B2B und Endkundenverkauf gemeinsam kalkulieren
B2B-Bestellungen unterscheiden sich vom Endkundengeschäft vor allem durch Mengen, Preise, Zahlungsbedingungen, Bestellrhythmen und Logistik. Wiederkehrende Bestellungen können Grundmengen vorab sichtbar machen. Wirtschaftlich wird der Kanal erst, wenn Deckungsbeitrag, Kapazität und Ausfallrisiko zusammenpassen.
Das ist kein Entweder-oder. Eine Kombination beider Kanäle kann passen, wenn Sortiment, Preise und verfügbare Mengen getrennt kalkuliert werden. Der Endkundenkanal stellt Bewertungen und einen eigenen Shop bereit. B2B bildet größere oder wiederkehrende Bestellungen ab. Eine Nennung auf der Speisekarte kann die Herkunft sichtbar machen. Zusätzliche Endkunden entstehen daraus nicht automatisch.
Die Konditionen im Groß- und Einzelhandel unterscheiden sich nach Produkt, Menge, Saison und Vertrag. Bei direkter Lieferung an die Gastronomie verhandelst du den Preis selbst, trägst aber auch Akquise, Kommissionierung, Lieferung, Zahlung und Ausfallrisiko. Vergleiche deshalb den Deckungsbeitrag je Kanal. Mehr zum grundsätzlichen Kanal-Aufbau findest du im Ratgeber Lebensmittel-Lieferdienst aufbauen.
Wer kauft bei dir: Restaurants, Hofcafes, Kantinen und Läden
"Gastronomie" ist mehr als das Sterne-Restaurant. Für einen Hof in der Direktvermarktung kommen sehr unterschiedliche B2B-Abnehmer infrage – jeder mit eigenen Bedürfnissen. Es lohnt sich, gezielt die Kunden anzusprechen, die zu deinem Sortiment und deiner Region passen.
| Abnehmer | Was sie suchen | Gut, wenn du bietest |
|---|---|---|
| Regionale Restaurants & Gasthöfe | Frische, Geschichte, Saisonprodukte fürs Tagesgericht und die Karte | Gemüse, Salate, Fleisch, Kräuter, Spezialitäten mit Herkunft |
| Hofcafes & Cafes | Eier, Milchprodukte, Backzutaten, Obst, Marmeladen | verlässliche kleine bis mittlere Mengen, regionale Story |
| Kantinen & Gemeinschaftsverpflegung | große, gleichbleibende Mengen, klare Lieferfenster | Lagergemüse, Kartoffeln, Standardware in Menge |
| Hofladen-Kollegen & Läden | Sortimentsergänzung, was sie selbst nicht erzeugen | deine Spezialität als Zukaufware für ihr Regal |
| Bäckereien & Lebensmittelhandwerk | Rohstoffe in Verarbeitungsqualität | Mehl, Eier, Obst, Milch, Honig |
B2B-Abnehmer können größere oder wiederkehrende Mengen bestellen und benötigen dafür klare Angaben zu Verfügbarkeit, Gebinden, Preis, Bestellschluss und Lieferung. Ob daraus ein dauerhafter Rhythmus entsteht, hängt von Vertrag, Leistung und Bedarf beider Seiten ab.
B2B vs. B2C: was im Gastronomie-Verkauf wirklich anders ist
Wer aus dem Endkundengeschäft kommt, nimmt möglicherweise an, B2B sei "das Gleiche, nur größer". Das stimmt nur halb. Ein Restaurant bewertet Angebot und Abwicklung nach anderen Kriterien als ein Privathaushalt. Die Tabelle zeigt typische Unterschiede, die du mit dem konkreten Abnehmer abstimmst.
| Kriterium | Endkunde (B2C) | Gastronomie / Handel (B2B) |
|---|---|---|
| Bestellmenge | klein, für den Haushalt | groß, kalkuliert nach Speiseplan |
| Rhythmus | spontan, unregelmäßig | fest, wiederkehrend (z. B. jeden Dienstag) |
| Preis | Endkundenpreis pro Stück | Mengen- und Staffelpreise, oft netto verhandelt |
| Wichtigstes Kriterium | Frische, Erlebnis, Vertrauen | Zuverlässigkeit, Planbarkeit, gleichbleibende Qualität |
| Beziehung | viele lose Kontakte | wenige enge Partnerschaften |
| Kennzeichnung | LMIV für Endverbraucher | Lieferschein, ggf. Spezifikationen, Rückverfolgbarkeit |
Der zentrale Punkt: Im B2B verkaufst du nicht ein einzelnes Produkt, sondern eine verlässliche Belieferung. Vereinbare Liefertermin, Menge, Qualität, Ersatzregelung und Kommunikation bei Abweichungen schriftlich. Diese Kriterien gehören neben dem Preis in die Angebots- und Leistungsbewertung.
Sortiment und Mengen: was die Gastronomie von dir braucht
Nicht jedes Produkt aus deinem Hofladen eignet sich gleich gut für die Gastronomie – und umgekehrt verlangt ein Restaurant oft anders konfektionierte Ware als ein Privatkunde. Bevor du anbietest, lohnt es sich, dein Sortiment durch die Küchenbrille zu betrachten.
- Gastronomiegerechte Gebinde: Ein Koch will keine 250-Gramm-Schale, sondern die Kiste, den Sack, das Kilo. Lege für deine B2B-Kunden größere Einheiten und passende Gebindegrößen an, statt sie aus Endkunden-Portionen zusammenrechnen zu lassen.
- Verlässliche Verfügbarkeit: Ein Restaurant baut seine Karte auf das, was es sicher bekommt. Kommuniziere ehrlich, was du in welcher Menge und Saison liefern kannst – lieber etwas weniger versprechen und sicher liefern.
- Gleichbleibende Qualität und Kalibrierung: In der Küche zählt Konstanz. Wenn deine Möhren mal dünn und mal dick sind, Ändert sich die Garzeit. Sortierte, gleichmäßige Ware ist im B2B oft mehr wert als reine Frische.
- Variable Gewichtsabrechnung: Fleisch, Käse am Stück oder loses Gemüse rechnest du nach tatsächlichem Gewicht ab. Genau dafür gibt es die variable Gewichtsabrechnung (zum Beispiel Fleisch nach Schlachtgewicht), sodass der Lieferschein stimmt.
- Saison als Verkaufsargument: Biete saisonale Produkte mit Zeitraum, verfügbarer Menge und Bestellschluss an. Ob ein Abnehmer daraus einen wiederkehrenden Bezug entwickelt, wird nicht vorausgesetzt.
In deinem Online-Hofladen bildest du genau diese Bandbreite ab: Artikel mit Varianten nach Gewicht, Sorte oder Größe, Staffelpreisen für größere Mengen und einer Verfügbarkeit, die du nach Saison und Wochentag steuerst. So sieht dein Gastronomie-Kunde sofort, was wann und in welcher Menge zu haben ist.
Feste Bestellrhythmen und zuverlässige Lieferung
Das Herz des B2B-Geschäfts ist der feste Rhythmus. Ein Restaurant, das jeden Dienstag und Freitag beliefert wird, plant seine Küche danach. Wiederkehrende Bestellungen zeigen vorgesehene Mengen und Termine vorab. Umsatz, Auslastung und Entlastung hängen von Ausführung, Zahlung und tatsächlicher Bündelung ab.
Bestellrhythmen, die für beide Seiten funktionieren
Lege gemeinsam mit deinem Kunden feste Liefertage und Bestellschlusszeiten fest. Ein typisches Muster: Bestellung bis Sonntagabend, Lieferung am Dienstag. So weiß der Koch, bis wann er disponieren muss, und du weißt rechtzeitig, was du ernten und einpacken musst. Für wiederkehrende Standardbestellungen eignen sich Warenkorb-Abonnements – der Kunde richtet einen wiederkehrenden Warenkorb ein. Jede Ausführung bleibt von Verfügbarkeit und Zahlung abhängig.
Lieferwege, die zur Gastronomie passen
- Eigene Lieferung mit Tourenplanung: Wenn deine Abnehmer in der Region sitzen, fährst du eine feste Tour. Die automatische Tourenplanung nach dem Milchmann-Prinzip bündelt B2B- und B2C-Stopps zu einer effizienten Route mit Picklisten und Lieferscheinen.
- Abholung ab Hof: Manche Gastronomen holen selbst – ein fester Abholtermin ist die einfachste Lieferform und kostet dich keine Fahrtzeit.
- Versand per DPD: Liegt ein Spezialitäten-Restaurant außerhalb deiner Tour, verschickst du bundesweit per Paket, bei frischer Ware mit Temperaturklassen.
Zuverlässigkeit ist ein zentrales Auswahlkriterium im B2B-Geschäft. Bestellstatus, Push-Benachrichtigungen und Lieferschein dokumentieren den Ablauf. Die tatsächliche Zuverlässigkeit zeigt sich in vollständig und termingerecht ausgeführten Lieferungen. Wie du eine eigene Liefertour systematisch aufbaust, vertieft der Ratgeber Lebensmittel-Lieferdienst aufbauen.
Küchen brauchen feste Tage, nicht schnelle
Restaurants planen ihre Karte um die Anlieferung herum. Was zählt, ist nicht Tempo, sondern Verlässlichkeit: derselbe Wochentag, ein bekanntes Zeitfenster, und die Sicherheit, dass die Ware da ist, bevor der Service beginnt. Ein Ausfall kostet die Küche mehr als dich.
Ein veröffentlichtes Fahrergebiet ist genau das. Auf Farmerino nennt der Fahrbetrieb vorab seine Tage und wie viele Stopps er schafft. Du übernimmst das Gebiet, und am Liefertag laufen die Bestellungen aller Höfe darüber. Du kannst deinen Küchen also feste Wochentage zusagen, ohne dafür einen eigenen Fahrer vorzuhalten – und dieselbe Tour bedient nebenbei deine Privatkunden im selben Umkreis.
Bei der Auswahl hilft die Zuverlässigkeitsquote: Ab fünf abgeschlossenen Touren siehst du, welcher Anteil der zugesagten Fahrten tatsächlich stattgefunden hat – keine Sterne, sondern gezähltes Verhalten. Für Gastronomie ist das die Zahl, auf die es ankommt.
Preisgestaltung im B2B: Mengenpreise und Deckungsbeitrag
Die häufigste Unsicherheit beim Einstieg ins Gastronomie-Geschäft ist der Preis. Ein Restaurant erwartet andere Konditionen als ein Privatkunde – aber das heißt nicht, dass du dich verschenken musst. Im Gegenteil: Weil im Direktverkauf die Handelsstufen wegfallen, hast du Spielraum, der im Großhandel nicht existiert.
Warum B2B-Preise anders kalkuliert werden
Gastronomiebetriebe können größere oder wiederkehrende Mengen abnehmen. Ob ein Mengenpreis sinnvoll ist, hängt von Abnahmemenge, Lieferaufwand, Zahlungsziel und deinem Deckungsbeitrag ab. Bilde diese Logik über Staffelpreise ab: Ab einer bestimmten Abnahmemenge sinkt der Preis pro Einheit automatisch.
Deckungsbeitrag je B2B-Kanal vergleichen
Vergleiche Mengenpreis und Direktverkauf auf derselben Kostengrundlage:
Vergleiche die Vertriebswege mit deinen eigenen Zahlen: Netto-Verkaufspreis, Absatzmenge, Arbeitszeit, Verpackung, Logistik, Zahlungs- und Plattformkosten sowie Abschriften. Pauschale Erzeugeranteile sind ohne Produkt, Region und Vertragsmodell nicht belastbar.
Ein Mengenrabatt ist nur sinnvoll, wenn der Deckungsbeitrag nach Arbeitszeit, Verpackung, Lieferung, Zahlungsziel, Ausfallrisiko und Plattformkosten tragfähig bleibt. Vergleiche ihn mit den konkreten Konditionen deiner anderen Kanäle.
Beide Kanäle in einem Online-Hofladen verwalten
B2B- und B2C-Artikel lassen sich im selben Shop verwalten. Restaurant, Kantine und Privatkunde laufen über denselben Shop – du steuerst nur, wer was zu welchem Preis sieht.
- Ein Sortiment, verschiedene Gebinde: Du legst Endkunden-Portionen und Gastronomie-Gebinde als Varianten desselben Produkts an. Der Privatkunde sieht die Schale, der Gastronom die Kiste.
- Staffel- und Mengenpreise automatisch: Die Staffelpreise sorgen dafür, dass größere Mengen günstiger werden – ohne dass du für jeden Kunden eine eigene Preisliste pflegen musst.
- Wiederkehrende Bestellungen als Abo: Feste Wochenbestellungen deiner Stammrestaurants laufen über Warenkorb-Abonnements automatisch ein, etwa als feste Gemüsekisten-Belieferung.
- Touren bündeln: Die Tourenplanung packt B2B- und B2C-Stopps in eine Route – eine Fahrt, viele Kunden.
- Alles im Blick: Bestellungen mit klarem Status, Picklisten, Lieferscheine, ein Analytics-Dashboard und die tagesgenaue Auszahlung über Stripe (mit 14 Tagen Sicherheitsverzögerung) gelten für beide Kanäle gleichermaßen.
Den vollständigen Funktionsumfang – von der Produkt- und Variantenverwaltung über Tourenplanung und Versand bis zu Abo-Kisten und Bewertungen – findest du auf der Seite Funktionen. Wer den größeren Software-Zusammenhang verstehen will, findet den Überblick im Ratgeber zur Direktvermarktungs-Software.
Erste Gastronomie-Abnehmer ansprechen: Vorbereitung und Ablauf
Für die B2B-Ansprache brauchst du Sortiment, verfügbare Mengen, Konditionen und Liefermöglichkeiten. Bereite für die Ansprache Produktdaten, verfügbare Mengen, Staffelpreise, Bestellschluss, Lieferfenster, Spezifikationen und einen Kontaktweg vor:
- Klein und konkret anfangen: Sprich gezielt Restaurants, Hofcafes und Läden an, die ohnehin auf Regionalität setzen. Priorisiere Betriebe, deren Bedarf, Menge und Liefergebiet zu deinem Angebot passen.
- Mit einer Probe überzeugen: Stimme vorab ab, ob eine bemusterte und korrekt gekennzeichnete Probe gewünscht ist. Dokumentiere Produkt, Menge und Konditionen.
- Verfügbarkeit transparent machen: Zeig deinem potenziellen Kunden deinen Online-Hofladen mit Saison- und Mengeninfos. Er sieht die von dir gepflegten Saisonzeiträume, Gebinde und verfügbaren Mengen.
- Zuverlässigkeit beweisen: Halte die erste Lieferung penibel ein – pünktlich, vollständig, in zugesagter Qualität. Dokumentiere anschließend Abweichungen und kläre, ob ein weiterer Bedarf besteht.
- Den Endkundenkanal als Schaufenster nutzen: Ein vollständiges Profil und verifizierbare Bewertungen geben Interessierten zusätzliche Informationen. Auffindbarkeit in Höfe in der Umgebung garantiert keine B2B-Anfrage.
Beginne mit einer begrenzten Zahl passender Kontakte und dokumentiere Anfrage, Probe, Angebot, Rückmeldung und Auftrag. Erweitere die Ansprache erst, wenn Kapazität und Deckungsbeitrag des Ablaufs bekannt sind.
Jetzt dein B2B-Standbein aufbauen
Du hast jetzt das ganze Bild: wer bei dir kauft, was die Gastronomie braucht, wie du Mengen, Rhythmen und Preise gestaltest und wie du B2B und B2C in einem Shop bündelst. Als Nächstes legst du deinen Online-Hofladen an und richtest ihn für Bestellungen von Restaurants und Privatkunden ein.
Was dich erwartet:
- Online starten: Konto anlegen, ohne Technikwissen, ohne Mindestlaufzeit, ohne Kreditkarte.
- 0 Euro fix: keine Einrichtungsgebühr, keine Monatsgebühr. Es fällt nur eine Plattform-Marge von 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen an, gedeckelt auf 149 €/Monat – die zwei Kundenentgelte (0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang) trägt der Kunde.
- Der nach deinen übrigen Kosten verbleibende Anteil bleibt bei dir: kein Zwischenhandel, dein Preis, deine Marge.
Richte Produkte, Gebinde, Preise, Verfügbarkeiten und Vertriebswege ein und veröffentliche den Shop nach vollständiger Pflege. Konto anlegen – oder dich vorher auf Partner werden über den Ablauf informieren.
Häufige Fragen
Wie bewerte ich B2B- und Endkundengeschäft nebeneinander?
Vergleiche Mengen, Preise, Zahlungsziele, Lieferaufwand und Deckungsbeitrag beider Kanäle. Eine Nennung auf der Speisekarte kann die Herkunft sichtbar machen. B2B- und Endkundenartikel lassen sich im selben Shop über Varianten, Staffelpreise und Verfügbarkeiten abbilden.
Wie unterscheidet sich der B2B-Verkauf an Gastronomie vom Verkauf an Privatkunden?
B2B und B2C können sich bei Menge, Gebinde, Preis, Zahlungsziel, Bestellrhythmus, Spezifikation und Lieferung unterscheiden. Stimme die Anforderungen mit dem jeweiligen Abnehmer ab und kalkuliere beide Kanäle getrennt. Beides bildest du in deinem Shop über Varianten, Staffelpreise und steuerbare Verfügbarkeit ab.
Welche Mengen und Gebinde braucht ein Restaurant oder eine Kantine?
Welche Gebinde ein Gastronomiebetrieb benötigt, hängt von Speiseplan, Verarbeitung und Lagerung ab. Kläre Kiste, Sack, Kilo-Einheit oder andere Spezifikation vor dem Angebot. Lege deshalb für deine B2B-Kunden größere Varianten desselben Produkts an. Wichtig sind außerdem verlässliche Verfügbarkeit und gleichmäßige, kalibrierte Ware, weil sich in der Küche die Garzeit nach der Größe richtet. Lose Ware und Fleisch rechnest du über die variable Gewichtsabrechnung nach tatsächlichem Gewicht ab.
Wie gestalte ich die Preise für Gastronomie-Kunden im Vergleich zu Endkunden?
Ein Mengenpreis ist eine mögliche Kondition, wenn Abnahmemenge und geringerer Stückaufwand den Rabatt tragen. Das bildest du über Staffelpreise ab: Ab einer bestimmten Menge sinkt der Preis pro Einheit automatisch. Vergleiche Deckungsbeitrag, Arbeitszeit, Verpackung, Lieferung, Zahlungsziel, Ausfallrisiko und Plattformkosten mit deinen anderen Kanälen.
Wie liefere ich zuverlässig an meine Gastronomie-Kunden?
Lege mit deinem Kunden feste Liefertage und Bestellschlusszeiten fest, etwa Bestellung bis Sonntagabend und Lieferung am Dienstag. Für wiederkehrende Standardbestellungen eignen sich Warenkorb-Abonnements. Bei der Auslieferung bündelt die automatische Tourenplanung nach dem Milchmann-Prinzip deine B2B- und B2C-Stopps zu einer effizienten Route mit Picklisten und Lieferscheinen. Wer außerhalb deiner Tour liegt, kann ab Hof abholen oder bundesweit per DPD beliefert werden.
Kann ich B2B- und B2C-Kunden im selben Online-Hofladen verwalten?
Ja. Du brauchst kein zweites System: Restaurant, Kantine und Privatkunde laufen über denselben Shop. Du legst Endkunden-Portionen und Gastronomie-Gebinde als Varianten desselben Produkts an, steuerst Mengen über Staffelpreise und feste Wochenbestellungen über Warenkorb-Abonnements. Bestellungen, Tourenplanung, Lieferscheine und die tagesgenaue Auszahlung über Stripe gelten für beide Kanäle gleichermaßen.
Was kostet es, über Farmerino an die Gastronomie zu verkaufen?
Für den Online-Hofladen gilt: 0 € Einrichtung, 0 € pro Monat, keine Mindestlaufzeit. Es fällt nur eine Plattform-Marge von 3,9 % zzgl. USt. auf den Netto-Warenwert an, und das ausschließlich bei abgeschlossenen Bestellungen. Der Satz ist für alle Verkäufer gleich, ohne Rabatte und auf 149 € pro Monat gedeckelt (ab rund 3.820 € Netto-Warenwert im Monat zahlst du nie mehr als 149 €). Die zwei Kundenentgelte (0,25 € Bearbeitungsgebühr pro Bestellung sowie 2,5 % des Bestellwerts zuzüglich 0,25 € je Zahlungsvorgang) trägt der Kunde, nicht du.
Wie spreche ich erste Restaurants oder Hofcafes an?
Priorisiere Betriebe, deren Bedarf, Mengen und Liefergebiet zu deinem Angebot passen. Bereite Produktdaten, Saisonzeiträume, Gebinde, Staffelpreise, Bestellschluss, Lieferfenster und Spezifikationen vor. Dokumentiere Anfrage, gewünschte Probe, Angebot und Rückmeldung. Ein Folgeauftrag oder eine Empfehlung wird nicht vorausgesetzt.
Muss ich beim Verkauf an Gastronomie etwas Besonderes bei der Kennzeichnung beachten?
Im B2B kommt es vor allem auf einen sauberen Lieferschein und nachvollziehbare Rückverfolgbarkeit an, je nach Abnehmer auch auf Produktspezifikationen. Die LMIV-Pflichtangaben pflegst du ohnehin direkt am Artikel, sodass Herkunft und Allergene dokumentiert sind. Für rechtsverbindliche Anforderungen deines konkreten Falls sprich im Zweifel mit deiner Lebensmittelüberwachung oder einer fachkundigen Beratung.
Dein Rechenbeispiel
Rechne aus, was bei dir bleibt
Bei Farmerino zahlst du 0 € Einrichtung und 0 € im Monat. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht. Farmerino behält 3,9 % je abgeschlossenem Verkauf zuzüglich Umsatzsteuer, gedeckelt auf 149 € im Monat. Stelle deinen geplanten Netto-Warenwert ein und sieh den Betrag nach diesem Abzug.
Anteil (3,9 %, höchstens 149 €)
98 €
pro Monat, zzgl. USt.
Bleibt bei dir
2.384 €
pro Monat
Hochgerechnet
28.608 €
pro Jahr
Der Rechner berücksichtigt ausschließlich den Anteil von 3,9 %, gedeckelt auf 149 € im Monat, samt der Umsatzsteuer darauf. „Bleibt bei dir“ ist der Warenwert nach diesem Abzug. Eigene Kosten, Rückerstattungen und optionale Pakete sind nicht enthalten. Die separat ausgewiesenen Bearbeitungs- und Zahlungsentgelte trägt der Kunde. Ab rund 3.820 € Netto-Warenwert bleibt es bei 149 € Anteil.
Konto anlegenBereit für deinen eigenen Online-Hofladen?
Farmerino erhebt keine Einrichtungs- oder Monatsgebühr und hat keine Mindestlaufzeit. Vom Netto-Warenwert abgeschlossener Bestellungen behält Farmerino 3,9 % zzgl. USt., gedeckelt auf 149 € pro Monat. Unterstützung bei der Einrichtung kannst du kostenlos anfragen.
