiko – nicht der einzelne Salatkopf hat einen Preis, sondern der Hof. Technisch nutzen beide dieselbe Abo-Logik, weshalb du eine SoLaWi mit denselben Werkzeugen wie eine Gemüsekiste online abbildest.
Dein Rechenbeispiel
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Bei Farmerino zahlst du 0 € Einrichtung und 0 € im Monat. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht. Farmerino behält 3,9 % je abgeschlossenem Verkauf zuzüglich Umsatzsteuer, gedeckelt auf 149 € im Monat. Stelle deinen geplanten Netto-Warenwert ein und sieh den Betrag nach diesem Abzug.
Anteil (3,9 %, höchstens 149 €)
98 €
pro Monat, zzgl. USt.
Bleibt bei dir
2.384 €
pro Monat
Hochgerechnet
28.608 €
pro Jahr
Der Rechner berücksichtigt ausschließlich den Anteil von 3,9 %, gedeckelt auf 149 € im Monat, samt der Umsatzsteuer darauf. „Bleibt bei dir“ ist der Warenwert nach diesem Abzug. Eigene Kosten, Rückerstattungen und optionale Pakete sind nicht enthalten. Die separat ausgewiesenen Bearbeitungs- und Zahlungsentgelte trägt der Kunde. Ab rund 3.820 € Netto-Warenwert bleibt es bei 149 € Anteil.
Konto anlegenBereit für deinen eigenen Online-Hofladen?
Farmerino erhebt keine Einrichtungs- oder Monatsgebühr und hat keine Mindestlaufzeit. Vom Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen behält Farmerino 3,9 % zzgl. USt., gedeckelt auf 149 € pro Monat. Unterstützung bei der Einrichtung kannst du kostenlos anfragen.
