Was heißt SoLaWi online organisieren – kurz erklärt
Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) bedeutet: Eine Gruppe von Menschen finanziert die landwirtschaftliche Produktion eines Hofes für eine Saison im Voraus und teilt sich dafür die Ernte. Du als Hof bekommst einen festen, planbaren Beitrag pro Mitglied; deine Mitglieder bekommen jede Woche ihren Ernteanteil und tragen Ernterisiko und Vielfalt mit. „Online organisieren“ heißt, dass du die wiederkehrenden Aufgaben – Mitgliederverwaltung, Beiträge, Anteils-Abholung oder -Lieferung und Kommunikation – über eine digitale Plattform abwickelst statt über Zettel, Excel und WhatsApp-Gruppen.
Der Kern, der sich online abbilden lässt, sind drei Dinge: ein wiederkehrender Beitrag (Abo statt Einzelkauf), eine feste Verteilung (Abholung, Lieferung oder Depot zu festen Zeiten) und ein direkter Draht zu deiner Gemeinschaft. Mit Farmerino richtest du den dafür nötigen Online-Hofladen laut Anbieterangabe in unter 2 Minuten ein – ohne Setup-Kosten, ohne Monatsgebühr und ohne Vertrag. Fällig wird nur eine Plattform-Marge von 3,9 Prozent bei erfolgreichen Verkäufen, gedeckelt auf 149 Euro im Monat. So bleibt der größte Teil der Wertschöpfung bei dir auf dem Hof.
Warum sich eine SoLaWi für deinen Hof lohnt
Vielleicht kennst du das: Du baust mit viel Sorgfalt an, und am Ende entscheidet der Großhandel oder das Wetter am Markttag, was deine Arbeit wert ist. Genau diese Abhängigkeit dreht die SoLaWi um. Statt nach der Ernte zu hoffen, dass du sie loswirst, steht zu Saisonbeginn fest, wer deine Ernte abnimmt – und zu welchem Preis.
Das gewinnst du konkret:
- Planbare Abnahme: Die Beiträge stehen vor der Saison fest. Du säst und planst gegen eine bekannte Mitgliederzahl, nicht gegen einen unsicheren Markt.
- Liquidität im Voraus: Halbjahres- oder Saisonbeiträge geben dir Kapital genau dann, wenn du in Saatgut, Jungpflanzen und Personal investierst.
- Faire Marge: Du verkaufst direkt an die Gemeinschaft, ohne Zwischenhandel. Im Wertschöpfungs-Vergleich bleiben beim Großhandel rund 35 Prozent und im Supermarkt rund 45 Prozent beim Erzeuger – über deinen eigenen Online-Hofladen bleibt der größte Teil.
- Echte Gemeinschaft: Mitglieder, die deinen Hof mittragen, werden zu Botschaftern. Sie bringen Ernterisiko-Verständnis mit, akzeptieren Saison und Vielfalt und bleiben oft über Jahre.
- Wertschätzung deiner Arbeit: Du verkaufst keine anonyme Ware, sondern eine Beziehung. Das schützt dich vor Preisdruck und macht deinen Beruf wieder sichtbar.
Kurz: Eine SoLaWi tauscht das Risiko des Einzelverkaufs gegen die Sicherheit einer Gemeinschaft. Das digitale Werkzeug dahinter sorgt nur dafür, dass dich die Verwaltung dieser Gemeinschaft nicht auffrisst.
Schritt 1: Dein SoLaWi-Modell festlegen
Bevor du irgendetwas einrichtest, entscheidest du, wie deine SoLaWi tickt. Diese Weichenstellung bestimmt alle späteren Schritte, also nimm sie ernst – sie ist in einer Stunde am Küchentisch gemacht.
Diese Fragen klärst du zuerst:
- Was steckt im Ernteanteil? Reines Gemüse, oder auch Eier, Brot, Käse, Fleisch und Obst? Ein Vollsortiment bindet stärker, ein Gemüseanteil ist einfacher zu planen.
- Wie groß ist ein Anteil? Lege fest, für wie viele Personen ein voller Anteil reicht (oft ein Zwei-Personen-Haushalt) und biete optional halbe Anteile an. Das senkt die Einstiegshürde für Singles und kleine Haushalte.
- Wie viele Anteile kannst du tragen? Rechne ehrlich aus, wie viele Mitglieder deine Anbaufläche und Arbeitszeit verlässlich versorgen. Lieber mit weniger Anteilen sicher starten als überbuchen.
- Feste Anteile oder freier Bezug? Klassisch ist der feste, kuratierte Anteil. Manche Höfe ergänzen einen freien „Marktstand“, an dem Mitglieder zusätzlich nach Bedarf nehmen.
- Welche Saison? Ganzjährig oder eine Anbausaison? Daraus ergeben sich Beitragslaufzeit und Verteilungszeitraum.
Schreib das Ergebnis als ein bis zwei Seiten Konzept auf. Dieses Konzept ist später die Grundlage für deine Anteils-Produkte, deine Beiträge und deinen ersten Mitglieder-Aufruf. Wenn du unsicher bist, wie du Anteile als verkaufbares Produkt zuschneidest, hilft dir der Leitfaden Gemüsekiste anbieten, weil die Logik fast identisch ist.
Schritt 2: Beiträge fair kalkulieren
Der Beitrag ist das Herz jeder SoLaWi – und der häufigste Grund, warum Höfe sich anfangs verkalkulieren. Die Idee: Nicht der einzelne Salatkopf hat einen Preis, sondern der gesamte Betrieb wird auf die Mitglieder umgelegt. Du rechnest also vom Hof her, nicht vom Produkt.
So kommst du zu einem fairen Beitrag:
- Jahresbudget aufstellen: Addiere alle Kosten einer Saison – Saatgut, Jungpflanzen, Pacht, Maschinen, Energie, Verpackung, Lieferung und vor allem einen fairen Lohn für deine eigene Arbeit. Genau dieser Lohn fehlt in vielen Kalkulationen.
- Durch die Anteile teilen: Teile das Budget durch die Zahl der Anteile, die du tragen kannst. Heraus kommt der Jahresbeitrag pro vollem Anteil.
- Auf Monate oder Raten umlegen: Viele Mitglieder zahlen lieber monatlich. Ein gleichbleibender Monatsbeitrag senkt die Hürde und glättet deine Liquidität.
- Halbe Anteile und Soli-Spannen: Biete halbe Anteile und – wenn es zu deinem Hof passt – eine Bieterrunde oder eine Spanne „von…bis“, in der stärkere Schultern mehr tragen.
Wichtig für die Online-Umsetzung: In deinem Online-Hofladen bildest du den Beitrag als wiederkehrendes Abo ab. Auf der Mitgliederseite zahlt der Kunde zusätzlich 0,25 Euro Bearbeitungsgebühr pro Bestellung – das belastet deinen Beitrag nicht, weil es der Kunde trägt. Deine Auszahlung läuft täglich über Stripe mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung, sodass du verlässlich kalkulieren kannst. Eine saubere, transparente Kalkulation ist übrigens das beste Argument im Mitgliedergespräch: Wer versteht, dass er den Hof finanziert und nicht Gemüse kauft, akzeptiert auch eine magere Woche im Frühjahr.
Schritt 3: SoLaWi online aufsetzen – die Roadmap
Jetzt wird aus dem Konzept eine laufende Organisation. Diese Schritte bauen aufeinander auf; du kannst jederzeit speichern und später weitermachen. Den wiederkehrenden Beitrag und die feste Verteilung bildest du dabei über Abo-Kisten und Tourenplanung ab.
- Kostenlos registrieren (ca. 2 Minuten). Du legst deinen Online-Hofladen mit E-Mail und Passwort an – laut Anbieterangabe in unter 2 Minuten, ohne Vertrag und ohne Kreditkarte. Direkt hier startest du: Kostenlos starten.
- Hofprofil und SoLaWi-Geschichte anlegen (ca. 15 Minuten). Beschreibe deinen Betrieb, lade Bilder hoch und erzähle, was eure Solidarische Landwirtschaft ausmacht. Lege deine Region und dein Liefer- beziehungsweise Abholgebiet fest, damit dich passende Mitglieder in deiner Umgebung finden.
- Anteile als Produkte/Abos anlegen (ca. 10 Minuten pro Anteil). Lege den vollen und den halben Ernteanteil als Artikel mit deinem kalkulierten Beitrag an. Über die Abo-Kisten-Funktion wird daraus ein wiederkehrender Beitrag – monatlich oder pro Saison. Varianten nach Abholtag oder Depot bildest du direkt am Anteil ab.
- Verteilung einrichten (ca. 15 Minuten). Wähle deinen Vertriebsweg: Abholung am Hof mit festen Abholfenstern, eigene Lieferung mit automatischer Tourenplanung oder Depots als Abholpunkte. Du legst die festen Tage fest, an denen die Anteile bereitstehen.
- Zahlung aktivieren (automatisch). Die Zahlungsabwicklung über Stripe richtet sich automatisch ein. Die wiederkehrenden Beiträge werden so eingezogen, deine Auszahlung läuft täglich mit 14 Tagen Verzögerung.
- Mitglieder einladen und Shop teilen (sofort). Schalte den Shop frei und teile den Link – per E-Mail an Interessierte, in Social Media, über einen Aushang am Hof oder am Marktstand. Neue Mitglieder zeichnen ihren Anteil selbst, auch als Gast ohne Konto.
- Saison fahren (laufend). Bestellungen und Beiträge laufen mit klarem Status ein, du packst nach Pickliste, lieferst nach optimierter Tour oder stellst zur Abholung bereit. In der Finanzübersicht siehst du jederzeit, wie viele Anteile gezeichnet sind und was ausgezahlt wird.
Realistisch steht deine SoLaWi online an einem Nachmittag, abhängig davon, wie viele Anteile und Verteilpunkte du anlegst. Du musst dafür nichts programmieren und keine eigene Website bauen.
Schritt 4: Verteilung organisieren – Abholung, Lieferung, Depots
Die wöchentliche Verteilung ist der Punkt, an dem viele SoLaWis im Alltag straucheln – einfach, weil sie sich wiederholt. Genau Wiederholbares lässt sich am besten automatisieren. Du hast drei bewährte Wege, die du auch kombinieren kannst.
| Verteilweg | Wie es funktioniert | Passt für |
|---|---|---|
| Abholung am Hof | Mitglieder holen ihren Anteil zu festen Abholfenstern direkt bei dir ab | Höfe mit Laufkundschaft und Mitgliedern in der näheren Umgebung |
| Eigene Lieferung | Du lieferst die Anteile nach optimierter Tourenplanung an die Haustür oder Sammelpunkte | Städtische Mitglieder, größeres Einzugsgebiet |
| Depots | Feste Abholpunkte (Café, Laden, Privatkeller) bündeln mehrere Anteile an einem Ort | Verdichtete Stadtviertel, ehrenamtlich getragene Gruppen |
Mit Farmerino bildest du jeden dieser Wege ab. Besonders entlastend ist die automatische Tourenplanung: Statt jede Woche selbst Adressen zu sortieren, bekommst du eine optimierte Route mit Picklisten und Lieferscheinen. Depots legst du als Abholpunkte mit festen Zeitfenstern an. Brauchst du zusätzlich bundesweiten Versand – etwa für haltbare Produkte aus dem Hofladen neben den Anteilen – steht dir DPD-Versand mit Temperaturklassen zur Verfügung. Ein optionales Pfandsystem für Kisten und Gläser hält dein Mehrweg-Leergut im Blick, statt dass Kisten verloren gehen.
Schritt 5: Kommunikation und Gemeinschaft pflegen
Eine SoLaWi lebt von Vertrauen – und Vertrauen entsteht durch Kommunikation. Mitglieder, die wissen, warum diese Woche viel Mangold und wenig Tomaten im Anteil sind, bleiben treu. Mitglieder, die im Dunkeln gelassen werden, kündigen. Plane Kommunikation deshalb nicht als Nebensache, sondern als festen Teil deiner Woche.
Das hält deine Gemeinschaft zusammen:
- Wöchentlicher Anteils-Hinweis: Ein kurzer Text, was diese Woche im Anteil ist und woher die Besonderheiten kommen (Spätfrost, erste Ernte, Überschuss). Über die Bestell- und Statusbenachrichtigungen erreichst du deine Mitglieder direkt.
- Saison-Transparenz: Erkläre Engpässe und Schwemmen offen. Wer das Ernterisiko mitträgt, will es auch verstehen.
- Mitmach-Momente: Hoffeste, Mithilfe-Tage oder ein Tag der offenen Tür machen aus Zahlern echte Mitstreiter. Eingeladen wird über den verteilten Mitglieder-Kanal.
- Feedback ernst nehmen: Bewertungen und Rückmeldungen zeigen dir, ob die Anteilsgröße passt. Im Bewertungssystem kannst du direkt antworten und zeigst so, dass du zuhörst.
Der praktische Effekt: Je besser du kommunizierst, desto stabiler ist deine Mitgliederzahl von Saison zu Saison. Und stabile Mitglieder sind genau das, was die SoLaWi dir verspricht – planbare Abnahme. Das Analytics-Dashboard zeigt dir nebenbei, wie viele Anteile gezeichnet sind und wo Abwanderung droht, bevor sie zum Problem wird.
Rechtliches und Steuern kurz eingeordnet
Eine SoLaWi ist organisatorisch flexibel, aber ein paar Punkte solltest du sauber klären. Das Ziel hier ist nicht, dich zu verunsichern, sondern dir die Stolpersteine vorab zu zeigen.
- Rechtsform: Viele SoLaWis laufen als Verein, manche als Genossenschaft, manche schlicht als landwirtschaftlicher Betrieb mit Mitgliederverträgen. Welche Form passt, hängt davon ab, wer Risiko und Verantwortung trägt – lass das im Zweifel beraten.
- Beitrag ist kein klassischer Kaufpreis: Im SoLaWi-Gedanken finanzieren Mitglieder den Betrieb, statt einzelne Produkte zu kaufen. Für die steuerliche Behandlung ist die konkrete Ausgestaltung entscheidend.
- Lebensmittelrecht gilt trotzdem: Auch in der SoLaWi brauchst du in der Regel die Registrierung deines Lebensmittelbetriebs und musst Pflichtangaben (etwa Allergene) bereitstellen. Die Felder dafür sind in deinem Online-Hofladen direkt am Artikel hinterlegt.
- Steuern: Steuernummer oder USt-IdNr. lassen sich hinterlegen, auch die Kleinunternehmer-Regelung nach Paragraf 19 UStG ist abgebildet.
Für rechtsverbindliche Auskünfte zu deinem konkreten Fall sprich mit deiner Landwirtschaftskammer, einem Steuerberater oder – bei der Verteilung von Lebensmitteln – deiner Lebensmittelüberwachung. Die meisten dieser Punkte klärst du einmal zu Saisonbeginn und musst sie danach nur pflegen.
Jetzt deine SoLaWi online aufsetzen
Du hast die Roadmap gesehen: Modell festlegen, Beiträge fair kalkulieren, online aufsetzen, Verteilung organisieren, Gemeinschaft pflegen. Der nächste Schritt ist klein und ohne Risiko – du legst deinen Online-Hofladen an, erstellst deine Ernteanteile als Abo und teilst den Link mit deinen ersten Interessierten. Kein Vertrag, keine Kreditkarte, keine Monatsgebühr.
So geht es weiter:
- Sofort loslegen: Kostenlos starten und in unter 2 Minuten deinen Hofladen einrichten.
- Die Abo-Kiste verstehen: Im Leitfaden Gemüsekiste anbieten siehst du, wie du wiederkehrende Kistenmodelle – die technische Basis jedes Ernteanteils – sauber aufsetzt.
- Alle Werkzeuge ansehen: Auf Funktionen findest du Tourenplanung, Abo-Kisten, Zahlungen und Analytics im Detail; den großen Überblick gibt der Pillar-Ratgeber Direktvermarktungs-Software.
Deine Ernte verdient eine Gemeinschaft, die sie trägt – und du verdienst eine Saison, die sich planen lässt. Bau dir beides auf: deinen Hof als Held, mit Farmerino als dem Werkzeug, das die Verwaltung übernimmt, damit du dich um den Acker kümmern kannst.
Schritt für Schritt
- 1
Kostenlos registrieren
Kostenlos registrieren (ca. 2 Minuten). Du legst deinen Online-Hofladen mit E-Mail und Passwort an – laut Anbieterangabe in unter 2 Minuten, ohne Vertrag und ohne Kreditkarte. Direkt hier startest du: Kostenlos starten .
- 2
Hofprofil und SoLaWi-Geschichte anlegen
Hofprofil und SoLaWi-Geschichte anlegen (ca. 15 Minuten). Beschreibe deinen Betrieb, lade Bilder hoch und erzähle, was eure Solidarische Landwirtschaft ausmacht. Lege deine Region und dein Liefer- beziehungsweise Abholgebiet fest, damit dich passende Mitglieder in deiner Umgebung finden.
- 3
Anteile als Produkte/Abos anlegen
Anteile als Produkte/Abos anlegen (ca. 10 Minuten pro Anteil). Lege den vollen und den halben Ernteanteil als Artikel mit deinem kalkulierten Beitrag an. Über die Abo-Kisten-Funktion wird daraus ein wiederkehrender Beitrag – monatlich oder pro Saison. Varianten nach Abholtag oder Depot bildest du direkt am Anteil ab.
- 4
Verteilung einrichten
Verteilung einrichten (ca. 15 Minuten). Wähle deinen Vertriebsweg: Abholung am Hof mit festen Abholfenstern, eigene Lieferung mit automatischer Tourenplanung oder Depots als Abholpunkte. Du legst die festen Tage fest, an denen die Anteile bereitstehen.
- 5
Zahlung aktivieren
Zahlung aktivieren (automatisch). Die Zahlungsabwicklung über Stripe richtet sich automatisch ein. Die wiederkehrenden Beiträge werden so eingezogen, deine Auszahlung läuft täglich mit 14 Tagen Verzögerung.
- 6
Mitglieder einladen und Shop teilen
Mitglieder einladen und Shop teilen (sofort). Schalte den Shop frei und teile den Link – per E-Mail an Interessierte, in Social Media, über einen Aushang am Hof oder am Marktstand. Neue Mitglieder zeichnen ihren Anteil selbst, auch als Gast ohne Konto.
- 7
Saison fahren
Saison fahren (laufend). Bestellungen und Beiträge laufen mit klarem Status ein, du packst nach Pickliste, lieferst nach optimierter Tour oder stellst zur Abholung bereit. In der Finanzübersicht siehst du jederzeit, wie viele Anteile gezeichnet sind und was ausgezahlt wird.
Häufige Fragen
Was bedeutet es, eine SoLaWi online zu organisieren?
Eine Solidarische Landwirtschaft online zu organisieren heißt, die wiederkehrenden Aufgaben einer SoLaWi digital abzuwickeln: Mitgliederverwaltung, Beiträge als Abo, die feste Verteilung der Ernteanteile (Abholung, Lieferung oder Depot) und die Kommunikation mit der Gemeinschaft. Statt Zettel, Excel und WhatsApp-Listen bündelst du alles in einem Online-Hofladen. Mit Farmerino richtest du den dafür nötigen Shop laut Anbieterangabe in unter 2 Minuten ein.
Was kostet es, eine SoLaWi über Farmerino zu organisieren?
Das Einrichten kostet nichts: keine Setup-Gebühr, keine Monatsgebühr und kein Vertrag, jederzeit kündbar. Fällig wird nur eine Plattform-Marge von 3,9 Prozent bei erfolgreichen Verkäufen – für alle Verkäufer gleich und gedeckelt auf 149 Euro pro Monat (ab rund 3.820 Euro Monatsumsatz zahlst du nie mehr als 149 Euro). Zusätzlich trägt das Mitglied 0,25 Euro Bearbeitungsgebühr pro Bestellung, nicht der Hof. So bleibt der größte Teil der Wertschöpfung bei dir.
Wie kalkuliere ich den Beitrag für einen Ernteanteil fair?
Du rechnest vom Betrieb her, nicht vom einzelnen Produkt: Addiere alle Saisonkosten inklusive eines fairen Lohns für deine eigene Arbeit und teile dieses Budget durch die Zahl der Anteile, die du tragen kannst. Daraus ergibt sich der Jahresbeitrag pro vollem Anteil, den du auf Monate oder Raten umlegen kannst. Halbe Anteile und solidarische Spannen senken die Einstiegshürde.
Wie bilde ich den wiederkehrenden SoLaWi-Beitrag technisch ab?
Du legst den Ernteanteil als Produkt an und machst über die Abo-Kisten-Funktion einen wiederkehrenden Beitrag daraus – monatlich oder pro Saison. Die Zahlung läuft über Stripe, die Auszahlung erfolgt täglich mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung. Die Logik ist dieselbe wie bei einer Gemüsekiste im Abo, nur dass der Anteil den ganzen Hof mitfinanziert.
Welche Verteilwege kann ich für die Ernteanteile anbieten?
Du kannst Abholung am Hof mit festen Abholfenstern, eigene Lieferung mit automatischer Tourenplanung und Depots als feste Abholpunkte anbieten – einzeln oder kombiniert. Für haltbare Zusatzprodukte steht außerdem bundesweiter DPD-Versand mit Temperaturklassen bereit. Die Tourenplanung erstellt dir wöchentlich eine optimierte Route mit Picklisten und Lieferscheinen, damit die Verteilung nicht zur Last wird.
Wie halte ich meine SoLaWi-Mitglieder bei der Stange?
Der wichtigste Hebel ist regelmäßige, ehrliche Kommunikation: ein kurzer wöchentlicher Hinweis, was im Anteil ist und warum, plus Transparenz bei Engpässen und Schwemmen. Mitmach-Momente wie Hoffeste binden zusätzlich, und über das Bewertungssystem kannst du auf Rückmeldungen direkt antworten. Das Analytics-Dashboard zeigt dir früh, wo Abwanderung droht, sodass du gegensteuern kannst.
Brauche ich technische Kenntnisse oder eine eigene Website für eine Online-SoLaWi?
Nein. Du brauchst keine Programmierkenntnisse, keine eigene Domain und kein Hosting. Den Online-Hofladen mit Mitgliederverwaltung, Abos, Verteilung und Zahlung stellt die Plattform bereit; du füllst nur deine Anteile und Fotos ein. Das Konto ist laut Anbieterangabe in unter 2 Minuten angelegt, ein nutzbarer SoLaWi-Shop steht oft an einem Nachmittag.
Was muss ich bei einer SoLaWi rechtlich und steuerlich beachten?
Wichtige Punkte sind die Rechtsform (Verein, Genossenschaft oder Betrieb mit Mitgliederverträgen), die steuerliche Einordnung des Beitrags und das Lebensmittelrecht, etwa die Registrierung des Betriebs und Pflichtangaben wie Allergene. Steuernummer oder USt-IdNr. und die Kleinunternehmer-Regelung nach Paragraf 19 UStG lassen sich im Hofladen hinterlegen. Für deinen konkreten Fall sprich mit Landwirtschaftskammer, Steuerberater oder Lebensmittelüberwachung.
Worin unterscheidet sich eine SoLaWi von einer Abo-Gemüsekiste?
Bei einer Abo-Gemüsekiste kauft der Kunde regelmäßig ein definiertes Produkt zum Preis pro Kiste. Bei einer SoLaWi finanziert das Mitglied den ganzen Betrieb für eine Saison im Voraus und teilt sich Ernte und Ernterisiko – nicht der einzelne Salatkopf hat einen Preis, sondern der Hof. Technisch nutzen beide dieselbe Abo-Logik, weshalb du eine SoLaWi mit denselben Werkzeugen wie eine Gemüsekiste online abbildest.
Dein Rechenbeispiel
Rechne aus, was dir bleibt
Bei Farmerino zahlst du 0 € Einrichtung, 0 € im Monat und bindest dich an keinen Vertrag. Fällig wird nur eine Plattform-Marge von 3,9 % je erfolgreichem Verkauf, gedeckelt auf 149 € im Monat. Stell deinen geplanten Monatsumsatz ein und sieh, was dir bleibt.
Plattform-Marge (3,9 %, max. 149 €)
98 €
pro Monat
Dir bleiben
2.402 €
pro Monat
Hochgerechnet
28.830 €
pro Jahr
Gerechnet mit nur 3,9 % Plattform-Marge (gedeckelt auf 149 € im Monat) - ab rund 3.820 € Monatsumsatz zahlst du nie mehr als 149 €. Keine Fixkosten, keine Vertragsbindung, Zahlung nur bei erfolgreichem Verkauf. Zum Vergleich: über den Zwischenhandel bleibt beim Erzeuger oft nur rund ein Drittel des Endpreises.
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Starte ohne Einrichtungsgebühr, ohne Monatsgebühr und ohne Vertrag. Du zahlst nur bei erfolgreichen Verkäufen, und ein persönlicher Ansprechpartner begleitet dich bis zum ersten Verkauf.
